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Linearray - Active Radiation Factor Frage

  • tf1973
  • 24. Juli 2011 um 08:02
  • tf1973
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    21
    • 24. Juli 2011 um 08:02
    • #1

    Hallo,

    wenn ich das richtig verstanden habe, sollte bei einem Linearray der Abstand zwischen den Hochtoneinheiten gering wie möglich sein - um die kohärente Wellenfront bis zu einer höchstmöglichen Frequenz zu ermöglichen. Beim Betrachten des Meyersound M'elodie ist mir aufgefallen das der Abstand zwischen den Hochtoneinheiten recht groß ist, also das Verhältnis von Hornöffnung zum "Holz". Oder wird das einfach nur überbeweret? Danke schonmal für eure Antworten.

  • AlphaC
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    • 24. Juli 2011 um 09:51
    • #2

    Grundsätzlich gilt natürlich, dass der Quellenabstand so gering wie möglich sein sollte. Beim Hochtonhorn in dem Fall handelt es sich um eine langgestreckte Quelle, welche insich (hoffentlich) kohärent als Linienquelle funktioniert. Beim Anreihen weiterer Module entstehen dann bei höchsten Frequenzen natürlich leichte Unstetigkeiten in der Zylinderwelle, wenn der Abstand zu groß wird. In wiefern das kritisch ist lässt sich so von ferne schlecht sagen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen von welchen Abständen wir da bei welchen Frequenzen reden hier mal ein paar Wellenlängen...: 1kHz (344mm) / 2kHz (172mm) / 4kHz (86mm) / 8kHz (43mm) / 16kHz (22mm) ... 8)

  • Volker Holtmeyer
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    • 24. Juli 2011 um 13:45
    • #3
    Zitat von "tf1973"

    Oder wird das einfach nur überbewertet.

    Ja.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 24. Juli 2011 um 16:58
    • #4

    über welche abstände reden wir denn genau? das ergebnis bei "idealen" schallquellen wäre leicht durchrechenbar.

    man sollte auch das bündelungsverhalten der einzelschallquellen im hinterkopf behalten, wenn man sich gedanken zum quellenabstand macht.

  • tf1973
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    21
    • 25. Juli 2011 um 03:34
    • #5

    Mal praktisch gesprochen sind es in den meisten Fällen bei einer Verwendung von 15mm Holz für das Gehäuse von Unterkante eines Array Elements bis Oberkante darunter angeordnetes Element 30mm :) Der ein oder andere Hersteller verwendet dünneres Holz ober- und unterhalb des Hochtonhornes oder gar keins. Ich gehe von aus das viele Hersteller mit den 30mm leben können (oder müssen aus produktionstechnischen oder Kostengründen für das Gehäuse). Nur ist mir beim M'elodie aufgefallen das da extrem viel Holz zwischen den Hochtonkanten der Elemente ist.

    Klar - je nach Curving und Abstrahlwinkel überlappen sich die Hochtonwellen der einzelnen Elemente sowieso irgendwann. Daher meine Frage ob der Abstand einfach überbewertet wird beim Design eines Linearrays.

  • Volker Holtmeyer
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    • 25. Juli 2011 um 13:40
    • #6

    Es zählt ohnehin der Abstand von Center zu Center der Hochtöner respektive Waveguides (oder auch dessen einzelner Austrittsöffnungen).

    (vgl.: Auch beim maximalen Abstand bei Subwoofern geht man ja z.B. bei Doppel-18" vom Center der einen Pappe zum Center der nächsten Pappe im benachbarten Sub aus und nicht etwa vom Abstand zwischen den Gehäusen. :wink: )

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • ralle14
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    • 25. Juli 2011 um 15:42
    • #7

    Naja wenn das Waveguide eines Elements eine kohärente Wellenfront bildet, kann man schon vom Abstand WG <-> WG ausgehen.

  • AlphaC
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    • 25. Juli 2011 um 21:02
    • #8

    ...weil man den Diffraktionsspalt auch als langgestreckte, virtuelle Schallquelle betrachten könnte... (?! 8) )

  • Volker Holtmeyer
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    • 25. Juli 2011 um 22:49
    • #9
    Zitat von &quot;ralle14&quot;

    Naja wenn das Waveguide eines Elements eine kohärente Wellenfront bildet, kann man schon vom Abstand WG <-> WG ausgehen.

    Ne, die 18"-Pappe strahlt ja auch über die gesamte Breite (ziemlich) kohärent ab.
    Sobald die Quelle nicht mehr zusammenhängend ist, muss man von einem akustischen Zentrum in der Mitte ausgehen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Jonnytrance
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 10:59
    • #10
    Zitat von &quot;Volker Holtmeyer&quot;

    (vgl.: Auch beim maximalen Abstand bei Subwoofern geht man ja z.B. bei Doppel-18" vom Center der einen Pappe zum Center der nächsten Pappe im benachbarten Sub aus und nicht etwa vom Abstand zwischen den Gehäusen. :wink: )


    Meinst du linker Chassis des linken Subs wird zum rechtem Chassis rechten Subs berechnet, oder hab ich das falsch verstanden?
    Also, speziel bei Subs (lange Wellen) werden 2 nahliegende Schallquellen als eine betrachtet. Da für ne bestimmte Wellenlänge egal ist wie breit der Sub wird, sollte man Mitte zur Mitte berechnen. Oder hab ich ein Gedankefehler?
    Bei doppel, oder trippel Subs hat mich das immer irretiert und um kein Fehler zu machen, hab ich einfach hochkant aufgestellt :D

  • Volker Holtmeyer
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    • 26. Juli 2011 um 12:03
    • #11
    Zitat von &quot;Jonnytrance&quot;

    Meinst du linker Chassis des linken Subs wird zum rechtem Chassis rechten Subs berechnet, oder hab ich das falsch verstanden?

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ...

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mattias bost
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    • 26. Juli 2011 um 12:53
    • #12
    Zitat

    Sobald die Quelle nicht mehr zusammenhängend ist, muss man von einem akustischen Zentrum in der Mitte ausgehen.

    Hmm? So ganz kann das nicht stimmen, mal nen Extrembeispiel:

    Zwei ideale in sich kohärent strahlende Linien von 1m Länge (und 1mm Breite, also horizontal quasi rundstrahlend). Nun der Länge nach übereinander aber mit 10mm Abstand. Für die Betrachtung der Zentren müßte ich nun noch obiger Auffassung mit einen Abstand von 1,01m rechnen. Zweifle ich an.

    Wenn das Waveguide seinem Namen wirklich Ehre macht, zählt eher der Abstand zwischen den Öffnungen, aber nicht alleinig.

    Am Bildbeispiel ist mir, folge ich dem Statement von Volker, nicht klar, warum mit einem Mal die Mitten der Chassis zählen und nicht die Mitte der Box? Man kann hier ja die ganze vordere Fläche als kohärnet strahlend annehmen. Andere Überlegung, die Box setzt sich aus ganz vielen superkleinen Chassis zusammen, dann wäre nun der relevante Abstand der, der jeweil an den zueinanderliegenden Außenkanten liegenden Zentren der superkleinen Chassis.

    Grüße
    Mattias

  • Volker Holtmeyer
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    • 26. Juli 2011 um 14:27
    • #13

    Man kann jeden Waveguide durch eine Punktquelle mit dem gleichen Öffnungswinkel ersetzen.
    Für übliche Hör- und Messabstände (je nach Größe des Line-Array-Elementes nach einigen Metern) liefert das exakt die gleichen Ergebnisse.

    Genau das wird in allen Berechnungs-Tools und Simulationsprogrammen gemacht.

    Nur gibt es in der Praxis keine kleinen Punktquellen mit kleinem Öffnungswinkel. Um einen kleinen Öffnungswinkel zu erzielen, muss die Quelle eine gewisse Ausdehnung haben. Und dann stoßen sie in einem Line-Array quasi direkt aneinander. Ob sie das tatsächlich tun, ist aber irrelevant.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mattias bost
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    • 26. Juli 2011 um 16:32
    • #14

    Hallo Volker,

    Zitat

    Man kann jeden Waveguide durch eine Punktquelle mit dem gleichen Öffnungswinkel ersetzen.

    Das gilt doch aber nur fürs absolute Fernfeld (Fraunhofer Bereich). Nur nutzt man ein Linearray ja (zumindest im Mittel-/Hochtonbereich) im Nahfeld (Fresnelbreich) und da sieht das doch erheblich anders aus. So wie ich das (etwas aus Analogie zur Optik) kenne, gibts da massive Pegelverwerfungen, zumindest bei Wellenlängen << Spaltlänge (Linelänge des einzelnen LA-Elementes und nachfolgende des LAs selbst ). In der Theorie wird doch aber ein "Spalt" aus einer unendlichen Anzahl von infinitesimal kleinen Kugelstrahlern nachgebildet und daraus der Pegelverlauf vor dem Strahler angenommen (da war was mit Kirchhoffschen Integral, hab ich nicht nachvollzogen, mir sind nur generierte Pegeldiagramme über den Abstand vor Augen). Spalt nach Spalt kann dann keine Punktstrahleransammlung (mit großen Mittenabständen) sein.

    Daß Simus da vereinfachen (müssen) ist schon klar, inwieweit das in Nahfeld oder im Bereich von Nebenkeulen (ein wesentlicher Qualitätsaspekt eines LAs) aber ausreicht...?

    Wir müssen glaube ich obendrein zwei Seiten auseinanderhalten, die eine, daß die abgestrahlte Wellenlänge >> oberhalb der Einzelspaltdimension liegt (Bassarray) oder unterhalb (Mittel-/Hochton via Waveguide).

    Zu ersterem mußt mir bitte verraten, warum dein "Bassboxbeispiel" nicht ein gemeinsames akustisches Zentrum hat sondern zweie (jedes Chassis für sich). Und ganz besonders, wie schaut es damit aus, wenn z.B. deine Bassbox statt mit 2 18"ern mit 72 3"ern bestückt wäre? Wo ist dann der Ansatzpunkt für den Lambda/2 Abstand?

    Grüße
    Mattias

  • Volker Holtmeyer
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    • 26. Juli 2011 um 21:29
    • #15
    Zitat von &quot;mattias bost&quot;

    Das gilt doch aber nur fürs absolute Fernfeld (Fraunhofer Bereich). Nur nutzt man ein Linearray ja (zumindest im Mittel-/Hochtonbereich) im Nahfeld (Fresnelbreich) ...

    Nein, tut man nicht (auch wenn das kaum jemand weiß - dem Marketing sein Dank).

    Zitat von &quot;mattias bost&quot;

    ... und da sieht das doch erheblich anders aus. So wie ich das (etwas aus Analogie zur Optik) kenne, gibts da massive Pegelverwerfungen, zumindest bei Wellenlängen << Spaltlänge (Linelänge des einzelnen LA-Elementes und nachfolgende des LAs selbst ).

    Genau deshalb.

    Durchs Curving findet das Nahfeld quasi nur über den Köpfen der Zuhörer statt. Die Ohren sind im Fernfeld.

    Zitat von &quot;mattias bost&quot;

    Zu ersterem mußt mir bitte verraten, warum dein "Bassboxbeispiel" nicht ein gemeinsames akustisches Zentrum hat sondern zweie (jedes Chassis für sich). Und ganz besonders, wie schaut es damit aus, wenn z.B. deine Bassbox statt mit 2 18"ern mit 72 3"ern bestückt wäre? Wo ist dann der Ansatzpunkt für den Lambda/2 Abstand?

    Kommt drauf an, wo die 72 3"er positioniert sind. :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tf1973
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    • 27. Juli 2011 um 03:26
    • #16

    Wegen der einheitlichen Betrachtung von Schallquellen und deren Zentren - ich habe da ein Whitepaper eines gewissen JAMES R. GRIFFIN aus dem Jahre 2003. Er macht einen Unterschied zwischen konischen Schallquellen und rechteckigen Strahlern ("Slotdrivers") in einem Linearray. Für konische Schallquellen sagt er, soll der Abstand maximal Lambda der höchsten Frequenz sein, besser ist Lambda/2. Für rechteckige Strahler gibt er er eine aktive Abstrahlfläche von mindestens 80% an - er bezieht sich da auf die Ausführungen von UREDA. Allerdings (!!!) sagt er auch das in der Praxis mit zunehmendem Abstand die einzelnen Slotdriver-Quellen wegen des vertikalen Öffnungswinkels irgendwann zusammenfallen und es natürlich Unregelmäßigkeiten gibt. Aber damit muß (und kann) man einfach leben :wink:
    Meine Frage zu Beginn des Themas ob der Abstand zwischen den Hochtoneinheiten überbewertet wird bezieht sich darauf, wie sich diese (zwangsläufigen) Unregelmäßigkeiten bemerkbar machen und wie man sie minimieren/beherrschen kann?

  • mattias bost
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    • 27. Juli 2011 um 11:15
    • #17

    Hallo Volker,

    Zitat

    Nein, tut man nicht


    "man" wohl doch, da oft mehr stumpf auf Pegel geschaut wird, nicht so sehr auf guten Frequenzgang. Es sind durchaus Lines zu sehen, bei denen 2,5m in gerader Flucht sind und nur ganz wenig Elemente darunter gecurvt. 2,5 "gerade" Meter werfen bei 1kHz 10m Nahfeld (ok, das geht überweg), bei 3kHz schon 30m und bei 10kHz 90m. die üblichen Schräglagen lassen dann die Leutchen ab 3kHz teilweise schon im Nahfelde stehen.

    Zu dem Problem der "korrekten" Betrachtung von "echten" Linienstrahlern bekommst direkte Mail von mir, ist hier vielleicht nicht so angebracht.

    Zitat

    Kommt drauf an, wo die 72 3"er positioniert sind.


    Zu meiner 3" Massenschlacht, ich habe mir erlaubt die in Spalten von 6 übereinander anzuordenen und davon dann 12 Spalten nebeneinander. Fiktive Annahme dabei, daß dein Beispiel mit 18" effektiver Membranflache wäre, meine 3" ebenfalls. Alle diese "Phantasiechassis" (also 18" und 3" ohne Rahmen und vorderer Sicke) bündig nebeneinander. Frage erneut, wo nun der Ansatzpunt für den Lamdba/2 Bezug?

    Grüße
    Mattias

  • Volker Holtmeyer
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    • 27. Juli 2011 um 11:38
    • #18

    URPS hat doch ein eigenes Brett ... :D

    Ich versteh nicht ganz, worauf du hinaus willst. Meinst du, ich schiebe beine Subs immer zu weit auseinander?!

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 27. Juli 2011 um 13:44
    • #19

    eine frage der phasenverschiebung über der abstrahlenden fläche?

  • Jonnytrance
    Gast
    • 28. Juli 2011 um 05:16
    • #20
    Zitat von &quot;Volker Holtmeyer&quot;

    Meinst du, ich schiebe beine Subs immer zu weit auseinander?!


    Also, rein simulationstechnisch gibt schon Unterschiede ob ich mehrere doppel18er (mit von dir vorgeschlagenen Abstand) oder mehrere Singles (Mitte zur Mitte) vergleiche. Man sieht was passiert bei benachbarten Frequenzen über Lambdahalbe (und je nach Filter hat man noch genung Energie dort).
    Wie schon geschrieben, ich bin die Problematik immer ausm Wege gegangen indem ich die Subs hochkant aufstellte. Profitiere dabei sogar von leichtem "Curving" in vertikale...

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