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Nahfeldbeschallung - welches Signal

  • dstueven
  • 28. März 2011 um 22:10
  • dstueven
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    • 28. März 2011 um 22:10
    • #1

    Hallo,
    in einem Club habe ich wegen breiter Bühne (8m) und eher kurzem Raum akkustisch immer ein Loch in der Mitte vor der Bühne (PA rechts und links, Bässe unten, Tops geflogen).
    Jetzt möchte ich dazwischen zwei Nahbeschallungsboxen fliegen (6,5/1").

    Fragen:
    1) Wo positioniere ich die am besten? Symmetrisch zwischen den Aussenboxen? D.h. gleiche Abstände zwischen allen Boxen?
    2) Mit welchem Signal fahre ich die am besten an? Mono? Anteilig Stereo nach Position?

    Wie macht Ihr das?

    Gruß Dirk

    Gruß Dirk

  • mringhoff
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    • 28. März 2011 um 22:25
    • #2

    1) je nach Abstrahlverhalten ja, wobei ich bei einer 8m Breite je nach Lautsprechertyp und Abstrahlverhalten vermutlich eher nur eine Box verwenden würde (Center).
    Und je nach Veranstaltung (jetzt weniger Club), Bühnenhöhe, Publikumsentfernung liegt die Nahbeschallung als Frontfill vorne auf der Bühnenkante.

    2) meist als eigener Weg (Aux postfade), individuell gemischt, was eben da vorne notwendig ist. (Meist Vocals und diverse leise Instrumente etc.)

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  • dstueven
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    57
    • 28. März 2011 um 22:32
    • #3

    ah - interessanter Ansatz. danke. Wird bei mir leider wohl an der Anzahl Auxwege scheitern. Gibt nur 6. Davon 4 für Monitor und zwei für Effekt - da ist leider keine Luft mehr.

    Vergaß noch zu erwähnen das ich vorhatte den Baßanteil nicht auf die Nahbeschallungsboxen zu geben - wobei die davon ja eh wenig bringen werden. Wenns allerdings nicht stört vereinfacht es das Szenario da man damit keine extra Weiche braucht.

    Dirk

    Gruß Dirk

  • skyworker
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    • 28. März 2011 um 22:54
    • #4

    N´ Abend - was fehlt denn vor der Bühne? Das sollte auch auf dem Fill sein. Aus dem Bauch raus (da grad keine Glaskugel frei ist) könnte ich mir vorstellen, dass das Drumset und die Gitarrenfraktion in der Regel nicht unterbelichtet sein dürfte. Gesang schon ehr. Keyboards (so vorhanden) dürften auch ehr zu leise als zu laut sein. Oder eine Akustische Gitarre. Du siehst also - an der Lösung mit dem separaten Mix geht es wohl kaum vorbei. Und eine generelle Aussage dürfte auch schwar möglich sein.

    Ein Lowcut hilft übrigens unbedingt weiter. Auch wenn die Kiste nicht so tief kann - der Schallanteil untenrum kleistert dir dein Signal gnadenlos zu.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mringhoff
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    • 28. März 2011 um 23:06
    • #5
    Zitat von "dstueven"

    ah - interessanter Ansatz. danke. Wird bei mir leider wohl an der Anzahl Auxwege scheitern. Gibt nur 6. Davon 4 für Monitor und zwei für Effekt - da ist leider keine Luft mehr.


    dann helfen nur Kompromisse:
    1) ein Effekt weniger?
    2) evtl. auf eine Subgruppe legen?
    3) wenn gar nichts individuelles möglich ist, einen Mono-Out vom Mastersignal nehmen, am besten noch über einen eigenen EQ, dann kann man hier noch wenigstens in den Frequenzbereichen tricksen. Und richtig, das Frontfill braucht keinen Bass.

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  • wora
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    • 29. März 2011 um 08:26
    • #6

    es ist grundsätzlich ratsam, lautsprechern nur den frequenzbereich zuzuführen, für den sie auch gebaut sind. dafür gibt es die controller. dann muss man keine angst haben, diese "aus versehen" zu überfordern. als "nebeneffekt" gibt es darin dann auch eqs, mit denen man noch ein bisschen tricksen kann.

    die montage und ausrichtung der nearfills richtet sich nach den verhältnissen vor ort. wenn das portal sehr hoch ist, sollte man nich von oben herab beschallen, weil man dann relativ viel pegel benötigt und diesen auch auf die bühne verteilt. sehr oft ist die position auf der bühnenkante die beste. dann genügen kleine LS, aber man braucht mehrere davon, je nach abstrahlwinkel und entfernung zum publikum. wenn die bühne zu niedrig ist, kann man eventuell von aussen her beschallen... wie gesagt, das muss man vor ort entscheiden.

    in diesem speziellen fall würde ich empfehlen nur ein subgruppensignal zum nearfill zu senden. der gesang ist in der regel am wichtigsten - und genau der fehlt auch meistens direkt vor der bühne. wenn dagegen mal eine akustikklampfe etwas untergeht, ist das weniger dramatisch.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • dstueven
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    • 29. März 2011 um 21:53
    • #7

    Ich sehs ein - da werde ich wohl eine Subgruppe opfern müssen. Hatte nicht bedacht das dort vorne natürlich der Direktschallantei von der Bühne maßgeblich ist und insofern tatsächlich ein anderer Mix auf die Boxen gehört (nämlich nicht das was natürlicherweise auf der Bühne laut ist).

    Werde also:
    - Mit einer Weiche nur Mitten und Höhen schicken
    - Es auf eine Subgruppe legen um die Wahl zu lassen welche Kanäle draufkommen
    - Einen EQ dazwischenhängen für feiner Korrekturen - mal sehen - vielleicht gleich einen mit Hochpaß dann kann ich mir die Weiche sparen wenn der hoch genug raufgeht.

    danke für die Hinweise.

    Dirk

    Gruß Dirk

  • Campfire
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    • 29. März 2011 um 22:04
    • #8

    wenn ein Mono-Out vorhanden ist lassen sich da ja auch häufig die Signale einzeln draufrouten....
    oder gibt es eventuell eine Matrix?
    (was für ein Mischpult gibt es denn?)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • dstueven
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    • 29. März 2011 um 22:16
    • #9

    Hi,
    ist leider nur ein GL2200 - da sind die Möglichkeiten begrenzt.
    6 Auxwege
    4 Subgruppen
    Mono out aber nicht einzeln routbar
    Und Matrix schon gar nicht ;)

    Gruß Dirk

    Gruß Dirk

  • mringhoff
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    • 29. März 2011 um 22:41
    • #10
    Zitat von "dstueven"


    Werde also:
    - Mit einer Weiche nur Mitten und Höhen schicken
    - Es auf eine Subgruppe legen um die Wahl zu lassen welche Kanäle draufkommen
    - Einen EQ dazwischenhängen für feiner Korrekturen - mal sehen - vielleicht gleich einen mit Hochpaß dann kann ich mir die Weiche sparen wenn der hoch genug raufgeht.

    Wenn Du auf die Gruppen nur ein paar Kanäle legst, dann braucht man für gewöhnlich auch keine Weiche, denn was lautes, basslastiges dürfte da wohl kaum dabei sein. Wie ja schon erwähnt vorwiegend Vocals und ein paar leisere Instrumente oder auch mal etwas Hihat etc., wenn das Schlagzeug weiter hinten steht bzw. anderer Bühnensound drüberbügelt.

    Das mit der Weiche und dem EQ war nur gedacht, wenn Du ein Mono-Mastersignal verwendest, damit Du da besser tricksen kannst, bei einem eigenen Subgruppenmix brauchst Du das vermutlich nicht, über Auxwege noch weniger. (Je nach Lautsprecher)

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  • wora
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    • 30. März 2011 um 08:33
    • #11

    wenn man nur stimmen drauflegt, welche in der regel ohnehin einen locut im kanal bekommen, braucht man in der tat nicht unbedingt eine weichenfunktion. der kanal-locut im GL2200 liegt ja bei 100 Hz, das sollte für die angedachte 6" box problemlos sein.
    der empfohlene eq fürs nearfill ist aber schon zu empfehlen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jonnytrance
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    • 30. März 2011 um 10:36
    • #12

    Finde ein gleicher Filter wie beim Tops trotzdem für Sinvoll. Wenigstens die Phase wird auf selbe weise verschoben.

  • mringhoff
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    • 30. März 2011 um 10:50
    • #13

    würde jetzt eine Phasenverschiebung erstens im Mittel/Hochtonbereich und zweitens direkt vor der Bühne als vernachlässigbar ansehen. Hier hast Du mit dem Bühnendirektschall wesentlich mehr zu kämpfen.
    Zudem kommt es noch hinzu, daß Du ja auch verschiedene Lautsprecher hast. Die Haupt-PA groß und kräftig, das Frontfill klein und unauffällig.
    Falls man das Frontfill auch noch mit einem eigenen EQ behandelt (was ja grundsätzlich auch förderlich sein kann), hat man sowieso schon wieder andere Phasenverschiebungen als die Haupt-PA

    Die korrekte Phasenlage zum Frontfill würde ich eher als Fleißaufgabe ansehen, aber nur wenn man auch sonst Idealbedingungen hat, sprich eigener Frontfillmix

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  • hias.h
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    • 30. März 2011 um 11:59
    • #14

    Um mal schnell einen Loch zu stopfen, kann man unter Umständen auch mal einen Monitormix abgreifen, oder gleich per Speakon von einem Wedge durchschleifen, aber wenn es eine Dauerhafte Lösung sein soll, muss diese etwas flexibler sein.

    Soll es eine permanente Installation werden?
    Dann würde ich eine Weiche zwischenschalten,und sei es bloß für den Fall, dass doch mal Keyboard rauf muss.

    Das Gl2200 hat wirklich nicht so viele Möglichkeiten für unabhängige Mischungen, deshalb schlage ich "Selbstbau-Matrix" vor:
    Ein externer 19" Linemixer, daran den Mono und die Subgruppenausgänge, evl noch 1-2 Kanäle Freilassen um Per Direct out einzelne Signale draufzuschicken.
    Ab damit ins Siderack, Ordentlich beschriften und fertig.

  • skyworker
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    • 30. März 2011 um 12:20
    • #15

    Den improvisierten Monitormixerausgang halte ich für maximal untauglich - da in der Regel ja erstmal mit für die Bühne optimiertem Signal versorgt und dann auch noch pre Fader. Ob das das Publikum auf den (nebenbei) "teuersten" Plätzen hören will? Ich glaube nein!

    Ich wiederhol mich ungern, aber hilfreich ist meiner bescheidenen Meinung nach wirklich nur, erst mal zu ermitteln, was da vorne fehlt. Und das muss dann auf die eine oder andere Art auf das Fill. Ein "Submischer für Arme" ist da nichtmal so dumm, mit geschicktem Routing tut aber auch eine passend am Pult gemachte Subgruppe. Entsprechende Inputs auf die Gruppe und die Summe Routen, Gruppe nicht auf Main routen und am Group Out das Signal fürs Fill abgreifen.

    Was die Filter angeht: selbst wenn meine Hauptlautsprecher und das Fill identisch sind, würde ich nicht zwingend zum gleichenFilter greifen - in aller Regel sollte ja die Hauptbeschallung etwas potenter durch Bassunterstützung sein. Dadurch ergibt sich oft schon eine andere Filterung. Wenn ich - wie meist der Fall - verschiedene Lautsprecher habe, dann brauche ich auch verschiedene Filter. Der Filter muss zur Box passen.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • hias.h
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    • 30. März 2011 um 13:18
    • #16
    Zitat von "skyworker"

    Den improvisierten Monitormixerausgang halte ich für maximal untauglich - da in der Regel ja erstmal mit für die Bühne optimiertem Signal versorgt und dann auch noch pre Fader. Ob das das Publikum auf den (nebenbei) "teuersten" Plätzen hören will? Ich glaube nein!

    Ist natürlich die billigste und schlechteste Lösung, aber trotzdem besser als am nächsten Tag die Berichte von irgendwelchen Hobbyschreiberlingen zu lesen die sich über Soundmatsch und unverständlichen Gesang beschweren.

    Vielleicht ist dir aufgefallen, dass mein Post sich von "quick&dirty" über "notwendige Komponente" hin zur "Luxuslösung" steigert. (an meinen literarischen Fähigkeiten werde ich noch üben)

    Zitat von "skyworker"


    Ich wiederhol mich ungern, aber hilfreich ist meiner bescheidenen Meinung nach wirklich nur, erst mal zu ermitteln, was da vorne fehlt.

    Was sich aber je nach Band ändern kann.

    Natürlich könnte man eine Gruppe dafür verwenden, wenn man mittels Pan routet bleibem einem noch eine Stereo und eine Mono Gruppe übrig, nicht gerade üppig aber im Grunde ausreichend. Wenn das Pult immer vom Hauspersonal bedient wird kann man verschiedenste Sonderlösungen einrichten.
    Bin mal über eine Installation gestoplert bei der die Pa über einen Postfade Aux angesteuert wurde, der Master wurde für etwas anderes gebraucht.

    Wenn aber Bandtechs ans Pult sollen, sollte es möglichst konventionell zu bedienen sein.

  • mringhoff
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    • 30. März 2011 um 14:26
    • #17

    Also wenn es für Installation sein soll, dann würde ich ehrlichgesagt einer der beiden Post-Auxen opfern. Dann gibts halt nur einen Effekt....

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  • Campfire
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    • 30. März 2011 um 15:22
    • #18

    ich find die Sumischer-Option ganz nett, kann man das aus den Direkt-Outs oder gruppen draufstöpseln was man so braucht.....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. März 2011 um 18:45
    • #19
    Zitat von "skyworker"

    Was die Filter angeht: selbst wenn meine Hauptlautsprecher und das Fill identisch sind, würde ich nicht zwingend zum gleichenFilter greifen - in aller Regel sollte ja die Hauptbeschallung etwas potenter durch Bassunterstützung sein. Dadurch ergibt sich oft schon eine andere Filterung. Wenn ich - wie meist der Fall - verschiedene Lautsprecher habe, dann brauche ich auch verschiedene Filter. Der Filter muss zur Box passen.


    Gerade weil ein Filler nur füllen soll und nicht als Haupt PA dienen, ist es egal welcher Filter. Geht auch ohne gut, da nicht voll aufgerissen wird.
    Nur bei gleichen Filtern habe ich auch gleiche Verhalten (nicht nur Phase).

  • wora
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    • 30. März 2011 um 19:50
    • #20

    ich verstehe deinen denkansatz auch nicht.
    also wenn schon filter, dann sollten sie aus elektrischer sicht auch zu den nearfill-boxen passen und nicht zu den hauptsystemen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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