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Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

  • guma
  • 13. Juni 2010 um 13:14
  • hasenfuß
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    • 12. September 2010 um 23:32
    • #161
    Zitat von "guma"

    Ich befürchte, dass die Anzahl derer, die intelligent genug sind und trotzdem diesen und keinen andern, besser bezahlten Job machen, eben wegen der bekannten Bedingungen klein ist und bleibt. Oder noch anders ausgedrückt: Die Schnittmenge derer, die schlau genug sind, mehrere Digitalpulte sinnvoll zu bedienen und zu verwalten und gleichzeitig verrückt genug, diesen Job zu machen, ist kleiner, als die Gemeinde so von sich zugeben mag. :wink:


    :D:D:D:D

    +1

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  • guma
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    • 13. September 2010 um 00:04
    • #162

    Zurück zum Thema:

    Was ich am Ende dieses Sommers zum wichtigsten Lernziel für die Hersteller machen würde:

    WIR WOLLEN FÜR DEN FESTVALBETRIEB EINE FUNKTIONSTÜCHTIGE BEDIENBARE
    PARTIAL LOAD MATRIX

    iss klar oder ?

  • simonstpauli
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    • 13. September 2010 um 00:15
    • #163
    Zitat von "guma"

    Zurück zum Thema:

    Was ich am Ende dieses Sommers zum wichtigsten Lernziel für die Hersteller machen würde:

    WIR WOLLEN FÜR DEN FESTVALBETRIEB EINE FUNKTIONSTÜCHTIGE BEDIENBARE
    PARTIAL LOAD MATRIX

    iss klar oder ?


    Völlig klar.

    Wobei das im aktuellen Umfeld darauf hinausläuft, eine althergebrachte "Show - Szene"-Struktur (die mehr oder weniger aus dem Theater-Bereich kommt und uralt ist) in ein festivaltaugliches System zu überführen, ohne alte Funktionalitäten zu verlieren.
    Gepimpt wurde da ja schon Einiges (focus, recall safe etc.) aber es ist auch klar, daß das auf der Basis, ohne otwas völlig Neues einzuführen, schwierig wird, gerade bei flexiblen Strukturen der Pulte.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • guma
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    • 17. September 2010 um 16:52
    • #164

    Ich werte die Reaktion der Kollegen als breiten Konsens. :D:D

    Auf jeden Fall habe ich, nachdem ich mein "Pultbedienspektrum" erheblich erweitert habe, den Eindruck, dass es sich hier um ein Hersteller übergreifendes Thema handelt. Auf jeden Fall ist die bisherige Teilung in sessions/snapshots oder files/scenes, bei dem die scope/recall-safe/focus Funktionen auf die Szenen-Automation beschränkt sind, wie Christian das schon sagte, ungeignet, um für die Festival-Situation mehrheitlich Freunde zu finden.

    Das bisherige procedere ist OK ,solange entweder beim "komplett platt machen" nicht zuviel zerballert wird oder beim scene/snapshot einfügen nicht zu viel nachgearbeitet werden muß. An das umpatchen von in- und outputs haben sich ja doch einige von uns gewöhnt. Muß man jedoch sehr viel mehr nacharbeiten, gibts einfach zu viele potentielle Fehlerquellen. Blöd wirds, wenn die session gleichzeitig Netzwerkeinstellungen und patches für eine 'Mehrpulteanordnung' oder ein externes System wie rocknet beinhaltet.

    Eigentlich sollte es so gehen, dass man in einer PARTIAL LOAD MATRIX aus der mitgebrachten Komplett-Session die gewohnte strip/custom-fader Anordnung, die benutzten ( aber nicht alle !) Inputkanäle,die internen (!) Busse und Verknüpfungen, die Effekte und alle Bedienhilfen wie macros/UDKs anklicken kann und den Rest, vor allem sämtliche Verbindungen zur "Aussenwelt" eben belässt.

    Statt dessen stoße ich aber auf Dinge, die nicht funktionieren. So macht es überhaupt keinen Sinn, einen 'partial load' zu erlauben, bei dem sämtliche Verknüpfungen wie weispielsweise das DCA-Routing nachgearbeitet müssen, die Bankzuordnug nicht mehr stimmt u.s.w. oder aus mehreren Einzel-Librarys Teile zusammenzupicken ohne die gewohnte Reststruktur.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass ein Hersteller das perfekt eingerichtet hat und kann daher schon verstehen, dass manche Kollegen in der bisherigen Situation die digitalen Pulte "analog" aus einem Default abarbeiten, was ja wirklich widersinnig und immer wieder den Stein von unten nach oben gerollt ist.

  • wora
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    • 21. September 2010 um 00:54
    • #165

    es gibt mindestens ein mischpultsystem, das (zumindest fast) alle deine forderungen nach einem partiellen laden von einstellungen erlaubt. das können wir in meinem lager gerne mal testen. ;)

    das einzige, was dort (noch) nicht geht, ist das man beim laden der patchbay nicht auch die ausgänge überschreibt. in- und outputbelegung sind dort nämlich zusammengefasst abgespeichert.
    wenn man ein bisschen nachdenkt, kommt man aber auch ohne das neuladen der patchbay aus.

    und dann ist da noch was:
    man muss vor ort und eventl. unter zeitdruck die daten auswählen, welche man laden möchte. man kann auch anders herum vorgehen und ausklammern, was man NICHT laden möchte...
    doch beides setzt zwingend vorraus, das man sich mit dem system gut auskennt!

    wichtig bei einem festival-setup ist in meinen augen daher zwingend, das die grund-entzerrungen und delays der einzelnen lautsprecherwege ausserhalb des pultes gemacht werden, damit sinnvolle pultfiles nicht die ganze arbeit platt machen müssen.
    für ein in näherer zukunft kommendes konzert mit einer fremden iLive gehe ich mal folgenden weg:
    da hab ich ein grundfile gestrickt und per mail gesendet, welches ausser der grundsätzlichen mixer-config und den kanalbeschriftungen keine weitenen einstellungen enthält. dann kann der verleiher vor ort alles reinbasteln was er will und ich schiebe dann nur noch meine szene für die band dazu. ich bin mal gespannt wie das klappt...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 21. September 2010 um 07:08
    • #166
    Zitat von "wora"

    man muss vor ort und eventl. unter zeitdruck die daten auswählen, welche man laden möchte. man kann auch anders herum vorgehen und ausklammern, was man NICHT laden möchte...
    doch beides setzt zwingend vorraus, das man sich mit dem system gut auskennt!

    ...

    ... genau das wäre der Vorteil einer geschickt gemachten Matrix. Es wäre dann nämlich egal, ob Du mit einer "gefüllten" Matrix startest und Dinge entfernst, die Du nicht laden willst, oder mit einer "leeren" Matrix, in die Du Dinge hineintust, die Du laden möchtest. Je nach Aufgabe kann ja das eine oder das andere schneller b.z.w. sinnvoller sein. :wink:

  • wora
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    • 23. September 2010 um 11:57
    • #167

    genau.
    das pult, welches ich hier nicht mehr näher nennen möchte, gibt es beide optionen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 30. Juni 2011 um 01:10
    • #168

    In Ermangelung der im Vorjahr postulierten "partial load Matrix" habe ich mir dieses Jahr wie folgt beholfen:

    Bei Yamaha oder DiGiCo-Pulten gehe jetzt öfter den umgekehrten Weg und lasse mir vom local ein Default Festival file schicken. Das macht vor Allem Sinn, wenn abgesetzte Preamps, Netzwerke oder sehr komplexe Output-Konstellationen am Start sind. Man kann darüber auch prima prüfen, wie seriös und sachkundig der jeweilige local ist. :wink: Ich muss dann eigentlich nur noch wissen, welche Busse ich frei belegen kann. Dann pflege ich meine Inputs, Outputs, VCAs, und FXe aus den Libraries/Presetlisten, die ich in den Editoren abgelegt habe, in die Festival-Session ein. Das ist zwar etwas mühsam, aber zuverlässig und braucht beim Abgleich der Sessions wenn der Local pfiffig war und seine Zuspieler und seine Moderatorfunken gegaint abgelegt hat, sehr wenig Korrektur und man kann stressfrei die laufende Session platt machen.

    Was wirklich garnicht mehr in die Tüte kommt, ist vom Default aus Soundchecken. Spätestens seit SAC sollte auch der Letzte begriffen haben, dass digitales Mischen eben unabdingbar auch vom Gespeicherten lebt. Den ganz Resistenten schalten wir mal zu Hause bei Muttern die Gefriertruhe ab. Vielleicht unterstützt das ein wenig den Verstehensprozess :D

  • wora
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    • 3. Juli 2011 um 23:42
    • #169

    vom versenden meiner eigenen pultfiles bin ich mittlerweile komplett abgerückt.
    die erfahrungen damit waren ernüchternd, weil die jeweiligen betreuer nicht wissen können, welche funktionen ich nun dringend brauche - und welche entbehrlich sind.
    am liebsten ist es mir, wenn das jeweilige pult in der originalversion vor mir steht (also keine anderen wandler o.ä.) und das speakerprozessing extern ausgeführt wird. dann kann ich das pult völlig problemlos mit meinen eigenen daten überschreiben und habe genau die arbeitsumgebung, die ich brauche.

    neulich habe ich übrigens zum wiederholten male die erfahrung gemacht, das der pultbetreuer die gains nach meinem soundcheck auf "global safe" geschaltet hat - und dann die vorband mischte. zum glück blieb der schaden diesmal im rahmen, es gab keine kreischenden treiber oder pfeifende monitore durch zu viel gain oder ähnliches...

    was ich daraus gelernt habe:
    ich werde in zukunft meine show nach dem soundcheck abspeichern und erst kurz vor unserem auftritt wieder ins pult laden um die gesamten einstellungen zu überschreiben (natürlich sichere ich vorher den pultinhalt auf den stick, um seine show wieder zurückladen zu können)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bernd häusler
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    • 4. Juli 2011 um 07:00
    • #170

    Moin,

    wow, was ein Thread. Vielen herzlichen Dank Euch Allen für den tiefen Einblick in die praktische Realität. Ich hatte beim Lesen mehrmals "analoge Reflexe", die auch in einigen Beiträgen deutlich anklingen.

    Der ganze "Verwaltungs-Akt" mit "Audio-IT" darf nicht dazu führen, daß kein geradliniges, aufgeräumtes, korrekt gepatchtes und beschriftetes Festival-Start-Preset zur Verfügung steht. Der riesige Vorteil der digitalen Audiotechnik ist ja gerade, daß dieses Preset in sauberer Neutralstellung IMMER zur Verfügung gestellt werden kann. Mit fassungslosem Erstaunen lese ich hier, daß in schöner Regelmäßigkeit eine völlig zer-routete, zerkurbelte Ausgangsbasis angeboten wird. Da brauche ich garnicht Digitalpultinformatiker zu sein, um hier unfassbare Zustände zu erkennen.

    Es wäre absolut lächerlich den aufgeräumten Arbeitsplatz mitbringen zu müssen. Ist es denn ein Fortschritt stundenlang Editoren zu quälen, und lebenslang Dateien zu managen und rumzuschicken? Das macht den Rücken genauso kaputt wie das Auftakeln und die Mitnahme eines eigenen Mischplatzes, und funktioniert offenbar genauso schlecht.
    Die Liga, die ihren Mischplatz in der Hosentasche rumträgt gibts schon immer, die Zahl derer, die in dieser Liga spielen steigt nicht. Da nützt es garnix einen Rechner mit Editor im Büro zu haben, der ist genausoviel Wert wie der Inhalt einer HKS-Garage, an der Liga ändert das nichts.

    Und es gibt die Liga, die bei der Ausstattung von Festivals mit unhöflicher Inkompetenz glänzt, dabei war es noch nie so leicht, einfach einen sauberen Arbeitsplatz anzubieten.

    Ich lese raus, daß sich schon jetzt das "Mischpult" in eine allmächtige CPU wandelt, die alles zwischen Mikro und Schallwandler übernimmt, um so wichtiger wird da meiner Auffassung nach die aufgeräumte Basisfunktion, also das was früher mal Mischpult war plus Kompressoren und Gates.
    Was will man mit den paar Kanälen auch sonst machen, als Die geschmackvoll zusammenzumischen.

    Grüße, Bernd


    PS Habe ich was übersehen, oder ist der Monitormix hier das Stiefkind? FOH ist doch PillePalle :D

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • guma
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    • 4. Juli 2011 um 07:13
    • #171
    Zitat von "bernd häusler"

    Es wäre absolut lächerlich den aufgeräumten Arbeitsplatz mitbringen zu müssen. Ist es denn ein Fortschritt stundenlang Editoren zu quälen, und lebenslang Dateien zu managen und rumzuschicken? Das macht den Rücken genauso kaputt wie das Auftakeln und die Mitnahme eines eigenen Mischplatzes, und funktioniert offenbar genauso schlecht.

    Definitiv nein ! Allerdings liegt es unter anderem auch an den Analogzurücksehnern, dass sich vernünftige Arbeitsweisen langsamer entwickeln, als Geräte.

  • bernd häusler
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    • 4. Juli 2011 um 10:15
    • #172

    Moin,

    halt, ich habe geschrieben: "genauso schlecht". Das bezieht sich auf die Schilderungen auf numehr 13 Seiten. Wenn Du in mir versehentlich einen Analogzurücksehner verorten würdest, dann müsste ich scharf widersprechen. Daß ich auf einem Festival ein:

    Zitat von "bernd häusler"

    geradliniges, aufgeräumtes, korrekt gepatchtes und beschriftetes Festival-Start-Preset zur Verfügung

    haben möchte, sollte das deutlich machen ;) . Ich, nur für mich, nehme in Anspruch als Gastmischer so arbeiten zu wollen - weil ich kann. Das wäre schon ein intergalaktischer Quantensprung, meine Gasterlebnisse sind eher "gewöhnlich", analog zu katastrophal. Ich zerbreche mir deswegen gerne mit den Leuten hier den Kopf darüber, die Steine für auf meine Baustellen mitgebrachte Presets aus dem Weg zu räumen.

    Wobei? Ich nenne Dir das System im Vorfeld, Du lädtst Deine komplette Show, ich patche währenddessen 1:1, wo ist also das Problem? Zwei Minuten? Wenn Du dann schon einen Stereokanal für die Pausenmusi und einen Mikrofonkanal für die Ansage am Start hast wäre das nett... Und danach nimmst Du die neu entstandene Show mit, die vollständig kompatibel mit deiner Startshow ist. Es gibt Systeme wo das einfach so geht. Aber ich weiß, daß man auch da Steine in den Weg legen kann, z.B. die Klobedudelung über dieses System routen...
    Daß man zur Sicherheit die Show seines Kollegen auch auf seinen Stick nimmt ist vielleicht übertriebenes Sicherheitsbewusstsein, aber da ist kein Platz für Vertrauen, für die eigene Show sowieso nicht.

    Grüße

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • oton
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    • 4. Juli 2011 um 11:13
    • #173
    Zitat

    PS Habe ich was übersehen, oder ist der Monitormix hier das Stiefkind? FOH ist doch PillePalle

    Nein, beim Monitor spielen die digitalen meiner Meinung nach noch viel mehr als am FOH ihre Vorteile aus, so das da eh inzwischen alles digital ist .. :D


    ich mache inzwischen eigentlich fast nur noch gute Erfahrungen, was Files laden etc. angeht, hier hat sich imho viel getan, und ein Großteil der Kollegen weiß inzwischen auch was er tut ... gerade bei Nummern, wo es schnell gehen muss, erinnere ich mich inzwischen nur noch mit Grausen daran, wie es war, einen komplett verdrehten Festival FOH incl. Outboard erst notdürftig zu resetten, und dann wieder von vorne anzufangen. Ich passe meine Files am liebsten, was Outputpatching etc. angeht, inzwischen am liebsten direkt vor Ort an ... auf der Baustelle passieren einfach zu viele Dinge, die auch der Verleiher im Vorfeld nur schwer abschätzen kann, die Feinheiten kläre ich lieber mit dem örtlichen FOH Betreuer "live"

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • guma
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    • 4. Juli 2011 um 11:56
    • #174

    @ Bernd Häusler

    Aus einem anderen Thread:

    Zitat von "bernd häusler"

    Moin,

    danke, gut zu wissen :) . Ich habe einen Fall, wo ich schlicht eine Ethernet-Verbindung für meinen Editor-Rechner zu meiner iDR brauche. Das iLive-System dort ist einfach zu "verbaut" (Klobedudelung etc. :roll: ), und der dortige Monitor ist mies. Da muß ich dann wohl nur andere Adressen haben als die Teile dort? Ah, eigenen Unit Name zum erkennen meiner iDR auch...
    Blöd wenn man aus einer Zeit kommt wo das Netzwerk noch eine Wählscheibe hatte :D

    vielleicht lerne ich ja auch mal den Umgang mit Export/Import-Filtern

    Grüße

    Du merkst aber schon, dass Du mit Deiner Taktik das eine oder andere Mal auf Probleme stößt ? Das Einfordern eines vernünftigen Start-files ist ja schon OK, allerdings klappt das in den seltensten Fällen.
    Ich sehe das so:

    Will ich verhindern, dass "Experten" meine Arbeit behindern, ist der leider einzige Weg einen Teil deren Arbeit mit zu machen. Dafür ist es sehr schön, das Festival-File schon mal in Ruhe vorher angeschaut zu haben. Ich kann inzwischen sehr flott sehen, wen ich da vor mir habe. Ob ich das zu Hause mache oder mir Vorort eine Kopie in den Rechner hole, bleibt dem persönlichen Geschmack und der Geschwindigkeit überlassen.

  • tufkaklto
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    • 4. Juli 2011 um 13:10
    • #175

    In der Zwischenzeit ist es oft so, das es vorher eine Kommunikation gibt, und ich mein Grundsetup versende.

    Die Kollegen freuen sich und passen dann Ihre Setups gerne daran an.

    Das geht oft auch durchaus kurzfristig ( wenn man zB am Aufbautag das Setup fertigmacht und zusendet )

    Im Prinzip ist jeder dann zufrieden, wenn alles gut wird.
    Auch ein guter Tip ist, sich an übliche internationale Standards zu halten.
    Beim Monitoring zB an die Richtung , wo die Wege beginnen.
    Ich habe damit die Erfahrung gemacht, das dann 90 % der Techniker eine gleiche oder fast ähnliche Wegestruktur haben, wo man kaum mehr was ändern muß ( ausser mal 1 oder 2 Output Patches )

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  • gert
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    • 4. Juli 2011 um 15:14
    • #176

    Das ganze ist überhaupt kein Digitales Problem. Die gleichen Sorgen gabs in Analog auch schon. Das ganze reden führt nicht daran vorbei das Festival FOH meist fundamental falsch gemacht werden. An einen Festival FOH gehören zum richtigen funktionieren folgende Sachen.
    Eine Systemmatrix in die mindestens 3 besser 4 Pulte sich einstecken können, ein kleines Moderations Pult ( Venice oder Mackie oder sowas) fuer Sachen wie DJ, Moderation Videoton etc sowie zwei FOH Pulte. Das gleiche auf der Bühne.
    Dann kann man im Idealfall auf einem Pult mischen und das andere in der gleichen Zeit vorbereiten. Das kann man dann neu booten, umpatchen oder was auch immer nötig ist um es fuer den nächsten Kollegen am Start zu haben.
    Zur Not kann man dann den Headliner mit seinem eigenen FOH auch noch bedienen. Über die Matrix macht man dann Systemsetup und evtl sogar Systemeq.
    Somit bleibt es jedem Mischer überlassen wie er seine Outputs konfiguriert und oder ob er einen Showfile mitbringt oder bei Null auf einem sinnigen Festival file anfängt. Zwischendurch werden alle Moderationen und Videos auf dem Shoutpult verarztet. Hier auf der Insel ist ein offenes Mikro Pflicht fuer Evakuierungen usw. Das ist dann ein Schaltermikro was immer auf dem Moderationspult anliegt und liebevoll Voice of God genannt wird.
    Und diese Sorgen gab es schon genauso in Analog. Ob das zwei XL3 oder zwei Digidesign sind spielt was das umbauen betrifft gar keine Rolle.
    Ihr tut immer so als würde ein Analog Pult umpatchen mit allen Inserts und Effekten, Beschriften und Routing von ganz alleine passieren. Das dauert genau so lange wenn nicht laenger.
    Wenn also nur ein Pult da steht ist der Fehler bereits gemacht und man kann den Job nicht vernünftig machen. Egal wie es nun verwaltet ist.

    Practice, Practice, Practice

  • tufkaklto
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    • 4. Juli 2011 um 15:19
    • #177

    Leider ist es zwischenzeitlich immer öfter so, das die Veranstalter nicht mehr bereit sind, 2 Pultplätze pro Position zu bezahlen.

    Das erschwert das Arbeiten.
    Wobei richtig, am FOh sind Matrix und externe Zuspielmöglichkeiten Pflicht

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  • gert
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    • 4. Juli 2011 um 15:51
    • #178
    Zitat von "klauston"

    Leider ist es zwischenzeitlich immer öfter so, das die Veranstalter nicht mehr bereit sind, 2 Pultplätze pro Position zu bezahlen.


    Das ist leider richtig. Aber wenn der Veranstalter kein zweites Pult zahlen will dauert der Umbau halt entsprechend lange. Womit dann das Fileproblem auch geklärt ist :D .
    Aber so ein kleines Einspielerpult und die Matrix ist einfach mal Pflicht. Wer sein Systemsetup über das Pult macht darf sich nicht über nichtkompatible Showfiles und Pultleute beschweren.

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 4. Juli 2011 um 16:08
    • #179
    Zitat von "klauston"

    In der Zwischenzeit ist es oft so, das es vorher eine Kommunikation gibt, und ich mein Grundsetup versende.

    Die Kollegen freuen sich und passen dann Ihre Setups gerne daran an.

    Das geht oft auch durchaus kurzfristig ( wenn man zB am Aufbautag das Setup fertigmacht und zusendet )

    Ja genau so sehe und erlebe ich das.

    Zu der "Doppelpult + extra Matrix + Analogzuspielpültchen" Anordnung:

    Das sehe ich jetzt nicht mehr ganz so streng. Klar, schön, wenn man das hat, aber mit dem Weg "eigene session in Festivaldefaultsession einpflegen, Zuspieler und MODs abgleichen und dann eigene session laden" habe ich inzwischen bei den Pulten, die ich gut kann, gute Erfahrungen gemacht. Der Trick ist ja eigentlich nur, dass die Arbeit, die aus dem Default-file das eingene file werden lässt, vorgelagert ist... und die Pultbetreuer sind zwar erst mißtrauisch, freuen sich aber dann, wenn sie merken, das man vorbereitet ist, und ihr Zeug dann tatsächlich auch in der Band-session wieder spielt.

    Zur "KLO-Beschallung" :

    Warum soll ich einem seriösen Beschaller ( schon erlebt, war alles tip-top ! ) verbieten, sein SUB-array mit Pegeln und delays aus einer Digitalpultmatrix zu fütteren, wenn sein Systemcontroller das nicht hergibt ? Dass der natürlich seine session nicht platt machen lassen will, kann ich verstehen. Mit seiner zugesandten Defaultsession war das gar kein Problem. :wink:

  • bernd häusler
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    • 4. Juli 2011 um 16:29
    • #180

    Moin,

    Gert, danke!

    Wenn der Geiz zuschlägt würde ich eine gepflegte Cat-Verbindung mit Schuko, Tisch und Stuhl jedem sonstigen, hier beschriebenen Gewürge vorziehen. Wie die Betreuung mein Signal von der Bühne auf die PA bekommt ist mir wirklich egal.

    Zitat von "guma"

    ist der leider einzige Weg einen Teil deren Arbeit mit zu machen.

    nö, das war gestern.
    Aus dem selben Grund räume ich auch nicht das miese Setup dieses Clubs auf, weil im Ergebniss das Telefon mein Ohr abnutzen würde für nix und wieder nix.

    Zitat von "guma"

    dass sich vernünftige Arbeitsweisen langsamer entwickeln, als Geräte.

    das bedaure auch ich.

    Zitat von "guma"

    Zur "KLO-Beschallung" :

    Hey, die hast Du hier rein gezerrt... ;) nichts mit Festival vergleichbares dran

    Grüße

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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