1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Konzert-Sound Praxis

Wenn die gespeicherten Digitalpult-Setups gar nicht passen..

  • guma
  • 6. September 2010 um 10:33
  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 6. September 2010 um 10:33
    • #1

    ... gemeint ist hier nicht die reine "Informatikebene" ( falsche Version, falsche portbelegung u.s.w. ) sondern die klangliche oder musikalische. Ich denke da passt auch der an anderer Stelle aufgetauchte "rockline-Frust" hin.

    Gefragt wäre hier sowohl die aufmerksam zuhörende Meinung des Systechs, wie von Gert schon angedeutet, als auch von Mischern, die mit ein bisschen Fähigkeit zur Selbstkritik die Situation kennen, dass ihr Startfile ( oder auch gerne aus dem Analogen ihre "Standardeinstellung" und die gibts, Hand aufs Herz, auch bei denen, die von sich behaupten, sie schrauben vom genullten Pult aus immer nach Gehör ) überhaupt nicht funktioniert.

    Eine Erklärung wäre für mich ( nur so als Einstieg in den Thread :wink: ) dass der Vorort-Techniker im Kopf keine saubere Trennung zwischen den Aufgaben der System-EQs, der Master-EQs und/oder MonitorsummenEQs und den Kanal-EQs hat. Das ist, solange man nur für sich alleine arbeitet, kein Problem, kann aber für andere, die auf einem so behandelten System arbeiten müssen, sowohl für den Saalmix als auch für den Monitormix eine echte Katastrophe sein. Das Problem gibts natürlich schon immer, allerdings tritt es bei einem download eines files, in dem zwar logischweise keine ausgefeilten Einstellungen aber so eine Art gemässigte Start-Position ( gesetzte Hoch und Tiefpässe, Quellen- oder Mikrofonbezogene Eigenheiten, die man als wiederkehrend kennt ) abgelegt hat, sehr viel drastischer auf.

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 6. September 2010 um 10:41
    • #2

    Wenn Du Dein Setup in einer Konzert/Mehrzweckhalle für 2000 Leute gemacht hast und dann auf eine Open Air PA kommst, darfst Du Dich nicht wundern :lol: :lol: :lol: :lol:

    Mal nur so als Beispiel.

    Eine Variante ist ZB, ein Setup mit Partial Recal Safe zu haben ( oder wie immer das dann bei verschiedenen Herstellern heißt )
    Da kann man dann seine Show abspeichern und hat immer noch alle Möglichkeiten, das alles kurz mal anzupassen.
    Aber zB vorbereitete FX und sonstige Wichtigkeiten kann man einbauen und Szenenmäßig mitspeichern je nach Song.

    Und man kann sich aussuchen, was man in diesem selectiv recall safe aus der Automation herausnimmt.

    Ev. hilft das ja mal !!!

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 6. September 2010 um 11:06
    • #3

    @ Klaus

    Ich glaube, jetzt hast Du mich komplett mißverstanden. ( Klar, ich habe auch schon damit gerechnet: Wenn du das Thema anfasst, wird dich die Hälfte der Leute erst mal mißverstehen ).

    Geh jetzt einfach mal davon aus, dass ich so dämliche Fehleinschätzungen nicht mache. Ich kann schon sehr gut unterscheiden, was Halle, Backline u.s.w. machen. Ich sorge logischerweise auch dafür, dass Dinge, die ich im Mix gemacht habe, und die Reaktion auf die genannten Umstände waren, in der aufgerufenen Version wieder genullt sind.

    Ich will hier auf was anderes hinaus: Ein geladenes Bandpreset kann, wenn es klever gemacht ist, sehr viel schneller als ein konventionell durchgezogener Souncheck von null, der ja immer auch eine unmittelbare Adaptation an die "Systemverhältnisse" darstellt, Schwächen entweder im Systemtuning oder aber auch in der Arbeit des Mischers selbst detektieren. Darüber lohnt es sich mE mal nachzudenken.

    Vielleicht liegt auch hier der Grund für die Aversion des einen oder anderen gegen die recall-Situation: Stell Dir vor, es spielt Dir jemand Dein Dummes Geschwätz von vorgestern vor. :shock: Ich finde der Spiegel, den einem die Speicherbarkeit vorhält, wird viel zu sehr unter den Teppich gekehrt.

  • gert
    Profi
    Reaktionen
    1.405
    Beiträge
    1.756
    Marktplatz Einträge
    4
    • 6. September 2010 um 11:29
    • #4

    Also ich habe folgende Erfahrungen gemacht.
    Die meisten Pulte verlieren die Gainsettings wenn man den Headamp wechselt. Daraus habe ich gelernt das die klassische alte Version des Festivalpatches fuer mich nix ist. Daher habe ich eine Liste die von 1-32 unverändert geladen wird.
    Meine Mastereqs sind im Startfile auf null und die Kanaleqs sind nur soweit genutzt als das es Dinge sind die Backlinespezifisch immer gedreht werden. Was aber alles drin ist sind Low und Hicuts, Dynamics, Panorama, VCA Routing, Subgroups,und Effekte mit Ihren Send. Ich habe die Gains auch so gespeichert das ich weiss wo die Fader sein muessen damit es schon mal grob passt.
    Dann habe ich die folgende Parameter automatisiert. Alle Effektsends, Effektreturns ( ausser Level), und Effektparameter. Dafuer habe ich alle songs in einer Liste.
    Die Liste passe ich so 5 Minuten vor der Show an um alle in der richtigen Reihenfolge zu haben. Beim VI nutze ich dann das Comments Fenster um mir Specials zu notieren.
    Mir wird also schon mal jede Menge Arbeit abgenommen um die ich mich im Changeover also nicht kuemmern muss. Das macht bei den ersten Songs auch die Birne frei weil man sich darauf konzentrieren kann wie es klingt und nicht ob es ueberhaubt funktioniert.
    An den Effekten arbeite ich dauernd und wenn ich eine Verbesserung feststelle update ich die Scene. Sonst nicht. Ich mache mir dann Notizen zu dem File damit ich den evtl nochmal nutzen kann.

    Practice, Practice, Practice

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 6. September 2010 um 13:19
    • #5
    Zitat

    Ich finde der Spiegel, den einem die Speicherbarkeit vorhält, wird viel zu sehr unter den Teppich gekehrt.

    Ja, einfach mit 'Showende 11.11.11' anzufangen kann ganz schön schockierend sein. :lol:

    Ganz so gut wie Gert (eine 'Hauptband' unter stets ähnlichen Bedingungen in stets professionellem Umfeld) habe ich's leider nicht. Wechselnde Bands. Wechselnde Besetzungen (wer spielt heute eigentlich Gitarre?). Wechselnde Gäste. Wechselnde Backline („wir nehmen heute das Festivalbesteck ...“). Wechselnde Backliner (der eine kann Toms stimmen, der andere gibt immerhin sein Bestes). Wechselnde Setlists, die dann nicht eingehalten werden. Wechselnde Künstlerideen („morgen machen wir noch einen kleinen Akustikpart. Vielleicht.“).
    Also gibt’s mehr oder weniger ein Grundsetup mit vorbereiteten Low -/ Hi Cuts, Dynamics, ggfs. ganz vorsichtigem Pre - EQing dort wo klar ist, was kommt. Natürlich Effekte, Effekt Sends, Beschriftungen, Mutes, DCA. Outputs flat und auf L/R; auf die Matrix krieg ich das dann schon, falls erforderlich, vor Ort. Ein vorbereiteter Aux für den Fall 'Subs getrennt anfahren'. Ein paar Sparekanäle für Überraschungen. Patching nach persönlichen Vorlieben (beim M7 z. B. sind bei mir das Schlagzeug und Co. links oben, die Band darunter, die Sänger rechts unten, Sonderkram (Moderatoren, Einspieler, Talkback, etc.) rechts oben; unter Berücksichtigung gängiger Analogzeit - Arbeisweisen auf der Bühne (die Kick bleibt auf der 1 ...), um es dem örtlichen Patcher, sofern es den denn gibt, nicht unnötig schwer zu machen.
    Und fertig. Rest bei Soundcheck :( / Linecheck :D / erstem Song :? .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 6. September 2010 um 16:21
    • #6

    Ein Setup ist für mich immer ein Anfang und wird vor der Show revidiert und gesäubert.

    Im Monitor (In Ear) ist das hauptsächlich:

    Panning, Mixe, Low-Cuts, Dynamics, Effekt-Sends. Bei gleichbleibender Backline und Mikrofonierung auch mal einzelne EQ-Bänder.

    Die Gains und EQs setze ich bei jeder Show neu.

    Für mich ist das eine Zeitersparnis, die ich für die Künstler nutzen kann.

    EDIT: beim FOH-Mix sieht es etwas anders aus, man hat gefühlt mehr Zeit und kann das File rudimentärer anlegen. Halt die Klassiker, Panning, Low Cuts, Dynamics einschalten und Threshold aus dem Arbeitsbereich, damit es noch ein wenig schneller geht.

    Es ist auch ungemein interessant, unter Kollegen, die sich am Mix abwechseln, gemeinsam die Files anzuschauen und zu analysieren. "Warum hast Du das hier so gemacht und da so?".

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 6. September 2010 um 16:40
    • #7
    Zitat

    Es ist auch ungemein interessant, unter Kollegen, die sich am Mix abwechseln, gemeinsam die Files anzuschauen und zu analysieren. "Warum hast Du das hier so gemacht und da so?".


    Noch viel interessanter ist es, einen Kollegen zu vertreten („übernimm bitte mein Setup 1:1, die Band ist das so gewohnt“) und alleine beim Line Check zu analysieren, wie es dazu kam und was er sich da und dort wohl dabei gedacht haben mag. :D Während sich sämtliche auf der Bühne befindlichen Augenpaare fragend auf den vermuteten Standort des Monitorplatzes richten...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 6. September 2010 um 17:02
    • #8
    Zitat von "billbo"


    Noch viel interessanter ist es, einen Kollegen zu vertreten („übernimm bitte mein Setup 1:1, die Band ist das so gewohnt“) und alleine beim Line Check zu analysieren, wie es dazu kam und was er sich da und dort wohl dabei gedacht haben mag. :D Während sich sämtliche auf der Bühne befindlichen Augenpaare fragend auf den vermuteten Standort des Monitorplatzes richten...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Hehe, da ist es vielleicht mal sinnvoll, wenigstens beim Standort des Monitorpultes neue Wege zu gehen, dann kommen die Einschläge nacheinander ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 6. September 2010 um 21:29
    • #9
    Zitat von "guma"

    und wieso soll ich das von Deiner Startposition anstatt von meiner eigenen auf dem USB befindlichen tun ???????


    Naja, vielleicht wei die Entzerrung der HiHat und der Vocalkanäle besser zur lokal gestellten PA passt als das was von einen System XY abgeleitet wurde?

    Wie auch immer, es spricht ja nichts dagegen ein File zu laden, aber ich sehe das nicht als zwingende Unabdingbarkeit. Von daher gibt es zwei Möglicheiten ein Digitalpult zu verwalten: man macht da weiter wo die Kiste steht und biegt sich den Rest zusammen, oder man nimmt sein eigenes File (vorausgesetzt das passende Pult ist da) und passt das an die örtliche PA und Bühnenakustik an. Beides erfordert Nacharbeit, beides funktioniert, und wenn mal kein Digitalpult da ist sind wir wieder an der ursprünglichen Methode. Und die klappt ja bekanntermaßen auch.

    Ganz kurz noch erwähnt: ich habe ja auch einige Presets von mir bekannten Combos gespeichert. Mal waren die draußen gut, dafür im Festzelt nicht zu gebrauchen. Mal im Club herausragend und beim Stadtfest viel zu mager.
    Ich halte es daher neutral, und habe auch keinen allzu großen Streß wenn ich mal alles vom Reset aus mache. Denn ganz so wichtig sind meine Baustellen nicht. Klingen soll es, und bisher waren die Musikanten eigentlich immer zufrieden.

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 6. September 2010 um 22:45
    • #10

    Ja, noch einmal würde ich diesen Stunt so auch nicht mehr machen. Normalerweise kann ich ganz gut unverbindlich zurück blinzeln, wenn mich hilfesuchende Blicke am Moniplatz erreichen. Aber wenn gleich alle Augen auf einmal um Hilfe flehen ... weia.
    Wobei: „Dein Vertreter war ganz okay; aber mit Dir läuft die Sache für gewöhnlich dann doch schon noch eine ganze Ecke routinierter und geschmeidiger ab.“ Diesen Satz hört man als Stammcrew hin und wieder vielleicht ja auch mal ganz gern :roll:.
    Die Welt ist schlecht; und die Rockenroller sind die Schlimmsten :D.

    Zurück zum Thema: fremde Setups/ Files zu übernehmen ist also offenbar auch nicht unbedingt eine schlaue Lösung. Egal ob gewollt/ geplant/ genehmigt; oder vielleicht auch mal ganz frech aus einem zufällig vorgefundenen Pult gezogen. 'Deep Purple FOH' – hmm, kann man ja später mal ganz in Ruhe schauen, was der Kollege da so treibt. Schaden kann’s bestimmt nicht.

    Frage an die Anwesenden: gibt es jemanden, der nach getaner Tat konsequent ‚sein‘ Pult wieder löscht? Nicht ganz ohne Hintergrund. Den einen oder anderen Jungbeschaller habe ich schon dabei beobachtet, wie er nach der Show erst mal eine ‚Sicherheitskopie‘ auf seinen USB Stick gezogen hat. Ein bisschen so wie früher, als in weit im Osten liegenden Ländern der örtliche PA – Verleiher während der Show hinter einem stand, mit Knob Sheet und Bleistift in der Hand.
    Persönlich war und ist mir das allerdings grundsätzlich wurscht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 6. September 2010 um 23:21
    • #11
    Zitat von "rockline"


    Naja, vielleicht wei die Entzerrung der HiHat und der Vocalkanäle besser zur lokal gestellten PA passt als das was von einen System XY abgeleitet wurde?

    Gut jetzt sind wir endlich an der Stelle angelangt, wo meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer liegt und warum ich auch den Parallel-Thread eröffnet habe. Wenn ich in den Kanälen, vor allem bei dem, was in der modernen Unterhaltungsmusik am wichtigsten ist, nämlich den Vocals, im Kanal-EQ die PA nacharbeiten muß, dann stimmt was ganz anderes nicht.

    Die im Nachbarthread angesprochene strenge Aufgabenteilung zwischen System-EQ, Master-EQ und Kanal-EQ ist meiner Meinung nach überhaupt die Voraussetzung dafür, dass eine Beschallungssituation Fremdmischerkompatibel ist. Solange Du allein arbeitest, ist es völlig wurscht, was Du mit welchem EQ machst. Wenn ich als Fremdmischer wohin komme und ich merke, dass ich mit den Kanal-EQs nicht meine Quelle, mein Mikro oder meinen Mix bearbeite, sondern gegen das System an-EQe, werde ich wirklich ungehalten. Zu Zeiten als Analogpulte noch fixe Bass und Höhenfilter sowie zwei semiparametrische Mittenregler ohne Q hatten, war das eigentlich auch gar nicht möglich.

    Das

    Zitat von "rockline"

    ...und passt das an die örtliche PA und Bühnenakustik an.

    und auch das

    Zitat von "rockline"

    .......ich habe ja auch einige Presets von mir bekannten Combos gespeichert. Mal waren die draußen gut, dafür im Festzelt nicht zu gebrauchen. Mal im Club herausragend und beim Stadtfest viel zu mager.

    sollte, wenn alles andere richtig gemacht wurde, eigentlich kaum oder garnicht nötig sein b.z.w. entsprechend weniger gravierend erlebt werden. Wenn ein Club-Kanal-preset ( oder besser "postset", also das was Du nach dem gig speichern kannst ) sehr viel anders aussieht als ein Open Air-Kanal- preset, dann sollten die Unterschiede vor allem an dem in der bekannten Weise völlig unterschiedlichen Verhältnis zwischen Backline+Monitor=Bühnenlärm und dem tatsächlichen PA-Pegel liegen. Wenn am Master-EQ und am System-EQ alles richtig gemacht wurde ( ich würde, wie gesagt, den Master-EQ aus dem Vorort-Preset in mein Preset einpflegen ) sollte es sowohl im Club als auch draussen möglich sein, am Kanal-EQ Quellentypische oder Mikrotypische Sachen zu machen und damit zu einem guten Ergebnis zu kommen ohne eben besagtes PA-EQen im Kanal.
    "Gesang oder Hihat an die PA anpassen" mag zwar in billbos geschätzter "Realrocknrollwelt" häufiger vorkommen, ist aber hausgemacht und eigentlich unnötig, wenn sich die Kollegen mit Systemtuning mehr Mühe und mit dem Thema: Wie erzeuge ich eine Systemsituation, die durch maximal mögliche Neutralität ( mir ist bekannt, dass PA-Systeme niemals neutral sind, hoffe aber trotzdem, dass verstanden wird, was ich damit meine :wink: ) den größten Freiraum beim Mischen hergibt, mehr beschäftigen würden.

    Bei gut für eine bestimmte Umgebung konzipierten und eingemessenen Systemen ist das tatsächlich so: Man spürt beim Mischen die Freiheit, die einem das System lässt.... und dann funktionieren auch presets.

  • oton
    Profi
    Reaktionen
    920
    Beiträge
    3.123
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    5
    • 6. September 2010 um 23:24
    • #12
    Zitat

    Frage an die Anwesenden: gibt es jemanden, der nach getaner Tat konsequent ‚sein‘ Pult wieder löscht? Nicht ganz ohne Hintergrund. Den einen oder anderen Jungbeschaller habe ich schon dabei beobachtet, wie er nach der Show erst mal eine ‚Sicherheitskopie‘ auf seinen USB Stick gezogen hat. Persönlich war und ist mir das allerdings grundsätzlich wurscht.

    Mir auch. Ich musste mir mein Wissen noch viel umständlicher "zusammenklauen", warum sollen sie die Möglichkeiten nicht nutzen. Schon alleine um zu merken, das es nicht der Zaubermix war sondern die Zaubermusiker .. ;-))

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 6. September 2010 um 23:45
    • #13

    Hm, ich speichere oft nach dem Gig nochmal mein eigenes Gemische, um eine Vorher-Nachher Kontrolle zu haben, die ich mir auch ab und an wirklich anschaue oder weiterarbeite z.B. beim M7 was in die Channel-Library schaufle. Ich habe mir inzwischen ein Mal nach einer LS9 Session eine dabei entstandene Kollegenkopie angeschaut, die war so gruselig, dass ich mir das bestimmt nie wieder gebe. :D:D:D:D:D

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.415
    Beiträge
    27.259
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 7. September 2010 um 00:32
    • #14

    billbo:
    deine M7 vorgehensweise stimmt zu 100% mit meiner überein, sowohl was die räumliche belegung der fader angeht (z.b. drums oben) als auch die idee, das ich das interne patching so gelöst habe das die vor ort techniker die bassdrum nicht plötzlich auf die 17 stecken müssen... dat iss schon lustig ;)
    und hier haben wir dann auch gleich einen grossen vorteil durch ein eigenes pultfile!

    was die ursprüngliche frage angeht:
    ich war ja die letzten beiden jahre mit einem künstler unterwegs, der mich (bis auf einmal) immer mit meinem eigenen pult gebucht hat. sowohl die musiker als auch deren backline mitsamt der mikrofone waren ebenfalls zu 99% gleich.
    daher kann ich ganz gut nachvollziehen, wie unterschiedlich die PA konfigurationen allein schon in deutschland sind.
    es waren also nur die lautsprecher (+kabel&stative), die vom örtlichen beschaller zu stellen waren.

    ich sage jetzt mal, das in geschätzten 60% der fälle der grundsound annehmbar war, ich musste nur kleine veränderungen machen bzw. mich mit output-EQ und delays oder sonstwas an die halle anpassen. mein file spielte also auf anhieb, es waren nur feinjustagen nötig.
    in 20-30% der fälle musste ich stark eingreifen, z.b. mit den worten:" kannst du bitte die subs minimum 6dB leiser machen?" oder "wir müssen jetzt die tops anders ausrichten, an der rückwand hängen keine zuhörer"...
    und in den letzten 10-20% war die anlage dermassen schlecht vorbereitet, das es einen haufen arbeit machte überhaupt einen einigermassen sinnvollen sound zu basteln.
    den vogel schoss dann in diesem frühjar ein system ab, da waren die tops vor der bühne auf den boden gestellt!!! - zudem waren ganz offensichtlich die falschen mitteltöner in den boxen!!!
    und ich dachte, sowas gäbe es doch heute gar nicht mehr...
    ich brauche sicher nicht erwähnen, das mir die letzten % der jobs und die entsprechenden, oft auch noch unbelehrbaren "supertechniker" zum halse heraus hängen.
    was ich damit sagen will:
    es gibt heute viele gute und sinnvoll vorbereitete anlagen hierzulande, aber da kann man trotzdem noch einiges verbessern.

    das ideale system sollte von sich aus keinen "sound" machen, sondern eher "flat" eingestellt sein. den geschmacks-mix macht man dann sinnvollerweise am pult.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 7. September 2010 um 09:08
    • #15

    Zum Vocal EQ vielleicht noch ein Satz: es ist schon ein Unterschied ob ich eine direktsthahlende 2 x 12"/2" Club PA oder 4 x Top pro Seite horngeladene Sache aufkarre, oder am Ende vielleicht doch mit einem LineArray arbeite. Auch Koppelfrequenzen die nur die Gesangsmikros betreffen (von der PA zurückkoppelnd) bearbeite ich lieber an der Quelle (entsprechender Kanal) als das ich mir die Eier komplett aus dem Holz nehme.

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 7. September 2010 um 09:19
    • #16

    Das ist ja der Sinn zu erkennen, was die Probleme macht.

    Raum/PA Frequenzen am Main EQ
    Microspezifische Frequenzen am Kanal EQ

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 7. September 2010 um 10:15
    • #17
    Zitat von "rockline"

    Auch Koppelfrequenzen die nur die Gesangsmikros betreffen (von der PA zurückkoppelnd) bearbeite ich lieber an der Quelle (entsprechender Kanal) als das ich mir die Eier komplett aus dem Holz nehme.

    Wenn ich beim System-Raum-ausrichten-alignen-equen alles richtig gemacht habe, gibts das Problem nicht. Und: Eier aus dem System nimmt man nur, wenn man entweder beim EQen nicht weiß, welches Problem woher kommt ( also seine Messung nicht beurteilen kann ) oder nicht weiß, wann man mit dem EQen aufhören sollte.

    Ich bin 100%ig der Überzeugung, dass das Koppeln eines Gesangsmikros mit der Front in der Regel eine Raumantwort als Ursache hat ( deren Bedämpfung wiederum eine Aufgabe von System oder Master-EQ ist ) oder eine Folge von Fehlbedienung ( z.B. Ausrichtung von Lautsprechern oder Mischfehler wie z.B. zuviel Kompression )
    Das mit dem "Eier aus dem System nehmen" sollte man rechtzeitig merken, dann ist es aber auch nicht mehr "neutral" in den Sinne, wie ich es oben beschrieben habe und in Folge auch nicht mehr "Digitalpult-Kanal-EQ-Preset" fähig.

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.284
    Beiträge
    14.955
    Marktplatz Einträge
    6
    • 7. September 2010 um 11:14
    • #18

    So, ich habe mir jetzt erlaubt, einige Beiträge aus dem 'Digitalpultverwaltungsthread' hier hinein zu holen, um das Thema besser herauszuarbeiten.

    Ich finde Wolfgang hat das, auf was ich hinaus will, perfekt beschrieben:

    Zitat von "wora"

    ...was die ursprüngliche frage angeht:
    ich war ja die letzten beiden jahre mit einem künstler unterwegs, der mich (bis auf einmal) immer mit meinem eigenen pult gebucht hat. sowohl die musiker als auch deren backline mitsamt der mikrofone waren ebenfalls zu 99% gleich.
    daher kann ich ganz gut nachvollziehen, wie unterschiedlich die PA konfigurationen allein schon in deutschland sind.
    es waren also nur die lautsprecher (+kabel&stative), die vom örtlichen beschaller zu stellen waren.

    ich sage jetzt mal, das in geschätzten 60% der fälle der grundsound annehmbar war, ich musste nur kleine veränderungen machen bzw. mich mit output-EQ und delays oder sonstwas an die halle anpassen. mein file spielte also auf anhieb, es waren nur feinjustagen nötig.
    in 20-30% der fälle musste ich stark eingreifen, z.b. mit den worten:" kannst du bitte die subs minimum 6dB leiser machen?" oder "wir müssen jetzt die tops anders ausrichten, an der rückwand hängen keine zuhörer"...
    und in den letzten 10-20% war die anlage dermassen schlecht vorbereitet, das es einen haufen arbeit machte überhaupt einen einigermassen sinnvollen sound zu basteln.
    den vogel schoss dann in diesem frühjar ein system ab, da waren die tops vor der bühne auf den boden gestellt!!! - zudem waren ganz offensichtlich die falschen mitteltöner in den boxen!!!
    und ich dachte, sowas gäbe es doch heute gar nicht mehr...
    ich brauche sicher nicht erwähnen, das mir die letzten % der jobs und die entsprechenden, oft auch noch unbelehrbaren "supertechniker" zum halse heraus hängen.
    was ich damit sagen will:
    es gibt heute viele gute und sinnvoll vorbereitete anlagen hierzulande, aber da kann man trotzdem noch einiges verbessern.

    das ideale system sollte von sich aus keinen "sound" machen, sondern eher "flat" eingestellt sein. den geschmacks-mix macht man dann sinnvollerweise am pult.

    Alles anzeigen

    Ich sehe das wirklich so:

    Wenn ich wohin komme, wo nach Laden eines meiner presets, patchen und Übernahme des Master-EQs "in den Kanälen nur Feinjustagen nötig sind" wie Wolfgang das so schön formuliert hat, dann ist das meiner Meinung nach nicht ein glücklicher Zufall, sondern der Systemtechniker hat seinen Job richtig gemacht.

    Das ist ja schließlich kein Hokus-Pokus. Umgekehrt täte es machem Bandmischer ganz gut, manchmal nicht "ungehört" drauflos zu schrauben ( wie man manchmal den Eindruck hat nur um der Schrauberei willen ).

    Schließlich war es früher vor den Digitalpulten ja auch schon so: Man kennt seine Band und die benutzten Mikros. Man kommt wo hin und macht die einem am vetrautesten Kanäle auf ( das ist bei mir nun mal der Money-Channel = die Vocals + ein bisschen Gitarre oder ein Keyboardtrack ) wenn das mit minimalst-EQ gut klingt, habe ich noch niiee erlebt, dass der Rest nicht ebenso unaufwendig dazuzumischen wäre !!!

    Digitalpultpresets sind dafür noch ein sehr viel ehrlicherer und reproduzierbarer Maßstab.

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 7. September 2010 um 13:15
    • #19
    Zitat von "guma"

    Wenn ich beim System-Raum-ausrichten-alignen-equen alles richtig gemacht habe, gibts das Problem nicht. Und: Eier aus dem System nimmt man nur, wenn man entweder beim EQen nicht weiß, welches Problem woher kommt ( also seine Messung nicht beurteilen kann ) oder nicht weiß, wann man mit dem EQen aufhören sollte.

    Ich bin 100%ig der Überzeugung, dass das Koppeln eines Gesangsmikros mit der Front in der Regel eine Raumantwort als Ursache hat ( deren Bedämpfung wiederum eine Aufgabe von System oder Master-EQ ist ) oder eine Folge von Fehlbedienung ( z.B. Ausrichtung von Lautsprechern oder Mischfehler wie z.B. zuviel Kompression )
    Das mit dem "Eier aus dem System nehmen" sollte man rechtzeitig merken, dann ist es aber auch nicht mehr "neutral" in den Sinne, wie ich es oben beschrieben habe und in Folge auch nicht mehr "Digitalpult-Kanal-EQ-Preset" fähig.


    ...und an dieser Stelle wird es richtig kompliziert.
    Weil man eben eine Raumantwort mit Summen-EQ nicht verändern kann. Man kann den Schaden in Grenzen halten. Wenn man mehr möchte, muß man Baumaterialien in die Hand nehmen. Oder Gebäude sprengen, die in Open-Air-Situationen im Weg stehen. Gerne genommen war die Wand der Uferpromenade am Wannsee. Der PA-Rückwurf war einfach off-beat auf der Bühne, da hilft nichts außer besser zielen oder eben die Wand bearbeiten. Auf der Bühne dann konkret "Sidefills galore" und für die Künstler "Augen zu und durch".

    Ebenso kann man Transientenverhalten von Lautsprechern mit Summen-EQ nicht effektiv beeinflussen.

    Ein schönes Zitat von Bob McCarthy:

    Zitat

    Any electrical filter on an acoustical device is a spatially invariant solution to a spatially variant problem. As grownups we have to decide what part of the space to tune the solution to and let the others go. On a good day that is a lot of the space. On a bad day........ we all know those ones.

    Auf einem Festival sieht es ja eher so aus, daß man nur wenig Einfluss in das Systemdesign hat und sich somit in den Händen des Systechs.

    Und dann gibt es da noch Raumantworten, die am Monitorpult dafür sorgen, daß ich eben wieder im Gesangsmikrofon EQ setze statt im Ausgangs-EQ für 5 Stereo In Ears, weil das Problem eben nur am Gesangsmikrofon (Position) auftritt.

    Aber auch das ist kein Problem, wenn man die Files revidiert und die Cuts aus den Gesangskanälen wieder rausnimmt, bevor man das File auf das nächste Pult spielt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 7. September 2010 um 15:21
    • #20
    Zitat

    Aber auch das ist kein Problem, wenn man die Files revidiert und die Cuts aus den Gesangskanälen wieder rausnimmt, bevor man das File auf das nächste Pult spielt.


    Und das ist extrem wichtig! Es ist so verführerisch wie grundfalsch, von einem Tag auf den nächsten aufbauen zu wollen. An Tag 10 ist man dann endlich fertig, und alles ist optimal – bzw. nichts stimmt mehr, weil all die nicht revidierten orts – und situationsspezifischen Korrektürchen der vergangenen 9 Tage im Verborgenen schlummern und Dinge korrigieren, die es nicht zu korrigieren gibt. Verseucht wie ein 5 Jahre altes ‚Windows ME‘.
    War übrigens auch schon früher genau so falsch, als ab dem 3. Tag niemand mehr das Headliner - 250er nebst EQ – Rack berühren durfte, weil „stimmt ja alles“.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

Letzte Themen

  1. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  2. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  3. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  4. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  5. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  6. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  7. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  8. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  9. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  10. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™