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DMX Kabel auf keinen Fall für Mikrofone verwenden?

  • janos buttgereit
  • 15. August 2009 um 17:15
  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 15. August 2009 um 17:15
    • #1

    Hallo,
    ich hatte Gestern eine kleine Diskussion mit jemandem der meinte man könne Mikrofonsignale keineswegs über DMX Leitungen übertragen. Mich hat diese Aussage leicht stutzig gemacht, da ich selbst bei Kabelmangel erfolgreich einige Meter 3-Pol DMX-Kabel verwendet habe um Mikrofone anzuschließen. Er meinte es läge daran dass ein normales Mikrofonkabel einen Widerstand von ca. 70 Ohm, ein DMX-Kabel aber einen Widerstand von 110 Ohm hätte und dadurch das DMX-Kabel dem Mikro einen höheren Widerstand entgegenzusetzen hätte und darum vom Mikrofonsignal nichts mehr durch die Leitung käme. Ich bin mir dabei eigentlich sicher dass das nicht so ist und dass diese Ohmzahlen auch nicht den Widerstand der Leitung an sich bezeichnen weil ja diese auch von der Länge des Kabels abhängig ist. Ich meine in dem Zusammenhang schon einmal etwas vom Wellenwiderstand gehört zu haben, welcher ja auch der Grund ist warum eine DMX-Leitung normalerweise einen 110 Ohm Abschlusswiderstand brauch, aber eine wirkliche Ahnung was dahintersteckt habe ich nicht.

    Also hätte ich jetzt gerne entweder eine Erklärung weshalb das bei mir bisher immer einwandfrei funktioniert hat, viele Kabel auch als DMX- und Mikrofonkabel verkauft werden und gleichzeitig dies technisch nicht möglich ist oder eine Fachliche Erklärung die ich demnächst dagegen setzen kann warum das Problemlos geht. Vielleicht kann mir jemand in dem Zusammenhang das Thema Wellenwiderstand einigermaßen verständlich rüberbringen.

    Grüße
    Janos

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • wora
    Profi
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    11
    • 15. August 2009 um 17:50
    • #2

    wellenwiderstand:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenwiderstand

    ganz grob verkürzt ist das ein wert einer leitung für hochfrequente wechselspannungssignale, der über die länge der leitung gleich bleibt.

    für niederfrequente analoge mikrofonsignale spielt dieser wert keine rolle.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    Beiträge
    6.590
    • 15. August 2009 um 18:04
    • #3

    Genau wie Wora es schrieb: Der Wellenwiderstand hat für niederfrequente Signale (20kHz ist keine hohe Frequenz im Sinne von Hochfrequenztechnik) keine Bedeutung.

    Im Gegenteil sind DMX-Kabel nach meiner Erfahrung eher besser für Mikrofonsignale geeignet als Mikrofonkabel. Wenn man sich die AES-EBU-Spezifikation ansieht weiß man auch warum, es ist einfach das bessere Kabel:
    http://www.vandenhul.com/p_B02.aspx

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • hwb
    Beiträge
    252
    • 15. August 2009 um 18:07
    • #4

    Der Wellenwiderstand des Kabels spielt bei NF praktisch keine Rolle, das Thema Anpassung wird erst bei hohen Frequenzen bzw. sehr großen Leitungslängen interessant.
    Durch die geringere Leitungskapazität digitaltauglicher Kabel sind diese theoretisch sogar besser zur Übertragung von NF geeignet als einfache Mikrofonkabel. Ich kenne auch Firmen, die der Einfachheit halber komplett auf 110Ohm umgestellt haben.

  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 15. August 2009 um 19:19
    • #5

    Ok, danke! Auf solche Antworten habe ich gehofft!

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

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