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! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

  • bernd häusler
  • 14. September 2008 um 22:48
  • mattias bost
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    • 17. September 2008 um 12:37
    • #21

    Hi,

    kleine Klarstellung zum "sauberen Begrenzen", damit meine ich, daß der AMP NIE in einen Bereich kommt, den er nicht kann. Natürlich hat das ggf ein Kappen der Signale zur Folge (Klirr...), aber der AMP muß unter allen Umständen im linearen geregelten Bereich verbleiben. Clippt der AMP geht z.B. die elektrische Dämpfung flöten, grad bei PA-Systemen, bei denen diese den dicksten Batzen an "Kontrolle" darstellt, riskant.

    Um nicht mißverstanden zu werden, der Antrieb eines elektrodynamischen Lautsprechers besitzt den Hang zum instabilen System, ohne Frage, nur die Ursachen für den LS-Tod sind sicher auch mal ganz simpel. Bernd hat hier einen wesentlichen Punkt, nämlich das Ausreizen von Grenzen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schon erwähnt. Sprich viel AMP-Reserve unter Verwendung von Limiter und Compressor (mehr oder weniger intelligente Geräte). Hat sich schon mal jemand überlegt, was bei einem hochpassgesicherten Weg eigentlich passiert, wenn dort ein Limiter oder Compressor stark ran muß? Ich fürchte kaum. Hab mit Hifi-Gerödel (Dynaudio D54 Mitteltonkalotte) für Geld die Erfahrung gemacht, das war zwar noch krasser als bei nem Sub, aber mal der Reihe nach:

    Der Mitteltöner war in ner Aktivkombi mit nur 12dB/Okt/Bessel verbaut. Tja, den Tieftonbereich habe ich teilweise massiv in einen Diodenbegrenzer gefahren (> 20dB), das bedeutete, daß in dem Fall bei einem Viertel der fgu des Mitteltöners selbiger diese zu niedrige Frequenz mit voller Leistung sah. In ner Passiv-Box passiert das so nicht. Folge: Schleichender Exitus der Spulenzuleitung, 350DM ärmer aber viel schlauer danach. Bei mir kam damals der Tip von Dynaudio, das mit der Aktiv-Weiche was nicht stimme könne, DC machte die nicht, die 12dB Bessel waren das und hätten mit dem nachgeschalteten AMP allemal ok sein müssen, also war Nachdenken angesagt.

    Nun ein Beispeil für nen Sub:
    Nehmen wir mal nen Sub und der hätte 35Hz Tuningfrequenz, 1kW, fetter AMP, Limiter auf 1kW, Subsonicschutz mit 35Hz/24dB (was sicher selten der Fall ist). Ferner die Annahme, daß vorm Subsonicfilter 20Hz mit gleicher Amplitude wie 35Hz anliegen. In diesem Fall alles in Butter, bei 20Hz werden nur ca 10-20W in die Box gehen, Hub mag da noch iO sein. Nun gehts zur Sache, der Limiter muß ran, sagen wir mal der hat 10dB zurückzunehmen, weil die 35Hz zu viel Pegel haben. Kein Problem, die 20Hz werden ja auch um die 10dB zurückgenommen. So und nun passierts, das 35Hz Signal laß ich abfallen (die 20Hz nicht), der Limiter macht wieder alles auf und schwups sind da mal eben 100-200W (20Hz) da. Da wirds wahrscheinlich schon "knallen". Nagelt mich jetzt bitte nicht auf diese Zahlen fest, ich fands nur mit Werten einfacher darstellbar.

    Je mehr ich einen Limiter zur gewünschten Lautstärkeerhöhung einsetze umso vorsichtiger muß ich sein, was Signale und deren Pegel im Außernutzband (bei BR also unter der Tuningfrequenz) anbelangt. Ich bin mir sicher, daß sich das nur sehr wenige vergegenwärtigen. Nur intelligente Limiter/Compressoren, die ein frequenzabhängiges Begrenzen erlauben, bringen da gewisse Sicherheit.

    Zum Motorbeispiel: Das hinkt etwas, weil ein Motor in sich (ggf. anhängede) große träge Massen besitzt und einen massiv besseren Wirkungsgrad hat. Ein Chassis macht überwiegend heiße Luft sonst nix, da kann es nicht umgekehrt extreme Ströme generieren. Abgesehen davon, der von Bernd angedachte Fall, der passiert auch bei normalem Signal. Rechteck anlegen, die Membran kommt auf "Fahrt" und "plötzlich" wird, wegen des Rechecks, umgepolt. Nun hat die "Gegenseite" die Bewegungsenergie aufzunehmen, das ist richtig, aber diese Energie ist aufgrund der geringen Massen recht gering (dabei schlechten Wirkungsgrad nicht vergessen), der, im Vergleich zum Motor, hohe ohmsche Anteil begrenzt zusätzlich, da bricht kein Netzteil zusammen (außer billiger Krams).

    So, bis denne, Grüße
    Mattias

  • bernd häusler
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    • 17. September 2008 um 23:05
    • #22

    Moin,

    Zitat von "Sound-Klinik"


    Du vergißt die Last !
    Normalerweise muß der Motor Arbeit leisten (d.h. dreht nicht "frei").

    z.B. ein Industrie-Hallenlüfter dreht sehr lange nach, der Wendeschalter ist in jedem Fall schneller, als der Lüfter seine Energie an die zu befördernde Luft loswird. Ähnliche Verhältnisse stellen sich bei einer außer Kontrolle geratenen Mms ein.

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Auch bei Lautsprechern wird Schall produziert, indem das Medium (hier Luft) dem Wandler Energie entzieht (es wird Arbeit verrichtet), sonst wird nur Luft ohne nennenswerte Dichteänderungen verschoben.

    Ja, doch gerät der Lautsprecher DC-bedingt in Schwierigkeiten sind die Kräfte weit größer als der ohnehin schon im normalbetrieb vernachlässigbare Energieabzug durch Schall.

    Zitat von "Sound-Klinik"


    Das mag bei einige DJs und Amateurmuckern/Schülerbands ja stimmen ... zum Glück habe ich mit dieser von dir beschriebenen "breiten Masse" (sind es denn doch sooo viele ? :wink: ) eher wenig zu tun.
    Bei meinen Systemen (und dto. Verleihfirmen, die mit vernünftigem LS-Material arbeiten) wirst du keinerlei Absenkungen in diesem Bereich finden - zumal: Wenn einigermaßen vernünftig entwickelte/abgestimmte Bässe und Tops zeitlich (!) und pegelmässig entsprechend angepaßt sind, klappt das schon. 8)

    Ich war viel mit Bands der ganz harten Gangart unterwegs in Clubs, deren Betreiber mächtige Pegel erwarteten, jedoch nicht willens waren dafür die entsprechend leistungsfähige PA zu stellen. Ich habe diese Absenkung im Bereich der Trennfrequenz stets vorgefunden, und auch selbst exzessiv genutzt. Das ist besonders bitter, wenn man in seinen Resident-Club immer seine ELIs hinstellt, die nun wirklich von 70-200 Hz kein Ende kennen. Bis ich über die DC-Problematik gestolpert bin dachte ich immer es seien nur die Topteile, die üblicherweise am unteren Ende Hubprobleme haben. Aber der zu verhindernde Mißklang kam gerade auch von den BR-Bässen, deren Klirrprodukte lauter waren als die Probleme der Tops. Die Bässe haben bei reichlichen Reserven um die Tuningfrequenz in höheren Bereichen ernste Schwierigkeiten. Jetzt weiß ich aus Versuchen, daß solche BR Bässe in den höheren lagen DC-Displacement zeigen, und so Ihren linearen Wechselhub nicht annähernd erreichen können... ...solange keine Chassis mit Doppelspider verbaut sind. Beides klingt nicht gut, letzteres geht lauter und hält länger.

    Ich habe dennoch nie fremde Bässe direkt zerstört, weil ich den Mißklang mit pragmatischen EQ-Einstellungen "weggesenkt" habe, und so zumindest keinen Collapse provoziert habe. Aber ich musste oft ohne Bässe arbeiten... kaputt

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Bernd
    Mein ganz persönlicher Eindruck ist, daß du diese (DC-) Problematik hier und in anderen Foren völlig überbewertet darstellst, um damit "ein wenig" Promotion für geschlossene LS-Systeme zu machen.

    wenn ich mir meine letzten Posts so durchlese scheine ich eher Werbung für BR-Bässe mit Doppelspider zu machen ;)

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Ein Massenpanik ("Hilfe, ich hab eine dem Tode geweihte BR-Box gekauft") wirst du damit (ebensowenig, wie es ein weltweites Massensterben bei den Lautsprechern gibt) aber vermutlich nicht auslösen. Überhaupt finde ich ein pauschales Herumhacken auf LS-Systeme mit Vents (egal in welchen konstruktiven Ausführungen) nicht besonders hilfreich in einem PA-Forum.

    Die "Masse" soll mir vom Hals bleiben, ich suche ganz persönlich für mich bessere Lösungen. In einem HIFI-Forum brauche ich das nicht zu schreiben, Kleinstsignal und PA- untaugliche Chassisauslegungen, denen reichen Thiele&Small.

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Interessanter wäre da schon, in welchem Maß sich dein Lieblingsthema bei den verschiedenen Konstruktionen (ein Punkt wäre die Abstimmgüte !) tatsächlich im Praxisbetrieb auswirkt.

    Meine Kritik an BR ist nicht primär das in verschiedenen Ausprägungen schlimme Groupdelay des Resonators in Verbindung mit dem Groupdelay des Lowcutfilters, das ist hörbar schlimm. Viel unerträglicher ist, daß der obere Bassbereich, sagen wir 70-120Hz absolut garnicht funktioniert, obwohl er das theoretisch sollte. Daß alte Hasen damit umgehen können, sei es wegen der Beschallungstechnisch anspruchslosen Musik die sie mögen, sei es wegen den geringen Pegelanforderungen, hilft mir nicht.

    Zitat von "Mattias Bost"

    Der Mitteltöner war in ner Aktivkombi mit nur 12dB/Okt/Bessel verbaut.

    eine 12dB-Flanke erreicht zwar in vielen Fällen eine akustisch brauchbare Trennung. Doch der Hub nimmt nach unten nicht ab. Das führte in Deinem Fall zu einem recht großen Hub der Mitteltonmembrane auf der Resonanzfrequenz des Mitteltöners. wegen der kleinen Membranfläche und der damit verbundenen geringen Schallabgabe hört man das nicht, und übersieht es leicht in Messungen. Es war der große Hub bei der Resonanz, der die Zuleitung ermüdet hat.
    http://www.clarisonus.com/blog/?p=106#more-106
    Lynn Olson macht zwar nicht PA, hat jedoch Ahnung zwischen den Ohren.

    Zitat von "Mattias Bost"


    Nun ein Beispeil für nen Sub:
    Nehmen wir mal nen Sub und der hätte 35Hz Tuningfrequenz, 1kW, fetter AMP, Limiter auf 1kW, Subsonicschutz mit 35Hz/24dB (was sicher selten der Fall ist). Ferner die Annahme, daß vorm Subsonicfilter 20Hz mit gleicher Amplitude wie 35Hz anliegen. In diesem Fall alles in Butter, bei 20Hz werden nur ca 10-20W in die Box gehen, Hub mag da noch iO sein. Nun gehts zur Sache, der Limiter muß ran, sagen wir mal der hat 10dB zurückzunehmen, weil die 35Hz zu viel Pegel haben. Kein Problem, die 20Hz werden ja auch um die 10dB zurückgenommen. So und nun passierts, das 35Hz Signal laß ich abfallen (die 20Hz nicht), der Limiter macht wieder alles auf und schwups sind da mal eben 100-200W (20Hz) da. Da wirds wahrscheinlich schon "knallen". Nagelt mich jetzt bitte nicht auf diese Zahlen fest, ich fands nur mit Werten einfacher darstellbar.Je mehr ich einen Limiter zur gewünschten Lautstärkeerhöhung einsetze umso vorsichtiger muß ich sein, was Signale und deren Pegel im Außernutzband (bei BR also unter der Tuningfrequenz) anbelangt.

    Ich bin mir sicher, daß sich das nur sehr wenige vergegenwärtigen. Nur intelligente Limiter/Compressoren, die ein frequenzabhängiges Begrenzen erlauben, bringen da gewisse Sicherheit.

    Daß ein Limiter nach einem Lowcut keinen Sinn macht ist also uns beiden schon aufgefallen, mal sehen wann das zu den Programmierern der beliebten DSP-Lautsprecher-Managmentsysteme durchdringt.
    @ Sound-Klinik: da liegt eine weitere Ursache für absurdes Groupdelay - aus diesem Grund werden Lowcuts von BR-Systemanbietern weit steiler gestellt als eigentlich nötig wäre.

    Zitat von "Mattias Bost"

    Abgesehen davon, der von Bernd angedachte Fall, der passiert auch bei normalem Signal. Rechteck anlegen, die Membran kommt auf "Fahrt" und "plötzlich" wird, wegen des Rechecks, umgepolt.

    Rechteck liegt an einem Basschassis nur dann an wenn es ohne Tiefpass betrieben wird, also nie ;)

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Schwingspulen, die komplett aus dem Antrieb rausgefahren sind und verkantet auf der Polplatte aufsitzen.


    Sowas ist definitiv bei einem hart aufgehängten PA-Lautsprecher nicht durch Endstufendefekt möglich. Ein solches Chassis ist definitiv DC-Displacement bedingt außer Kontrolle geraten. Eine defekt Endstufe ist hier Folge, nicht Ursache. Versuche das mal mit einem Labornetzgerät. Du bekommst die Spule nicht vor die Polplatte,
    Das ist übrigens der häufig beobachtete Failure Mode beim EVX180A und seinen OEM Derivaten. Eine plattgeschlagene Schwingspule die nicht mehr durch den Spalt will ist die andere Variante.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Schusslöcher

    :lol: :lol: ich habe mal eine komplette Jugendhaus-Disse reconed, die Airsoft-Pest... Wars bei Dir wenigstens echtes Blei?

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • link
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    • 17. September 2008 um 23:24
    • #23

    kurze frage eines leider nicht so bewanderten
    was würden die kurzschlussringen bei den meisten modernen chassis bringen gegen DC ? die sollten doch den antrieb etwas bremsen wenn die spule zu weid raus "will" oder hat das in dem fall keine auswirkungen ?

  • Jonnytrance
    Gast
    • 18. September 2008 um 00:28
    • #24
    Zitat von "Bernd Häusler"

    Daß ein Limiter nach einem Lowcut keinen Sinn macht ist also uns beiden schon aufgefallen, mal sehen wann das zu den Programmierern der beliebten DSP-Lautsprecher-Managmentsysteme durchdringt.


    Wenn ein Limiter anfängt zu arbeiten, sollte man mit Gain erhöhung aufhören. Wer würde dann trotz arbeitende Limiter noch +20dB geben??? Beklopte DJ´s mal ausgenommen.
    Und warum dann unbediengt Limiter, wenn ein Leveler besser passen würde. Zur Not Limiter und Dynamic EQ richtig zusammen einprogramieren.

    Zitat von "Bernd Häusler"

    @ Sound-Klinik: da liegt eine weitere Ursache für absurdes Groupdelay - aus diesem Grund werden Lowcuts von BR-Systemanbietern weit steiler gestellt als eigentlich nötig wäre.


    Nicht nur Lowcut treibt Groupdelay in die Höhe, auch ein EQ tut es auch.
    Deswegen versuche ich möglichst ohne EQ im Bass ausgehen und Lowcut nicht höher als 12dB.

  • bernd häusler
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    • 18. September 2008 um 05:22
    • #25

    Moin,

    Zitat von "link"

    kurze frage eines leider nicht so bewanderten
    was würden die kurzschlussringen bei den meisten modernen chassis bringen gegen DC ? die sollten doch den antrieb etwas bremsen wenn die spule zu weid raus "will" oder hat das in dem fall keine auswirkungen ?


    Das erste Chassis, an dem ich `85 das DC Displacement gesehen habe war ein EVM15B in BR - ohne Ringe.
    Das zweite Chassis war der EVX180A im Horn, da ist die Spule komplett von Metall umgeben.
    Es wird immer wieder behauptet Kurzschlußringe brächten was gegen DC, bewiesen hats keiner. Auch Wolfgang Klippel führt sie nicht unter gegenmaßnahmen auf.
    Die Ringe bringen eine bessere Kühlung, und verringern den Impedanzanstieg zu höheren Frequenzen, das wars - nicht ganz... ...es sieht auch gut aus im Produktfolder: "double demodulating rings", toll, oder?

    Zitat von "Jonnytrance"

    Beklopte DJ´s mal ausgenommen.


    "Bekloppte" und "DJ`s" das ist was den Umgang mit Pegeln angeht das selbe, doch eine Pegeldiskussion mit dem DJ offenbart den bekloppten Techniker.
    Was das echte normale Leben angeht habe ich noch keinen bekloppten DJ getroffen ;)

    Bis ein Leveller gemerkt hat, daß es zuviel ist, ist ein Chassis längst kollabiert. Bleibt der Limiter allein übrig. Und der sitzt bei nicht frei routbaren DSPs nach dem Lowcut, bringt also nichts. Gut wenn der Verstärker seinen eigenen Lowcut hat...

    Zudem... da das Problem im Chassis-Antrieb liegt, begünstigt durch die Lautsprecherkonstruktion ist die Elektronik vor der Endstufe machtlos. Meint: Das DC-Problem ist nur am Lautsprecher zu lösen.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Mechwerkandi
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    • 18. September 2008 um 08:36
    • #26
    Zitat von "Bernd Häusler"


    Ich war viel mit Bands der ganz harten Gangart unterwegs in Clubs, deren Betreiber mächtige Pegel erwarteten, jedoch nicht willens waren dafür die entsprechend leistungsfähige PA zu stellen.

    IMHO ist das der Punkt, um den sich die ganze Betrachtung dreht.

    Wenn ich ein mechanisches System, gleich welcher Art, permanent am Rand seiner vorgegebenen Belastbarkeit oder darüber hinaus betreibe, muss ich damit rechnen, das es früher als üblich ausfällt, resp. Verschleisserscheinungen an Rande zum Ausfall zeigt.

    Ob das ein überlasteter Akku-Schrauber oder ein PA ist, tut zunächst mal nichts zur Sache.
    Der Schaden an sich, ob als Total-Ausfall oder finaler Verschleiss, entsteht durch eine Reihe von Ereignissen/Umständen, die als Summenfehler wirken.

    Ein DC Displacement kann am Ausfall eines Lautsprechers beteiligt sein, muss es aber nicht, und wenn es daran beteiligt war, wäre zu klären, welchen Anteil es an der Fehlerkette hat.
    Und weil man für diese Bewertung keine allgemein verbindliche Norm darstellen kann, lässt sich die Diskussion darüber quasi bis ins Unendliche fortsetzen.

    PS:
    Es war Blei, nach Augenschein cal .22, durchschlug die Pappe und eine Strebe vom Gusskorb, blieb dann in der Rückwand stecken. Zum Glück ein Einzelfall nach einem Dorffest, ist auch schon lange her...

  • mattias bost
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    • 18. September 2008 um 11:11
    • #27

    Hi,


    Zitat


    Mattias Bost hat Folgendes geschrieben:
    Der Mitteltöner war in ner Aktivkombi mit nur 12dB/Okt/Bessel verbaut.
    Bernd dann:
    eine 12dB-Flanke erreicht zwar in vielen Fällen eine akustisch brauchbare Trennung. Doch der Hub nimmt nach unten nicht ab. Das führte in Deinem Fall zu einem recht großen Hub der Mitteltonmembrane auf der Resonanzfrequenz des Mitteltöners. wegen der kleinen Membranfläche und der damit verbundenen geringen Schallabgabe hört man das nicht, und übersieht es leicht in Messungen. Es war der große Hub bei der Resonanz, der die Zuleitung ermüdet hat.
    http://www.clarisonus.com/blog/?p=106#more-106
    Lynn Olson macht zwar nicht PA, hat jedoch Ahnung zwischen den Ohren.

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    Man gut, daß andere so gut informiert sind. Komisch nur, daß Dynaudio eine genaue Beschreibung meines Aufbaus hatte (Weiche, AMPS), darin keine Probleme für den Mitteltöner sah und mir nahelegte, DIE WEICHE AUF FUNKTION zu testen, weil es ein klassischer Hubschaden infolge mechanischer Dauerüberanspruchung war! Da die Weiche an sich sauber tat, mußte das mit der Art des Einsatzes zu tun haben. Der D54 wurde von Dynaudio als Fillerdriver mit nur 6dB Trennung (in Passivboxen) eingesetzt / empfohlen, so auch meine erste Passikombi, nen 300W Amp davor. Nen Spezi von mir setzt den D54 seid 25Jahren ein, seit 18 Jahren in der Aktivkombi, geht immer noch obwohl der seinen Kram tritt. Weiche ist meine Alte(!!!, um Begrenzer befreite), wie ich seit grade eben nun weiß, nicht funktionierde weil zu flache 12dB-Bessel, man gut daß der D54 hier nicht mitliest (sein Mittenamp haut dem D54 übrigens bis 180W/Sinus auf die Mütze, meiner hatte "nur" 100W).

    Zitat

    Mattias Bost hat Folgendes geschrieben:
    Abgesehen davon, der von Bernd angedachte Fall, der passiert auch bei normalem Signal. Rechteck anlegen, die Membran kommt auf "Fahrt" und "plötzlich" wird, wegen des Rechecks, umgepolt.
    Bernd darauf:
    Rechteck liegt an einem Basschassis nur dann an wenn es ohne Tiefpass betrieben wird, also nie

    Ich meinte damit deine Theorie, daß extreme Ströme durch plötzliches "Umpolen" enstehen. Das könnte man mit Rechteck auf ein Chassis auch generieren, wirst sehen, daß da keine "Wunderströme" entstehen, immer begrenzt durch den ohmschen Widerstand der Spule. Wenn mans genau wissen will, müßte man man über die gespeicherten Energien gehen und sich die bewegte Masse mit der Schnelle schnappen die darin enthaltenen mJ ausrechnen und die in der Feder gespeicherte Energie prüfen, ob relevant für die Betrachtung. Was im Netzteil steckt ist über die Cs gegeben, damit wäre eine näherungsweise Berechnung des Spannungsabfalls an den Elkos machbar. Mal schaun, es juckt mich ein wenig, diese Abschätzung zu machen. Muß etwas Zeit dafür finden. Vielleicht ist jemand anderes schneller damit (oder rechne du doch mal). Was als Masse anzunehmen ist, hmm, klar, minimal die mms, bei BR müßte aber wohl ein Aufschlag wegen der "mitwabbelnden" Luft erfolgen.

    Grüße
    Mattias

  • Jonnytrance
    Gast
    • 18. September 2008 um 11:21
    • #28
    Zitat von "Bernd Häusler"

    Bis ein Leveller gemerkt hat, daß es zuviel ist, ist ein Chassis längst kollabiert. Bleibt der Limiter allein übrig. Und der sitzt bei nicht frei routbaren DSPs nach dem Lowcut, bringt also nichts. Gut wenn der Verstärker seinen eigenen Lowcut hat...


    Ein Lowcut im Controller und dazugeschalteter Lowcut im Amp finde ich als unsinnvoll. Erstmal steigt Groupdelay und zweitens verschiebt sich die Phase.
    Aber wie schon gesagt, wenn ein Profi merkt, dass ein Limiter, Leveller, RMS Limiter zu arbeiten anfängt, dann gibt er kein Gas mehr (es wirkt sich nicht nur an Lowcut aus, sondern auch die Trennung Sub/Top wird anders, sprich akkustische Trennung verschiebt sich). Für DJ könnte man parallel zu Limiter noch 2 Dyn EQ Punkte einzufügen. Im Infrabereich und da wo Chassi sich am meisten auslenkt.

  • Sound-Klinik
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    • 18. September 2008 um 13:03
    • #29
    Zitat von "Bernd Häusler"

    z.B. ein Industrie-Hallenlüfter dreht sehr lange nach, der Wendeschalter ist in jedem Fall schneller ...


    ... dir ist klar, das der Vergleich mit LS ein wenig hanebüchen ist ? :wink:

    Zitat von "Bernd Häusler"

    ... doch gerät der Lautsprecher DC-bedingt in Schwierigkeiten sind die Kräfte weit größer als der ohnehin schon im normalbetrieb vernachlässigbare Energieabzug durch Schall.


    ... bei kleinen CBs mag das bei tiefen Frequenzen schon hinkommen ... bei einer BR-Abstimmung ist der zusätzliche Energieentzug (Impedanzminimum !!) bei der Abstimmfrequenz (hier wird mehr Wechseldruck generiert) schon merklich.

    Zitat von "Bernd Häusler"

    ... wenn ich mir meine letzten Posts so durchlese scheine ich eher Werbung für BR-Bässe mit Doppelspider zu machen ;)


    Das ist in der Tat verwunderlich bei dir. Ich denke aber, daß du den Fokus hier mehr auf Doppelspider gelegt hast. :)

    Zitat von "Bernd Häusler"

    Meine Kritik an BR ist nicht primär das in verschiedenen Ausprägungen schlimme Groupdelay des Resonators in Verbindung mit dem Groupdelay des Lowcutfilters, das ist hörbar schlimm. Viel unerträglicher ist, daß der obere Bassbereich, sagen wir 70-120Hz absolut garnicht funktioniert.


    Viele CBs (d.h. mit ausreichend Strahlerfläche) - erst recht im Unterresonanzbetrieb - funktionieren in dem Bereich doch auch nicht unbedingt besser (was vielfach und gleich in zahlreichen Foren dokumentiert ist). :wink:

    @all
    vielleicht ist es ja generell schwierig, ein Bass-System zu konstruieren, welches kompromisslos (auch mit im PA-Sektor üblichen Pegeln und akzeptabler Effizienz) drei oder mehr Oktaven überträgt. 8)

  • mattias bost
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    • 18. September 2008 um 17:23
    • #30

    Hi,

    konnte es nicht lassen und mußte ein wenig rechnen. Erstmal geschaut, wieviel mJ so in der gespannten Feder eines Chassis sitzen.

    Ich habe dabei um extreme Werte zu bekommen, mal meinen 22"er als Datenbasis geschnappt, der hat eine mms = 300gr, Nachgiebigkeit = 0,161mm/N => Federkonstante = 6211N/m, Auslenkung +-10mm

    Federenergie = 1/2 * D * s^2 (D = Federkonstante, s = Auslenkung aus nullage)

    einsetzen:
    Federenergie = 1/2 * 6211N/m * (0,01m)^2 = 310mJ (immerhin)

    Kinetische Energie = 1/2 * m * v^2 (m = masse, v = Geschwindigkeit)

    Problem: Wie schnell fliegt eine Membran im unkontrollierten Zustand durch den Magneten? Nehme eine sehr hohe Geschwindigkeit an von 10m/s (Annahme, daß die 20mm Hub in 2,5ms durchlaufen werden, mehr wird wohl bei einer so großen und schweren Membran nicht auftreten)

    Also:

    Kin. Energie = 1/2 * 0,3kg * (10m/s)^2 = 15J (!!!) NE GANZE MENGE, jedenfalls mehr als "gefühlt erwartet"! Respekt an Bernd, ich hatte nur was im ordentlichen mJ-Bereich erwartet.

    Was steckt in einem Netzeil(-elko) drin?

    Elektr. Energie im Kondensator = 1/2 * C * U^2 (C=Kapazität)

    Nehmen wir mal nen normales Netzteil so ner ordentlichen 500W-Hifi Endstufe (da weiß ich was in meiner steckt!), 10000µF (0,1F) bei 80V.

    Elektr. Energie = 1/2 * 0,1F * (80V)^2 = 320J (na ja, da ist glücklicherweise doch einiges drin).

    Jetzt müßte man das mal mit "leichteren", professionellen PA-Lautsprechern "prüfen", deren obere Grenzfrequenz erheblich höher als meiner Kartoonpappe ist. Da die Geschwindigkeiten merklich steigen könnten, könnte es wegen des quadratischen Anstiegs der Energie mit der Geschwindigkeit und der höheren Anzahl von Pappen schon übler für ne Endstufe werden, allerdings haben diese auch einges über 80V Railspannung (und die Spannung hält glücklicherweise auch quadratisch dagegen).

    Z.Zt. würde ich meinen, daß da kein Problem bei den Endstufen ensteht, aber über die Größenordnung der kinetischen Energie bin ich denn doch ernsthaft erstaunt.

    Soweit, Grüße
    Mattias

  • unknown_artist
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    2.849
    • 18. September 2008 um 17:46
    • #31
    Zitat von "Mattias Bost"


    Nehme eine sehr hohe Geschwindigkeit an von 10m/s (Annahme, daß die 20mm Hub in 2,5ms durchlaufen werden, mehr wird wohl bei einer so großen und schweren Membran nicht auftreten)

    Also:

    Kin. Energie = 1/2 * 0,3kg * (10m/s)^2 = 15J (!!!) NE GANZE MENGE, jedenfalls mehr als "gefühlt erwartet"! Respekt an Bernd, ich hatte nur was im ordentlichen mJ-Bereich erwartet.

    Kurze Gegen"rechnung" 2,5ms für ne halbe Periode entspricht ner Frequenz von (5ms)^-1=200Hz , das ganze bei 20mm dx ist einfach praxisfremd. Entspricht einem Schalldruck von knapp unter 150dB. Da ist es dann auch nicht verwunderlich das du Riesenenergien raus bekommst, bedenke, der Wert entspricht einem LOGARITHMIERTEN Verhältnis, bei meiner überschlägigen Rechnung komme ich auf eine kinetische Energie von ca 0,7J...

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • unknown_artist
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    2.849
    • 18. September 2008 um 18:00
    • #32

    Ich denke das Problem, liegt ja wie von Bernd ja schon angesprochen oberhalb der Tuning Frequenz. Sagen wir mal 70 Hz bei einer Abstimmung auf ca 45Hz. Bei den gängigen Abstimmgüten sollte man sich dann doch die Frage stellen was der Antrieb jetzt sieht. Zum einen eine mechanische Induktivität, bestehend aus der schwingenden Masse der Membran und der mitbewegten Luft. Dann sieht er ein bisschen Reibwiderstand, klassifiziert über die mechanischen Verluste des Systems und ein bisserl Schallleistung die er abgibt. Und was bleibt noch über, die akustische Kapazität, die Federwirkung die sich irgendwie lustig aus einem großen Teil der Aufhängung und der Rückkammer-Luft-Verdichtung zusammensetzt.
    Aber, langsam mal. Federt die Rückkammer oberhalb der Tuningfrequenz so wie sie sollte? Wo kommt der 2te Impendanzpeak oberhalb von fb her? Und eben hier sehe ich den kritischen Bereich bei jedem einfach ventilierten System, hier können ganz schnell Hubprobleme angesagt sein... Und das mitten im "Nutzbass"...

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Jonnytrance
    Gast
    • 19. September 2008 um 00:02
    • #33
    Zitat von "unknown_artist"

    ... Und eben hier sehe ich den kritischen Bereich bei jedem einfach ventilierten System, hier können ganz schnell Hubprobleme angesagt sein... Und das mitten im "Nutzbass"...


    Mal gegengedanke: Membrangrösse und Hub machen SPL aus. Möchte ich im Nutzbereich laut werden, soll Chassi bei diesen Frequenz gut auslenken. Nehme ich die Auslenkung raus, sinkt SPL.
    Vielleicht auch ein denkfehler von mir.

  • Peerless
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    • 19. September 2008 um 07:45
    • #34

    man würde ja nur wegnehmen, was der Lautsprecher in diesem Bereich eh nicht kann, also quasi nichts ;) lediglich der Verschleiss wird verringert, der Klirr reduziert und die Wiedergabe natürlicher.

    ich glaube der tiefere Konsenz von Bernd liegt darin, dass man von den Br Kisten im Grunde kaum Vorteile zieht. Lediglich im Tuningbereich wird es lauter unter Verlust der akustischen Qualität

    http://www.ae-rental.de

  • mattias bost
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    • 19. September 2008 um 08:53
    • #35

    Hi,

    Zitat

    Kurze Gegen"rechnung" 2,5ms für ne halbe Periode entspricht ner Frequenz von (5ms)^-1=200Hz , das ganze bei 20mm dx ist einfach praxisfremd.

    Beruhigt mich ja, daß meine Annahme als weit übers Ziel hinausgeschossen gesehen wird, da das nur bestätigt, daß die Rückwirkung auf einen AMP im Bereich der Instabilität des Chassis NICHT zum von Bernd befürchteten Verschlimmern der Situation führt (selbst die 15J hätten ein Netzteil nicht aus dem Tritt gebracht). Mehr Masse als mms (mitschwingde Luft) wird den Kohl also auch nicht fett machen.

    Frage: Kennt jemand ne Simu, die die Phasenlage von Strom zur mechanischen Auslenkung darstellen kann? Das wäre doch ein elemtarer Aspekt in Anbetracht der, durchaus realen Probleme mit der Instabilität des Chassis. Im Grunde müßte diese Information aus den Übertragungsfunktionen extrahierbar sein und sich neue Optimierungsansätze finden lassen. (klar, dann kommen die Probleme mit sich ändernden Güten, BR-Asymmetrien...). Aber besser als gar nix.

    Grüße
    Mattias

    p.s.: beim Drüberlesen über den thread ist mir aufgefallen, daß ich, obwohl ich das immer "anmecker", selbst (sehr) ungenau formuliert habe. Das extreme DC-Auswandern bei Phasenlagen Strom/mech. Auslenkung muß korrekterweise als Folge der nicht konstanten Antriebskraft, sprich Bl(x) nicht konstant, sondern als Folge des Abfalls von Bl(x) zu den äußeren Auslenkungen hin bezeichnet werden. Ich sprach von Asymmetrien, das ist nicht nur ungenau, sondern falsch. Selbst eine perfekt symmetrische Ausbildung von Bl(x) um die Mittenlage führt bei Phasen >90° Strom zur Auslenkung zum krassen Auswandern (Kollaps).

  • unknown_artist
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    • 19. September 2008 um 09:02
    • #36
    Zitat von "Jonnytrance"


    Mal gegengedanke: Membrangrösse und Hub machen SPL aus. Möchte ich im Nutzbereich laut werden, soll Chassi bei diesen Frequenz gut auslenken. Nehme ich die Auslenkung raus, sinkt SPL.
    Vielleicht auch ein denkfehler von mir.


    Du hast zwei abstrahlende Flächen, einmal das Chassis, und zum anderen den Port. Wenn sie auf fb in Phase sind, wer sagt denn das sie das bei 1,5 fb immer noch sind?

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  • martin
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    • 19. September 2008 um 09:12
    • #37

    Morgen,

    Mattias, wenn das Problem der Abfall von BL uebern Hub ist, dann waere ein underhang Chassis (oder laut hersteller noch besser XBL²) die ideale Lösung?

    danke
    martin

  • Peerless
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    • 19. September 2008 um 11:57
    • #38

    hat ein underhang Chassis nicht aber wieder eine kürzere Schwinspule die weniger Leistung verträgt ? Würde sich doch dann Marketingtechnisch nicht so gut machen....

    http://www.ae-rental.de

  • Sound-Klinik
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    • 19. September 2008 um 15:00
    • #39
    Zitat von "unknown_artist"

    Du hast zwei abstrahlende Flächen, einmal das Chassis, und zum anderen den Port. Wenn sie auf fb in Phase sind, wer sagt denn das sie das bei 1,5 fb immer noch sind?


    Wie groß die Phasenverschiebung bei 1,5 fB ist, hängt auch von der Abstimmgüte ab ... auch unterhalb von fB. Mit zunehmenden Verlusten (Vent !!!) mutiert die BR dann schleichend zur "nicht ganz dichten" CB.

    Und genaugenommen ist die Phasenverschiebung ja nur "von außen" betrachtet !!!) etwa 0° ... bezüglich antreibendem Chassis und Masse im Vent (also was die Kopplung angeht ...) sind es 180°, die dann mit fallender Frequenz irgendwann gegen 0° geht (akustischer Kurzschluß).

    Eine BR-Kiste in im Resonanzfall also eine "Phasenumkehrbox" (mit der Folge: das antreibendes Chassis "sieht" akustisch eine größere Last). :D

  • mattias bost
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    • 19. September 2008 um 16:18
    • #40

    Hallo Martin,

    jaein. Ich hab seinerzeit etwas gebraucht, bis ich die "Integrationsproblematik" des sich einstellenden Kraftgleichanteils bei Phasenversatz >90° geblickt habe. Mein Klärungsansatz war schlicht der, daß ich mir einen periodischen Bl(x)-Verlauf auf ein Stück Papier malte (so wie es ein hin- und herschwinger Lautsprecher sieht) und darunter einen Sinusstrom. Multipliziert man für jeden Punkt die beiden Kurven (also bildet die erzeugte Kraft), so ist bis 90° alles in Butter, geht man drüber raus, sieht man sehr schnell an den Umkehrpunkten (mech. Posistion und Stromumkehr), daß sich da Kraftgleichanteile bilden. Erst da hab ich das richtig geschnallt. Sorry daß ich das hier nochmal so bringe, die meisten Mitleser HIER werdens eh verstanden haben.

    Es gäbe nur zwei Wege dies Problem bei der Wurzel zu packen, entweder Phasenlagen nicht über 90° zuzulassen oder einen höchst konstanten Kraftfaktor über den gesamten erreichbaren Auslenkungbereich zu erzielen. Ob letzteres mit einem langen Magnetspalt und sehr kurzer Spule ausreichend machbar wäre (ich nehme an, das meinst du mit underhang), hmm, mag sein, mag nicht. Wenn die sich ergebenden Gleichanteile deutlich unter der Federrückstellkraft halten ließen, eine "intelligente" Hubbegrenzung zum Einsatz kommt (ich denk da an sowas wie "motion feedback", aber nur zur Grenzkontrolle), also mehr als eine Einzelmaßnahme gemacht wird (sprich AMP und Box als "echtes" System), da wäre ein Ansatz drin.

    Ein underhang-Chassis pur wirds kaum retten, da würden wieder fast alle das Teil in die mechanische Grenze drücken (weil die ja höher ist als die durch DC-Collapse gesetzte und erstmal mehr Schalldruck rauskäme).

    Aber dein "ketzerirscher" (*1) Ansatz gepaart mit etwas mehr elektronischer Intelligenz, z.Zt. sehe ich das zumindest als verfolgungswürdigen Weg.

    Grüße, ich mach nun ins WE
    Mattias

    (*1) Waren nicht ganz alte Lautsprecher mit kurzer Spule, langem Spalt aufgebaut? => ketzerisch, weil man dann auf asbachuralte Konstrukte zurückginge.

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