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Konfiguration der Bässe bei Live: Mono oder Stereo?

  • tubetom
  • 13. August 2009 um 10:25
  • tubetom
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    • 13. August 2009 um 10:25
    • #1

    Eigentlich nur eine ganz kurze Frage. Ist es besser, bei Livemusik die Bässe Mono zu fahren? Lässt sich der Bass so effektiver nutzen? Oder kann man das generell nicht sagen? Wir haben als Standard ein typisches zweier Stack mit je 2 18er Bässen und einem doppel 12er Tops. Bei größeren Events können wir noch auf 4 Bässe pro Seite erweitern.

    Schonmal danke für eure Tips!

  • yamaha4711
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    • 13. August 2009 um 11:08
    • #2

    Tacho!

    Ich sage mal, dass das ganz auf die Beschallungssituation (Örtlichkeit und Musikmaterial) ankommt. Wenn du wirklich einen mächtigen Rums brauchst und es auf Strecke geht, aber wenig Holz vorhanden ist macht es wohl Sinn. Bei großen Events wird meist ein Monocluster mit eingebunden.

    Einfach mal ein wenig Zeit einplanen und selbst ausprobieren.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wora
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    • 13. August 2009 um 19:29
    • #3

    sehe ich so ähnlich. es kommt auf die konfiguration der anlage an.
    wenn die tops weit genug runter gehen kann man die bässe problemlos mono fahren, noch besser ist hierfür dann ein extra sub-aux. wenn die bässe den grundton der tops übernehmen müssen, würde ich bei stereo bleiben.
    ausserdem:
    reine bassignale wie bassdrum und bassgitarre werden in der regel mono auf die summe gemischt, also hat man hierfür logischerweise sowieso den "monobass-zustand".

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tubetom
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    • 13. August 2009 um 19:47
    • #4

    Die Bässe werden bei ca. 110 Hz getrennt, damit die noch den Kickbass bringen. Ich werde es mit unseren Standard-Set (je zwei Bässe links und rechts) wohl mal testen.

    Macht es denn sinn, wenn wir die große Anlage stellen, nochmal zwei Bässe links und rechts hinzustellen oder lieber diese 4 weiteren Bässe vor die Bühne? Die Tops können leider nicht geflogen werden.

  • wora
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    • 13. August 2009 um 20:14
    • #5

    ich würde zusätzliche bässe vor der bühne plazieren, ob im würfel oder als zahnlücke entscheidet dann die jeweilige location.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • yamaha4711
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    • 13. August 2009 um 20:17
    • #6

    tubetom
    Nochmal... es kommt auf die Beschallungssituation an.

    Wenn du auf Strecke gehen möchtest oder musst, dann fahr die Bässe als Monosumme und mach einen Basscluster (z.B. Zahnlücke). Wenn du breit bleiben möchtest dann fahr es in gewohnter Stereoanordnung.

    Ein anderer Gesichtspunkt ist wie Wora schon erwähnte... wenn die Topteile tief genug gehen und eh alles als Groundstack steht, dann kann man mit dem Bass als MonoAUX sehr schön kontrolliert die tiefen Anteile dosieren.
    Das ganze macht vor allem dann Sinn, wenn du z.B. das Groundstack mit 2 Bässen pro Seite betreibst und die 4 zusätzlichen Bässe dann als Monocluster auf einen AUX legst. Du wirst feststellen, dass man damit sehr schön spielen kann.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • tubetom
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    • 13. August 2009 um 21:24
    • #7

    Danke euch, ich werde die Tips mal bei der nächsten Gelegenheit testen.

  • tobias kammerer
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    • 14. August 2009 um 00:40
    • #8

    Hallo Leute,

    ich würde bei 110 Hz schon dazu neigen, daß Stereo eigentlich keinen Sinn mehr gibt (egal bei welcher Beschallung). Das fällt langsam in den nicht ortbaren Bereich, somit hat Stereo nur noch Nachteile. Ein Stereophones Signal wird dann nämlich im Bass eventuell phasenversetzt wiedergegeben (daran kann z.B. ein Choruseffekt schuld sein). in diesem Fall arbeiten dann beide Subwoofer evtl. stark, addieren sich aber in der Luft und im Gehör zu einer Auslöschung. Würde man vorher schon Mono mischen, so müßten die Bässe die Differenz schon nicht wiedergeben und haben somit mehr Energie frei für den sinnvollen Rest.
    Im Dümmsten Fall würden beide Bässe voll arbeiten und erzeugen zusammen keinen Schall (180 Grad Phasenverschiebung). Man kann also mit der Monomischung immer nur gewinnen. Wie gesagt: Für den Stereoeindruck spielt das keine Rolle, da diese Frequenzen vom Zuhörer nicht als Stereo empfunden werden (können).

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • wora
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    • 14. August 2009 um 17:41
    • #9

    wenn man bei 110Hz trennt, werden beispielsweise die tiefen frequenzen von stimmen (oder gitarren oder keyboards...) schon von den bässen wiedergegeben. man müsste in diesem falle also konsequent mono mischen, um keine sonderbaren effekte zu bekommen.
    wenn man aber sowieso mono mischt, kann man die stacks auch in stereo aufbauen, ohne probleme.
    der vorteil daran: will man mal wirklich stereo als effekt, dann geht das auch problemlos.

    ich bleibe also dabei:
    die normale PA mit ihren normalen bässen stereo, die zusätzlichen bässe über mono-aux vor der bühne

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tobias kammerer
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    • 17. August 2009 um 09:30
    • #10

    Hallo,

    sonderbare Effekte sind nicht zu erwarten. Das im Schallfeld gemischte Signal "erscheint" dem Zuhörer bei tiefen Frequenzen sowieso mono. Also erzeugt die vorherige Summierung für den Zuhörer keinen Unterschied zur Stereo Variante.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tufkamar
    Gast
    • 17. August 2009 um 09:43
    • #11

    Eine interessante Frage ist ja auch immer noch: Wie "stereo" mischt man denn? Bei mir zumindest kommt "extremes" Panning eigentlich nur bei Overheads und evtl. Keyboard-Kanälen vor - der Rest bleibt oftmals auf 12 Uhr...

    Sprich - Stereo im Bass brauche ich z.B. eigentlich gar nicht - und obenherum kann ich auf drauf verzichten...

  • wora
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    • 17. August 2009 um 22:20
    • #12

    eben, genau das hatte ich ja oben schon erwähnt.

    die "komischen effekte" die ich meinte würden auch nur auftreten, wenn man signale extrem pannt.
    dann hätte man bei einer reinen mono-sub-konstellation die lomids dieses signals (z.b. baritonsax oder so...) auf einer seite sehr laut im verhältniss zum rest des signals. das wäre dann auf der abgewandten seite komisch anzuhören, wenn das sax nur bis 110Hz spielt...
    um dem aus dem weg zu gehen würde ich die anlage in stereo lassen. dann ist man immer auf der sicheren seite, egal wer was (und wie) zusammenmischt.

    und da man sowieso einen sehr hohen anteil in mono mischt, vor allem bassignale, hat man dafür doch automatisch nur mono-subs.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    • 17. August 2009 um 23:25
    • #13

    An dieser Stelle sei vielleicht noch mal erwähnt, dass man ein Mono-Sub-Array auch unbedingt mono (also mit dem selben Controller-Weg) anfahren muss! Ansonsten kann's bei einigen Konserven Probleme geben ...

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 17. August 2009 um 23:30
    • #14

    volker, da hast du natürlich absolut recht!!
    an dieser stelle sei aber auch erwähnt, das es hier nicht um ein reines subarray ging, sondern um eine anlage mit bässen in L/R anordung (bei den tops), die bei bedarf für grössere sachen um weitere bässe ergänzt werden soll ;)

    mein tipp war, die anlage so zu belassen wie sie ist und die zusätzlichen subs als MONO-SUB über einen auxweg anzufahren. 8)
    ar yu wiss mie? :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. August 2009 um 00:23
    • #15

    Jepp, binich! :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tobias kammerer
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    • 18. August 2009 um 09:44
    • #16

    Hallo Leute,

    Also das Baritonbeispiel ist sicher extrem, trotzdem würden nur wenige Zuhörer das als negativ bemerken, nämlich nur die, bei denen die Pegeldifferenz sehr groß ist (also unmittelbar vor der rechten Bassbox). Die Monoanteile überlagern sich natürlich auch zu mono, aber die Stereoanteile (speziell die Phasenverschobenen). löschen sich, verbraten aber vorher unnötig Leistung. Hier sage ich: Wenn ich dadurch nur ein dB verliere, dann ist mir das schon 1 dB zuviel um es später wieder mit einem Subwoofer mehr zu kompensieren. In der Praxis sind es aber eher mehr dB. Phasenverschobene Anteile entstehen durch Hall und z.B. Chorus. Bei elektronischer Musik hatte ich schon Fälle, daß Subbasseffekte nahezu 180 Grad hatten. Die Bässe arbeiteten wie verrückt, aber es kam nix raus. Weiterhin finde ich es auch bei reinem Stereo durch Pegeldifferenz (Panning) nachteilig die Bässe zu splitten. Nämlich z.B. beim Floortom: Das mische ich in der Regel nach links(siehe Schlagzeugaufbau), benötige eventuell aber extrem viel Druck. Das muß nun bei der Woramethode der linke Subwoofer alleine schaffen, bei meiner arbeiten beide zusammen. Der Stereoeffekt bleibt für nahezu alle durch die ortbaren Frequenzen erhalten. Die Leute rechts vor der Bassbox haben auch kaum einen Nachteil, da es in erster Linie sowieso nur "Rumms" macht.
    Natürlich kann man auch das Stereo beibehalten, aber nun habe ich mal ziemlich genau argumentiert, warum ich Mono sinnvoller finde. Der Hörtest von normalen CD-s zeigt übrigens, daß es eben für das Ohr praktisch nicht wahrnehmbar ist, ob die Bässe Mono oder Stereo sind).
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • wora
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    • 24. August 2009 um 00:11
    • #17

    ich will dir doch gar nicht ausreden, das deine methode, alle bässe mono zu fahren, für deine anwendungen nicht gut ist.
    jeder macht es sowieso nur so wie er denkt, das wissen wir doch.

    du hast meine "woramethode" nicht ganz verstanden:
    ich nehme einen zusätzlichen auxweg für spezielle subbasseffekte, da kommen in der regel sowieso keine stereosignale drauf. eine ausnahme ist tatsächlich das floortom.
    da der aux-subbass bei meinen anlagen nicht bis 100Hz (oder sogar höher) hinaufläuft, spielt das mit der ortung bei diesem signal wirklich keine rolle. hiermit will ich nur einen effekt erzielen.

    110Hz als untere frequenz für stereosignale wären mir nach wie vor zu hoch, es sei denn die anlage ist recht klein (kompromiss). hier ging es aber schon um etwas grösseres...

    na ja, wie erwähnt:
    jeder macht es so wie er es für richtig hält.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tobias kammerer
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    • 25. August 2009 um 11:21
    • #18

    Hallo Wora,

    alles klar, so sehe ich das auch (jeder macht wie er meint), ich wollte nur argumentieren, warum ich das so mache.
    Danke
    Tobias Kammerer

  • LOL
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    • 25. August 2009 um 11:43
    • #19

    Kurze frage:

    Ihr stellt das so ein?

    L/R geht ganz normal im controller auf die PA inkl bässe?
    Und der aux weg geht im controller einfach nur noch auf die bässe mit entsprechenem Lowpass filter damit ihr da einfach bei den signlane die das benötigen nochmals speziell die bässe boosten könnt.


    Oder ist L/R main signal an die PA am controller ohne bässe
    Und ihr gebt alle signale die bässe brauchen speziell auf den Aux, oder Center oder was auch immer ihr da benutzt, an die Bässe weiter?

  • Jens Droessler
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    • 25. August 2009 um 14:02
    • #20

    Idealerweise spielt die "Haupt-PA" ab irgendwo zwischen 60 und 80Hz los. Die Subbässe oder auch Infras spielen nur darunter. Das Ganze wird so abgestimmt, dass der Sound von Infras und Haupt-PA, wenn alles auf 0dB gedreht wird, so addiert, als würde man sie mit einem gemeinsamen Signal speisen. Nun dreht man nur bei Signalen, die wirklich nutzbringende Anteile unterhalb der oberen Grenzfrequenz der Infras beinhalten, besagten Auxweg auf.

    Allerdings sehe ich den Bedarf dieser Arbeitsweise bei Digitalpulten oder größeren Analogpulten als nicht gegeben, da man eh pro Eingang einen regelbaren Hochpass hat. Wenn man die Infrabässe genauso trennt wie im oberen Beispiel, kann man diese auch einfach aus der Monosumme der normalen Stereoausgänge des Pults speisen.

    Einige Techniker sehen sogar Bedarf, die Auxweg-Sache auch mit den Superhöhen zu betreiben, sodass nur Signale, die wirklich das "Schimmern" nötig haben, es auch bekommen. Das ist IMO wirklich sehr übertrieben.

    In der heutigen Zeit mit den "modernen" Soundansichten würden sich Tiefmitten per Aux gut machen :)

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