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Bässe - Aufstellung

  • krzysztof schwierz
  • 3. Mai 2011 um 16:18
  • krzysztof schwierz
    Gast
    • 3. Mai 2011 um 16:18
    • #1

    Hallo,

    eine kleine Frage, die für die meisten von Euch sicherlich längst klar ist, konnte aber durch die Suchfunktion meine Frage nicht beantworten...

    bei einem unseren letzten Gigs, hatten wir das Gefühl, dass wir mal lauter, mal leiser spielen, obwohl keiner an der Lautstärke geregelt hatte...

    Kann es damit zusammenhängen, dass die Subs zu nah aneinander waren?
    Es war ca. max. 4m.

    Es soll ja heißen, die Subs nebeneinander stellen oder möglichst weg voneinander, d.h. L und R.

    Und nun die eigentliche Frage – kann man eine minimale Entfernung zwischen 2 Subs bestimmen, ab der man sicher sein kann, dass es zu Auslöschungen kommen wird, bei denen es schon sicherlich vorteilhafter wäre die Subs nebeneinander zu stellen?

    Danke - mit freundlichen Grüßen

  • Online
    SebastianJaeger
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    • 3. Mai 2011 um 17:33
    • #2

    Hallo,

    die Kopplung der Subs fällt weg, wenn der Abstand (Mitte, Mitte Sub) größer ist, als die halbe Wellenlänge der zu übertragenen Freqeunz.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • Jonnytrance
    Gast
    • 3. Mai 2011 um 18:31
    • #3

    Was im Falle von Threadstartet 1,4m macht.

    Christoph
    Du hast doch noch TSM Subs, oder?

    Da man sich auf die Bühne bewegt, kann es zu diesem "Effekt" kommen. Aber auch nah stehende Wände können Interferenzen verursachen.

  • krzysztof schwierz
    Gast
    • 3. Mai 2011 um 19:33
    • #4
    Zitat

    die Kopplung der Subs fällt weg, wenn der Abstand (Mitte, Mitte Sub) größer ist, als die halbe Wellenlänge der zu übertragenen Freqeunz.

    Ist die Kopplung desto größer desto kleiner der Abstand ist? (d.h. kleiner, aber natürlich größer als die halbe Wellenlänge der zu übertragenen Freqeunz bzw. die von Eugen angesprochenen 1,4m für meine TSM Subs.

    Danke! :)

  • Online
    SebastianJaeger
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    • 3. Mai 2011 um 20:07
    • #5

    Hi,

    je näher die Subs zusammenstehen umso höher ist die Frequenz bis zu der die Subs koppeln.
    f=c/Lamda

    sollen die Subs also bis zu einer Frequenz von 140 Hz koppeln weil Sie bei 140Hz getrennt werden dann:

    Lamda=c/f
    L= 340/140
    L= 2,42m

    Lamda Halbe dann bei 1,21m

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • tufkaklto
    Profi
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    • 3. Mai 2011 um 20:19
    • #6

    Bei lambda 1/2 löschen sie, bei Lambda 1/4 bis 1/3 koppeln sie.

    Man sollte sich das auch für die unterschiedlichen Frequenzen genau ansehen, was passiert

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • bemi
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    • 3. Mai 2011 um 21:07
    • #7
    Zitat von "klauston"

    Bei lambda 1/2 löschen sie, bei Lambda 1/4 bis 1/3 koppeln sie.

    in 90°, also quer zur Bühne!

    Nach vorn koppeln sie gerade noch so, also gerade noch so keine lobes; wobei das alles analog passiert, also nicht "bei 140 koppeln sie noch, bei 141 ist Chaos". Zu bedenken ist weiterhin, dass die am controller eingestellte Trennfrequenz nicht der akustischen Trennfrequenz entspricht und dass aus (generell ziemlich üppig dimensionierten) Subs auch 1/2 Oktave über der technischen Trennfrequenz noch ordentlich Pegel kommt.

    Im Coverbereich gern gesehenes Beispiel: Subs auf 100Hz mit 12dB Steilheit trennen, Subs um 12dB anheben -> neuer "0dB Punkt" 200Hz ... Und vorher hat man berechnet, dass die Subs 1.7m auseinanderstehen können unter der Annahme, dass sie noch zu 100% koppeln. Ergebnis: lowmids an jeder Stelle des Raums unterschiedlich (da die in ähnlicher Lautstärke aus vielen Quellen kommen, Tops und Subs und zusätzlich in nicht allzugroßen Venues da auch gern noch eine stehende Welle vorhanden ist).

    Stehende Wellen sind imo das größere Problem des OP. Die gibt es auch mit genau 1 Sub ...


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Jonnytrance
    Gast
    • 3. Mai 2011 um 21:29
    • #8
    Zitat von "bemi"


    Im Coverbereich gern gesehenes Beispiel: Subs auf 100Hz mit 12dB Steilheit trennen, Subs um 12dB anheben -> neuer "0dB Punkt" 200Hz ...


    Nö... je nach Filterart 200Hz bei -3 bis -6dB :wink: (auch der Fall bei 100Hz)

    @klauston
    bis Lambahalbe wird noch koppeln "nach vorne" ganz gut.

  • Jens Droessler
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    • 3. Mai 2011 um 22:47
    • #9

    Ja, in der Lambadahalle wird auf so kurze Distanz gekoppelt...

    Solange das Koppelkriterium erfüllt ist, kommen 6dB dazu. Allerdings nur dann, wenn das Koppelkriterium über ALLE Boxen erfüllt wird. Reicht es nur von Chassis zu Chassis, entstehen zwar keine zusätzlichen Lobes, aber die 6dB gehen mit steigender Stackbreite bzw. -höhe auf 3dB zurück (zumindest auf das zu beschallende "Feld" betrachtet).

  • Jonnytrance
    Gast
    • 3. Mai 2011 um 22:55
    • #10

    Logisch, ein breites Thema, nur geht hier um nur 2 Bässe. Was die Sache auch nicht leichter macht.
    Wände, Decke, Möbel usw. haben das Wörtchen mitzureden.

  • Kracky
    Profi
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    • 4. Mai 2011 um 10:22
    • #11

    Sorry, wenn ich euch bei euren Basstheorien störe aber ich glaube gerade in dem Bereich sind Kammfiltereffekte doch wohl am ehesten unauffällig, ich meine da ehr ein allgemeines Problem mit eben diesen raus zu hören was viele Ursachen haben kann, auch entsprechend falsche Aufstellung ist hier ein dann das Thema. Wo ich mir jetzt gerade etwas den Kopf mache, sollten die Jungs das überhaupt mit bekommen wenn das Monitoring funktioniert, oder war dort keines im Einsatz?

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • krzysztof schwierz
    Gast
    • 4. Mai 2011 um 11:12
    • #12

    Kein Monitoring - ist ja nur eine kleine Band - 2 Mann - und genauer 1 Mann und 1 Frau ;)

    Live nur Gesang und bei ca. 40% der Songs 2x Saxophon bzw. 1x Sax 1x. Accordion - der Rest Keyboyard bzw. mp3.

    Ich weiß aber schon mehr - so danke Euch Allen - mfG :)

  • Jens Droessler
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    • 7. Mai 2011 um 03:55
    • #13

    Im Bassbereich sind Kammfiltereffekte unauffällig? Ich behaupte mal, da sind sie am ehesten wahrzunehmen und auch am störendsten. Die entstehenden "Löcher" auf der zu beschallenden Fläche sind ja gleich riesig.

  • AlphaC
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    • 7. Mai 2011 um 19:06
    • #14

    Wow... ähm.... die Postings gehen ja teils ganz schön auseinander... und wild sowieso. Also der Reihe nach:

    Grob verallgemeinert ist es ersteinmal zutreffend, dass sobald die Quellen weiter von einander entfernt sind, als die halbe Wellenlänge der höchsten zu übertragenden Frequenz, zwangsläufig Nebenkeulen (engl.: "lobes") entstehen. Im Midrange und höher passiert dass in der Praxis fast immer und ist dort auch zum Teil ein Bestandteil der Stereowahrnehmung. Die Quellen (rechtes Top - linkes Top) sind fast ausnahmslos weiter von einander weg als "Lambda-halbe"...

    Wie sich das im "Druckbereich" (also Bass) verhällt ist ein wenig abhängig von der Trennfrequenz der Bässe zum Top. Allzu hohe Trennfrequenzen sind in den letzten Jahren richtiger Weise aus der Mode gekommen. Etwa ab 150Hz aufwärts wird tieffrequentes Signal räumlich ortbar - darunter ist eher nicht.

    Dann kommt dazu, wie das in der Praxis lösbar ist. Braucht man die Bässe als "Unterbau" für die Tops, dann ist deren Position meist durch die Bühnenbreite festgelegt. Also rechts ein Stack - links ein Stack. In solchen Fällen wird man im Bass fast immer Kompromisse eingehen müssen, weil die Tops schlicht zu weit auseinander sind, als dass die Bässe gleichmäßig spielen könnten. Können die Tops geflogen werden, dann sieht das schon deutlich entspannter aus. Dann kann man die "Lambda-halbe"-Geschichte auch beachten. Übern Daumen kommt man damit auf rund 1m Abstand zwischen den Bässen (also Mitte Subwoofer => Mitte Subwoofer) für eine Grenzfrequenz von 160Hz. Aus der Praxis kann ich aber berichten, dass auch ein Mittenabstand der Subs von 2m noch gute Ergebnisse erzielt. Nach "Lambda-halbe-Gesetz" ist dort die volle Kopplung zwar erst unter 80Hz gegeben, aber der Übergang ist ja, wie bereits erwähnt wurde, fließend und damit wenig störend.

    Wenn die Bühne sehr klein ist und die Tops geflogen werden, dann gäbe es außerdem noch die Möglichkeit, die Subs nur auf eine Seite der Bühne zu stellen. Die Abstrahlung ist dann fast Kugelförmig und entsprechend gleichmäßig.

    Abschließend noch eine kurze Anmerkung zum Post vom Bemi: Die "akustische" Trennfrequenz beschreibt die Übertragungsfunktion von Lautsprecher+Filter, also den Punkt, an dem der Pegel vom Mittelwert des Frequenzgangs des betreffenden Lautsprechers (Weges) um 3 bzw. 6dB abgefallen ist. Bsp.: Lautsprecher fällt bei Frequenz X um 12dB ab + Filter erzeugt zusätzliche Dämpfung von 12dB bei Frequenz X, dann ist die "akustische Übertragungsfunktion" -24dB bei Frequenz X. Wenn die Pegelverhältnisse der Bässe und Tops zueinander geändert werden, dann verändert sich deshalb nicht deren akustische Trennfrequenz. Lediglich der "Punkt" an dem die Frequenzgänge beider Wege "aufeinander treffen" verschiebt sich...

    Wenn die Subs zu hoch zu den Tops getrennt werden und die Bässe deutlich lauter sind als die Tops, dann kann es natürlich sein, das der obere Bassbereich "überpräsent" ist. Dem könnte man mit einem Hi-Shelv Filter im Bassweg gut beikommen. Aber daran denken: Das Filter beeinflusst die Phase - Das Delay zwischen Bässen und Tops ist ggf. zu korrigieren!

  • bemi
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    • 7. Mai 2011 um 20:46
    • #15
    Zitat von "AlphaC"


    Abschließend noch eine kurze Anmerkung zum Post vom Bemi: Die "akustische" Trennfrequenz beschreibt die Übertragungsfunktion von Lautsprecher+Filter, also den Punkt, an dem der Pegel vom Mittelwert des Frequenzgangs des betreffenden Lautsprechers (Weges) um 3 bzw. 6dB abgefallen ist. Bsp.: Lautsprecher fällt bei Frequenz X um 12dB ab + Filter erzeugt zusätzliche Dämpfung von 12dB bei Frequenz X, dann ist die "akustische Übertragungsfunktion" -24dB bei Frequenz X. Wenn die Pegelverhältnisse der Bässe und Tops zueinander geändert werden, dann verändert sich deshalb nicht deren akustische Trennfrequenz. Lediglich der "Punkt" an dem die Frequenzgänge beider Wege "aufeinander treffen" verschiebt sich...


    hmmm - das sehe ich anders. Die akustische Trennfrequenz ist die Frequenz bei der am Meßpunkt die getrennten Wege gleichen Pegel haben. Das was du beschreibst ist die durch die Übertragungsfunktion des Lautsprechers korrigierte technische Trennfrequenz. Jedoch gehe ich davon aus, dass die beiden Wege bei der Trennfrequenz noch nicht wesentlich von der Ideallinie abweichen - sei es mechanisch oder elektronisch bedingt.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Kracky
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    • 8. Mai 2011 um 01:44
    • #16
    Zitat von "Jens Droessler"

    Im Bassbereich sind Kammfiltereffekte unauffällig? Ich behaupte mal, da sind sie am ehesten wahrzunehmen und auch am störendsten. Die entstehenden "Löcher" auf der zu beschallenden Fläche sind ja gleich riesig.

    Riesig, ist das richtige Stichwort, wir haben große Flächen in denen das Signal überspricht, aber auch große Flächen in denen das Signal zu schwach ist, aber diese wechselt sind aufgrund der Wellenlängen meist weit fließender und weit weniger häufig. Bei höheren Frequenzen ist der Wechsel zwischen übersprechen und zu schwachem Signal weit häufiger und teilweise auch schärfer getrennt, dadurch sind diese meiner Meinung nach weit auffälliger. Aber es ist auch richtig was hier gesagt wurde, das gehört teilweise zu Signalbildung in den Bereichen dazu.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • krzysztof schwierz
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 10:51
    • #17

    Hmmm... ein so altes Thema und es kommt trotzdem zu einer interessanten Diskussion - das finde ich gut und lerne gerne dazu... - danke - mfG :)

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