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Anordnung der Bässe...

  • excelsior
  • 17. Februar 2010 um 10:04
  • excelsior
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    7
    • 17. Februar 2010 um 10:04
    • #1

    ...auf einem Karnevalswagen. Zwar ist es (zum Glück?!) gerade alles vorbei, jedoch hätte ich gerne schonmal für nächstes Jahr ein paar Ideen wie man die Anordnung der Bässe verbessern könnte. Dieses Jahr hatte der Verein zum ersten mal ein paar Subs dazu geordert. Alle Karnevalswagen verfügen unter dem Wagen über ein Gestell für Bassboxen. Natürlich ist der Platz eng und begrenzt aber man muss halt das beste draus machen. Die Anordnung dieses Jahr war so:

    Ehrlich gesagt war ich mit dem Gesamtergebnis nicht ganz zufrieden. Ich habe die Vermutung das es durch die Anordnung zu Auslöschungen kam.

    Hätte jemand eine bessere Idee? Bzw. Wäre es besser wenn ich bei dieser Anordnung einen der Bässe phaseninvertiert ansteuern würde?


    Danke für ernst gemeinte Vorschläge.

  • cheesy
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    • 17. Februar 2010 um 10:15
    • #2

    Ich habe so eine ähnliche Anordnung in einem Festzelt unter der Tanzfläche gehabt.
    Auch ich fand die Anordnung nicht so optimal.

    Ein Versuch mit Phasendrehung zu arbeiten brachte überhauptkeine Verbesserung, da der rückwärtige Schall nicht von der Rückseite der Box erzeugt wird (und somit Phaseninvertiert wäre), sonder der Schall beugt sich von der Front um die Box herum (also gibt es hier einen Laufzeitunterschied).
    Ich denke, ich werde dieses Jahr bei der Veranstaltung alle Bässe in die gleiche Richtung zeigen lassen.
    Der Pegelunterschied zwischen "vorne" und "hinten" sollte nicht so stark sein. Dafür ist dann aber die Phase und das Delay sauber.

    Gruß
    Cheesy

  • wora
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    • 17. Februar 2010 um 10:25
    • #3

    hmmm, ich weiss nicht...
    ich glaube euer problem lag eher in einem nicht passenden delay zwischen tops und sub (bzw. auch zwischen den tops) als an der bassaufstellung.
    eine phasendrehung zwischen den subs bringt hier definitiv keinen vorteil!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • excelsior
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    7
    • 17. Februar 2010 um 10:35
    • #4

    also ein bisschen Laufzeit habe *ich* gehört aber ich bin mir sicher, der durchschnittliche Rosenmontagszugbesucher (vor allem bei Wagennummer 63) nicht (mehr) :p

    Die Frage ist auch.. wieviel Leistung schluckt ein bisschen Kaninchendraht mit Pappe? Die Subs stahlen leider genau gegen den letzten Rest der Verkleidung (Abstand ca. 1m). Vom Boden bis zur Unterkande der Seitenverkleidung ist etwa 0,5m Platz. Wahrscheinlich liegt da das größte Problem?!

  • wora
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    • 17. Februar 2010 um 10:52
    • #5
    Zitat von "excelsior"

    also ein bisschen Laufzeit habe *ich* gehört aber ich bin mir sicher, der durchschnittliche Rosenmontagszugbesucher (vor allem bei Wagennummer 63) nicht (mehr) :p

    na, dann ist doch alles in butter.

    Zitat von "excelsior"

    Die Frage ist auch.. wieviel Leistung schluckt ein bisschen Kaninchendraht mit Pappe? Die Subs stahlen leider genau gegen den letzten Rest der Verkleidung (Abstand ca. 1m). Vom Boden bis zur Unterkande der Seitenverkleidung ist etwa 0,5m Platz. Wahrscheinlich liegt da das größte Problem?!


    dazu kann ich nicht viel sagen, ich denke aber durch die lange wellenlänge der bässe sollte pappe keinen nennenswerten widerstand darstellen... zumal der "luftaustritt" ja gewährleistet ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jonnytrance
    Gast
    • 17. Februar 2010 um 12:49
    • #6
    Zitat von "cheesy"

    ...sonder der Schall beugt sich von der Front um die Box herum (also gibt es hier einen Laufzeitunterschied).


    Der Schall kann sich nicht beugen :wink:
    Betrachte dein Sub als Kugelstrahler und beachte die Wellenlängen bei diesen Frequenzen.

    Zitat von "excelsior"

    also ein bisschen Laufzeit habe *ich* gehört aber ich bin mir sicher, der durchschnittliche Rosenmontagszugbesucher (vor allem bei Wagennummer 63) nicht (mehr) :p


    Wenn man die Laufzeitunterschiede hört, dann leigt die Phase schon ziemlich weit auseinander. Evtl. gabs da schon angesprochene Auslöschungen.

    Was man probieren könnte ist Abstand Sub zu Sub um die Lambdahalbe.

  • Volker Holtmeyer
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    • 17. Februar 2010 um 13:38
    • #7
    Zitat von "cheesy"

    Ich denke, ich werde dieses Jahr bei der Veranstaltung alle Bässe in die gleiche Richtung zeigen lassen. Der Pegelunterschied zwischen "vorne" und "hinten" sollte nicht so stark sein.

    Oh, doch! Die Dämpfung eines gewöhnlichen Single-18" beträgt bei 100 Hz schon gute 5 dB und bei 50 Hz sind's immerhin noch gute 2 bis 3 dB. Je größer ein Stack, desto stärker die rückwärtige Dämpfung.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • simonstpauli
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    • 17. Februar 2010 um 13:54
    • #8
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Oh, doch! Die Dämpfung eines gewöhnlichen Single-18" beträgt bei 100 Hz schon gute 5 dB und bei 50 Hz sind's immerhin noch gute 2 bis 3 dB. Je größer ein Stack, desto stärker die rückwärtige Dämpfung.


    Trotzdem halte ich es für besser als die oben gezeigt Aufstellung.
    Im Zweifel die "gute" Seite dorthin ausrichten wo mehr Publikum steht.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • unknown_artist
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    • 17. Februar 2010 um 16:03
    • #9

    Überlegung wäre die Bässe so aufzustellen das Schallöffnung zu Schallöffnung zeigt.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • test
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    • 17. Februar 2010 um 17:39
    • #10

    ich würde die aufstellung wie oben wählen, aber einen bass verpolen. so wird gewissermaßen die säule hin und her bewegt. ich habe das mal auf einem truck in zürich gemacht mit 8 seeburg infras. es war das erste mal das der dj nicht ins rote gegangen ist. er meinte, das er das nicht ausgehalten hat :)
    alternativ einfache 18er unter jedes top. die wurfweite zur seite muß ja nicht weiter als 10m sein. das schafft jede box ala ps15 zur vollen zufriedenheit.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • simonstpauli
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    • 17. Februar 2010 um 17:46
    • #11
    Zitat von "test"

    ich würde die aufstellung wie oben wählen, aber einen bass verpolen. so wird gewissermaßen die säule hin und her bewegt. ich habe das mal auf einem truck in zürich gemacht mit 8 seeburg infras. es war das erste mal das der dj nicht ins rote gegangen ist. er meinte, das er das nicht ausgehalten hat :)
    alternativ einfache 18er unter jedes top. die wurfweite zur seite muß ja nicht weiter als 10m sein. das schafft jede box ala ps15 zur vollen zufriedenheit.


    Hast Du die Membranen auf einer Linie gehabt?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • tufkawila
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    • 17. Februar 2010 um 20:33
    • #12

    Was auch sehr gut geht, einfach die Bässe mit der Membrane Richtung Boden strahlen lassen. Lege die Kisten auf circa 15cm Balken das der Schall sich ausbreiten kann, das klappt sehr gut, der Bass verteilt sich sehr homogen über den ganzen Karnevalswagen, geht auch andersrum, nicht so heftig, da der Abstand zwischen Boden und Membrane schon irgendwie als Kompressionskammer agiert. Würde aber die Variante nach oben vermeiden, alleine schon wegen Regen und Getränke, das mögen die Chassis nicht sehr gerne :D

  • wora
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    • 17. Februar 2010 um 22:35
    • #13

    das halte ich für die bislang beste idee.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • excelsior
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    • 18. Februar 2010 um 07:23
    • #14

    Erstmal danke für alle Tips und die interessante Diskussion.

    Ich denke ich werde für nächstes mal die Variante einen Bass phaseninvertiert bei gleicher Anornung wie oben gezeigt probieren, sowie die sehr interessante Möglichkeit von willaudio. Ich werde mal gucken das ich etwas Zeit zum Probieren bekomme.

    Danke

  • wora
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    • 18. Februar 2010 um 09:17
    • #15

    probier das mit dem verpolen ruhig mal aus.
    ich bin mir jedoch sehr sicher, das es nicht zum gewünschten ergebnis einer möglichst gleichbleibenden abstrahlung führen wird :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • test
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    • 18. Februar 2010 um 15:42
    • #16

    das tut es auch nicht. was ja gerne vergessen wird, ist in diesem fall, die sinnlosigkeit von stereo :)

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  • wora
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    • 18. Februar 2010 um 16:26
    • #17

    :?: hier ging´s doch gar nicht um stereo, sondern um subs...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mattias bost
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    • 18. Februar 2010 um 16:34
    • #18

    Hallo Volker,

    Zitat

    Die Dämpfung eines gewöhnlichen Single-18" beträgt bei 100 Hz schon gute 5 dB und bei 50 Hz sind's immerhin noch gute 2 bis 3 dB. Je größer ein Stack, desto stärker die rückwärtige Dämpfung.

    hmm, find ungewöhnlich stark. Der Membrandurchmesser eines 18"er ist doch nur 40cm, und das an der breitesten Stelle. Geh ich von 50cm Boxenbreite aus, so ist dies grad mal knapp 1/3 der halben(!) Wellenlänge bei 100Hz, bzw. 1/6 bie 50hz. Ich weiß, daß ihr sowas irgendwo schon mal gemessen habt, war das Fern- oder Nahfeld? War sichergestellt, daß nicht eine mitvibrierende Rückwand da reinspruckte, konnte das in der Theorie leidlich nachempfunden werden (Beugung Einfachspalt)?

    Ich will das nicht ausschließen, nur rein gefühlt erscheint mir das zuviel Richtwirkung. Mir fehlen richtig griffige Gründe die das, gegenüber der Betrachtung Einfachspalt, bewirken können.

    Grüße
    Mattias

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. Februar 2010 um 23:57
    • #19
    Zitat von "Tom Hauck"

    Erwartungsgemäß wurde eine maximale Abweichung zwischen vorder- und rückseitiger Abstrahlung von 5 dB bei 100 Hz und ca. 3 dB bei 50 Hz festgestellt.

    Quelle: http://www.volkerholtmeyer.de/publikationen/…Tom%20Hauck.pdf Seite 21

    oder auch hier:

    Zitat von "d&b audiotechnik"

    Die Dämpfung nach hinten ist bei einzelnen Gehäusen recht gering. Für ein typisches 18“ System beträgt sie etwa 3 dB bei 70 Hz.

    Quelle: http://www.dbaudio.com/pub/files/TI330_D.PDF Seite 3

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mattias bost
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    • 19. Februar 2010 um 15:24
    • #20

    Hallo Volker,

    genau diese Messung (Seite 21) meinte ich (kannte die Arbeit). Dort wird formuliert "Erwartungsgemäß wurde ... Abweichung ... 5dB bei 100Hz und 3dB bei 50Hz festgestellt". Nun hätte ich das nicht erwartet und mir fehlt halt der Hintergrung der dortigen Erwartungshaltung, z.B. Simu mit Gehäuseberücksichtigung, womit gleich die Frage kommt, gibts Programme (freie/bezahlbare) die die Wirkung des Gehäuses auf die Abstrahlung mit berücksichtigen? Oder welches physikalisches Modell habt ihr dazu hinterlegt? Mit nem Einfachspalt kommt man da ja nicht weiter...

    Grüße
    Mattias

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