Angeregt durch diesen putzigen Beitrag
Zitat von "Wetterauer"Moin Männer,
ist das schon comedy oder redet Ihr noch über ein Pult der Profiklasse?
Ich beginne zu verstehen warum manche Firmen sich schon wieder von ... digitales Mischedelprodukt..... trennen...
versuche ich mal abzuarbeiten, wo zwischen Buschtrommel, Inkompetenz und Produktbashing der letzte Rest Wahrheit zu suchen ist.
Ich war gestern in einer Region nördlich von Frankfurt, die dem pseudonym o.g. Schreibers "großräumig" zuzuordnen ist.
Die vor Ort befindliche Veranstaltungstechnikfirma hatte dort ein sehr verbreitetes ...Mittelklassemischprodukt...aufgebaut, das zu meiner Zufriedenheit funktionierte. Bei Gesprächen während des Jobs wurde die o.g. Story von den wegen "Unzuverlässigkeit" verkauften Pulten ebenfalls sehr bereitwillig kolportiert. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde dann auf Nachfrage meinerseits nach einen anderen ...Mischedelprodukt mit sehr bunten Knöpfen ...., das die Vorort-Firma vor 2-3 Jahren gekauft hatte, stolz berichtet: Das ... Mischedelprodukt mit sehr bunten Knöpfen.... würde jetzt mit der neuen Software endlich stabil funktionieren. ![]()
Was ich mit meiner kleinen Einleitungsgeschichte sagen will, hier mal als Postulate und Diskussionsgrundlage:
1. Frei nach meinem kleinem Spass von der "preußischen und der italienischen Erziehung" sind ein nicht unwesentlicher Teil der sog. FOH Betreuer nach wie vor von der einen oder anderen Edeldigitalmischmaschine schlicht überfordert, mögen das aber nicht so gern zugeben. ( selbst 100-fach erlebt ) ... oder positiv ausgedrückt: Wäre jeder FOH Betreuer mit seiner Edelmischmaschine so vertraut, wie z.B. Herr Wagener mit seinem Lieblingsmischprodukt, würde sich das angesprochene "Problem" sofort um ein bis zwei Zehnerpotenzen verringern.
2. Die Hersteller sind meiner Meinung nach allesammt nicht in der Lage ein ad hoc fertig entwickeltes Produkt zu liefern, was jedoch bei der Komplexität der Dinge in der Sache selbst liegt. Es gibt eben keine "fertig" entwickelte Software, weil man in der Regel nicht zu Anfang eines Produktzyclus alle Anwendungsfälle vorausplanen und alle "Bug-auslösenden Verknüpfungen" durchspielen kann. Ich kenne kein digitales Mischprodukt, welches keine Abstürze, einfrierende Bildschirme, "wenn-dann" Bugs im routing u.s.w. aufweist.
3. Die Veranstaltungstechnikfirmen wären meiner Meinung nach gut beraten, dafür zu sorgen, dass
- entweder ihr Eigenpersonal zum jeweiligen Mischprodukt passt ( mentale Grundaustattung, auch Intelligenz genannt und/oder auch Willen, das zu lernen mit der Option diese Leute auch auf geeignete Schulungen zu schicken und eine gewisse "Demut" statt der Überheblichkeit gepaart mit Pseudowissen, die ich so manchmal antreffe ),
- oder eben Geld in die Hand zu nehmen und Leute zuzubuchen, die sich wirklich auskennen. Dann müssten meiner Meinung nach auch keine Pulte verkauft werden "mit denen man nicht arbeiten kann".
Hier wäre jetzt der Platz für eine produktunabhängige sachliche Diskussion zur Situation und zwar wie vernünftige erwachsene Menschen z.B. wie ich mich an eine sehr interessante Diskussion mit Peter Jehle zu diesem Thema beim Forumsjubiläum erinnern kann. ... und bitte ... Ich wäre jetzt sehr dankbar, wenn wirklich ein bisschen nachgedacht würde, statt eine vorgefertigte Altmischerlebensweisheit aus der Schublade zu ziehen...und... ich sags ganz ehrlich...der Schwank vom selbsterklärenden Pult... ich kann ihn nicht mehr hören, denn dazu müssten alle Menschen gleich schlau sein, gleich 'ticken' und die gleichen Ansprüche haben. :wink: