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  5. Boxen und Amps

Pegelanpassung für Amps

  • Headbanger
  • 25. April 2003 um 13:19
  • Headbanger
    Beiträge
    5
    • 25. April 2003 um 13:19
    • #1

    Hi Leute !

    Veranstalterlatain oder ist was wahres dran :
    "Die Amps immer voll aufdrehen und die Pegel am Controller anpassen !"
    Ich speziell haben am Controller ausschließlich EV-Amps hinter. Was macht es (technisch gesehen) für einen Sinn, den Pegel am Controller auf den gewünschten Wert herunterzuregeln, anstatt an der Endstufe selber (und hätte dabei eine besseres S/N-Verhältnis als wenn ich am Controller bereits absenke).
    Wenn nicht, wozu haben die Amps denn dann die Regler dran ???
    Da der Signalweg in einer Reihe aufgebaut ist, ist es doch egal, wo ich herunterdrehe ? Fakt ist doch letztendlich, daß der Pegel so weit wie möglich nach hinten hoch gehalten werden muß ! Oder gibt es da noch einen Haken, an den ich nicht gedacht habe, der ausschließlich solchen Leute bekannt ist ?
    Der Hintergrund war mein letzter Artikel, indem ich mich informiert hatte, warum EV-Amps bei weniger Aussteuerung wärmer werden, als bei Vollaussteuerung ... Erklärung war die EV-Philosophie, die dem Class-A-Treiber kontinuierlich einen hohen Ruhestrom gönnt - die temperaturgesteuerten Lüfter aber an der B-Endstufe sitzen und die Wärme bei Teilaussteuerung weniger abgeführt wird !

    Gruß >>> Michael <<<

    Harte-Lenden-Sprüche : Schaltpläne sind was für Weicheier !

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 25. April 2003 um 13:24
    • #2

    Grüsze,

    Das macht man nur, damit nicht irgendwer an den Amps rumdrehen kann! Zumindest nicht lauter drehen ;)

    mfg
    JF

  • CaptainChaos
    Profi
    Beiträge
    236
    • 25. April 2003 um 14:22
    • #3
    Zitat von &quot;JF&quot;


    Das macht man nur, damit nicht irgendwer an den Amps rumdrehen kann! Zumindest nicht lauter drehen ;)

    Da ist in der Tat was dran :) So halte ich es meist auch wenn ich nicht dabei bin ;)

    Ansonsten wuerde ich lieber den (digitalen) Controler "moeglichst" weit aufdrehen natuerlich unterhalb seiner max dBu und die Amps zureuck.
    Einfach wegen dem Rauschabstand den man dadurch gewinnt. Ein Gain am Amp ist analog da ist es wohl nicht so wichtig wo er steht zumindest fuer den Rauschabstand aber ....

    Im Kopf uebelege ich meist fuer neue Amps in etwa wo der Gain des Amps dann hin muss. z.B. Controller gibt max 14dBu raus Verstaerker darf aber nur 4dBu dann muss ich den Amp um 10 db zurueckdrefen sonst Cliped er. Dazu kann man sich "theoretisch" ueberlegen was fuer Leistung aus dem Amp kommen soll.

    Mal angenommen ich habe einen Amp in Bruecke. Ich nehme das als Beispiel weil ich es gerade noch so im Kopf habe.

    Der macht max 42 dBu am Ausgang. (RMX2450) bei einer Verstaerkung von 40dB und einer Eignagsempfindlichkeit von 2dBu
    Bei full Gain darf ich also 2dBu reinschieben.
    Wenn meine Controller nun 14dBu rausgibt ist der Amp schon am clipen.
    da er ja nur max 2 dBu ohne clippen schafft. Also muss der Gain zurueck. um 12db.
    Ausrechen kann man das von vorne also Eigangsempfindlichkeit aber auch von hinten mit der Max Leistung. Das habe ich im Beispiel hier so gemacht.

    Um ein Gefuehl fuer die Leistung bei bestimmten Einganswerten zu bekommen kann man sich auch die folgenden Formeln nehmen und mal eine Beispielrechnung machen.

    Unkommentiert von einem Schmierzettel.

    Werte: RMX 2450
    Voltage Gain: 50x(34dB) in bridge mono 40dB
    Input Sensitivity, V RMS 1,23 V (+4,0dBu) @ 8Ohm

    Output(4Ohm): (full gain) (-10db gain) (-12db gain)
    2400W -> 98 V -> 42dBu - 40dB = 2dBu 12dBu 14dBu
    1890W -> 87 V -> 41dBu - 40dB = 1dBu 11dBu 13dBu
    1480W -> 77 V -> 40dBu - 40dB = 0dBu 10dBu 12dBu
    1200W -> 69 V -> 39dBu - 40dB = -1dBu 9dBu 11dBu

    Das wird helfen zu Verstehen was ich da gerechnet habe.

    Formeln
    U -> dBu dBu = 20 x Log (volts1/0.775)
    dBu -> U U = 10^(dB/20) x 0,775
    P = U * I
    I = U/R
    P = U^2/R

    (Keine Garantie das das 100% OK ist :oops: )

    Jau das ist die Theorie. Die man im Hinterkopf behalten kann.

    In der Praxis stellt man dann doch nach Gefuehl und vorallem alles anders eine :wink:


    Bye
    Holger

    Gruss

    Holger Steppke

  • LARS
    Beiträge
    981
    • 28. Mai 2003 um 10:28
    • #4

    ich würde die Regler der Amps etwas zurückdrehen. Gerade im Hochton- Weg bei aktiver Signalführung macht das Sinn, da so ein Knacken oder ähnliches Fehlsignal nicht voll-verstärkt in den Lautsprecher haut. Der Driverack PA-Controller von DBX ist dafür bekannt, dass er beim Abschalten ein starkes Knacken verursacht. Ich selber habe diesen Controller und drehe deshalb bei der HF-Amp den Regler auf Mittelstellung.

  • alter ego
    Beiträge
    1.933
    • 28. Mai 2003 um 11:17
    • #5

    ach, nochwas: bei älteren Amps nicht ganz aufdrehen, sondern eine Rastung vor dem Ende, bei dreckigen Potis sorgt das für weniger ausfälle...

    laut statt hell!

  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 28. Mai 2003 um 13:22
    • #6
    Zitat von &quot;LARS&quot;

    ich würde die Regler der Amps etwas zurückdrehen. Gerade im Hochton- Weg bei aktiver Signalführung macht das Sinn, da so ein Knacken oder ähnliches Fehlsignal nicht voll-verstärkt in den Lautsprecher haut. Der Driverack PA-Controller von DBX ist dafür bekannt, dass er beim Abschalten ein starkes Knacken verursacht. Ich selber habe diesen Controller und drehe deshalb bei der HF-Amp den Regler auf Mittelstellung.

    also so ziemlich alle Geräte geben ein "Knacken" beim Ausschlaten von sich, weshalb man immer den AMP zuletzt an und zu erst aus schalten sollte...

    Dann erledigt sich auch das KKnacken von deinem Controller...

    MfG Johannes Pradler

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

    _______________

    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
    Geschäftsführer
    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • LARS
    Beiträge
    981
    • 28. Mai 2003 um 13:44
    • #7

    denk aber auch an Stromausfälle ! :wink: Da knackts ohne Vorwarnung!

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