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Zurück zu analogen Pulten?

  • cashman7
  • 4. Juli 2009 um 19:57
  • andy006
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    • 14. Juli 2009 um 21:25
    • #101
    Zitat von "rockline"

    Der Billbo hat auch Recht mit dem was er beschreibt. Bei analogen Pulten sind Fehler im Vergleich zu Digitalpulten aber sehr einfach zu beheben. Die Praxis zeigt aber auch, dass selbst uralte Schalter nicht immer defekt sein müssen. Ich habe zb noch zwei über 15 Jahre alte Mitec Mixer herumstehen - ein EX aus der Gründerzeit, und ein Event aus den glorreichen 80ern! Beide Pulte funktionieren ohne wenn und aber - das EX wird inzwischen sogar bei der Band von meinem Sohn im Proberaum einem neuen Leben zugeführt. Bisher nicht ein Serviceeinsatz für die Firma Rockline :P

    Da ich in meinem Berufsleben schon tausende Stunden in analogen und digitalen Schaltungen zugebracht habe, maße ich mir schon an einen Vergleich gut ziehen zu können: Analogpult = reparierbar und langlebig (> 15 Jahre), Digitalpult = schlecht reparierbar (aufwändig und teuer) und maximal 10 Jahre brauchbar.

    Hälst Du die Mitec Flagge empor!? Jawohl auch mein Joker läuft völlig streßfrei und stammt aus den 80er Jahren!!!
    Eine Diggiflitsche wird es zu diesem Alter kaum bringen.... wobei ich speziell schon mit einer Vi4 liebäugle aber leider .......
    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • rockline
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    • 14. Juli 2009 um 22:05
    • #102
    Zitat von "andy006"

    Hälst Du die Mitec Flagge empor!? Jawohl auch mein Joker läuft völlig streßfrei und stammt aus den 80er Jahren!!!
    Eine Diggiflitsche wird es zu diesem Alter kaum bringen.... wobei ich speziell schon mit einer Vi4 liebäugle aber leider .......
    Grüße der Andy


    Neeenee...bewahre mich davor :lol:

    Aber in der Tat war ich Mitec Anwender erster Stunde. Angefangen mit dem 1602 (meine Grundausbildung zu Fernsehtechnikerlehrzeiten), über das 24er EX bis hin zum 26er Event habe ich die komplette Range einmal durch. Mit dem Ex und dem Event haben wir hunderte Stunden in Festzelten zugebracht, speziell das Event galt zu Lebzeiten als "was besseres"! Nach dem Event kam dann Allen & Heath mit mehreren GL4000 zu uns, und Soundcraft zog mit einem Europa ein. Seit dem, und erst Recht seit es Yamahas lowbudget Digitalspielzeug 01V96 gibt, stehen die beiden Mitec sinnfrei im Keller unseres Domizils herum. Das Ex ist - wie bereits erwähnt - bei den "Babes in Brazil" (http://www.myspace.com/babesinbrazil >siehe Fotos) im Proberaum zu einem neuen Leben erwacht. Da bringt es den Jungs Spaß, funktioniert so zuverlässig das ich kein gucken danach habe, und wird wohl ohne weiteres die nächsten 25 Jahre überleben! Bei einem Digitalpult dürfte das undenkbar sein.

    Das Event steht nach wie vor herum, und wird vielleicht im Herbst zur Grundausbildung für die Veranstaltungstechniker dauerhaft im Betrieb aufgestellt. Somit hat die Mitec Fahne nach wie vor - wenn auch vollkommen untergeordnete Bedeutung - im Hause Rockline!

  • oops
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    • 14. Juli 2009 um 23:56
    • #103

    zum thema mitgebrachte pulte:

    auch zu analogzeiten wurden bei mainacts die pulte mitgebracht,- mit dem unterschied, dass der platzbedarf ein anderer war...

    da hat digital schon einen entscheidenden vorteil, mal davon abgesehn, dass ich weiss, das der kram so spielt wie ich das möchte - das bin ich meiner zahlenden kundschaft einfach mal schuldig.

    wenn das bedeutet, mein pult hinzuklappen und anzumachen, hier und da eine snake zu werfen, kann mir das nur mehr als recht sein. 8)

    und klar, der campingstuhl ist nun auch unabdingbar... :lol:

  • billbo
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    • 27. Juli 2009 um 17:00
    • #104

    Aus gegebenem Anlass: ich weiß jetzt was man alles zerlegen muss, um an der Bedieneinheit eines M7 einen popeligen abgebrochenen Encoder zu ersetzen :? .

    Und was man besser beachten sollte, damit man bei anschließenden Zusammenbau nicht gleich wieder den nächsten abbricht :evil: :lol: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
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    • 27. Juli 2009 um 19:34
    • #105
    Zitat von "billbo"

    Aus gegebenem Anlass: ich weiß jetzt was man alles zerlegen muss, um an der Bedieneinheit eines M7 einen popeligen abgebrochenen Encoder zu ersetzen :? .

    Und was man besser beachten sollte, damit man bei anschließenden Zusammenbau nicht gleich wieder den nächsten abbricht :evil: :lol: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Oha. Muß man sowas selber machen?

    Ich erinnere mich nur an Kanalzug-Service beim Mitec EX. War schon eine spannende Sache...

    Zum Thema übrigens: ich hatte mich neulich über ein Soundcraft MH3 gefreut. Bis ich zu den Gates kam *g*.

    Unter dem Strich mag ich inzwischen die Übersichtlichkeit von (adäquaten) digitalen Pulten...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • gerald1
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    • 29. September 2009 um 12:39
    • #106

    Ich stelle mal eine Hypothese auf.
    Das Reisen mit einem Stick, um damit ein Fremd-Digitalpult aufzuladen (weil es ja schnell gehen soll und wie von den Vertrieblern beschworen), wird nix. Mittlerweile zu groß der Digitalpult-Herstellermarkt und nix bleibt stehen auch in Fragen der Software-Entwicklung. Man kommt auf den Job, hat garantiert das falsche Digitalpult und sollte es doch das richtige sein, dann kommt als zweiter Satz ... oha - welches Update ist das denn? :roll:
    Nun die Hypothese:
    Ein Digitalpult ist für mich zu 99% am Reisen ein Bestandteil der Backline. Master rüber und ab geht es! Wer dann immer noch zu viel Zeit hat, kann ja mal schauen, ob es irgendwo eine Kaffeeschänke gibt oder so.

    Gerald1

  • simonstpauli
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    • 29. September 2009 um 12:53
    • #107
    Zitat von "gerald1"

    Ich stelle mal eine Hypothese auf.
    Das Reisen mit einem Stick, um damit ein Fremd-Digitalpult aufzuladen (weil es ja schnell gehen soll und wie von den Vertrieblern beschworen), wird nix. Mittlerweile zu groß der Digitalpult-Herstellermarkt und nix bleibt stehen auch in Fragen der Software-Entwicklung. Man kommt auf den Job, hat garantiert das falsche Digitalpult und sollte es doch das richtige sein, dann kommt als zweiter Satz ... oha - welches Update ist das denn? :roll:
    Nun die Hypothese:
    Ein Digitalpult ist für mich zu 99% am Reisen ein Bestandteil der Backline. Master rüber und ab geht es! Wer dann immer noch zu viel Zeit hat, kann ja mal schauen, ob es irgendwo eine Kaffeeschänke gibt oder so.

    Gerald1


    Dem kann ich mich aus der Erfahrung von 2009 nur anschließen.

    Digitalpulte ermöglichen es durch
    1. Truckspace- und 2. Preis-Vorteile
    inzwischen verstärkt als Bestandteil der Backline mitzureisen, ob nun gemietet oder gekauft. Dadurch erreicht die jeweilige Band bzw. Produktion eine Konsistenz, die ansonsten nur mit viel Aufwand erreichbar gewesen wäre. Jetzt noch ein Mikrofonsatz und eine Band die immer gut anbietet und es liegt nur noch am Mischer (Tagesform), Location und der PA. Für meinen Geschmack reicht das an Unbekannten in der "wir wollen immer möglichst den gleichen gutene Sound"-Gleichung.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 29. September 2009 um 15:13
    • #108

    tja, nur schade das nicht alle künstler auf diesen zug aufspringen.
    ich habe auch einen künstler, der die sache mit dem "digipult als backline" voll unterstützt. ihm ist das thema "sound" sehr wichtig.
    ich habe aber auch andere kunden, die das hauptaugenmerk auf den selbst zu tragenden preis legen. damit ist das thema dann leider vom tisch...

    inzwischen dürfte auch bekannt sein, welches digitalpult zu meinem top favoriten avanciert ist. leider gibt es dieses noch zu selten bei den verleihern, so das wir das immer selbst dabei haben müssen

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 29. September 2009 um 18:14
    • #109

    Hm, ich hätte auch nichts dagegen, wenn Digi-FOH und Mikrosatz mit der Produktion fahren würden, allerdings sehe ich da auch erhebliche Probleme das kostenmäßig immer so durchzusetzen.

  • simonstpauli
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    • 29. September 2009 um 19:49
    • #110
    Zitat von "guma"

    Hm, ich hätte auch nichts dagegen, wenn Digi-FOH und Mikrosatz mit der Produktion fahren würden, allerdings sehe ich da auch erhebliche Probleme das kostenmäßig immer so durchzusetzen.


    Sicherlich geht das nicht immer. Dann kann man mal nur die wichtigsten Mikrofone mitnehmen und evtl. ein Setup für vorhandene Yamaha-Pulte. Wenn die Firmware dann aktuell ist.
    Aber es ist wahrscheinlicher, daß man das kleine digitale in den Backline-Transporter bekommt als einen Analogplatz.
    Ende Oktober mache ich das mit 2 Pulten auf einem Clubtürchen als Support-Act. Das ist deutlich besser als die Alternative, Kanäle und Outboard zu streichen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • gerald1
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    • 29. September 2009 um 21:24
    • #111
    Zitat

    guma hat geschrieben:
    Hm, ich hätte auch nichts dagegen, wenn Digi-FOH und Mikrosatz mit der Produktion fahren würden, allerdings sehe ich da auch erhebliche Probleme das kostenmäßig immer so durchzusetzen.


    Kleine Ironie auf.
    Fragt der Gitarist den Bassisten: Du sag mal, nimmst Du morgen auf die Tour Deinen Bass mit? Sagt der Bassist: Ich muss erst mal schauen, ob sich das so kostenmäßig durchsetzt.
    Kleine Ironie zu.

    Wora schrieb:

    Zitat

    ich habe aber auch andere kunden, die das hauptaugenmerk auf den selbst zu tragenden preis legen. damit ist das thema dann leider vom tisch...


    Vom Tisch nicht, nur auf einem anderen. Da fällt mir so ein ganz alter deutscher Satz ein: Wer die Musik bestellt, sollte auch die Rechnung begleichen. Um diesen Satz in den heutigen richtigen Kontex zu setzten, vereinfacht sich ganz klar die Darstellung. Mehr Gäste an der Tür, mehr EQs für die Bühne.

    Simonstpauli schrieb:

    Zitat

    Sicherlich geht das nicht immer. Dann kann man mal nur die wichtigsten Mikrofone mitnehmen und evtl. ein Setup für vorhandene Yamaha-Pulte.


    Und wenn es nun eine SD8 oder sonstwas ist? Wir wollen ja mal mit XL8 und SD7 nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Sorry für diese kleine Ironie ...

    Gerald1

  • wora
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    • 30. September 2009 um 00:44
    • #112

    Gerald, es ist einfach zu sagen "der veranstalter soll´s halt bezahlen".
    im prinzip hast du natürlich völlig recht, aber die realität sieht leider oft anders aus.
    ich höre oft von dienstleistungsfirmen, das sie mir ausschliesslich ihr LS9 vor die nase stellen können, weil "mehr bezahlt der veranstalter nicht"... und das sogar bei einigermassen namhaften künstlern.
    das man bei so einer ausage sehr wahrscheinlich einen jener kandidaten vor der nase hat, die mit extrem niedrigen preisen anderen kollegen das leben schwer machen, brauche ich wohl nicht weiter zu betonen.
    aber so ist die sachlage eben manchmal. es gibt veranstalter, die legen hohen wert auf qualität. die mehrzahl versteht davon aber nix. und dann gibt es noch veranstalter, denen ist nur ihr gewinn wichtig, die kunst ist für sie nur mittel zum zweck. letzteren ist natürlich sehr schwer zu erklären, warum man höherwertiges material haben möchte.

    neulich hatte ich einen dienstleister aus freiburg, der mein pult für eine firmen-VA gerne akzeptieren wollte. er hatte gehört, das die band gerne mein pult benutzen würde. als ich ihm dann sagte, das ich dafür natürlich eine kleine miete haben möchte, sagte er sofort: "gut, wenn das so ist stelle ich dir ein X-eight mit siderack nach eurem rider"... also eigentlich ein wesentlich grösserer und teurerer frontplatz.
    das in diesem siderack dann beide hallgeräte kaputt waren (und eines davon auch nicht das geforderte war), hat mich dann nicht mehr gewundert... der betreuende techniker musste dann wegfahren und ein neues gerät kaufen, das natürlich mit den geräten im rider fast gar nix mehr gemeinsam hatte.
    preisdrücker mit marodem material, denen sogar die günstige miete für ein iLive zu teuer ist, gibt es heute also sogar schon bei firmenveranstaltungen! da war ich dann schon ein bisschen sprachlos...

    meiner erfahrung nach gibt es in ungefähr einem drittel der fälle diskussionen, wenn man das eigene pult bringen möchte, dies aber auch bezahlt haben will. das verstehen die veranstalter also noch nicht.
    aber ich bin guter hoffnung, das es irgendwann auch die letzten noch verstehen werden. ich bin diesbezüglich ja erst einer der vorreiter...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 30. September 2009 um 12:13
    • #113
    Zitat

    aber ich bin guter hoffnung, das es irgendwann auch die letzten noch verstehen werden. ich bin diesbezüglich ja erst einer der vorreiter...


    Ich fürchte eher dass die Sache auf Dauer nach hinten losgehen wird. Pult = Backline (im Monitorbereich ist das ja inzwischen schon eher die Regel als die Ausnahme) ist ein gefährlicher Weg.

    „Wird mich Dein Schlagzeuger auch noch anrufen und mir ein Angebot machen für den Fall, dass er sein Schlagzeug mitbringt?“
    „Was nimmt Dein Keyboarder für sein E – Piano?“
    „Was stellt mir Deine Band für Abnutzung ihrer Bühnengarderobe in Rechnung?“

    Das sind so Fragen die mir als Veranstalter einfallen würden zum Anruf eines Bandtechnikers, der gerne mit seinem eigenen Werkzeug arbeiten und mir dafür eine Rechnung schreiben möchte.

    Die großen Agenturen drücken das mitunter durch. Nennt sich ‚Buyout für technische Produktionskosten‘. Die professionellen Örtlichen nehmen’s mehr oder weniger zähneknirschend hin wenn begründete Aussicht darauf besteht, dass Alles in Allem trotzdem noch genug übrig bleibt (die haben natürlich Verträge mit ihren eigenen Dienstleistern; da muss die Masse stimmen, damit am Ende auch der Preis pro Tag stimmt). Die sind im Zweifel dann aber auch schnell mal geneigt zu sagen „nö, dann spiel‘ mit Deiner Kapelle bitte anderswo“.

    Trotzdem wird es langfristig wieder üblicher werden, das eigene Lieblingsspielzeug mit dabei zu haben; schließlich schrumpfen die eigentlichen Kostenfaktoren (Transport und Logistik) mit dessen Größe und Gewicht zusehens. Nur leider zu anderen Konditionen als wir Techniker das gerne so hätten. "Mein Mischpult steht da sowieso. Warum soll ich Deins mieten? Aber wenn Du nett bist zahle ich den Helfer, der Dir beim Auf - und Abbau mit anfasst."

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Oliver Derks
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    • 30. September 2009 um 12:33
    • #114
    Zitat von "wora"

    (...)
    neulich hatte ich einen dienstleister aus freiburg, der mein pult für eine firmen-VA gerne akzeptieren wollte. er hatte gehört, das die band gerne mein pult benutzen würde. als ich ihm dann sagte, das ich dafür natürlich eine kleine miete haben möchte, sagte er sofort: "gut, wenn das so ist stelle ich dir ein X-eight mit siderack nach eurem rider"... also eigentlich ein wesentlich grösserer und teurerer frontplatz.
    (...)

    Hallo Wolfgang,

    ich muss leider gestehen, dass ich als Dienstleister das aber auch so gemacht hätte und kein Geld für ein Pult des Tourtechnikers bezahlen würde, wenn ich den Rider auch analog erfüllen kann. Wäre kaufmännisch einfach nicht darzustellen. Nicht nur, dass ich kein Geld am FOH verdiene - ich gebe auch noch Geld aus während event. ein brauchbares Pult bei mir im Lager steht.

    Nur der Form halber sei aber gesagt, dass bei uns die Analogplätze samt Outboard funktionieren. Außerdem muss du für eine Produktion dein geliebtes iLive auch nicht mitbringen - haben wir ja auch da ...

    Ich denke, wenn ein Pult mit der Produktion reist und dieses auch bezahlt werden soll, dann muss das über den Veranstalter geregelt werden.

    Alles gute!
    Oliver

  • guma
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    • 30. September 2009 um 12:47
    • #115

    Ich sehe das wie billbo und Oliver. Der Veranstalter ist nicht die richtige Adresse und die "Direktabwicklung" zwischen Bandtechniker und Veranstalter nicht der richtige Weg. Typisch ist jedoch, das Band und oder Agentur sich hier vornehm zurückhalten, denn eigentlich wäre die hier mehrfach angesprochene Analogie zu den Instrumenten der Musiker der richtige Ansatz, das eben zum Bestandteil der Bandkosten und damit der Gage zu machen. Wenn man das nicht schafft... Finger weg !!!

  • gerald1
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    • 30. September 2009 um 13:06
    • #116

    Billbo hat es so richtig erfaßt. Digitalpult: Backline des Tonis. Ob das nun sein eigenes ist oder von seinem Lieblingsverleiher um die Ecke sei mal völlig dahingestellt. Klar ist, es wäre dann immer das richtige Digitalpult mit dem richtigen Update und auch die Bugs, welche ja meistens irgendwie (gurkenzerkniedelter Encorder oder sowas) anhaften, sind bekannt und machen somit auch keinen Ärger. Und für so eine im Kunststoffgehäuse eingepackte CPU findet sich allemal Platz im Tandemachshänger hinter dem Riechmuldenfahrzeug :? . Und bekanntermaßen freuen sich auch die Ladeheinis am Flughafen über solche Leichtgewichte und können ihre Arbeitsschutzbelehrung um 90% abkürzen . Auch gibt es für die Airlines selber eine schöne Zukunftsoption zur Kostenoptimierung, da diese kleinen Kästels nun die Stuardess bald selber einladen kann :wink: .
    Ob der Veranstalter dann mit jedem Musiker einzeln abrechnet, Drums, Key (Backline) usw., genauso, wie der Toni es erwartet für sein Lieblingsspielzeug, lasse ich mal offen stehen.
    Der Umkehrschluß wäre, auf dem Technikrider erscheinen die 5 Lieblingsgitarren des Gitarristen ... Eine Gibson, ne Fender Tele, eine Strat noch dazu, die Kramer für Notfälle. Logo muss noch eine Ovation mit dabei sein. Und nun habe ich doch glatt die Martin vergessen für dieses eine Lied da ... :D

    Gerald1

  • tufkamar
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    • 30. September 2009 um 13:12
    • #117

    Ich würde auch sagen: Wenn im Rider steht "XY reist mit eigenem Pultplatz, u.s.w." - ist's Bestandteil des Vertrages und die Bezahlung läuft dann auch über diesen. Als Techniker vor Ort ist mir das dann aber auch egal und mehr als ein bisschen Strom für den FOH und 2 XLR für die Summe zur PA ist dann im Extremfall auch nicht drin.

    Wenn aber die komplette Technik von "mir" kommt, der Band-FOHler dann aber der Meinung ist, er wollte gerne sein Pult oder was auch immer verwenden - darf er es gerne tun, aber ich sehe dann nicht ein, ihm dafür auch Geld zu geben.

    Natürlich gehe ich aber auch davon aus, daß mein Material problemlos spielt und dem Rider der Band entspricht (bzw. Abweichungen vorher abgeklärt waren).

  • simonstpauli
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    • 30. September 2009 um 13:19
    • #118
    Zitat von "gerald1"

    Billbo hat es so richtig erfaßt. Digitalpult: Backline des Tonis. Ob das nun sein eigenes ist oder von seinem Lieblingsverleiher um die Ecke sei mal völlig dahingestellt. Klar ist, es wäre dann immer das richtige Digitalpult mit dem richtigen Update und auch die Bugs, welche ja meistens irgendwie (gurkenzerkniedelter Encorder oder sowas) anhaften, sind bekannt und machen somit auch keinen Ärger. Und für so eine im Kunststoffgehäuse eingepackte CPU findet sich allemal Platz im Tandemachshänger hinter dem Riechmuldenfahrzeug :? . Und bekanntermaßen freuen sich auch die Ladeheinis am Flughafen über solche Leichtgewichte und können ihre Arbeitsschutzbelehrung um 90% abkürzen . Auch gibt es für die Airlines selber eine schöne Zukunftsoption zur Kostenoptimierung, da diese kleinen Kästels nun die Stuardess bald selber einladen kann :wink: .
    Ob der Veranstalter dann mit jedem Musiker einzeln abrechnet, Drums, Key (Backline) usw., genauso, wie der Toni es erwartet für sein Lieblingsspielzeug, lasse ich mal offen stehen.
    Der Umkehrschluß wäre, auf dem Technikrider erscheinen die 5 Lieblingsgitarren des Gitarristen ... Eine Gibson, ne Fender Tele, eine Strat noch dazu, die Kramer für Notfälle. Logo muss noch eine Ovation mit dabei sein. Und nun habe ich doch glatt die Martin vergessen für dieses eine Lied da ... :D

    Gerald1


    Je nach Produktion kommt das bei Verstärkern, Keyboards und Schlagzeugen vor, daß Backline vom Veranstalter gestellt wird. Auch gerne exotische oder antike Modelle wie diverse Fender mit Jahrgang, Dual Showman, Korg MS20, Slingerland Drums.
    Vor Allem natürlich bei Übersee-Produktionen aber es wird auch beliebt bei Europäern. Dann ist die Abrechnung überhaupt nicht kompliziert. Im Schluß auf Pulte bedeutet das, man spezifiziert genau das Pult welches man haben möchte und akzeptiert keine Abweichungen. Wenn der Veranstalter es nicht stellen kann hat man zufällig ein solches Pult für eine kleine Miete im Backljne-Hänger ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 30. September 2009 um 14:13
    • #119

    für die mitnahme eines eigenen pultes gibt es aber auch gute gründe.
    kleines beispiel:
    der markt der digipulte wird zunehmend unübersichtlicher, die setupfiles für die verschiedenen pulte sind aber keineswegs kompatibel.
    so müsste man dann in zukunft, wenn man immer die pulte vor ort nutzen möchte, files für iLive / PM5D / M7CL / LS9 / Vi6 / Si3 / Si2 / SD7 / SD8 / Venue / XL8 / Pro6 / Roland RSS / usw... dabei haben. und da werden sicher noch ein paar dazu kommen.
    (ich hab das jetzt mal extra ein bisschen krass aufgezählt, damit die situation klarer wird)

    um einen sicheren und flüssigen arbeitsablauf zu gewährleisten müsste man sich zwingend auf allen tischen auskennen und vor allem muss man regelmässig damit arbeiten(!).
    das sollte man nicht vergessen, auf digitalpulten braucht man übung, weil fast jedes ein anderes konzept hat. und jetzt kommt mir nicht mit "dafür gibt es doch den babysitter"... ich hab echt schon viele erlebt, die ihr pult keineswegs im griff hatten!
    man kann sich aber nur auf ein paar pulte einstellen, niemals auf alle.
    deshalb ist es doch ein logischer schritt, wenn man das eigene system mitbringt.

    die künstler wollen das aber selten bezahlen, ist klar. bleibt also nur der veranstalter.
    wenn der mietpreis für die jeweilige veranstaltungsgrösse im rahmen bleibt, dann sehe ich da aber kein problem.

    analog ist das wesentlich einfacher.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • holger schüller
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    • 30. September 2009 um 15:57
    • #120

    Ich habe da zum Glück bisher gar keine Probleme mit. Die ilive kommt mit, ein Backliner der die Band verkabelt und schon ist die Sache entspannt.
    Das ganze ist in die Gage der Bands einkalkuliert so sieht das niemand seperat.(man muß auch nicht immer alles diskutieren müssen)

    vlt. habe ich da aber auch einfach das Glück das meine Bands das durchdrücken und wenn man nicht gerade die letzte Kombo am Start hat

    kann die Band oder auch die Technik mal sagen: So wollen wir es haben, ansonsten wird nicht gespielt. Man muss doch nicht immer alles schlucken. Sonst predigt hier jeder von wegen Dumping, dass ist nichts anderes. Der örtliche Verleiher sollte damit nichts zu tun haben, würde ich auch nicht einsehen das mitgebrachte Digipult zu bezahlen.
    Außerdem reden wir hier von Pulten die in einen Kombi reinpassen und nicht gerade 1000 Euronen Miete verursachen. Das bisschen Kohle macht den Bock nun wirklich nicht fett.
    Außerdem liegt es immer am Anspruch der Kunden, die euch als Tonkutscher buchen. Ich nehme mir da schon raus meine Meinung zu vertreten.
    Was nicht heißen soll das ich kategorisch alles andere ablehne. Hatte neulich noch nen schönen analogen MH3 Platz, kann auch Spaß machen.
    (und imho auf einem Festival mit vielen Wechseln nicht die schlechteste Wahl)
    Bei festen Produktionen ist der zeitliche, qualitative und der Stressfaktor für ALLE Beteiligten eigentlich gar nicht zu bezahlen und bei uns in der Gegend sieht man es immer mehr.

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