Leider hat heute einer der berüchtigten 610er Dimmer hier das zeitige gesegnet. Im Normalfall würde ich dafür jetzt keinen Thread hier aufmachen, aber der Hergang wirft eine Menge fragen auf.
Aufbau war folgender:
Dimmer an 16A CEE angeschlossen
Dimmerausgang HAN16
Über langes Kabel ging dieses dann zu diversen Neonröhrenvorschaltgeräten, welche wir testen wollten. Eigentlich sollten diese dimmbar sein. Zweck war das Durchtesten einer Handvoll Neonröhren für nen Kumpel von nem anderen Kumpel. Betrieben haben wir aber immer nur Vollgas, also Regler vorne am Dimmer hoch.
Irgendwann, beim 943sten mal oder so, wo wir einen richtig schickes EVG davor hatten (230V prim/2,3kV Sekundär - Leuchtete auch schön an der Röhre), und ich den Dimmerkanal wieder über die Sicherung auf der Frontseite ausmachte, Blitzte und knallte es im Dimmer.
Unsere weiteren Aufklärungsermittlungen ergaben, das danach das EVG kaputt war, und der Dimmer ebenfalls. Zunächst haben wir auf Verdacht weil das Steuerungsding an der Front komische Dinge (CH1+2 hochgefahren geht, dann aber CH5 und 6 nicht, 3+4 gingen garnicht) anzeigte, erstmal schnell die Dimmerplatine für Kanal 3+4 gewechselt...weil irgendwie muss die ja scheinbar auch die Phase ausm Sicherungskasten rausgehauen haben.
Danach dann neuer Versuch - dieses Mal liess sich zumindest jeder Einzelkanal mit den Reglern an der Front dimmen. Bei Einsatz mehrer, grade wenn diese auf verschiedenen Phasen liegen, bricht aber alles ein. Ominöserweise (wir hatten inzwischen eine 6er-Bar als Last dranne) wollte der 3. Kanal beim 2. Versuch auch nicht mehr.
Besonders Kurios dabei das folgende, wie ich finde:
-Last liegt auf Kanal 5, der über Phase 3 bedient wird.
-An der CEE-Dose hat es Phase 2 die Sicherung gesprengt
-Phase 1, wo die Steuerungselektronik des Dimmer ja mit gefahren wird, sollte ja EIGENTLICH damit nichts zu tun haben...denkt man dann so - aber dazu jetzt.
Beim aufmachen des Dimmers stellten wir fest, das auf der Unterseite der Steuerungs/DMX-Platine des Dimmers auf Höhe der Stromzufuhr (also im 230V Bereich) ganze Leiterbahnen weggebrutzelt sind, bzw. auch im grossen 5cm Radius so ziemlich alles erkennbare an der Platine auf der Unterseite weg war. Von oben keine sichtbaren Schäden. Die "Datenzufuhren" zu den einzelnen Dimmerplatinen sehen recht unbescholten aus. Es ist wirklich nur eine Spur der Verwüstung um den Bereich, der von Haus aus 230V behandelt (Zufuhr+Leitung zum Netzschalter).
Des weiteren ist mir bereits vor einigen Wochen aufgefallen, das der Dimmer, so wie er an ist (alle Regler unten, kein Preheat) und man den Hartingstecker raufmacht, immer auf einem der Kanäle, entweder 4 oder 5, einmal kurz sehr hell gemacht hat. - Hat man sich aber nie was bei gedacht, weil "so tragisch kanns ja nicht sein".
Unsere These ist folgende:
-Dimmer macht beim Ausschalten irgendne Phasensauerei, welche das EVG sprengte, welches widerrum den Dimmer sprengte?
-Externer zeitgleicher Blitzschlag?
-Der beschriebene vorhandene Fehler des Dimmers führte zum Totalversagen?
Also wer von euch irgendwelche Lösungsansätze oder weitere Fragen hat...immer her damit.