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  5. Messtechnik

Frequenzgang messen!

  • Anonymous
  • 26. Juni 2002 um 15:05
  • Anonymous
    Gast
    • 26. Juni 2002 um 15:05
    • #1

    Hallo Leute!

    Vielleicht hat mal jemand einen guten Tip parat:
    Ich möchte mal diverese Lautsprecher auf ihren Frequenzgang testen. In unserer Servicewerkstatt steht uns etliches Equipment zur Verfügung, vom Millivoltmeter über Oszis und Analysern, Frequenzgeneratoren bis hin zu dB Schallpegelmessern.
    Was mir fehlt wäre eine tolle, billige Software für den PC, mit der ich eine Frequenz von sagen wir mal 20 - 20kHz über die Box schicke, und mit einem Meßmikro aufzeichne und als Krönung dann ausdrucken kann!
    Gibt es so etwas?
    Bisher mache ich so was immer "zu Fuß", also einzelne Frequenzen der Reihe nach messen, in eine Tabelle eintragen und zum Schluß dann eine Kurve malen. Aber das kann es doch nicht sein - oder?
    Wer hat einen guten Vorschlag?
    Stefan

  • ADMIN
    Administrator
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    1
    • 26. Juni 2002 um 19:00
    • #2

    http://www.sumuller.de/audiotester/maind.htm

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 26. Juni 2002 um 19:55
    • #3

    mal nach

    hobbybox 4.o suchen


    oder zu tomy-pa.de

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Anonymous
    Gast
    • 26. Juni 2002 um 19:58
    • #4

    LoudspeakerLab ist ein recht geniales Programm, gibts (bald?) in einer neuen Version, die absolut keine Wünsche mehr offen läßt.
    Damit kann man schon richtig amtliche Profimessungen machen!

    mfg
    JF

  • Anonymous
    Gast
    • 26. Juni 2002 um 19:58
    • #5

    Hey Admin, Supertip.....habe gerade mal auf die schnelle geschaut - find ich toll!
    Werde mir das auf jeden Fall besorgen, für unsere Fälle reicht das tausendmal hin.
    Danke....
    Stefan

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 26. Juni 2002 um 22:54
    • #6

    mmmh, das was das Tool für 25 € kann scheint ja schon ganz ordentlich zu sein!

    Kann mir denn mal einer nen vernünftigen Testaufbau beschreiben?
    Wie macht z.B. Anselm Görtz die Messungen an einem System?

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 26. Juni 2002 um 23:50
    • #7

    es gibt zur messtechnik einen eigenen thread bitte hier postne danke.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Anonymous
    Gast
    • 17. Dezember 2002 um 08:31
    • #8

    Frequenzgangmessungen:

    1. Eine Möglichkeit ist, mit einem Sinus von unten bis oben durchkurbeln und den Pegel messen.
    Nachteil: Man mißt die Eigenschaften des Raumes in erheblicher Weise mit und bekommt ziemlichen Müll. Sowas funktioniert also nur in einem reflesionsamrne Raum (sog. "schalltoter" Messraum ...).

    2. Etwas fortschrittlicher war das Messen mit einem gewobbeltem Sinus (die Frequenz schwankt periodisch um die gerade eingestellte Frequenz, um Raumanregungen zu vermeiden).
    Die Messung hat etwas mehr mit dem Lautsprecher zu tun, aber im Bassbereich ist das ganze auch nicht so toll (von Neutrik gab - oder gibt es noch - diese kleinen grünen Dinger mit dem Papierstreifen zum "Durchschieben" ...).

    3. Impulsmessung - hier wird ein Puls (Dirac, Step oder etwas anderes "breitbandiges") auf das Testobjekt gegeben. Vorteil: Man kann Raumreflexionen "ausfenstern" und mißt - wenn man es geschickt aufbaut - nur den Direktschall vom Lautsprecher. Nachteil 1: schlechter Signal/Rauschabstand - man muß mehrere Messungen mitteln, um vernünftige Messergebnisse zu bekommen.
    Nachteil 2: Bei tiefen Frequenzen (ca. unter 150 ... 300 Hz) funktioniert das Ausfenstern nicht mehr.

    4. Messung mit Zufallsrauschen und graphischem Analyzer:
    Mißt Lautsprecher, Raum, vorbeifahrende LKWs und was sonst noch ... - schlechtes Signal/Rauschverhalten und ungenau.

    5. Determiniertes Rauschen (d.h. kein Zufallsrauschen sondern z.B. eine sogenannte "Maximalfolge" - verwendet bei MLSSA) als Mess-Signal und FFT-Analyzer:
    Im Rechner wird aus einer Impulsantwort der Frequenzgang, die Phase u.v.m. berechnet. Vorteile sind hoher Störabstand, sehr hohe Genauigkeit (je nach Länge der FFT) und Ausfenstern störender Reflexionen. Allerdings gelten auch hier gewisse Einschrändungen bei tiefen Frequenzen.
    Abhilfe schafft aber die Kombination (slicing) einer Fernfeldmessung mit einer Nahfelmessung (bei Nahfeldmessungen spielen Reflexionen im Raum keine Rolle mehr, weil mit jeder Abstandsverdopplung der Pegel um 6 dB abfällt. Der Pegel der Nahfeldmessung wird umgerechnet (umskaliert) und bei einer wählbaren Frequenz mit der Fernfeldmessung "verbunden".

    Mit einem solchen System und etwas Hintergrundwissen kann man sehr genau auch ohne reflexionaarmen Raum messen - allerdings kostet so ein System auch ein bißchen ...

    Viele Grüsse von der Sound Klinik

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 19. Dezember 2002 um 00:44
    • #9

    Nahfeldmessung im Bassbereich (bis zu welcher Frequenz die gilt kann man ausrechnen, mein D'appo liegt gerade im Auto :smile: ). Vorzugsweise sinussweeps, da Raum eh wurscht. Und dann eben MLS bei hoeheren Freqs.
    Oder einfach rausgehen und groundplane messungen auf ner Wiese oder grossen Parkplatz machen.

    D'appolitos Buch kaufen und lesen :smile:
    Sonst ist es sinnlos mit der messerei. Erklaert sehr einfach die Grundlagen der ganzen messungen und die Interpretation der Kurven.

    Und dann gehts mit jeder Softwareloesung von LSPLAB ueber Hobbybox etc. Mit den heute erhaeltlichen Soundkarten alles kein Problem. Und kostet fast nix.

    CU
    martin

  • Anonymous
    Gast
    • 19. Dezember 2002 um 09:25
    • #10

    Noch eine Anmerkung:

    Bei tiefen Frequenzen (also z.B. bei Nahfeldmessungen) braucht man bei einer FFT relativ viele Punkte, um eine brauchbare Auflösung zu erzielen. Ein 1K oder 2k FFT reicht da nicht aus !!!

    Gute Ergebnisse bekommmt man erst bei 16 oder 32 k - und das können preiswerte Messplätze nun wirklich nicht.
    Andererseits ist eine hohe Genauigkeit im Auto wohl auch nicht wo wichtig (Rollgeräusche, Motorgeräusche etc. ...)- bei der Entwicklung eines Subwoofers macht es dagegen schon Sinn, um bei Modifikationen die sich ergebenden Unterschiede präzise messen zu können.

    Viele Grüsse
    Die Sound Klinik

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 19. Dezember 2002 um 10:43
    • #11

    Ich kann gerade nicht nachschauen, aber ich bilde mir fest ein, dass man das in LSPLab bis 131071 einstellen kann. Die wartezeiten werden dann halt richtig laestig. Von der messung zur Kurve geht sich da schon eine zigarette aus. Fuer Waterfall kann man dann bei langen MLS Sequenzen und hoher Aufloesung schon mal die Kaffeemaschine anwerfen :smile:

    Und kostet keine 400€ das Proggie.

    CU
    martin

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: martin am 2002-12-19 10:43 ]</font>

  • Anonymous
    Gast
    • 22. Dezember 2002 um 12:58
    • #12

    Re. Sound-Klinik.de

    Mag sein - ich selbst messe seit vielen Jahren mit MLSSA und habe mit langen Wartezeiten somit keine Probleme (Die Generierung des Signals und die Erfassung ist auf der Messkarte - der Rechner ist nur Host).
    Da ich auch raumakustische Messungen in Kirchen und Hallen durchführe, bin ich mit dem MLSSA ganz gut bedient.

    Aber es stimmt schon - für reine Lautsprecherentwicklung tut es sicher auch schon ein preisgünstigeres System.

    Viele Grüsse
    http://www.sound-klinik.de

  • wora
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    • 24. Dezember 2002 um 15:54
    • #13
    Zitat


    ADMIN schrieb am 2002-06-26 19:00 :
    http://www.sumuller.de/audiotester/maind.htm


    ich habe mit meinem laptop messfehler des programms festgestellt. ein weißes rauschen wir linear dargestellt, bei pink noise fällt die kurve zu den höhne hin ab. also werden die höhen nicht korrekt dargestellt.
    ich habe auch smaart und den einfachen analyzer vom IFB auf dem rechner, damit sind die werte korrekt. an meiner hardware kann es also nicht liegen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tthorsten
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    • 24. Dezember 2002 um 16:13
    • #14

    komisch ich habe das mit PRaxis und mit Hobby box 5 auf meinenm alten Pentium 1 mit CT35 soundblaster karte.

    das ist ne sb128pi als oem industrie variante.

    ich habe auch so rampen .

    wo kann das nur kommen.

    selbst nach einer kalibrierung.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Fux
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    • 24. Dezember 2002 um 17:25
    • #15

    Hallo Wora,

    Kann das sein, daß du bei der Messung mit Rosa Rauschen die Skalierung deiner Y-Achse nicht von lienarer auf logarithmische Darstellung geschaltet hast?

    Nur so 'ne Idee....

    Viele Grüße,
    Fux

  • Adam Selene
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    • 25. Dezember 2002 um 15:29
    • #16

    Den Effekt kenne ich auch. Das hat auch (nicht unbedingt) was mit der lin/log F-Achse zu tun. Nach meinen Erfahrungen machen von den Billigprogrammen da 4 von 5 Fehler. Bei Einzelfrequenzen wird richtig angezeigt - das war wohl das Hauptaugenmerk der Programmierer (hift aber nicht). Ich denke, das wird was mit den konst. delta-fs bei der FFT und der Aufsummation uber F-Bänder zu tun haben.

    Verglichen habe ich per CD-Player und Y-Kabel mit einem guten Analog-RTA.

    Definitiv richtig geht der Analyser von Allen&Heath. Gibt´s als Demo frei, unbeschränkte Version kostet 10$.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

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