Der Vollständigkeit halber, mein erstes Mischpult war Selbstbau, 2x Stereo, 1x Mono-In, ohne Klangregelung, mit DIN-Buchsen und einem grünen Metallgehäuse. Die Farbe hatte mein Vater wohl noch da, ich erinnere mich nicht an einen anderen triftigen Grund für die Farbwahl. Man durfte in der SBZ ja nicht wählerisch sein mit dem Material.
Später gab es ein kleines D&R Dayner für die Jazz-Misch-Anfänge im Flöz, Berlin. Das Monitorpult war ein Mitec 1602, direkt daneben hochkant an der Wand (sehr praktisch). Die Multiband-Kompressoren (je 1x Piano und 1x L/R) waren Dolby-C-Kodierungen aus Tapedecks mit defekten Laufwerken. Was man nicht alles basteln kann. Auf jeden Fall hat es funktioniert.
Keiner hätte dort im Hinterzimmer die Telefunken-Konsole nebst Bandmaschine erwartet. Das war sehr "vintage" und fein, altes Amiga-Material.
Und was lernt man daraus? Ich würde einen Werbefilm mit meiner Arbeitsweise erstellen, nicht mit meinem Material. Material kann man an jeder Ecke Dry-Hire mieten...