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Längerer Auslandsaufenthalt - Tipps

  • andreas grossmann
  • 27. Mai 2009 um 17:09
  • andreas grossmann
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    286
    • 27. Mai 2009 um 17:09
    • #1

    Moin,
    ich bin seit kurzem Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau/Konstruktion. In meiner Freizeit während des Studiums habe ich viel in der VT gemacht. Deshalb habe ich versucht VT und Maschbau unter einen Hut zu bekommen. Leider klappt das nur in Ingenieurbüros und nicht "auf Achse". Während der Bearbeitung meiner Diplomarbeit bei einem bekannten VT-Statik-Büro wurde mir mehr und mehr klar, dass das "Mausklick-lauschen" in einem mit mehreren Leuten besetzten Büro nicht mein Ding ist. Die Zeit da war gut, aber auf dauer ist das nichts für mich. Ich will in die Welt hinaus.

    Nun kann ich bei einer großen deutschen Firma als Inbetriebnahmeingenieur anfangen. - das heisst 220 Tage Ausland/Jahr Das ist genau das andere Extrem - Aber ich will es ausprobieren.

    Nun die eigentliche Frage:
    Da es auch in der VT international reisende Menschen gibt (wenn auch wenige), könnt Ihr mir vielleicht Tipps zu den Themen: Steuern, Spesen, Versicherungen, Impfungen... geben. Klaro wird mir die Firma auch was dazu sagen. Aber ich will mich nicht übers Ohr hauen lassen.

    Gruß
    grobi

  • slaytalix
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    • 27. Mai 2009 um 17:35
    • #2

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch :)

    Zu außereuropäischen Imfpungen weiß wohl am besten das Tropeninstitut Bescheid.

    Selbständig im Ausland, aber sonst sollte der Arbeitgeber dies sozialversicherungsrechtlich absichern

    Dazu evtl. einige Versicherungsmakler fragen wie http://www.erpam.de oder http://www.preuss24.de.

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • hell&dunkel
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    • 27. Mai 2009 um 18:46
    • #3

    Sehr geehrte Damen und Herren, sie hörten eine ein Werbesendung des Slaytalix Linkplatzierungsservice..... :D

    Zitat

    Selbständig im Ausland, aber sonst sollte der Arbeitgeber...


    Ein Widerspruch....

    Zitat von "Denn der Threadstarter"

    Nun kann ich bei einer großen deutschen Firma als Inbetriebnahmeingenieur anfangen.


    Interessant im Zusammenhang mit Montagetätigkeit, Auslösung & Co wird die Steuererklärung - da hilft der Steuerberater.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Online
    skyper
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    • 27. Mai 2009 um 22:15
    • #4

    So ein paar Tipps aus der Hüfte:
    - Impfungen am besten das ganze Paket. Du wirst nicht immer genügend Vorlauf haben, um Dich rechtzeitig impfen zu lassen, außerdem benötigen Impfungen teils einege Wochen Vorlauf bis sie wirksam sind. Außerdem kann es Dich je nach persönlicher Verfassung auch mehrere Tage nach einer Impfung mal ordentlich niederbügeln, wenn Du dann einen Langstreckenflug auf der Flugzeugtoilette verbringst ist das nur mäßig prickelnd.

    - Steuern: viele Staaten unterliegen dem sogenannten Doppelbesteuerungsabkommen, d.h. im Ausland abgeführte Steuern werden in Deutschland angerechnet - kann aber im Zweifelsfall auch Nachzahlung bedeuten. Da Du aber vermutlich in Deutschland angestellt und ausbezahlt wirst, ist das egal. Du bist in D komplett steuerpflichtig, unabhängig wo Du Deine Tätigkeiten ausführst, solange Dein Wohnsitz nicht offiziell in Deutschland aufgegeben ist.

    - Spesen: da wird Dir Dein Steuerberater weiterhelfen können. Übernachtungen und Verpflegung werden vermutlich vom Auftraggeber gestellt, daher wird das mit dem privaten abrechnen evtl. etwas haarig. Wie gesagt, Steuerberater wird da weiterhelfen, bzw. der erste Gehaltsbrief nähere Klarheiten verschaffen

    - Versicherungen:
    - am besten mit einem Makler klären. Da Du aber als Angestellter unterwegs bist wird das vermutlich eher Problem des Arbeitgebers werden. Man kann für Auslandsaufenthalte z.B. die Privathaftpflicht ausweiten lassen, evtl. sogar kostenlos. Macht aber Sinn, dies rechtzeitig der Versicherung bekanntzugeben. Oft sind die pauschalen Geltungsbereiche erst mal auf Europa beschränkt, daher mal die eigenen Policen checken.
    - Berufsgenossenschaftlicher Schutz dagegen ist vom Sitz des Arbeitgebers abhängig, nicht vom Ort der Tätigkeitsausübung. D.h. wenn Du in D angestellt bist und in Timbuktu verunglückst, bleibt Dein berufsgenossenschaftlicher Schutz erhalten.


    Ansonsten noch ein persönlicher Rat: 220 Tage im Jahr sind eine ganz anständige Portion, die für Privatleben nur bedingt förderlich sind. Mein Rat daher: den Vertrag mal nicht auf zu lange Zeit im Voraus festsetzen. (wird ja eh eine Probezeit geben).
    Ausland rockt auf jeden Fall, macht aber nur Sinn, wenn Du Dir selber das Prädikat "weltoffen" uneingeschränkt auf die Fahne schreiben kannst. Sicher wirst Du nur bedingt in die lokalen Realitäten gucken müssen (Man hat in der Ferne für germanische Ingenieure meist ordentliche Hotels, Chauffeurs, angemessenes Unterhaltungsprogramm etc.), aber an lokalen Gegebenheiten und anderen Arbeitsmethoden und Blickrichtungen wirst Du nicht vorbeikommen. Dass kann bisweilen recht Kräftezehrend sein.
    Und Inbetriebnahme heißt wie in der VT: das System MUSS laufen, egal um welchen Preis und persönlichen Einsatz. Da werden keine Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse und Arbeitszeiten genommen, bis die Anlage (wieder) am Start ist.
    Die meisten Ingenieure in diesem Bereich halten nicht besonders lange durch - egal wie gut die Bezahlung ist. (auch aus meinem Bekanntenkreis haben die meisten das Thema nach wenigen Jahren aus persönlichen Gründen wieder aufgegeben, der erhebliche Personalverschleiß lässt sich nicht wegdiskutieren)

    Trotzdem viel Erfolg und Spaß!

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • fabio hermann
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    • 27. Mai 2009 um 22:22
    • #5

    Es macht in unbekannten Länder auch durchaus Sinn vorab einen Blick in einen Reiseführer zu werfen, kann peinlich Situationen vermeiden und hilft ungemein im Umgang mit Locals.
    Informationen bekommst du auch beim Auswärtigen Amt.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • slaytalix
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    • 28. Mai 2009 um 07:35
    • #6

    @ Hell & Dunkel: Die Einblendungen des Versicherungsmaklers E. in Eurer Werbung des Forums habe ich ja nicht zu verantworten. Ich bin eben bei dem Anderen versichert worden.

    Das sind aber unsere gängigen Makler der Branche

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Mechwerkandi
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    • 28. Mai 2009 um 08:53
    • #7
    Zitat von "andreas grossmann"


    Nun kann ich bei einer großen deutschen Firma als Inbetriebnahmeingenieur anfangen.


    Dann weiss auch die "grosse deutsche Firma" am besten, was da zu tun ist und kann alle Fragen verbindlich beantworten.

  • pm-acustics
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    • 28. Mai 2009 um 09:45
    • #8

    Moin,


    ganz interesant ist in diesen Zusammenhang auch der Arbeitsvertrag der einen zu so einem Job angeboten wird.

    In der Firma wo ich arbeite ist es gängig Leute welche viel auf Reisen sind in erster Linie mit einen AT Vertrag zu belohnen.

    -> AT = Außertariflich

    In der ersten Linie Verträge wo doch ein recht nettes Summchen drauf steht........wenn man eine 40Std Woche ansetzt !

    Alledings, alle Überstunden sind mit diesem Vertrag abgegolten ! ->Wenn man im viel zu Inbetriebnahmen (=Arbeiten bis es geht) geschickt wird, eventuell große Strecken fliegen muss kann aus einer 40 Std Woche auch mal schnell >60Std werden.

    Dann schaut das mit dem Stundenlohn schon wieder anderst aus. Außerdem ist die körperliche Belastung nicht zu unterschätzen. Privat braucht es auch ne sehr tollerante Frau/ Freundin um so etwas zu stemmen.

    Zu den Impfungen:

    Wenn es eine große Firma ist hat die in der Regel einen fähigen Betriebsarzt. Dieser wird dann in Zusammenarbeit mit dem Tropeninstitut und den Reisezielen einen geeigneten Impfkatalog zusammenstellen und auch rechtzeitig ausführern.


    Grüßle

    Sven (der zum Glück kein AT ist)

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • david anhäuser
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    • 28. Mai 2009 um 17:19
    • #9

    Hey grobi,
    Wenn du nach Afrika oder in Länder der 3-Welt gehen solltest dann solltest du dir Magen-Darm Pillen mitnehmen und wie ich aus erfahrung aus meiner Ausbildungszeit weiß auch fleißig tests machen vorher! Sowie nach her sprich Hep-C, HIV, usw. ( da kann dir auch ein Arzt der BG gut weiter helfen )gerade wenn man in nicht so weit entwickelten Ländern arbeiten soll. Es schütz später vor riesen Problemen.

  • karabennemsi
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    • 28. Mai 2009 um 21:19
    • #10

    Bin selber seit 3 Jahren min 220 Tage (eher mehr) weltweit unterwegs, auch als IBN, und kann den meisten Erläuterungen bzgl. Impfungen, Steuern, Spesen und Versicherungen von Skyper voll zustimmen!

    Sonst

    Zitat

    ... Man hat in der Ferne für germanische Ingenieure meist ordentliche Hotels, Chauffeurs, angemessenes Unterhaltungsprogramm etc...


    Das liegt am Land, meistens wirste als deutscher sehr gut angenommen, aber ordentliche Hotels liegen daran wieviel zu zahlst und pünktliche und zuverlässige Fahrer sind eher selten

    Zitat

    aber an lokalen Gegebenheiten und anderen Arbeitsmethoden und Blickrichtungen wirst Du nicht vorbeikommen. Dass kann bisweilen recht Kräftezehrend sein.


    Volle Zustimmung, bin derzeit in Südafrika...

    Zitat

    das System MUSS laufen, egal um welchen Preis und persönlichen Einsatz. Da werden keine Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse und Arbeitszeiten genommen


    Liegt an deiner Firma, man hörte schon von Buden die Abmahnen wenn es öfters über 60h geht, da dies nach deutschem Recht nicht erlaubt ist (was auch gut so ist)

    Gewöhn dich halt dran weit weg zu sein von zu Hause, von deinen Freunden und der Familie.

    Wer andren eine Grube gräbt, ...hat ein Grubengrabgerät!

  • JS-Sound
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    • 29. Mai 2009 um 14:22
    • #11

    Hallo!

    Ich bin auch öfter als Inbetriebnehmer unterwegs, ca. 1/3tel des Jahres.
    Das mit den Spesen sollte über die Firma laufen. Ich habe irgendwo auch eine Liste gesehen, was es pro Land ca. geben sollte, allerdings weiß ich auch nicht mehr ob das offiziell oder eher die gelebte Praxis war.

    Wir schauen auch beim auswärtigen Amt welche Impfungen wir benötigen, allerdings sollte es da in größeren Firmen durchaus auch interne Regelungen geben, auch nichts was du selbst zahlen solltest...

    Bei den Arbeitszeiten kommt es aber wirklich drauf an wo man ist, in den USA waren auch die Arbeitnehmer unseres Kunden deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche dort - da kommt es dann schon vor dass man schnell Überstunden ansammelt.

    Grüße, Jürgen

  • andreas grossmann
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    • 11. September 2009 um 07:01
    • #12

    So, auch hier hat es etwas gedaueret - aber nun weiss ich wie es läuft. Danke auf jeden Fall für die Tipps. So wusste ich auch ungefähr was ich fragen muss. Hier ein paar Infos

    - ich werde nach Tarif bezahlt, 35h Woche, 5 Std je Woche max auf Freizeitkonto, Rest wird ausbezahlt.
    - 50-60 Std. Woche im Ausland üblich - wenns sein muss auch 'n bissel mehr
    - Der Betriebsarzt regelt alles bzgl. Impfungen, Reiseapotheke etc. - und holt mich auch im Notfall ab.
    - Spesen werden nach den normalen Sätzen ausbezahlt
    - Fürs Hotel gibt es je nach Land ein Kostenlimit
    - Krankenversichert bin ich über die Firma
    - Die BG zahlt auch bei Unfällen im Ausland
    - Eine eigene Abteilung kümmert sich um die steiuerlichen Belange. Nur der "Privatanteil" der Steuererklärung muss dort abgegeben werden.
    - Hab' 'nen ganzen Schwung Kreditkarten bekommen - für die Abrechnerei

    Zur Zeit werde ich am Stammsitz eingearbeitet. Das machen die ziemlich ausführlich. Von technischen belangen, über Arbeitssicherheit, bis hin zu Abrechnungsgeschichten <- und da braucht man echt nen Lehrgang für. Nach ca. 5 Monaten fahre ich dann das erste Mal mit einem anderen Inbetriebsetzungsingenieur mit. Danach dann bin aber ziemlich schnell alleine auf der Baustelle.

    Mal sehen, wann ich die erste Million in den Sand setze (Die sagen, jeder macht das mal :roll:)

    Gruß
    grobi

  • waldschrad99
    Verifiziert
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    • 27. Oktober 2009 um 02:11
    • #13

    erledigt

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