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Kabelbruch lokalisieren

  • thc
  • 19. Oktober 2010 um 07:09
  • thc
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    • 19. Oktober 2010 um 07:09
    • #1

    Hallo zusammen,

    wir haben hier ein Lastcore, bei dem der erste Kanal nicht mehr funktioniert.
    Ich vermute einen Kabelbruch, möchte den vor dem Aufschrauben aber erst einmal lokalisieren.
    Ich weiss, dass ich vor etwa 10 Jahren mal einen Tester in den Fingern hatte, mit dem man die Länge einer Leitung messen konnte.
    Kennt jemand so ein Gerät und hat evtl. sogar einen Namen für mich?

    Gruß
    Claus

  • LJ Alex
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    • 19. Oktober 2010 um 08:33
    • #2

    Hallo Claus,

    das was du suchst ist ein Kabellängenmessgerät.
    Gibt es von billig und halbwegs tauglich bis teuer und zuverlässig.

    Mit 10 Jahren kommt das Gerät von ELV gut hin,
    das gab es auch mal als Bausatz. Artikel-Nr.: 68-193-00

    Gruß
    Alex

    ...ein Meer aus Licht und Farben!

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    skyper
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    • 19. Oktober 2010 um 10:14
    • #3

    Welche Ader ist denn im Eimer - Phase oder N?

    Wenn N defekt ist hast Du eine Chance das Ding mit einem berührungslosen Spannungsprüfer zu suchen.
    (Sollte dann auf Ader 9 liegen - die liegt in der Außenlage des Kabels,
    Phase ist im Mitelstrang verseilt, die dürfte der Tester nicht mehr finden)

    Einfach mittels Adaptöse Schuko -> Harting mal den ersten Kanal besaften
    und gucken ob der Bruch zu finden ist - (bei der zweiten Messung den Schuko
    in der Steckdose umdrehen - der Phasenprüfer kann ja den N nicht messen!)

    Ehrlich gesagt halte ich es aber für relativ unwahrscheinlich dass ein Leiter im Laka bricht,
    viel eher ist eine Ader aus der Klemme gerutscht
    oder der Kontakt hat im Kontaktträger zu viel Spiel.

    Da ist ein (Kreuz)schlitzschraubendreher vermutlich das deutlich unkompliziertere "Messverfahren"...
    mit integrierter 50/50 Chance...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • PMN-Concepts
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    • 19. Oktober 2010 um 10:39
    • #4

    Ich mache das eigentlich immer übers Multimeter mit Kpazitätsmessung

  • tufkaleho
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    • 19. Oktober 2010 um 14:24
    • #5

    Und wie geht das dann mit der Kapazitätsmessung ?
    Wie genau ist diese Messung ?

  • ADMIN
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    • 19. Oktober 2010 um 16:42
    • #6

    Kabelbruch im Lastcore halte ich auch für eher unwahrscheinlich.

    Messen könnte man das auch wie folgt: Entsprechende Leitung auf Phase legen und langsam an der (ggf. etwas verlängerten) Tastkopfspitze eines Oszis vorbeiziehen. Dort, wo der Pegel deutlich abfällt, ist der Leitungsbruch.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • djobi
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    • 19. Oktober 2010 um 20:53
    • #7

    interessant.

    Zitat

    Kabelbruch im Lastcore halte ich auch für eher unwahrscheinlich.


    ich hab jetzt einen in einem 7x1 Bulging Core - werde die Vorschläge daher mal ausprobieren wenn ich Zeit finde

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • thc
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    • 19. Oktober 2010 um 21:06
    • #8
    Zitat

    Gibt es von billig und halbwegs tauglich bis teuer und zuverlässig.


    Ich meine, da hätte Fluke drauf gestanden - und gehörte zum Equipment der Netzwerktechniker meiner Arbeitsstelle.
    Das wird dann wohl auch eher teuer gewesen sein...

    Zitat

    ...Tastkopfspitze eines Oszis...


    Hab ich leider nicht.

    Zitat

    viel eher ist eine Ader aus der Klemme gerutscht oder der Kontakt hat im Kontaktträger zu viel Spiel.


    Das kann natürlich auch sein.

    Ich denke, ich spreche nächste Woche mal unsere Netzwerktruppe an, ob die das Gerät oder ein ähnliches noch haben.
    Und werde berichten, wie das Ganze ausgegangen sein wird.
    Danke trotzdem für die Tips - scheint ja doch ein interessantes Thema zu sein.

    Gruß
    Claus

  • dechnikusch
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    • 20. Oktober 2010 um 02:32
    • #9

    zitat : leopold hollerith
    Und wie geht das dann mit der Kapazitätsmessung ?
    Wie genau ist diese Messung ?
    --->
    du misst zuerst bei offenem kabelende die kapazität zwischen 2 intakten leitern

    dann misst du in gleicher art zwischen einem intakten leiter und dem unterbrochenen von einer seite

    zusätzlich machst du beide messungen noch mal von der anderen kabelseite ( zur kontrolle )

    der rest ist eine einfache bruchrechnung :

    kabelgesamtlänge zu teillänge ( bis zur fehlerstelle )
    verhält sich wie
    gesamtkapazität ( 2 intakte leiter ) zu teilkapazität ( bis zur fehlerstelle ).

    wir haben mal in der vergangenheit ein erdkabel gemessen ( 350 m lang ),
    welches durch einen blitzschlag beschädigt war.
    durch oben angeführtes verfahren konnten wir 3 einschlagstellen innerhalb von 5m lokalisieren.
    2 muffen gesetzt und kurzes ersatzstück eingefügt, läuft heute noch immer…
    :D

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • jan zipper
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    • 22. Oktober 2010 um 17:41
    • #10

    Das sind ja alles hochtechnische Lösungen die Ihr da anführt. Aber hast Du es schonmal mit Fühlen probiert?
    Meine Erfahrung nach kann man die Stelle des Kabelbruchs oft fühlen, wenn man sich das Kabel mal aufmerksam durch die Hände gleiten lässt

    LG

  • PMN-Concepts
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    • 22. Oktober 2010 um 18:37
    • #11

    Hochtechnisch ist da noch gaz nichts bei, kapazitätsmessung kann mittlerweile jedes billige 50€ Schätzeisen von Conrad.

    Fühlen halte ich bei dem hier genannten Fall fast für ausgeschlossen, bei nem 3x1,5 mag es ja noch gehen, aber bei Lastcores bin ich mit meinen Wurstfingern bisher immer dran gescheitert nen bruch zu erstasten.

    Alternativ hätte ich auch noch den Brennenstuhl MT6s zu bieten, der Zeigt an wo die Phase noch anliegt. Wichtigstes Instrument in der Adventszeit an der Lichterkette *g*

  • jan zipper
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    • 22. Oktober 2010 um 18:53
    • #12

    Naja meistens ist an Stelle des Kabelbruchs ja auch ne Einwirkung zu erkennen. Wenns durch zuviel knicken kommt merkt man dort meist nen kleinen Gnubbel.

  • karabennemsi
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    • 23. Oktober 2010 um 07:12
    • #13

    War bei meinem alten Arbeitgeber vereinzelt mit im Kabelmesswagen unterwegs. Mit dem wurden bei Problemen in der Spannungsversorgung von Häuserzeilen die Kabel vermessen. Und war was kaputt gabs ne einfache Methode:
    Sehr viel Spannung schlagartig drauf (>10.000V) und mit Bodenmikrofon horchen wo es knallt...

    Ne sehr effektive Methode, wenn du nur interessehalber wissen willst wo dein Kabel defekt ist, und es danach eh wegwerfen willst... :wink:

    Wer andren eine Grube gräbt, ...hat ein Grubengrabgerät!

  • PMN-Concepts
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    • 23. Oktober 2010 um 13:41
    • #14
    Zitat von "karabennemsi"

    War bei meinem alten Arbeitgeber vereinzelt mit im Kabelmesswagen unterwegs. Mit dem wurden bei Problemen in der Spannungsversorgung von Häuserzeilen die Kabel vermessen. Und war was kaputt gabs ne einfache Methode:
    Sehr viel Spannung schlagartig drauf (>10.000V) und mit Bodenmikrofon horchen wo es knallt...

    Ne sehr effektive Methode, wenn du nur interessehalber wissen willst wo dein Kabel defekt ist, und es danach eh wegwerfen willst... :wink:

    Das geht auch schon mit 230 Volt... Verbraucher mit etwa 3,5 kW hinter eine heile und eine gebrochene Ader, Saft drauf und dann ab Kabel (pardon - Leitung, Kabel liegen ja in der Erde) wackeln, bis sich eine Lichtbogen bildet. Das Flüssige Kupfer zeigt dann, wo der Bruch ist. :twisted:
    Habe das mal unfreiwillig an einem Wasserkocher probieren dürfen, Resultat war dann, dass das Kupfer Macken ins Ceranfeld gebrannt hat...

  • marcoboy
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    • 8. November 2010 um 17:05
    • #15

    Ehrlich gesagt. Entsorgen neues kaufen! Wenn Adern gebrochen sind ist es um den Zustand des Kabels nicht gut bestellt. Fehler in der Verseilung durch Zug bzw. Druck. Manchmal erkennt man die Stellen. Bei Mechanischer Beschädigung ist es kein Problem trennen und neu abzusetzen.

    Aus Sicherheit und Zuverlässigkeit gründen ist es besser das Kabel zu entsorgen. Dann Gedanken machen warum ist kaputt gegangen ist.

  • thc
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    • 20. November 2010 um 18:06
    • #16
    Zitat

    Entsorgen neues kaufen!


    Ganz so schnell geht das bei uns nicht - wir sind eine Kirchengemeinde ohne Druckerei im Keller.
    Aber um das Thema jetzt mal zum Abschluss zu bringen:
    Ich habe unseren Netzwerktechniker drei Wochen nicht ans Telefon bekommen, also habe ich die Kapazitätsmessung von PMN-Concepts ausprobiert.
    Danach musste der Fehler auf der Multipinseite sein.
    Diesen also aufgeschraubt - und siehe da:

    Das war dann schnell behoben.

    Gruß
    Claus

  • TomyN
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    • 22. November 2010 um 13:30
    • #17

    Glückwunsch.

    Hast du mal gecheckt, ob der verwendete Stecker für den Einsatz von Aderendhülsen spezifiziert ist?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • dechnikusch
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    • 22. November 2010 um 22:03
    • #18

    hallo thc
    wenn ich mir den draht ( bzw. dessen aderendhülse ) anschaue,
    der auf pin 1 des hartings ( oder was auch immer… ) eingeklemmt sein sollte,
    sagen mir meine müden alten augen :

    … nicht ordnungsgemäss mit einer gewerblichen zange verpresst…

    da kannst du gleich alles ausklemmen,
    mit einer ordentlichen kerbzange neu verpressen
    und danach wieder richtig in den kontaktträger einklemmen !

    und wenn du davon eher wenig bis gar keine ahnung hast,
    lass es von einem elektrotechnischen fachmann machen !!!

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • Micromann
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    • 22. November 2010 um 22:09
    • #19
    Zitat von "dechnikusch"

    … nicht ordnungsgemäss mit einer gewerblichen zange verpresst…

    da kannst du gleich alles ausklemmen,
    mit einer ordentlichen kerbzange neu verpressen
    und danach wieder richtig in den kontaktträger einklemmen !

    Ich traue mir dieses Urteilsvermögen anhand des Bildausschnittes nicht zu, da ich hier eine Aderendhülsenzange, die ein sehr ähnliches Pressbild abliefert und die ist zulässig. Wie muss deiner Meinung nach eine ordnungsgemäße Verpressung den aussehen?


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • dechnikusch
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    • 22. November 2010 um 22:16
    • #20

    hallo,
    man sollte nach der verpressung von allen seiten erkennen können,
    dass gleichmässig von vorne nach hinten verpresst wurde...

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

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