1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Konzert-Sound Praxis

Schrottbuchsen aus China

  • rockline
  • 19. November 2008 um 20:57
  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 19. November 2008 um 20:57
    • #1

    Da testet Rockline in der Reparaturbude eine preiswerte Chinastufe (keine Solution², sondern eine 8kg leichte 4 Kanal auf 2RU!!!) zwecks Verkauf an einen Kollegen auf Herz und Nieren - und dann sowas: der gute Neutrik XLR Stecker klemmt bombenfest in der verbauten Combobuchse des Amps :evil:

    Gut, mangels Entriegelungspusher in der Buchse in Kombination mit einem leicht lädiertem Neutrik XLR-Stecker kann das schon mal passieren. Die primitiven Federkrampen der Plagiate aus Fernost halten dann wie angeschweißt! Ergo: die Buchse muss natürlich getauscht werden - selbstverständlich gegen was ORDENTLICHES aus dem Hause Neutrik :!:

    Da ich gerne anständige Dinge verkaufe, werden natürlich alle 4 Eingangsbuchsen gegen die guten Neutrik Combos getauscht. Farnell hatte auch flott geliefert, und so sollte es eigentlich ein Klacks sein eben schnell noch die Buchsen zu erneuern. Doch weit gefehlt!
    Erstens: diese erbärmliche Umweltlotseuche in Kombination mit doppelseitigen Prints machen das entlöten nahezu unmöglich. Ohne der Platine erheblichen Kollateralschaden zuzufügen, hat man definitiv KEINE Chance die Schrottbuchsen ordentlich zu demontieren.
    Zweitens: würde man auch in China einmal lernen das solche Hobbybuchsenplagiate nichts für professionelle Geräte sind hätte ich jetzt nicht dieses Schlachtfeld:

    Der einzige Weg den Schrott zu entfernen ist die mechanische Zerlegung in Form der dicken Zange. Aber auch danach warten weitere Probleme: die klitzekleinen Löcher verwahren das moderne Umweltlot wie in einem Tresor. Absaugen nahezu unmöglich! Zu heiß darf man nicht rangehen, da sonst erfahrungsgemäß das hauchdünne Trägermaterial (auch Leiterbähnleinchen genannt) verdampft.
    Nach oberflächlichem entfernen der Lötzinnrückstände darf dann noch der 08er Bohrer durch das Loch kreisen. Dann erst steht dem erneuten einlöten der originalen Neutrik Combos nichts im Wege!

    Was will ich damit sagen?
    Dieser Bericht soll für Qualität sensibilisieren. Das Gerät in Gesamtbetrachtung (Hersteller und Modell nenne ich nicht) ist ein Bastelkasten mit gutem Willen - aber schlechter Auslegung. Buchsen sind das eine, mangelhafte Netzverkabelung ein anderes Thema. Erst nach gründlicher Überarbeitung (das Bild vom Schlachtfeld mit den Buchsen gibt einen Einblick) ist manches Chinagerät brauchbar.

    Auf keinen Fall möchte ich hier zeigen das ich ein neues Problem beim löten entdeckt hätte. Ich schmurgel seit über 25 Jahren in Geräten herum, und habe in dieser Disziplin sicherlich das ein oder andere Kunststück zusammengelötet. Dennoch ist es mir wichtig auch die Kehrseite der Umweltverordnung (ROHS) aufzuzeigen. Mit dem alten Bleilot wäre ich schon dreimal fertig, und die Operation wäre nicht einer Zeile wert.

    Abschließend sei gesagt, dass die kleine 4-Kanal Stufe nach hochwertiger Überarbeitung nun "fertig" ist. Die Arbeit darf man nicht denken, die Kosten schon garnicht. Hätten die Chinesen direkt bei Neutrik in Lichtenstein originale Buchsen eingekauft würde uns so mancher Schrott erspart.
    In diesem Sinne: achtet auf Qualität :wink:

  • DJheini
    Moderator
    Reaktionen
    502
    Beiträge
    13.788
    Marktplatz Einträge
    4
    • 20. November 2008 um 08:24
    • #2

    Mein Beileid. :? Was ein Dreck, solche Arbeiten hasse ich auch. :evil:

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 20. November 2008 um 14:19
    • #3

    RoHS units.

    Seperates the men from the boys... :wink:

  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 20. November 2008 um 17:07
    • #4

    Ich weiß nicht so recht, warum alle über das ROHS-Löten schimpfen. Zugegeben, früher war es ein wenig einfacher, aber wenn man sich einmal dran gewöhnt hat und (ganz wichtig!) das richtige Werkzeug hat, dann flutscht das auch wie geschmiert. Am wichtigsten sind in meinen Augen ein leistungsfähiger Lötkolben (mit "50W-Spielzeug" kann man es bei großen Masseflächen vergessen, da muss schonmal ein 150W-Weller ran) und zusätzliches, passendes Flussmittel. Dann noch ein wenig Übung und es stellt kein großes Problem mehr dar.

    Bis dann... Arno!

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 20. November 2008 um 17:40
    • #5

    150 Watt? Für Elektronik- und allgemeine Platinenlötungen?

    Mit 150 W Heizung habe ich sonst die Dachrinne repariert

  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 20. November 2008 um 17:58
    • #6
    Zitat von "starstage"

    150 Watt? Für Elektronik- und allgemeine Platinenlötungen?
    Mit 150 W Heizung habe ich sonst die Dachrinne repariert


    Ja, der Lötkolben passt vom Design her auch eher in eine Blechnerei. 8)
    Man muss damit ein wenig mit Fingerspitzen arbeiten, aber mit 80W bekommst du die Hitze nicht in kurzer Zeit auf die Fläche. Und das ist für Bauteile/Platinen tödlich. 150W braucht man nur, wenn große Masseflächen ohne Wärmefallen am Pad angrenzen.

    Bis dann... Arno!

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 20. November 2008 um 19:47
    • #7

    Wichtig ist auch beim auslöten viel Flußmittel. Also obwohl es sich seltsam anhört, vor den entlöten den Lötkolben mit reichlich Flußmittel an die Lötstelle halten. Danach mit Lötsauglitze das Zinn entfernen. Noch ein kleiner Tip. Ich benutze schon seit langen statt der Litze Reste von Lautsprechersilberdraht, geht mindestens genau so gut, und ist billiger.
    150 Watt sind für dünne Leiterbahnen tötlich. Wenn komplexe Bauelement auszulöten sind z.B. Schaltkreise oder Buchen usw.und mann hat doppelt kaschierte Leiterplatten, kann es helfen wenn auf der anderen Seite der Leiterplatte die Bauteilbeine durchtrennt werden. Danach ist es einfach die einzelnen Beine auszulöten

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 20. November 2008 um 21:27
    • #8

    Ein 50 Watt Kolben ist auf jeden Fall zu schwach für bleifreies Lot - das ist korrekt. Der 150 Watt Kocher ist aber schon schweres Geschütz für SMD Platinen, also auch nicht immer geeignet.
    Ich favorisiere den Weller WSP80 für diese Arbeiten, wir haben in der Werkstatt überhaupt nur Weller Lötplätze.

    Wer sich für das Thema bleifrei Löten eingehender interessiert kann ja mal einen Blick in dieses PDF von ASWO werfen:
    http://www.tobler.ch/envo/modules.php?op=modload&name=Downloads&file=index&req=getit&lid=379
    Das sind so typische Infos von den hiesigen Ersatzteilgroßhändlern für die Unterhaltungsbranche, recht informativ.
    Mir ist das alles schon geläufig - aber ein Fan von dem Umweltlötzeug werde ich trotz allem nie werden! Allein schon der Preis...............

    :evil:

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 20. November 2008 um 22:03
    • #9

    Das waren noch Zeiten, als neben dem Lötkolben mit einer selbstgehämmerten und gefeilten Lötkolbenspitze aus Kupfer ein Näpfen mit Kolophonium stand. Nach dem Löten wurde dann die Leiterplatte, mit den damals noch glänzenden Lötstellen, mit einer Lösung aus Spiritus und Kolophonium versiegelt. Um das Zinn nicht verbrennen zu lassen, hat mann damals die Temperatur über die Länge der Lötkolbenspitze und einer Diode in der Netzleitung geregelt. Natürlich machte es auch ein Regeltrafo. Was ich damit sagen will, mit dem bleihaltigen Zinn hat das Löten einfach mehr Spaß gemacht.
    Gruß Matthias

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 20. November 2008 um 22:12
    • #10

    Sorry für OT

    Ich hab noch Altbestände SnPbCu 60/38/2 gefunden, ist das jetzt eigentlich illegal, damit Kabel, die noch mit Bleilot gefertigt worden, damit auszubessern?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 20. November 2008 um 22:21
    • #11

    Ich denke mal nicht. Bei ASWO ist auch noch bleihaltiges Zinn erhältlich.
    https://ishop.aswo.com/products/6112233.jpg

  • christopher hafer
    Profi
    Beiträge
    803
    • 20. November 2008 um 23:38
    • #12

    AFAIK ist bleihaltiges Lot selbst überhaupt nicht verboten worden:

    Zitat

    Die Verwendung von Blei und anderen Schwermetallen, wie Cadmium und Quecksilber, ist in Elektro- und Elektronikgeräten untersagt, die ab 1. Juli 2006 neu in Verkehr gebracht werden.

    Insofern betrifft das nur die Hersteller von E-Geräten, ansonsten darf jeder in seinem Hobbykeller soviel Blei in die Luft pusten, wie er Lustig ist.

    Interessanter Artikel dazu:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21607/1.html


    PS: rockline: Super Beitrag, Danke.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 21. November 2008 um 07:24
    • #13

    Wobei, Militär und Medizin, also dort, wo es wirklich drauf ankommt, lassen sich nicht auf diesen Bleifrei-Ulk ein.
    Sieht eigentlich alles aus wie kalte oder korrodierte Lötstellen...

    MfG

    DirkB

  • Insomnia
    Reaktionen
    57
    Beiträge
    460
    • 21. November 2008 um 07:44
    • #14

    Natürlich ist Bleihaltiges Lot nicht verboten und auch noch erhältlich.
    Alles was damit gelötet wurde muß ja auch damit repariert werden.
    Mischen ist nicht gut, da sind die "kalten" vorprogrammiert.

    Wäre natürlich super wenn man sagen könnte alles nur noch Bleifrei und die vorhandenen Geräte gehen ab jetzt nicht mehr kaputt :D:D:D

    Insomnia

  • benjamin bruns
    Beiträge
    139
    • 21. November 2008 um 09:57
    • #15
    Zitat von "DirkB"

    Wobei, Militär und Medizin, also dort, wo es wirklich drauf ankommt, lassen sich nicht auf diesen Bleifrei-Ulk ein.
    Sieht eigentlich alles aus wie kalte oder korrodierte Lötstellen...

    MfG

    DirkB

    Moin,
    die Automotive Maschinerie hat auch noch ordentlich viel Blei unter der Karosserie.
    Die Bestückungsindustrie arbeitet komplett zweigleisig, da es einfach sehr viele "Ausnahmefälle" gibt.

    Gruß
    Ben

    Benjamin Bruns
    32832 Augustdorf

  • Jens Hauptmanns
    Verifiziert
    Beiträge
    294
    • 21. November 2008 um 12:58
    • #16

    Moin!

    Bei wikipedia ist zu lesen, dass Reparaturen mit echtem Lötzinn erlaubt sind. Bleifrei muss nur die Produktion sein. Einfach mal ROHS bei wiki eingeben.

    Mischen hat bislang keine schlechten Ergebnisse erzielt. Was bei double-layern gut funktionieren kann (nicht muss!) ist entweder ein leistungsstarker Lötsauger oder die Luftdruckpistole mit ordentlichem Kompressor.

    Dennoch: Der Aufwand einen solchen Chinakracher funktionsfähig zu modifizieren steht in keiner Relation zum Kaufpreis...


    Gruss

    Strom ist ne spannende Sache...

  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 21. November 2008 um 15:58
    • #17

    Bisher wurden ja viele gute Tipps hier gegeben, aber eins sollte man wirklich nie machen: Bleifreies und bleihaltiges Lötzinn mischen. Und da reicht auch schon die bleihaltig vorverzinnte Spitze des Lötkolbens, mit der man anschließend bleifrei löten will. Deswegen immer schön die alten und die neuen Spitzen trennen. Gründe dafür gibt es ein paar. Die wichtigsten:
    1) Die entstehende Legierung hat einen sehr niedrigen Schmelzpunkt. Wenn man Pech hat kommt man in den Bereich, in dem sich die Teile selbst auslöten; ca 150-200°C).
    2) Das Flussmittel für bleifreies Löten ist sehr viel aggressiver als das alte. Folge ist, dass alte Lötspitzen "verzundern" und regelrecht aufgefressen werden. Deswegen braucht man (auch für die neuen Spitzen ab und zu) einen sogenannten "Reaktivator". Das ist ein kleines Döschen mit einer Mischung aus Lötzinn, Säuren und noch ein paar andere gesunde Sachen, die den "bösen" Belag von der Spitze wegätzen. Danach flutscht das Löten wieder....

    Bis dann... Arno!

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 21. November 2008 um 18:03
    • #18

    Hat jemand mal versucht sowas mit Heißluft zu löten?

  • Arno
    Verifiziert
    Beiträge
    902
    • 21. November 2008 um 18:08
    • #19
    Zitat von "Matthias Falke"

    Hat jemand mal versucht sowas mit Heißluft zu löten?


    Definiere "sowas". Allgemein bleifrei oder Speakon-Buchsen oder SMD oder....?

    Bis dann... Arno!

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 21. November 2008 um 18:26
    • #20

    SMS Bauteile löten sich gut mit Heißluft, größere SMS-IC in TV Geräten können nicht anders gelötet werden. Mir geht es um Buchsen, XLR Speakon und ander größere Bauteile wie Trafos usw.
    Gruß Matthias

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  2. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  3. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  4. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  5. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  6. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  7. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  8. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  9. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  10. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44

Benutzer online in diesem Thema

  • 1 Besucher
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™