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63A Unterverteilung im Eigenbau: Prüfung?

  • tobias hipf
  • 22. Februar 2010 um 14:45
  • tobias hipf
    Beiträge
    70
    • 22. Februar 2010 um 14:45
    • #1

    Hallo!
    Also, ich schicke gleich voraus: ich bin kein elektriker und weiß dass ich deshalb keine selbst gebauten Geräte ohne vorherige Prüfung in Betrieb nehmen darf.
    Ich habe jetzt folgendes vor: Da ich vom "ausschlachten" einiger alter Geräte jetzt einige Teile rumfliegen hab, will ich daraus einen 19" 63er Verteiler sowie einen 32er Unterverteiler daraus bauen.
    Die Vorschriften bezgl. Berührungsschutz, Mindest-Leitungsquerschnitt etc. sind mir bekannt.
    Die erste frage wäre, ob ich sowas überhaupt selbst bauen darf? Natürlich würde ich das Gerät nachher von einer Elektrofachkraft prüfen und vom TÜV abnehmen lassen.
    Zewitens wäre die Frage, ob folgendes Konstrukt machbar ist:
    1. Verteiler :
    63A Einspeisung-> 1* 32A CEE Abgang über Leistungsschutzschalter + 2* 16A CEE Abgang über FI und Leistungsschutzschalter + 3*16A SchuKo über FI und Leistungsschutzschalter.
    2. Verteiler :
    32A Einspeisung-> 2*16A CEE Abgang über FI und Leistungsschutzschalter + 3* PowerCon über FI und 16A Schutzschalter.
    Querschnitte sind: für 16A 1,5mm^2 ; für 32 2,5mm^2 ; für 63A 6,4mm^2

    Danke im Voraus, verschont mich bitte für mein mögliches Unwissen :)
    PS: SuFu hab ich benutzt, aber nix passendes gefunden...

    Tobias Hipf
    HIPF eventservice
    http://www.hipf.cc // info@hipf.cc
    Am Bichl 20
    6080 Igls - AUSTRIA

  • david anhäuser
    Verifiziert
    Beiträge
    392
    • 22. Februar 2010 um 14:59
    • #2

    also im Prinzip so weit so gut aber bei der 63A UV würd ich für denn 32A Abgang nen fi einbauen...
    aso Alle RCD´s , min 0,03A

    und wo gibt es 6,4qmm einzelader?? und für 16A würd ich 2,5qmm nehmen und für 32A 6,0qmm naja oder zumindest 4,0qmm und f. 63A minm. 10qmm besser 16qmm flutsch besser bzw wird nicht so schnell warm....

  • tobias hipf
    Beiträge
    70
    • 22. Februar 2010 um 15:05
    • #3

    Ok, danke. Die 6,4er waren schon in einer 63er Verteilung verbaut, kann gut sein dass das nur 6mm^2 sind und meine messung falsch ist ;)
    gut, werd ich mitb 2,5- 6- 12 machen...
    sonst noch Tipps? Muss ich bei der Abnahme was dazusagen wegen Veranstaltung und Mobil oder so?

    PS: Die Adern sind natürlich flexibel und nicht verlötet sondern mit andernhülsen verpresst!

    Tobias Hipf
    HIPF eventservice
    http://www.hipf.cc // info@hipf.cc
    Am Bichl 20
    6080 Igls - AUSTRIA

  • david anhäuser
    Verifiziert
    Beiträge
    392
    • 22. Februar 2010 um 15:09
    • #4

    Na wie wärs mit einem Schaltpaln einer Bezeichnung, Serien-Nr. usw dann welche Vorschriften bzw welche Normen, IP usw es erfüllen soll etc und ne Konformitäts Erklärung etc
    Brüfbuch bzw Nachweiß (der Typ ders abnimmt ) usw

  • tobias hipf
    Beiträge
    70
    • 22. Februar 2010 um 15:16
    • #5

    Sorry, aber meinst du jetzt hier posten oder beim TÜV angeben?
    Welche Norem das Teil erfüllen muss - na ja weiß ich nicht genau was auf der Bühne vorgegeben ist... IP20 reicht denk ich, weil es ja in ein Rack verbaut und dann quasi "safe" aufgestellt wird...

    Tobias Hipf
    HIPF eventservice
    http://www.hipf.cc // info@hipf.cc
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    6080 Igls - AUSTRIA

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 22. Februar 2010 um 19:32
    • #6
    Zitat von "david anhäuser"

    Brüfbuch bzw Nachweiß


    Es existiert weder das eine, noch das andere *fremdschäm*

  • hell&dunkel
    Moderator
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    12.398
    Marktplatz Einträge
    2
    • 22. Februar 2010 um 20:10
    • #7

    Da mach´ich mit:

    Zitat

    ne Konformitäts Erklärung etc


    Für ein selbstgebasteltes Einzelstück? :lol:

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 23. Februar 2010 um 08:53
    • #8

    Hallo

    Ich kenne einige, die sich in Österreich absolut gute und brauchbare Verteiler selber bauen.

    Die werden von einer Elektrikfirma geprüft und mit einem Befund versehen.
    Ob das billiger ist oder nicht, kann ich nicht sagen.
    Auf jeden Fall kann man so Verteilungen herstellen, die man hat wie man sie haben will.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 23. Februar 2010 um 17:26
    • #9

    Genau, Klauston hat das "böse" Wort gesagt: Österreich :D

    Und wie es da mit der Abnahme durch einen Meister für Elektrotechnik, Gültigkeit von (Berufsgenossenschaftlichen) Vorschriften und DIN/VDE-Normen, sowie TÜV-Abnahmen (was soll das eigentlich??) aussieht, weiss ich nicht.

    Österreicher: vorgetreten! :D

  • fexlex
    Verifiziert
    Beiträge
    134
    • 23. Februar 2010 um 17:51
    • #10

    Gehen wir es mal Schritt für Schritt durch:

    1. Verteiler

      63A -> 32A CEE LS / 2 x 16 A CEE LS FI 30ms / 3 x SchuKo LS FI 30ms

    hier empfehle ich beim 32A CEE einen FI mit 300ms einzubauen. Sicher ist Sicher solltest du mal was anderes anschließen als deinen zweiten Verteiler.
    Selbstverständlich löst vom zweiten Verteiler der FI schneller aus als der vom ersten, so dass du nur einmal springen -solltest-

    2. Verteiler

      32A -> 2 x 16 A CEE LS FI 30ms / 3 x Powercon LS FI 30ms

    Ich empfehle dir das ganze E-Checken zu lassen. Die Prüfen Isolationswiderstand, Abschaltverhalten der Fehlerstromschutzschalter etc.
    Das solltest du dann alle zwei Jahre machen lassen für günstiges Geld und vor jeder VA die Prüftasten zwei bis dreimal tätigen.
    Mit dem E-Check kleber bist du dann Sicher :!: da die Elektrofirma ja sagt, dass alles in Ordnung ist.

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 23. Februar 2010 um 20:19
    • #11

    Es ist mir absolut neu, das man RCDs mit entsprechend festgelegten Auslösezeiten kaufen kann. Gängige RCDs sind 0,5A 0,03A, 0,3A etc. Jeder dieser RCDs hat einen festgelegten Einsatzzweck. Den 0,5 A findet man vor allem in Altanlagen und zum Brandschutz. Für den Personenschutz sind zwingend 30mA RCds oder kleiner vorgeschrieben.

    Um das auslösen in der entsprechenden Reihenfolge zu gewährleisten gibt es sogenannte selektive RCDs. Der selektive RCD ist zwar teuerer als ein "normaler" RCD löst ein wenig zeitverzögert aus. Somit kann man ziemlich sicher gewährleisten in welcher Reihenfolge die RCDs auslösen. Prinzipiel ist es möglich die Auslösereihenfolge von RCDs festzulegen, allerdings geht dies nicht beliebig oft. Ich glaube bei 2 oder 3 RCDs ist dann auch schon Feierabend.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 23. Februar 2010 um 21:51
    • #12

    Leute, es ist schon manchmal heftig, was man hier liest. In diesem Board sollten sich doch eigentlich nur Leute äussern, die wissen wovon sie reden :shock:

    Oben stand mehrfach was von "Leistungsschutzschalter". Das "Leitungsschutzschalter" (LS-Schalter), die die Leitung vor langzeitiger Überlastung schützen. Zusätzlich haben sie eine schnelle Abschaltung bei Kurzschluss oder Erdschluss.

    Das mit dem FI/RCD wurde ja schon geklärt. 30 mA sind da (in Deutschland) Vorschrift für den Personenschutz.

    Zitat von "fexlex"


    Ich empfehle dir das ganze E-Checken zu lassen. Die Prüfen Isolationswiderstand, Abschaltverhalten der Fehlerstromschutzschalter etc.
    Das solltest du dann alle zwei Jahre machen lassen für günstiges Geld und vor jeder VA die Prüftasten zwei bis dreimal tätigen.
    Mit dem E-Check kleber bist du dann Sicher :!: da die Elektrofirma ja sagt, dass alles in Ordnung ist.

    Ja, zum Prüfzeitpunkt ist der Verteiler in Ordnung. Am nächsten Tag kann er aber schon einen Defekt aufweisen. Wie kommst du auf die Prüffrist von 2 Jahren und wieso die Prüftaste mehrfach tätigen?
    Grundlage für den E-Check ist die DIN/VDE 0100 und für die Prüfung eines ortsveränderlichen Betriebsmittels (wozu ich den Stromverteiler zählen würde) die BGV-A3 bzw. die BetrSichV mit der TRBS 2131.

  • fexlex
    Verifiziert
    Beiträge
    134
    • 24. Februar 2010 um 06:12
    • #13
    Zitat von "Micromann"

    Es ist mir absolut neu, das man RCDs mit entsprechend festgelegten Auslösezeiten kaufen kann.

    Bitte erläuter das noch einmal. Es ist dir Neu, dass man FI mit 30mA und mit 300mA kaufen kann? Kurz noch: B16 mit eingebautem RCD 30mA. Mein Post ist zu verstehen: LS = Leitungsschutzschalter und FI = Fehlerstromschutzschalter.
    Frag was das angeht bitte den Ortsansässigen Elektriker um Rat und kauf sowas nicht im Baumarkt, sondern bei einem Fachhändler.
    Grund: Der Fachhändler kommt auf Dich zu wenn diese Reihe Schutzschalter einen defekt aufweist. Es kam schon vor, dass ABB Fehlerstromschutzschalter bei einem
    Kurzschluss nicht auslösten weil das verwednete Schmieröl festgetrocknet ist. Jeder Baumarkt kann leider nicht nachvollziehen an wen er was verkauft hat, der
    Elektriker hat Kundendaten und Rechnungsdaten und ordnet dann normalerweise zu welcher Kunde die defekten Schutzschalter gekauft hat.

    Zitat von "timotimo"

    Ja, zum Prüfzeitpunkt ist der Verteiler in Ordnung. Am nächsten Tag kann er aber schon einen Defekt aufweisen. Wie kommst du auf die Prüffrist von 2 Jahren und wieso die Prüftaste mehrfach tätigen?
    Grundlage für den E-Check ist die DIN/VDE 0100 und für die Prüfung eines ortsveränderlichen Betriebsmittels (wozu ich den Stromverteiler zählen würde) die BGV-A3 bzw. die BetrSichV mit der TRBS 2131.

    Stimmt es handelt sich hier um ein ortsveränderliches Betriebsmittel, also eine Jährliche oder gar halbjährliche Prüffrist.
    Die Prüftaste mehrfach tätigen ist ein kleiner "tick" von mir, es würde auch einmal reichen. Das mache ich als Elektriker aber nie.

  • Kracky
    Profi
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    2
    Beiträge
    12.055
    • 24. Februar 2010 um 16:45
    • #14
    Zitat von "fexlex"

    Bitte erläuter das noch einmal. Es ist dir Neu, dass man FI mit 30mA und mit 300mA kaufen kann?

    Ich denke was man dir sagen wollte ist das die Auslösezeit beim RCD laut VDE-Norm DIN VDE 0100-410:2007, egal ob nun 30mA oder 300mA immer die selbe ist. Im TN-Netz 400ms bei einfachem Nennfehlerstrom und immer unter 40ms bei überschreiten des 5fachen Nennfehlerstroms.
    Die Prüftaste ist im Haushalt bzw. einer Installation halbjährlich und bei Baustelle bzw. ortsveränderlichen Bauten je 1mal am Tag vor Beginn der Arbeit auszuführen. So habe ich das gelernt.
    Ich denke ein solches Gerät sollte zum einen zuersteinmal vom Fachbetrieb abgenommen werden, dann sollte dieses mit dem gesamten restlichen Equipment in einer Jährlicher Prüffrist gehandhabt werden, sollte man nach mehrfacher Prüfung ersehen können das die Fehlerfälle unter 2% (hier bin ich mir aber nicht sicher) fallen ist es durchaus zu rechtfertigen die Prüffristen auf 2 Jahre zu verlängern.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • tobias hipf
    Beiträge
    70
    • 24. Februar 2010 um 16:53
    • #15

    Hallo,
    danke vorerst mal für die Antworten!
    Da ich wie gesagt fast alle Bauteile herumfliegen habe, kommt´s für mich so günstiger.
    Das mit dem FI für den 32er leuchtet mir ein, allerdings stellt sich hier die Frage ob 30mA sinn machen? Notrmalerweise kommen in 32er UVs ja zumindest vor jedem SchuKo Berührungsschutzschalter mit 30mA oder weniger zum Einsatz. Wenn ich da jetzt in beiden Verteilern den selben FI sitzen habe, weiß ich ja nier welcher auslöst?!? Kommt mir irgendwie sehr unsicher vor.
    Die Idee einen selektiven FI einzusetzen, finde ich von dem her gut, allerdings ist mir da unklar inwiefern der "selektiert"? Müsste ich da quasi eine Signalleitung von einem Schutzschalter zum anderen ziehen?

    Vom Tüv würde ich das Gerät deshalb abnehmen lassen, weil wir auch ab und zu VAs in Deutschland betreuen, und ich da auch sicher gehen will dass ich dort den Vertieler einsetzen darf.

    Noch eine frage wäre da: Darf ich den 32er Abgang am 63er Verteiler an einem can 3m langen Kabel ausführen? Natürlich mit passendem Querschnitt (4mm2) und entsprechend zugentlastet. Würde mir dann ein loses 32A Verbindungskabel zur UV sparen.

    Die Prüftasten an RCDs betätige ich sowieso immer vor´m Hochfahren der Anlage, wenn mir da was unklar erscheint (nicht sofortiges Auslösen, etc.) auch mehrmals.
    Danke Vielmals
    tobias

    edit: vertippt

    Tobias Hipf
    HIPF eventservice
    http://www.hipf.cc // info@hipf.cc
    Am Bichl 20
    6080 Igls - AUSTRIA

  • fexlex
    Verifiziert
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    134
    • 24. Februar 2010 um 17:28
    • #16
    Zitat von "tobias hipf"

    Hallo,
    danke vorerst mal für die Antworten!
    Da ich wie gesagt fast alle Bauteile herumfliegen habe, kommt´s für mich so günstiger.
    Das mit dem FI für den 32er leuchtet mir ein, allerdings stellt sich hier die Frage ob 30mA sinn machen?


    Natürlich nicht, deswegen nimmst du einen FI mit mehr als 30mA.
    30mA ist Personenschutz! Nur für Personen gedacht. Meine letzten 7 FI waren alle bei 21-27mA gemessen. Also nahe an 30mA.

    Die 32A Drehstromsteckdose braucht einen Geräteschutz mit, wie gesagt, 300mA / 0,3A oder auch Dreihundert Millisekunden hier mein Vorschlag.

    Ein 32A Kabel am 63A Verteiler würde ich dir zwar nicht raten, ist aber bei richtiger Montage, wie du beschrieben hast, in Ordnung.

  • bemi
    Reaktionen
    64
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    1.755
    • 24. Februar 2010 um 19:54
    • #17

    32 CEE -> 30mA RCD!


    Was hat ein RCD mit Geräteschutz zu tun? Und seit wann löst ein RCD bei Kurzschluss aus?

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • fexlex
    Verifiziert
    Beiträge
    134
    • 24. Februar 2010 um 21:05
    • #18
    Zitat von "bemi"

    32 CEE -> 30mA RCD!
    Was hat ein RCD mit Geräteschutz zu tun? Und seit wann löst ein RCD bei Kurzschluss aus?

    Das sag mal einem Elektriker wie mir ... Entschuldigung aber es war nie die Rede von einem Kurzschluss.
    Wenn an einer PAR Lampe jetzt ( Ja das kam schon vor ) ein Ausgleichstrom über den PE Läuft löst ein
    FI aus. Das will und muss ich jetzt nicht weiter erläutern.

    30mA Fehlerstrom treten in größeren Anlagen ab 32A schon einmal auf. Frag das bitte Fachpersonal.
    30mA ist Personenschutz ( siehe Kennlinie "Stromeinfluss und seine Wirkungen auf den Menschlichen Körper" )

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 24. Februar 2010 um 21:08
    • #19

    Vorab nochmal meine Bitte an alle: Schreibt hier nur, wenn ihr was wisst. Bei soviel Halbwissen, was hier verbreitet wird, schafft man es gar nicht mehr allen zu widersprechen. Das soll kein persönlicher Angriff sein!

    Zitat von "Kracky"


    Ich denke was man dir sagen wollte ist das die Auslösezeit beim RCD laut VDE-Norm DIN VDE 0100-410:2007, egal ob nun 30mA oder 300mA immer die selbe ist. Im TN-Netz 400ms bei einfachem Nennfehlerstrom und immer unter 40ms bei überschreiten des 5fachen Nennfehlerstroms.
    Die Prüftaste ist im Haushalt bzw. einer Installation halbjährlich und bei Baustelle bzw. ortsveränderlichen Bauten je 1mal am Tag vor Beginn der Arbeit auszuführen. So habe ich das gelernt.
    Ich denke ein solches Gerät sollte zum einen zuersteinmal vom Fachbetrieb abgenommen werden, dann sollte dieses mit dem gesamten restlichen Equipment in einer Jährlicher Prüffrist gehandhabt werden, sollte man nach mehrfacher Prüfung ersehen können das die Fehlerfälle unter 2% (hier bin ich mir aber nicht sicher) fallen ist es durchaus zu rechtfertigen die Prüffristen auf 2 Jahre zu verlängern.


    Die DIN VDE 0100-410 bezieht sich auf "Allgemeines zum Schutz gegen elektrischen Schlag".
    Die dort angegebenen Abschaltzeiten sind 0,4 s für Spannungen von 120 V < U <= 230V AC und 0,2 s für 230V < U <= 400 V AC im TN-Netz. Das gilt grundsätzlich für LS-Schalter und RCDs. Im TN-C-Netz funktioniert aber ein RCD nicht, nur im Bereich des TN-S-Netzes.

    Für die Abschaltzeiten von RCDs gibt es die DIN VDE 0664-10: hier sind die Abschaltzeiten mit 0,3/0,15/0,04 Sekunden angegeben.

    Die Prüffristen ergeben sich aus der BGV A-3. In Büros und unter ähnlichen Bedingungen kann die Prüffrist auf 2 Jahre verlängert werden, wenn die Fehlerquote der geprüften Geräte (nicht des einen Gerätes!) unter 2 % lagen. Dass ein Stromverteiler in einem Büro eingesetzt wird ist eher unwahrscheinlich. Haushalt trifft hier überhaupt nicht zu. Da gilt die BGV nicht (zumindest nicht direkt), und es handelt sich hier um einen gewerblichen Einsatz.

    Zudem kommt die TRBS 2131 und mit entsprechender Gefährdungsbeurteilung nach TRBS 1111 kann man die Prüffristen (in Anlehnung an die BGV A-3) festlegen.

    Das gilt alles für Deutschland, aber wir reden hier ja von einem österreichischen Verteiler. :)

    Es gibt Strom- und Zeitselektivität. Im Zweifelsfall googlen oder hier nochmal nachfragen.

    Den Verteiler darfst du auch in Deutschland einsetzen, auch ohne TÜV-Siegel. Das bringt dir erstmal gar nichts und interessiert hier keinen. Wichtiger ist die Abnahme durch den Elektromeister und das Prüfprotokoll dazu.

    Was bitte ist denn ein "Ausgleichsstrom" bei einer PAR-Lampe?

  • bemi
    Reaktionen
    64
    Beiträge
    1.755
    • 24. Februar 2010 um 21:37
    • #20
    Zitat von &quot;fexlex&quot;


    Das sag mal einem Elektriker wie mir ... Entschuldigung aber es war nie die Rede von einem Kurzschluss.

    Zitat von &quot;fexlex&quot;


    Es kam schon vor, dass ABB Fehlerstromschutzschalter bei einem
    Kurzschluss nicht auslösten weil das verwednete Schmieröl festgetrocknet ist.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

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