Tragischer Unfall in einer Stuttgarter Diskothek: Ein 22-Jähriger sprang kopfüber in einen Pool und stieß auf den Beckenboden, auf dem Glasscherben lagen. Er starb kurz darauf.
Toter in Stuttgarter Disco
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Ich mach bei Pools auf Parties aus diesem Grund alle halbe Stunde eine Kontrolle.
Aber ich denke, ganz lässt sich so etwas nie vermeiden. -
Pool und Glasscherben sind immer eine gefährliche Sache. Bei unseren Veranstaltungen werden auch teilweise normale aufstellbare runde Pools eingesetzt. Allerdings werden wie auch bei den Schaumpartys dann auch die meisten Getränke nur in Gläsern sondern Plastikbechern ausgeschenkt denn gerade im Wasser oder im Schaum kann man durchsichtige Getränkegläser nicht erkennen. Außerdem steht bei uns immer ein Türsteher in der Nähe des Pools. Ein Restrisiko bleibt leider immer. Gerade bei betrunken Gästen die im Pool sind. Wird da mal eine ohnmächtig oder ähnliches geht es ganz schnell um Leben oder Tod (wie auch bei den so beliebten Schaumpartys). Das wird oftmals unterschätzt. Gerade auch mit Elektronik und Pool kann es sehr schnell mal probleme geben. Bei einer Veranstaltung auf der einer unserer Pool stand (wurde nicht von uns veranstaltet) hat ein Gast ein Mädchen auf die Wand des Pools geschmissen. Die Wand gab daraufhin nach und einige 1000 Liter Wasser liefen innerhalb von Sek in die Halle. Sowas ist schneller passiert als gedacht. Gott sei dank gab es dabei keinen Personenschaden. Allerdings kann sowas durch die Strömung oder eine Steckdose die dann plötzlich im Wasser ist auch schnell anders laufen. Sachschäden sind bei solchen Sachen dann sowieso vorkprogrammiert. bei dem Vorfall rieß das Wasser noch jede Menge Sand mit und stand unter anderem in einigen Bodenschächten mit CEE63A Anschlüssen sowie einem Aufzugschacht. Allerdings war das ganze ein Feuerwehrfest wodurch die Pumpen nicht weit weg waren.
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Denken wir da doch mal grundsätzlicher nach: Was hat Glas auf einer Veranstaltung zu suchen?
Ok, bei einem Sektempfang auf einer Vernissage oder ähnlichen Gelegenheiten wird man das noch verantworten können. Aber in einer Disco?
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Zitat
Ein 22-Jähriger sprang kopfüber in einen Pool und stieß auf den Beckenboden
Das allein kann auch ohne Scherben schief gehen!
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ein wenig ausführlicher:
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Zitat von "ADMIN"
Denken wir da doch mal grundsätzlicher nach: Was hat Glas auf einer Veranstaltung zu suchen?
Ok, bei einem Sektempfang auf einer Vernissage oder ähnlichen Gelegenheiten wird man das noch verantworten können. Aber in einer Disco?
In wohl fast jeder Disko gibt es Bier aus Glasflaschen - wenn dann vielleicht noch Pfandmarken dazu kommen die verloren gehen können, landen die Flaschen schnell mal in der Gegend. -
Wir hatten mal das Problem mit Schaumparty in 'nem Schwimmbad. Schaum statt Wasser im Nichtschwimmerbecken. Sind viele einfach reingesprungen. Nur trägt der Schaum bekanntlich nicht, suggeriert das aber...
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Zitat von "SimonFB"
In wohl fast jeder Disko gibt es Bier aus Glasflaschen ...
"Bier aus Glasflaschen" ist nicht das Problem, wenn die Flaschen selbst nicht an die Gäste ausgegeben werden, sondern die Gersten-Kaltschale vorher in geeignete "Gläser" (die eben nicht aus Glas sind) umgefüllt wird.
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Ja nur macht das keiner. Wäre bei vollem Haus auch niemals zu schaffen, alles in Becher zu füllen. Sind andere Zeiten. Früher gabs 2 Sorten Bier vom Faß, heutzutage müssen??? es 20 sein. Da sind die Kühlschränke voller bunter Flaschen mit zweifelhaftem Inhalt.
Aber mal ehrlich, wer will schon sein Pils aus'm Plasteglas trinken.? Auf nem Open Air mag das ja noch 'Kultur' haben, aber inner Kneipe..? -
Zitat von "madmax"
Wäre bei vollem Haus auch niemals zu schaffen, alles in Becher zu füllen.
Wo soll das Problem sein? Der Discotheker hat es in der Hand,
- beliebig viele Tresenkräfte einzustellen
- beliebig wenige Leute in sein Haus zu lassen
- seine Getränkepreise so hoch zu machen, dass es schon deswegen zu keiner Überlastungssituation kommt.Zitat von "madmax"Aber mal ehrlich, wer will schon sein Pils aus'm Plasteglas trinken.? Auf nem Open Air mag das ja noch 'Kultur' haben, aber inner Kneipe..?
Wir reden hier nicht von einer Kneipe (wobei man bei manchen Etablissements auch da schon diskutieren könnte), sondern von einer Disco. Also mehrere hundert Leute in ausgelassener Stimmung und unter dem Einfluss von Alkohol - der ja vom Betreiber auch noch ausgeschenkt wird.
Und wir reden ja auch nicht von 'nem größeren Zahnputzbecher, sondern von Behältnissen, die von der Form wie ein Bierglas aussehen und auch so durchsichtig sind. Haptik und Wärmeleitfähigkeit sind jedoch eine andere.
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Zitat von "ADMIN"
Wo soll das Problem sein? Der Discotheker hat es in der Hand,
- beliebig viele Tresenkräfte einzustellen
- beliebig wenige Leute in sein Haus zu lassen
- seine Getränkepreise so hoch zu machen, dass es schon deswegen zu keiner Überlastungssituation kommt.Wir reden hier nicht von einer Kneipe (wobei man bei manchen Etablissements auch da schon diskutieren könnte), sondern von einer Disco. Also mehrere hundert Leute in ausgelassener Stimmung und unter dem Einfluss von Alkohol - der ja vom Betreiber auch noch ausgeschenkt wird.
Und wir reden ja auch nicht von 'nem größeren Zahnputzbecher, sondern von Behältnissen, die von der Form wie ein Bierglas aussehen und auch so durchsichtig sind. Haptik und Wärmeleitfähigkeit sind jedoch eine andere.
Ich denke auf was der Micha da anspielen möchte sind sogenannte Cup Systeme, damit arbeiten wir auch ab und an bei bestimmten Konzerten den eines sei mal klar, jedes Glas ist in der Hand des genneigten Nutzers auch eine Waffe.
Trotzdem ist es für mich schwer vorstellbar das eine Scherbe im Pool alleine für einen tödlichen Unfall verantwortlich sein soll, da gehört schon etwas mehr dazu. Richtig ist das Glas in einer Discotheke ein Gefahrenpotenzial darstellt aber man sollte dieses aber auch nicht überbewerten.
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Zitat von "Kracky"
Richtig ist das Glas in einer Discotheke ein Gefahrenpotenzial darstellt aber man sollte dieses aber auch nicht überbewerten.
Es gibt zwei Herangehensweisen an diese Problematik:
Version 1: Glas in der Disco ist ein Gefahrenpotential, aber die Gefahr, dass die Jungs und Mädels auf dem Nachhauseweg einen Verkehrsunfall haben, ist um ein paar Zehnerpotenzen höher.
Version 2 ("juristische Herangehensweise"): Wie jeder, der für andere eine Gefahrenquelle eröffnet, hat auch der Inhaber einer Discothek grundätzlich selbständig zu prüfen, ob und welche Sicherungsmaßnahmen zum Schutz seiner Besucher erforderlich sind und hat die erforderlichen Maßnahmen eigenverantwortlich zu treffen. Kommt er dieser Verpflichtung ("Verkehrssicherungspflicht") nicht nach, dann handelt er zumindest fahrlässig und ist somit schadensersatzpflichtig.
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Zitat von "madmax"
Wäre bei vollem Haus auch niemals zu schaffen, alles in Becher zu füllen.
in der Schweiz sind Glasfreie Events inzwischen an der Tagesordnung. Vielerorts gibt es die Bewilligung für grössere Events nur noch mit der Bedingung "ohne Glas im Publikum". Die Gals-üblichen Verletzungen gingen markant zurück wie die Kollegen der Sanität berichten....
Gruss, Andi
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Zudem ist es keineswegs unüblich, dass Getränke nicht mit auf die Tanzfläche genommen werden dürfen (-> Rutschgefahr!), insofern diese deutlich abgegrenzt ist. Das zu überwachen setzt natürlich eine extra Ordnungskraft voraus.
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In den Discotheken in denen ich arbeite funktioniert es mit Gläsern auch sehr gut. Auch auf der Tanzfläche. Gläser mit nach draußen nehmen geht natürlich nicht und Gläser die nicht an den Bars sondern auf Tischen stehen werden von den Servicekräften oder Türstehern eingesammelt. Am Ende jeder Abends muss man zwar trotzdem über Glasscherben gehen aber es kommt auch selten vor das in der Disco jemand barfuss läuft. Wenn die Sanitäter mal anrücken müssen geht es in 99% der Fälle um Alkoholsachen oder um Schlägereien. Außerdem wirken Gläser in einer Disco gerade bei Cocktails usw wesentlich edler als normale Becher. Sobald es allerdings um eine Schaumparty, Beachparty usw geht gibts nur noch Plastik weil dort die Leute gern auf die Idee kommen Barfuss zu laufen bzw Flip Flops usw auch nicht gebaut wurden um Scherben zu zertreten.
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Zitat von "kaosking"
In den Discotheken in denen ich arbeite funktioniert es mit Gläsern auch sehr gut. ... Am Ende jeder Abends muss man zwar trotzdem über Glasscherben gehen
Wenn Du das unter "funktioniert sehr gut" subsummierst, dann möchte ich nicht in der Nähe sein, wenn Du mal von "leichten Problemen" sprichst...
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Zitat von "ADMIN"
Wo soll das Problem sein? Der Discotheker hat es in der Hand,
- beliebig viele Tresenkräfte einzustellen
- beliebig wenige Leute in sein Haus zu lassen
- seine Getränkepreise so hoch zu machen, dass es schon deswegen zu keiner Überlastungssituation kommt.
Äusserst realistische Herangehensweise/Vorschläge Micha
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Zitat von "ADMIN"
Wenn Du das unter "funktioniert sehr gut" subsummierst, dann möchte ich nicht in der Nähe sein, wenn Du mal von "leichten Problemen" sprichst...
Naja. Über Scherben gehen hört sich vielleicht zu dramatisch an. Nach der Sommerpause knips ich mal ein Foto. Is nicht so das alles voller Scherben ist oder so. Denke mal das bei 2000Leuten pro Abend einfach mal was runter fällt. Normalerweise räumt das dann auch jemand weg (Putzkräfte, Service, Türsteher oder der der es fallen lassen hat) außer es is mitten in einer Menschenmenge oder auf der Tanzfläche. Sollten Leute allerdings absichtlich etwas runterschmeißen oder andere mit Gläsern verletzten wollen greifen die Türsteher dann eben durch.
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Ihr wollt also eine Premium Diskothek betreiben in der Grey Goose Vodka Flaschen für 400 Euro verkauft und dazu bietet ihr keinen Glaskühler mit schönen Longdrink Gläsern an sonder einen Plastik Kühler mit Plastik Bechern???
Die Kunden waren das letzte Mal in "eurem" Objekt.
Ich kenne hier um Umkreis keine Diskothek die Plastikbecher einsetzt. -