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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Vorteil von Bassreflexkanälen in den ecken gegenüber kanal?

  • Thomas
  • 26. April 2003 um 23:35
  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 26. April 2003 um 23:35
    • #1

    Hi Leute ich bastel im Moment an einem neuen Prototypen für ein paar nette bassreflex boxen und grübel schon den halben tag darüber ob ich nun einen kanal auf den boden der box mache oder 4 stück in die ecken verlegen soll.

    ich kann da irgendwie keinen großen vorteil von der eckvariante feststellen.

    also ich sehe das so: eckvariante stabilisiert das gehäuse zusätzlich etwas, einziger vorteil den ich sehe.


    bodenvariante sorgt dafür für eine bessere ankopplung an den boden.

    taumeln wird die membran bei den heutigen lautsprecher in einem reflexgehäuse sowieso nicht.

    wenn man wirklich gleichen querschnitt nimmt dürfte es doch eigentlich bis auf diese beiden dinge egal sein was man da macht.

    wenn ich da noch irgend nen argument vergessen habe, sagt bescheid ;)

    achja und ich bitte meine konfuse schreibweise heute zu entschuldigen, ich bin irgendwie total von der rolle.

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 26. April 2003 um 23:58
    • #2

    Taumeln oder nicht - darüber kann man streiten.
    Die meisten hier glauben einen klanglichen Vorteil bei 4 Eck-Kanälen auszumachen.
    Immerhin wird auch das Boxenvolumen allseitig und symmetrisch angekoppelt.
    Und die Bodenkopplung geschieht dann zu 100%, wenn der Kanal "viel weniger" als eine Wellenlänge vom Boden weg ist. Wellenlänge bei 50Hz ist 7m. Selbst wenn man für "viel weniger" 1/10 annimmt, darf der Kanal immer noch 70 cm vom Boden weg sein.
    Auch nicht ganz unerheblich: der gesamte Umfang der Tunnel, denn der ist für die Grenzflächenreibung zuständig. Und hier kommen flache und breite "Schlitze" nicht gut weg.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 27. April 2003 um 00:03
    • #3

    jo mhh najo großer kanal ist nur um einiges einfacher...
    auch schneller zu dimensionieren, weil die abstimmfrequenz kann man ja sowieso nur nachmessen.

    naja mal sehen was ich mache, aber klangliche vorteile naja vieleicht mit viel gutem willen ;)

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 27. April 2003 um 00:54
    • #4
    Zitat von "Thomas"

    ... die abstimmfrequenz kann man ja sowieso nur nachmessen.


    Vom "nachmessen" der Abstimmfrequenz wird hier öfters gesprochen. Ich weiß nicht, ob allen klar ist, dass Hubminimum und Impedanzminimum nicht bei der gleichen Frequenz liegen.

    Zitat

    naja mal sehen was ich mache, aber klangliche vorteile naja vieleicht mit viel gutem willen ;)


    Aber der versetzt ja bekannlich sogar Berge (von Speakern?) :)

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 27. April 2003 um 01:02
    • #5

    Ich habe das so gemacht, weil man dann einiges an Raum und Gewicht spart. Die Ecken werden versteift, der Tunnel muss etwas kürzer sein, man spart Versteifung.
    So werden die Dinger dann kleiner und leichter.
    Ausserdem treten in grossen breiten Tunneln wohl auch noch zusätzliche Resonanzen und Verwirbelungen auf. Ist aber anscheinend weg, wenn man ein Brett zur Teilung in die Mitte setzt.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 27. April 2003 um 01:34
    • #6

    und noch was, wo ichs gerade gesehen habe: Die warme Luft kann recht gut aus dem Gehäuse abgeführt werden. Geht nicht, wenn der Kanal nur unten ist.
    Durch Konvektion geht die kalte Luft unten rein und die warme oben wieder raus. Wenn man dann statt dem dichten Stoff Lochblech verwendet oder die Öffnungen frei lässt, geht das wahrscheinlich ganz wunderbar.
    Sollte man bei der Leistungsdichte von heutigen speakern ja unbedingt auch dran denken. Zumindest werden die dann wohl etwas länger leben.
    Wenn man das Ganze vorher simuliert, ist doch die Abstimmung kein Problem. Man muss ja nicht zu 100% genau auf die festgelegte Frequenz bestehen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 27. April 2003 um 08:48
    • #7

    Morgen,

    Naja, du nutzt die Frontflaeche besser aus. Bei gegebener Schallwandgroesse kriegst du so die groesste Tunnelflaeche und durch die groessere Tiefe bringt man auch entsprechende Tunnellaengen unter. Wenn ich eine 60x60cm Schallwand hernehme, dann geht sich mit Eckkanaelen 800cm² Tunnelflaeche fuer einen 18" aus. Und wenn di Boxen nicht so hch werden, wirst du bei dem einen oder anderen Clubgig froh sein, die 10cm gespart zu haben, denn da passierts ja immer wieder, dass du nur eine Hoehe von runden 2m oder 2,4m hast.

    Gratis Versteifung fuers Gehäuse bringen die Ecktunnel auch.

    Das "Tuningproblem" mit dem Korrekturfaktor etc hast du bei einem Tunnel am Boden ja auch.

    CU
    Martin

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 27. April 2003 um 08:55
    • #8

    cyberlight: genau, keep cool 8)

    Thomas:

    der Kanal wird kürzer, gerade bei tiefer Abstimmfrequenz, wenn der Kanal kaum mehr in die Box paßt ein nich zu unterschätzender Vorteil :wink: .

    berechnen: Symmetrie ausnutzen und einen Kanal quadratischen Querschnittes berechnen und diesen dann diagonal in die Eckkanäle teilen. Kommt gut hin. Der Rest ist Feinarbeit, aber die hast Du bei jeder Tunnelform.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 27. April 2003 um 10:41
    • #9

    so ist es ideal


    http://www.clair-audio.com/products/cs-18.htm

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 27. April 2003 um 11:04
    • #10

    ja das weiß ich ja auch alles.
    das die kanäle in den ecken kürzer werden, da der port ja virtuell durch die seitenwände verlängert wird...
    die optimale frontausnutzung ist auch klar, nur ich habe für beide varianten genug platz auf der front...

    und 60 cm höhe find ich für z.b. nen 18ner sub zu wenig.
    da kommt man ja gerademal auf 1,2 meter bei 2 stück.
    ich finde 70 -75 cm höhe sinnvoller, da erreicht man ne vernünftige stacking höhe fürs top.

    nunja ich werd wohl die eckvariante nehmen, da ich beim achenbach sub klauen kann ;)
    mein volumen wird nämlich sehr ähnlich und ich will bei ca 44-45 hz tunen, da kommt mir die achenbach kiste schon sehr gelegen, da die dort bei 46 hz tunen. kanäle werd ich für den ersten test mit 32 cm veranschlagen und dann je nach bedarf absägen...

    da hab ich schonmal nen guten anhaltspunkt wie lang die reflexkanäle bei der frontfläche werden müssen, hatte auch an 500 qcm gedacht.
    der rest wird nachgemessen und nachoptimiert.

    weiß jemand ob die tuningfrequenz bei dem bauvorschlag wirklich auf 46 Hz liegt? Hat das mal jemand nachgemessen?

    mehr reflexfläche ist bei mir nicht möglich, da ich maximal 50 cm tiefe bei dem sub haben will, und deswegen der reflexkanal nicht viel länger als 30 cm sein sollte.... sonst gibts da vermutlich kompressionsprobleme.

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 27. April 2003 um 11:38
    • #11
    Zitat von "Thomas"


    und 60 cm höhe find ich für z.b. nen 18ner sub zu wenig.
    da kommt man ja gerademal auf 1,2 meter bei 2 stück.
    ich finde 70 -75 cm höhe sinnvoller, da erreicht man ne vernünftige stacking höhe fürs top.

    Hmm, grosse VA - geflogene Tops

    kleine VA, grosse Buehne - Stacks auf der Buehne und der bass ist schon in Kopfhoehe. Dafuer gibts Troubles, weil man mit nem hohen Stack dann schon an der Decke ist.

    Kleine VA, kleine Buehne - Zur Not die Boxen neben der Buehne und 2 Paletten drunter, bringt 30cm. Direkt am Boden hat man die Boxen ja nie stehen. Speziell draussen.

    Du hast eher weniger Probleme mit der Tiefe als mit der Hoehe. Da gibt/gab es hier Lokale, da hast du bei 2m Stackhoehe mit dem HF Horn genau auf die PAR's geblasen.

    CU
    martin

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 27. April 2003 um 12:53
    • #12

    soweit klar, nur hab ich folgendes vor, die kisten sind vertikal und horizontal stackbar.

    das heißt ich kann je nach bedarf auf ca 1,2 meter oder 1,5 meter kommen.
    so hab ich mir das vorgestellt.
    habe ja die gehäuse sowieso schon fertig...
    nun kommt front und bassreflexkanäle.
    ist mehr oder weniger ein umbau.
    am proto wird getested und danach bei allen 4 subs umgebaut...

    wird was sehr lustiges, falls es so funktioniert wie ich mir das vorstelle gibts nachher auch nen paar Infos.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 27. April 2003 um 16:22
    • #13

    Ich mache meine Bässe auch noch höher. Werden an das Design der Tops angepasst.
    Was tthorsten da geschrieben hat, scheint mir nicht so ideal. Viele kleine Kanäle verursachen auch wieder Probleme.
    Ausserdem verschenkt man damit viel Platz.
    Ich brauche laut meiner Simu nicht mal 340cm² Platz. (max. 19m/s)
    Bei 18" sieht das allerdings wohl etwas anders aus.
    Hier wurde auch schon häufig geschriebne,. dass man die Rohre besser erst 5cm kürzer macht, weil verlängern einfacher ist.

    SRAM: 8)

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