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Digitalpulte - Was muss der FOH-Betreuer unbedingt wissen

  • feute
  • 20. Dezember 2008 um 08:57
  • feute
    Beiträge
    44
    • 20. Dezember 2008 um 08:57
    • #1

    Erfreulicherweise gibt es immer mehr unterschiedliche Digipulte am Markt (Siehe beispielsweise im aktuellen Thread von Wora). Da wird es einem zwangsläufig passieren, dass man als Bandtech auf einen FOH-Betreuer trifft, der das Pult nicht wirklich kennt.
    (Ist mir diesen Sommer mit dem Roland passiert. Nach 5 Minuten auf dem Pult wusste ich gleich viel wie mein Betreuer)

    Oder umgekehrt, dass man als FOH - Betreuer ein Pult supporten muss, auf welchem man nicht 100%ig sattelfest ist.

    Deshalb meine Frage: Was muss ein FOH-Betreuer auf jeden Fall über ein Pult wissen. Was wäre eine schöne Zugabe?

    LG
    FAB

  • tufkaklto
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    • 20. Dezember 2008 um 09:11
    • #2

    Naja, er sollte das Pult so gut kennen, das ihn kaum was an Wünschen überaschen kann.

    Also mal die Bedienung des Pultes selbst, diese sollte er auch gut erklären können.

    Das System an sich ( Wordclock, Aus und Eingänge patchen, Subgruppen routen, Effekte uswusw...)

    Er sollte es möglich machen, das Techniker mit eigenen Files die auch aufspielen können, notfalls mit einem angeschlossenen Laptop noch vorher anpassen auf In / output Patching

    Keine komplizierten Kunstroutings machen, auf denen sonst niemand mehr ausser einem selbst arbeiten kann ( man gewinnt keine Preise für sowas )

    Wenn man diesen Job ordentlich macht, hat man vermutlich neue Freunde.
    Und wenn ein Techniker kommt, der noch selten an Digitalpulten stand, hat man Ihm mit einer ordentlichen Betreuung die Angst genommen.

    Bei schlechter Betreuung bleibt genau diese vorhanden und auch die Ablehnung diesen Pulten gegenüber wird weiterbestehen.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • wora
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    • 20. Dezember 2008 um 14:31
    • #3

    sehe ich auch so.
    wenn ein digitalpult da ist, dann muss es zwingend von einem betreuer begleitetwerden, der solche sachen wie routing und systemsetup beherrscht.

    mischen kann der bandmischer ja alleine, aber die sachen "in der tiefe" muss der betreuer erledigen können!
    das ist leider, auch bei Yamahapulten, nicht immer gegeben...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 20. Dezember 2008 um 18:00
    • #4
    Zitat von "feute"

    Oder umgekehrt, dass man als FOH - Betreuer ein Pult supporten muss, auf welchem man nicht 100%ig sattelfest ist.

    Das sollte man eben genau nicht machen !!!!! Mischer bevorzugen Pulte mit FOH-Betreuern, die dazu passen..... und ich persönlich habe auch nicht immer Lust den Betreuer des Betreuers zu machen. Die perfekte Kenntnis sollte ja gerade den Unterschied zwischen Betreuer und Bandmixer ausmachen.

    Da es auch in diesem Thread nicht in erster Linie um Geräte, sondern um die praktische Gestaltung einer Dienstleistung geht, gerne weiter in 'Praxis'

    Einmal editiert, zuletzt von guma (20. Dezember 2008 um 21:55)

  • simonstpauli
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    • 20. Dezember 2008 um 19:04
    • #5

    Wenn ich ein Pult supporten soll, welches ich nicht kenne lehne ich fairerweise den Job ab, weil ich meine Qualität der Arbeit nicht gewährleisten kann, wenn ich mich nur ein Paar Stunden mit einem Gerät ins Lager setze..

    Man sollte mehrere Jobs auf dem Tisch gefahren haben, inclusive diverser Ecken und Kanten, will sagen man sollte wissen, wo die Gefahren lauern, wie man verschiedene Arbeitsschritte unter Zeitdruck effizient ausführen kann, wie man Files anpasst und einspielt.

    Ansonsten kann man nicht als Betreuer mit einem Tisch losfahren.

    Das gilt übrigens meiner Meinung nach uneingeschränkt auch für Analog-Pulte, PA-Systeme, Outboard etc.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • niggles
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    • 20. Dezember 2008 um 19:15
    • #6

    Pultbetreuung an einer Digikonsole betrifft vor allem die Dinge, die Bandmischer auf Tour an diesen Pulten am meisten stört:

    - Signalfluß im Pult - und zwar komplett und auswendig. Bei einem Analogpult kann es der Bandmischer innerhalb von Sekunden selbst sehen; bei einer Digikiste wird er Fragen stellen - und Antworten erwarten.
    - Verleiherunabhängiges Pultsetup im Notebook; es gibt nichts schlimmeres, als einen Pultbetreuer der versuchen muß innerhalb einer halben Stunde bis Soundcheck vor einem nervösen Bandmischer eine vom letzten Job völlig verdrehte M7CL zurechtzuprogrammieren weil er nichts vorbereitet hat. Auch "Factory Preset" ist keine besonders gute Ausgangsposition für einen R'n'R-Job unter Zeitdruck - da muß einfach Vorarbeit geleistet werden.
    - Last but not least: Die "Recall-Mutes-Gains-Go-Szene". Mit fertig gesetzten Lowcuts, EQ-Frequenzen und -Bandbreiten, Gates und Kompressoren auf den wirklich wichtigen Kanälen, Haupthall, Schlagzeughall, Tapdelay und fünf vorentzerrten Monitorwegen inkl. Talkback für eine Standardbesetzung aus dr, bs, rg, lg, und vox. Für den Fall daß sich einer der "no digital" Kollegen am Pult einfindet; dessen Herzfrequenz wird erheblich nachlassen, wenn dann der Jungspund am Pult ein paar magische Knöpfe drückt, kurz die Gains durchkurbelt und die Band von der Bühne anmerken läßt, das sich das doch schon gar nicht so schlecht anhöre...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • sascha-kohl
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    • 27. Dezember 2008 um 12:21
    • #7
    Zitat von "klauston"


    Bei schlechter Betreuung bleibt genau diese vorhanden und auch die Ablehnung diesen Pulten gegenüber wird weiterbestehen.

    Ganz ehrlich, wer es sich heute noch leisten kann Digitalpulte abzulehnen, der hats entweder geschafft, oder bald keinen Job mehr.

    Bei mir läuft das folgendermassen, Pult wird laut Rider vorbeschriftet und konfiguriert, Gains, EQs etc. bleiben genau da wo sie sind, Routing (Subgruppen, DCAs etc.) nur wenns im Rider steht, ansonsten gar nix.

    Genauso will ich das auch haben, ich will keine vorentzerrten, eingepfiffenen Monitore haben, die ein freundlicher Mitarbeiter mit nem 58er totgezogen hat.

    Ich will das mit meinen Mikros selber machen, dann weiss ich was ich hab.

    Und seid bitte nicht sauer, wenn ich euch treffe und erstmal die EQs flat mache (ohne es gehört zu haben).

    Gruss
    Sascha[/quote]

    Wer zur Hölle ist Rigg ? Und wohin fährt er ?

    Schwerentflammbar ist keine Herausforderung...

    http://www.sascha-kohl.de

  • niggles
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    • 27. Dezember 2008 um 13:57
    • #8
    Zitat von "Sascha-Kohl"

    Genauso will ich das auch haben, ich will keine vorentzerrten, eingepfiffenen Monitore haben, die ein freundlicher Mitarbeiter mit nem 58er totgezogen hat.

    Ich will das mit meinen Mikros selber machen, dann weiss ich was ich hab.

    Und seid bitte nicht sauer, wenn ich euch treffe und erstmal die EQs flat mache (ohne es gehört zu haben).


    Du gehörst gar nicht zur Zielgruppe meiner (zugegebenermaßen etwas überspitzten...) Anmerkung - du kannst offensichtlich mit Digitalpulten umgehen und brauchst den Pultbetreuer primär zum Getränkeholen. Wofür ich mir unter Beibehaltung des üblichen Tagessatzes auch durchaus nicht zu schade bin :D
    Geht hingegen schon beim Eintreffen des Kollegen das Gejammer los warum da keine XL4 steht (auf einer Gala...) und daß so ein M7CL-Taschenspielzeug keinen vernünftigen Ersatz darstellt und er kann so nicht arbeiten...
    dann wird eben freundlich lächelnd die Szene "20*Bandname*" statt "10*Bandname*" aufgerufen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
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    • 27. Dezember 2008 um 15:27
    • #9
    Zitat von "Sascha-Kohl"

    Ganz ehrlich, wer es sich heute noch leisten kann Digitalpulte abzulehnen, der hats entweder geschafft, oder bald keinen Job mehr.

    Das war jetzt ausnahmsweise gerade mal nicht das Thema.

    Zitat von "Sascha-Kohl"

    Bei mir läuft das folgendermassen, Pult wird laut Rider vorbeschriftet und konfiguriert, Gains, EQs etc. bleiben genau da wo sie sind, Routing (Subgruppen, DCAs etc.) nur wenns im Rider steht, ansonsten gar nix.

    Genauso will ich das auch haben, ich will keine vorentzerrten, eingepfiffenen Monitore haben, die ein freundlicher Mitarbeiter mit nem 58er totgezogen hat.

    Ich will das mit meinen Mikros selber machen, dann weiss ich was ich hab.

    Und seid bitte nicht sauer, wenn ich euch treffe und erstmal die EQs flat mache

    Bishierher einverstanden. Aber:

    Zitat von "Sascha-Kohl"

    (ohne es gehört zu haben).

    Das ist eine Form von Arroganz, die zu einem bestimmten Stadium tonkutscherischen Schaffens gehört, das bei manchen Zeitgenossen dann folgt, wenn sie das Gefühl haben, was zu wissen und das dahingehend fehlinterpretieren schon alles zu wissen oder noch schlimmer: alles besser zu wissen.

    Es gibt nicht wenige Situationen im richtigen Leben, in denen Du darauf angewiesen bist, erfahrenen Leuten zu vertrauen, weil für ein komplett neues Monitor-Eq-ing einfach keine Zeit ist. Da nützt auch das beste Digitalpult nichts, weil die Monitor-EQ-Presets vom letzten Job meist nichts nützen :-D. Dann hört man sich die benötigten Wege erst mal an, bevor man sie platt macht und beschränkt sich darauf, nur dort was zu ändern, wo die Quelle nicht zur Vorarbeit passt. Das spart Zeit. Du kannst im Zeitalter speicherbarer EQs oder Pulte zwar keinen Monitormann mehr damit ärgern aber Dir selbst manchmal Stess ersparen. Wenn Du als Bandmixer auf ein Festival kommst, an dem ich Monitormix mache, kann ich Dir gerne mal eben alle EQs flat machen, um dir 5 Minuten später zu sagen, dass Dein Monitorcheck gerade schon vorbei ist :D:D

  • billbo
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    • 27. Dezember 2008 um 16:21
    • #10
    Zitat

    Das ist eine Form von Arroganz, die zu einem bestimmten Stadium tonkutscherischen Schaffens gehört, das bei manchen Zeitgenossen dann folgt, wenn sie das Gefühl haben, was zu wissen und das dahingehend fehlinterpretieren schon alles zu wissen oder noch schlimmer: alles besser zu wissen.


    ... und zu welchem jedem Tonkutscher, dem es unter vielen Schmerzen endlich irgendwann gelungen ist, wenigstens einen winzigen Schritt über dieses Stadium hinaus zu gelangen, unter Garantie lebenslang ein paar persönlich äußerst unrühmliche Momente aus den Untiefen der individuellen beruflichen Schaffenslaufbahn hartnäckig im Gedächtnis verweilen. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 27. Dezember 2008 um 17:01
    • #11
    Zitat von "niggles"

    ...
    Geht hingegen schon beim Eintreffen des Kollegen das Gejammer los warum da keine XL4 steht (auf einer Gala...) und daß so ein M7CL-Taschenspielzeug keinen vernünftigen Ersatz darstellt und er kann so nicht arbeiten...
    dann wird eben freundlich lächelnd die Szene "20*Bandname*" statt "10*Bandname*" aufgerufen.


    irrtum: ICH lade MEINEN inhalt in dein pult :D:D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 27. Dezember 2008 um 20:05
    • #12

    Mensch Wora, der liebe niggles spricht doch von Leuten. die gar keinen Inhalt haben. :D:D:D

  • nojunk
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    • 27. Dezember 2008 um 20:12
    • #13
    Zitat von "wora"

    ICH lade MEINEN inhalt in dein pult :D:D


    wer macht das dann wieder sauber - der babysitter? :lol: :lol: :lol:

    No, it's not too loud. You're just too old!
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