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Was ist das für ein Weichen-Bauteil ?

  • manuel berger
  • 31. Dezember 2012 um 15:20
  • manuel berger
    Beiträge
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    • 31. Dezember 2012 um 15:20
    • #1

    Hi Zusammen,

    seit kurzem geht an einer meiner Proel TPRK10P der Hochtöner nicht mehr. Mir ist direkt dieses kleine verkohlte Teilchen an der Weiche aufgefallen, was aussieht wie ein PTC-Schutzelement.
    Habe etwas recherhiert und gelesen dass hier der Hochpass mit getrennt wird (liege ich da richtig?).

    Ist dies ein PTC-Bauteil oder gar ein Widerstand oder was ganz anderes?

    Bin bereits hierrauf gestoßen, weiß leider absolut nicht, welches davon zutreffen könnte :?
    http://h-audio.de/shop/catalog/p…products_id/361

    dazu einige Bilder:

  • Jobsti
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    • 31. Dezember 2012 um 15:26
    • #2

    Das ist nen PTC, was den Hochtöner vor Überlast schützt.
    Ich persönlich mag solche Dinger ja garnet, falls du drauf verzichten kannst, löte ne Brücke drüber.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • manuel berger
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    • 31. Dezember 2012 um 16:21
    • #3

    ich gehe mal davon aus, dass der Hochtöner <40W ist. Welches PTC wäre da am ehesten passend? SE010 SE020 SE030 ? Kenne mich da leider garnicht aus.
    Weiß auch nicht, ob ich es einfach überbrücken soll, der Schutz ist ja nicht umsonst da (bevor ich mir dann irgendwann den treiber zerschieße :( )

    bei Reichelt gibt es auch zig verschiedene Modelle (kostet ja quasi nix), nur weiß ich da nicht welcher der richtige ist.
    Habe hier noch 2 Stück rumliegen, allerdings kann ich damit nichts anfangen, sind immerhin doppelt so groß (kann mir auch nicht vorstellen dass man einfach willkürlich zugreifen kann. ein PTC das erst bei 80W auslöst ist sicherlich nicht gut für einen Hochtöner <40W :?:

    http://lautsprechershop.de/index_hifi_de.htm hier wird etwas darauf eingegangen ... wenn man die Durchmesser betrachtet müsste der blaue ja ein SE40 sein (ich messe bei ihm etwas mehr als 7,5mm Durchmesser). Nur würde der originale dann ja garnicht ins Bild passen, weil er ca 5mm Durchmesser hat :\

  • Jürgen Klingel
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    • 31. Dezember 2012 um 17:21
    • #4

    Hm, das sieht nach einem Varistor aus, zumindest würde ein Epcos-Datenblatt passen (auch wenn Siemens draufsteht...)

    in dem Fall ist es ein "Standard round-disk"-Typ
    07 für die Bauform
    K für die Toleranz (10%)
    95 für die max. Betriebsspannung (95 Volt)

    9545 für den Produktionschargencode


    PTCs sind selten mit Kunststoff umgossen, werden eher mit Metall- oder Keramikgehäuse gefertigt...


    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Klingel (1. Januar 2013 um 13:00)

  • manuel berger
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    • 31. Dezember 2012 um 17:27
    • #5

    Könnte passen, habe soetwas ähnliches im Netz gefunden.

    Ein Varistor ist ein vollkommen anderes Bauteil als ein PTC, nehme ich an? Sorry, habe leider sehr wenig Ahnung von Elektrotechnik. VDR regiert auf unterschiedliche Spannungen, PTC auf Temperatur?

    würde also ein fataler Fehler sein, jenen an die Stelle der Weiche zu löten? Wenn ja, probiere ich erstmal zu Brücken...

  • manuel berger
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    • 31. Dezember 2012 um 18:10
    • #6

    Scheint wohl den Hochtöner auch erwischt zu haben :cry:

    habe die Brücke gelötet und es kam nichts raus. mal testweise den Treiber aus der 2. Box angeklemmt, läuft. das nennt sich Pech ... und nun ? :(

  • Jobsti
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    • 31. Dezember 2012 um 18:30
    • #7

    Foto vom Hochtöner machen und hier posten.
    Erkennt ihn keiner, mal bei Proel nachfragen.

    Wenn das Ding erst bei 95V greift, ist's eh für die Füße ;)
    Das Teil gegrillt und den Hochtöner, also entweder ne Nummer kleiner einbauen,
    oder direkt weglassen, hat ja eh nix genützt.

    Edit:
    Gerade Fotos gesehen, schaut zu 90% nach HD120 aus.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Audiowerk
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    • 31. Dezember 2012 um 19:41
    • #8

    Ich habe mit diesen ganzen Pseudoschutzelementen keine guten Erfahrungen gemacht. Sie sind nicht zuverlässig - wenn die Impulsspitze kommt, wird die Schwingspule weggekocht, so schnell kann so ein PTC oder eine Glühlampe gar nicht abbrennen. Mit den Jahren kommt die Erfahrung, dass man hört, wenn ein Kabinett bei hoher Last am Ende ist - und wie man Rückkopplungen zumindest nach vorneheraus möglichst gänzlich vermeidet. Dann kann man an diesen Weichen auch getrost überall Brücken einlöten. Garantie gibt's natürlich für nix im Leben, aber wer sich mit diesen Bauteilen auf der sicheren Seite wähnt, der ist einer trügerischen Sicherheit aufgesessen. Herrn Jobst ist beizupflichten: raus damit und kurzschließen.

  • Jürgen Klingel
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    • 31. Dezember 2012 um 20:28
    • #9

    Okay, wenn´s ein Varistor ist...dann dürfte der parallel zum HT liegen - also kurzschließen wäre dann nicht so opportun :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Audiowerk
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    • 31. Dezember 2012 um 22:45
    • #10

    Raus damit - fertig :grin:

  • Carsten Schmitt
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    128
    • 1. Januar 2013 um 17:38
    • #11

    Auf den Fotos des Threat-Starters ist gut erkennbar, das der Klebstoff, der zur zusätzlichen Besfestigung der Weichenbauteile dient, aufgekocht ist. Die eingeschlossenen Bläschen innerhalb der Klebemasse sind ein Indiz, das die Weiche über längere Zeit thermisch überlastet wurde. Das passiert nicht nur durch einen Rückkopplungsimpuls, sondern durch dauerhaftes Überfahren des Lautsprechers. Auch eine zu schwachen Endstufe, die ständig ins Limit gefahren wird und Rechtecksignale mit hohem Energiegehalt ausspuckt, sorgt für eine gepflegte Überhitzung der Weichenbauteile und in der Schwingspule des/der Treiber/s.

    Anlagenkonzept überdenken, Limiter/Controller einsetzen - oder mehr Material hinstellen.

  • Audiowerk
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    • 1. Januar 2013 um 18:06
    • #12

    Hm, das finde ich jetzt aber etwas sehr spekulativ. Wer schon mal ordentlich mit Uhu rumgesaut hat, der weiß, dass solche eingeschlossenen Luftbläschen da in großer Zahl entstehen. Das würde ich jetzt nicht auf große Wärmeeinwirkung zurückführen. Dass eine Frequenzweiche warm wird, ist normal. Weggekochte, also thermisch / elektrisch verheizte Weichen / Bauteile sehen aber anders aus (wie der ehemals offenbar gelbe Varistor, der scheinbar sogar Schmauchspuren an dem NL4MP zurückgelassen hat) - bis hin zu auffallender Ähnlichkeit mit einem Stück Grillkohle, wenn das Feuerwerk ganz hart war.

  • Thorsten Erpel
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    • 1. Januar 2013 um 18:49
    • #13

    Also ich gebe da dem Carsten recht - als ich die Fotos sah hab ich sofort gedacht "Au weia - da hat aber die ganze Weiche gut gekocht"

    Und meiner Meinung nach ist das mit den Bläschen nicht überall nur Klebstoff - sieht fast so aus als hätte sich die Weiche an einigen Stellen auch "neu gelötet" - mit dem Resultat das sich Flussmittel über Teile der Platine verteilt hat.

  • Jobsti
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    • 1. Januar 2013 um 21:28
    • #14

    Ich tippe ebenfalls darauf, dass der Kleber einfach Bläschen hat.
    Denn diese Blasen sehen wir bei allen anderen verklebten Bauteilen ebenfalls,
    auch bei den Kondensatoren, welche normal net heiß werden, sondern direkt platzen.

    Dass die komplette Platine so heiß wurde, dass der Kleber Bläschen macht, anstatt langsam davon zulaufen,
    denke ich weniger, jedenfalls nicht ohne Kokel-Spuren ;)

    Wobei das bei der Spule dennoch leicht verdächtig ausschaut oben drauf.....
    dennoch hat der Kabelbinder aber wohl nix davon abbekommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
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  • Jürgen Klingel
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    • 1. Januar 2013 um 22:19
    • #15

    Kleber hin, Bläschen her...wenn Du diese Profibox mit ihrem unglaublichen Wirkungsgrad mit einem clippenden Amp fährst, oder mit einem potenteren Verstärker auch nur über ein Pfeif-Feedback "anhustest" ist der Hochtöner halt durch, schneller als jede Sicherung das zu verhindern vermag :P

    Also: Behutsam damit umgehen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • manuel berger
    Beiträge
    100
    • 2. Januar 2013 um 07:09
    • #16

    Danke für die zahlreichen antworten, haben echt geholfen.

    Ich glaube allerdings nicht, dass die gesamte weiche gekocht hat, ich meine der klebstoff sah immer so aus. Und angesichts der Tatsache, dass nach überbrücken des PTC Stücks alles wieder normal läuft (nur scheinbar defekter HT), gehe ich mal davon aus dass die weiche nichts weiter abbekommen hat.
    Nun gefahren wurden die Tops immer an einer Fat Fpa 0.9 (sprich 2x220w). Ich denke das kam wirklich durch zu hohe dauerlast. Die Entstufe war niemals am Clippen, die Box hat einfach nur zu lange zu laut gelaufen.

    Fraglich ist: ließe sich der HT wirklich durch einen HD120 ersetzen ? Ist zumindest 18sound bestückung die dort werkeln sollen
    Muss auch gestehen, habe auch lange darüber nachgedacht, meine beiden Amps durch 1 zu ersetzen (Fpa 0.9 für Tops, Fpa 1.5 in Bridge für einen Sub mit kappa Pro 15 Lf). Wenn da ne z.B LMT-101 dran werkeln sollen, wäre die 1.5 denke ich eh hart an der Grenze. Zudem sind mir 2 Amps einfach zu schwer. Weiß nur leider nicht, welche und ob eine als einzelgänger dafür in Frage käme, eventuell ne mehrkanal endstufe ?

  • manuel berger
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    • 2. Januar 2013 um 20:45
    • #17
    Zitat

    wenn Du diese Profibox mit ihrem unglaublichen Wirkungsgrad mit einem clippenden Amp fährst


    Sofern das ironisch gemeint war (wovon ich ausgehe), so finde ich, dass die kleine sich doch schon nett sehen lassen kann. habe mittlerweile nochmal genauer hingeschaut:

    und zwar folgende Bestückung:

    Tieftöner: Sica 10E2CS (6830)
    http://h-audio.de/shop/catalog/p…products_id/716

    Hochtöner: Eighteensound XT120 Horn mit entweder XD120 oder XD125...

    letztere sehen sich leider sehr ähnlich und es ist äußerlich keine Aufschrift erkennbar. Dennoch haben sie deutliche Unterschiede z.B. in der empfohlenen Trennfrequenz

    HD120
    http://lautsprechershop.de/index_hifi_de.…/pa/18sound.htm

    HD125
    http://www.reparationhautsparleurs.com/pdfs/HD125.pdf

    Habe keine Ahnung welcher der richtige ist. Habe deshalb mal den Proel Support angeschrieben und hoffe auf eine Antwort.

    Irgendetwas defektes kann ich am Treiber weder äußerlich noch am Diaphragma erkennen :\ .. Fakt ist jedoch, dass er nicht mehr geht. glaube auch nicht, dass es damit getan ist, das Diaphragma zu ersetzen
    http://www.thomann.de/de/eighteensou…ma_hd120_16.htm

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