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Hysterie um Beta-Tester Situation ???

  • guma
  • 21. August 2011 um 14:04
  • guma
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    • 21. August 2011 um 14:04
    • #1

    Angeregt durch diesen putzigen Beitrag

    Zitat von "Wetterauer"

    Moin Männer,
    ist das schon comedy oder redet Ihr noch über ein Pult der Profiklasse?
    Ich beginne zu verstehen warum manche Firmen sich schon wieder von ... digitales Mischedelprodukt..... trennen...

    versuche ich mal abzuarbeiten, wo zwischen Buschtrommel, Inkompetenz und Produktbashing der letzte Rest Wahrheit zu suchen ist.

    Ich war gestern in einer Region nördlich von Frankfurt, die dem pseudonym o.g. Schreibers "großräumig" zuzuordnen ist.
    Die vor Ort befindliche Veranstaltungstechnikfirma hatte dort ein sehr verbreitetes ...Mittelklassemischprodukt...aufgebaut, das zu meiner Zufriedenheit funktionierte. Bei Gesprächen während des Jobs wurde die o.g. Story von den wegen "Unzuverlässigkeit" verkauften Pulten ebenfalls sehr bereitwillig kolportiert. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde dann auf Nachfrage meinerseits nach einen anderen ...Mischedelprodukt mit sehr bunten Knöpfen ...., das die Vorort-Firma vor 2-3 Jahren gekauft hatte, stolz berichtet: Das ... Mischedelprodukt mit sehr bunten Knöpfen.... würde jetzt mit der neuen Software endlich stabil funktionieren. :D

    Was ich mit meiner kleinen Einleitungsgeschichte sagen will, hier mal als Postulate und Diskussionsgrundlage:

    1. Frei nach meinem kleinem Spass von der "preußischen und der italienischen Erziehung" sind ein nicht unwesentlicher Teil der sog. FOH Betreuer nach wie vor von der einen oder anderen Edeldigitalmischmaschine schlicht überfordert, mögen das aber nicht so gern zugeben. ( selbst 100-fach erlebt ) ... oder positiv ausgedrückt: Wäre jeder FOH Betreuer mit seiner Edelmischmaschine so vertraut, wie z.B. Herr Wagener mit seinem Lieblingsmischprodukt, würde sich das angesprochene "Problem" sofort um ein bis zwei Zehnerpotenzen verringern.

    2. Die Hersteller sind meiner Meinung nach allesammt nicht in der Lage ein ad hoc fertig entwickeltes Produkt zu liefern, was jedoch bei der Komplexität der Dinge in der Sache selbst liegt. Es gibt eben keine "fertig" entwickelte Software, weil man in der Regel nicht zu Anfang eines Produktzyclus alle Anwendungsfälle vorausplanen und alle "Bug-auslösenden Verknüpfungen" durchspielen kann. Ich kenne kein digitales Mischprodukt, welches keine Abstürze, einfrierende Bildschirme, "wenn-dann" Bugs im routing u.s.w. aufweist.

    3. Die Veranstaltungstechnikfirmen wären meiner Meinung nach gut beraten, dafür zu sorgen, dass
    - entweder ihr Eigenpersonal zum jeweiligen Mischprodukt passt ( mentale Grundaustattung, auch Intelligenz genannt und/oder auch Willen, das zu lernen mit der Option diese Leute auch auf geeignete Schulungen zu schicken und eine gewisse "Demut" statt der Überheblichkeit gepaart mit Pseudowissen, die ich so manchmal antreffe ),
    - oder eben Geld in die Hand zu nehmen und Leute zuzubuchen, die sich wirklich auskennen. Dann müssten meiner Meinung nach auch keine Pulte verkauft werden "mit denen man nicht arbeiten kann".


    Hier wäre jetzt der Platz für eine produktunabhängige sachliche Diskussion zur Situation und zwar wie vernünftige erwachsene Menschen z.B. wie ich mich an eine sehr interessante Diskussion mit Peter Jehle zu diesem Thema beim Forumsjubiläum erinnern kann. ... und bitte ... Ich wäre jetzt sehr dankbar, wenn wirklich ein bisschen nachgedacht würde, statt eine vorgefertigte Altmischerlebensweisheit aus der Schublade zu ziehen...und... ich sags ganz ehrlich...der Schwank vom selbsterklärenden Pult... ich kann ihn nicht mehr hören, denn dazu müssten alle Menschen gleich schlau sein, gleich 'ticken' und die gleichen Ansprüche haben. :wink:

  • Mechwerkandi
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    • 21. August 2011 um 14:39
    • #2
    Zitat von "guma"


    2. Die Hersteller sind meiner Meinung nach allesammt nicht in der Lage ein ad hoc fertig entwickeltes Produkt zu liefern, was jedoch bei der Komplexität der Dinge in der Sache selbst liegt.


    Das nennt sich "Bananenprinzip" >> Das Produkt reift beim Kunden.

    Im Umkehrschluss erkennt der geneigte User den Zusammenhang, das ein beliebiges Produkt je nach Komplexität eine gewisse "Reifezeit" benötigt, gleichgültig, aus welcher Branche dieses Produkt stammt.
    Leider wird in der heutigen Zeit nur noch den wenigsten Produkten die notwendige Reifezeit zugestanden, es wird erwartet, das das Produkt bei Markteinführung perfekt funktioniert.

    Als Kontrapunkt dieser Entwicklung lassen sich Produkte anführen, die durch einen langen Prozess der Evolution eine technische und wirtschaftliche Reife erlangt haben, die sich nicht mehr verbessern lässt. >> Schweizer Taschenmesser.

  • Jens Droessler
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    • 21. August 2011 um 22:52
    • #3

    Nun, dass ein hochkomplexes Produkt aus Hardware UND Software nicht sofort funktioniert, muss man wohl hinnehmen, und ich denke, das stellt auch kein Problem dar, solange es nur kleine Unzulänglichkeiten sind ODER das Produkt nicht in kritischen Bereichen zum Einsatz kommt. Kritisch sind zum Beispiel medizinische Bereiche, da geht es dann um Leben, aber auch durchaus Mischpulte und dergleichen wichtige Systeme in unserer Branche. Es geht zwar nicht um Leben, aber möglicherweise längerfristig um Existenzen, denn an wem wird es denn hängenbleiben, wenn das Pult die Grätsche macht und im Feld nicht oder nur umständlich (sprich zeitaufwändig) wiederzubeleben ist? Am Hersteller oder am "Zur Verfügung"-Steller? Grundsätzlich könnte man natürlich nun sagen, dass man bei Digitalgeräten erstmal eine Weile warten sollte, bis man sie kauft, damit die gröbsten Fehler ausgemerzt werden. "Könnte", weil das nur schwerlich zu realisieren ist, denn wenn keiner das Produkt kauft, wird der Hersteller da auch nichts weiter entwickeln und möglicherweise sogar Pleite gehen, da nichts von den Entwicklungskosten zurückkommt.

    Nun ist es natürlich so, dass gerade bei Produkten wie Mischpulten, Lichtpulten etc, wo exzessiv dran rumgefingert wird (was ja Sinn und Zweck des Gerätes ist), solche Fehler recht schnell und auffällig zu Tage treten. Bei einem Digitalcontroller, der einmal eingestellt wird und dann bestenfalls noch Setups aufgerufen werden, wird sowas nicht groß zum Tragen kommen.

    Wichtig wäre also, dass ein Produkt seine wichtigen Funktionen ohne Abstürze und ohne große Einschränkungen erfüllt, und das ab dem Verkaufsstart. Das sollte für den Hersteller machbar sein, sonst sollte er seine Qualitätsprüfungsstrategie überdenken.

  • billbo
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    • 22. August 2011 um 14:01
    • #4

    Hysterie? I wo.
    Don't panic, just realize. :)

    Zitat

    ... oder positiv ausgedrückt: Wäre jeder FOH Betreuer mit seiner Edelmischmaschine so vertraut, wie z.B. Herr Wagener mit seinem Lieblingsmischprodukt, würde sich das angesprochene "Problem" sofort um ein bis zwei Zehnerpotenzen verringern.

    Kleiner Einwand: die Einkommensstruktur des Gelegenheits – Stadtfestfohbetreuers/ Mischers unterscheidet sich von der des A380 – Piloten ebenfalls um ein bis zwei Zehnerpotenzen; genauso wie die Umsätze seiner Auftraggeber von denjenigen der Lufthansa (da werden's allerdings noch ein paar mehr sein).
    Wenn letzterer die Lizenz für das eine Baumuster hat, darf er noch lange nicht auf dem nächsten arbeiten; selbst dann nicht, wenn's vom gleichen Hersteller kommt. Das ist auch gut so, lässt sich aber wohl kaum so ohne weiteres in die Welt der deutlich kleineren Potenzen übertragen.

    Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den notorisch unterbezahlten 'Kisten mit Technik drin' – Bereitsteller und Spediteur?
    1.)Ich investiere nach Möglichkeit in robustes, fehlerunanfälliges Allgebrauchswerkzeug.
    2.)Wenn sich's nicht vermeiden lässt und Du unbedingt was anderes möchtest richte Dich drauf ein, dass Du damit dann auf Baustelle auch alleine klar kommen musst und niemand am Start ist, auf dessen mangelnde Kompetenz Du's schieben kannst bzw. der Dich im Zweifel raus haut.
    3.)Wenn Dir das nicht passt, bring selbst was mit. Hat den Vorteil, dass DU Dich dann auch um das entsprechende Sponsoring bemühen musst. Vielleicht findet Dein Künstler Dein Lieblingsedelmischprodukt ja auch ganz toll, und mag dafür ein bissel was von seiner Gage abzwacken?

    Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den notorisch unterbezahlten reisenden Künstlerbegleitungstonmischpultbediener?
    1.)Ich kenne das Problem und mags auf der Arbeit so stressfrei wie möglich. In jeder Hinsicht. Denn ich weiß, dass das für's erzielte Ergebnis am Ende das Wichtigste ist.
    2.)Ich lerne daher, mit robustem, fehlerunanfälligem Allgebrauchswerkzeug klar zu kommen. Das krieg' ich überall. Nebst garantiert entspanntem Betreuer.
    3.)Wenn ich's edler möchte, suche ich mir 'nen Sponsor und/ oder betrachte das Ganze als mein persönliches Hobby. Für welches ich dann natürlich auch nahezu unbegrenzte Leidensfähigkeit mitzubringen habe.

    Ist doch ganz einfach. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 22. August 2011 um 16:53
    • #5

    @ billbo
    Du hast da wohl etwas missverstanden, da ich persönlich genau nicht ( weder als Mischer noch als Verleiher ) das o.g. Problem habe. ( Mischpulte wegen "Unbedienbarkeit verkaufen" u.s.w. ) Also passt die komplette Textanrede nicht.

    Zitat von "billbo"


    Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den notorisch unterbezahlten 'Kisten mit Technik drin' – Bereitsteller und Spediteur?
    1.)Ich investiere nach Möglichkeit in robustes, fehlerunanfälliges Allgebrauchswerkzeug.
    2.)Wenn sich's nicht vermeiden lässt und Du ? unbedingt was anderes möchtest richte Dich ? drauf ein, dass Du ? damit dann auf Baustelle auch alleine klar kommen musst und niemand am Start ist, auf dessen mangelnde Kompetenz Du ? schieben kannst bzw. der Du ? im Zweifel raus haut.
    3.)Wenn Dir ? das nicht passt, bring selbst was mit. Hat den Vorteil, dass DU Dich ? dann auch um das entsprechende Sponsoring bemühen musst. Vielleicht findet Dein ? Künstler Dein ? Lieblingsedelmischprodukt ja auch ganz toll, und mag dafür ein bissel was von seiner Gage abzwacken?

    In diesem Fall ist die "Realismus-Polemik" nur schöner Schein, denn von der angesprochenen 'Kisten mit Technik drin' – Bereitsteller und Spediteur'-Fraktion erlebe ich immer häufiger genau nicht diese Realitätsnähe. Statt dessen werden von genau der Fraktion, die sich dabei mental völlig übernimmt, solche Pulte gekauft. Wenn sie nur das kaufen würden, was sie auch bedienen können, gäbs das Problem nicht !

    Zitat von "billbo"


    Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den notorisch unterbezahlten reisenden Künstlerbegleitungstonmischpultbediener?
    1.)Ich kenne das Problem und mags auf der Arbeit so stressfrei wie möglich. In jeder Hinsicht. Denn ich weiß, dass das für's erzielte Ergebnis am Ende das Wichtigste ist.
    2.)Ich lerne daher, mit robustem, fehlerunanfälligem Allgebrauchswerkzeug klar zu kommen. Das krieg' ich überall. Nebst garantiert entspanntem Betreuer.
    3.)Wenn ich's edler möchte, suche ich mir 'nen Sponsor und/ oder betrachte das Ganze als mein persönliches Hobby. Für welches ich dann natürlich auch nahezu unbegrenzte Leidensfähigkeit mitzubringen habe.

    .. ist auch so ein bisschen Realismus-Allgemeingültigkeits-Gekasper um eine persönliche Meinung. Denn dann kann man das auch einfacher und direkter sagen:
    Drei Pulte - drei Größenordnungen - ein Hersteller - ferdisch.
    Ziemlich viele Worte für eine einfache persönliche "Lösung", findest Du nicht ?

    Da fallen mir sofort einige forenbekannte Haupterwerbsmischer ein, die da an sich und ihre Umgebung einen anderen Anspruch haben.

  • billbo
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    • 22. August 2011 um 18:19
    • #6

    Betrachte es einfach als abstraktes, nicht auf die Person des Threaderöffners bezogenes 'Du'. Meinetwegen auch als Mangel an Umgangsformen beim Autor. :D

    Zitat

    Wenn sie nur das kaufen würden was sie auch bedienen können gäbs das Problem nicht !

    DA wiederum sind wir gänzlich einer Meinung. Hatten wir die Tage in einem anderen Thread/ Zusammenhang bereits. Ich empfehle (nicht Dir persönlich!) eines der Hauptwerke von Erich Fromm. Derzeit leider etwas aus der Mode, nicht nur bei Tonequipment - Investoren.

    Zitat

    Da fallen mir sofort einige forenbekannte Haupterwerbsmischer ein, die da an sich und ihre Umgebung einen anderen Anspruch haben.

    Solche kenne ich auch. Problem: die Anforderung an sich macht man ganz allein mit sich selbst aus. Die Anforderung an andere betrachtet man besser als das, was sie ist: Wunschprojektion des eigenen Denkens. Ohne Anspruch auf Realisierbarkeit in den banalen Untiefen des praktischen Lebens und Wirkens. Schon gar nicht, wenn's dabei ums bezahlte Schallsortieren geht.
    In beiden Fällen tut man allerdings gut daran, eine Alternativlösung für den nicht ganz unwahrscheinliche Fall des Scheiterns in petto zu haben.

    Also M7 im Kofferraum. :lol:

    Zurück zum Thema: die Baumusterschulungen von Piloten halte ich durchaus für eine vergleichbare Lösung eines vergleichbar komplexen Problems. Leider aber auch aufgrund der nicht vergleichbaren finanziellen Größenordnungen um die es hier geht, sowie auch wegen der nicht vergleichbaren Beschäftigungs -/ Arbeitsverhältnis -/ Vertragsverhältnissituation und nicht existierenden Drucks von oben (gibt keine Hersteller - oder Gesetzesvorschriften darüber, wer wann was bedienen darf) in unserer Branche für kaum realisierbar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Kracky
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    • 22. August 2011 um 20:27
    • #7

    Fakt ist ja das in den größeren Firmen die Entscheidung zum Kauf neuer Gerät meist nicht von denen getroffen wird die im Nachhinein die Freude haben damit arbeiten zu dürfen. Da gibt es dann die kurze Weisung, du machst diese WE den Job mit dem Pult, hast jetzt ein paar Stunden um dich im Lager mit dem Gerät vertraut zu machen. Wer bitte von euch hat eine wirkliche Schulung beim Hersteller auf den Geräten bekommen mit denen er arbeitet? Und richtig lernen tust du das ganze doch nur im Einsatz und mit der Zeit und da kann sich hier sicher keiner ausnehmen oder gibt es hier jemanden der vom Anfang an den vollen Umfang eines Gerätes im Griff hatte bevor er auch nur das erste mal richtig damit gearbeitet hat? Logische Folgerung daraus, der der die Kiste beherrscht macht Jobs wo er selbst mischt, diejenigen die günstiger sind und mit dem Gerät soweit vertraut sind und damit um gehen können machen den Babysitter weil des nicht wirklich wert schöpfend ist.
    Dass die Entwicklung immer mehr und häufiger beim Kunden selbst statt findet, ist einfach die logische Folge aus der Komplexität des Themas selbst, wobei hier ab zu wägen ist, ob die anfallenden Probleme wirklich auch auf das zurück zu führen sind oder ob es doch offensichtlich ist, dass der Hersteller selbst, um Kosten zu sparen, mit Problemen aufwartet, die er definitiv im vorab selbst hätte feststellen können.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • guma
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    • 22. August 2011 um 21:35
    • #8

    Ja, das Belämmernde daran ist jedoch die Frage:

    Von wem bekommt man eine ehrliche Antwort ?

    Vom überforderten, egal ob weiterbildungsunwilligen oder nicht weiterbildungsgeförderten Vollerwerbs-FOHler ?
    Vom Verleihbudenbesitzer, der vielleicht gar noch im Firmennamen die Beiworte -stage, -lights oder gar -vision führt ?
    Vom Hersteller mit mehr oder weniger offener "Bug-Politik" ?

    Dreimal darfst Du raten ? :D:D:D:D:D

    Daher erlaube ich mir, mir selbst ein Bild zu machen, in dem ich es ausprobiere und zwar nicht erst auf dem Job, wo dann das ungute Gefühl des sich nicht perfekt Auskennens allein üblicherweise dazu führt, dass das Produkt schlecht ist und sich sofort einer findet, der einem tröstet, weil er die gleiche Situation durchlebt hat. Dann haben sich zwei gefunden und das Unheil nimmt seinen Lauf. Zwar menschlich aber leider trotzdem übel. :?

  • billbo
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    • 22. August 2011 um 22:38
    • #9

    Wer mag von sich behaupten, sich mit irgendeinem Digipult perfekt auszukennen? Das tun doch offensichtlich nicht mal die Entwickler – sonst gäb’s deutlich weniger Bugs.

    Trotz meiner Vorliebe für einen bestimmten Hersteller in diesem Bereich: perfekt beherrsche ich nicht mal ein einziges Produkt auch nur dieses einen Fabrikats. Geschweige denn irgendein anderes. Ich kann sie nach einigen Jahren Übung lediglich ohne erhöhte Gefahr gröbere Fehler zu begehen einigermaßen unfallfrei bedienen. Habe ich eins davon mal eine Weile nicht unter den Fingern gehabt, geht’s von vorne los. Zwischen 'vorher mal ausprobieren' und 'sicher beherrschen' liegen Welten; deshalb ist ja der unfähige Betreuer, auf den man’s im Katastrophenfall schieben kann, ein so gern gesehener Weggefährte. Mann, war der blöd. Der konnte ja genau so wenig wie ich!

    Wie viele Digipulte muss ich perfekt beherrschen (bzw. ein bisschen notbedienen können), bevor ich mit meiner Band auf Tour gehen darf? Und wann und wo soll ich das üben?

    Es hilft alles nichts: die Zeiten von everybodys darling sind auf diesem Gebiet endgültig vorbei (außer vielleicht bei ein paar bestimmten Festivitäten der finsteren Jungs mit den buntbedruckten schwarzen T-Shirts, wie Du selbst unlängst konstatiert hast). Stattdessen Krampf auf jeder Baustelle. Oder die Qual der Wahl: zwischen 'kleinstem gemeinsamen Nenner' und 'selber mitbringen'.

    No way out. Einbahnstraße. :|

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • gert
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    • 23. August 2011 um 10:23
    • #10

    Also ich empfinde Updates zu Software nicht als Betatesting. Sondern vielmehr als meist kostenfreie Verbesserung eines Produktes. Es erhöht die Laufzeit eines Pultes schon gewaltig.
    Nun Bugs sind unschön und es scheint immer wieder zu passieren. Davor ist wohl keiner sicher. Aber ehrlich gesagt gabs die früher auch schon. Ich erinnere mich an Lautsprecherpresets bei denen die Limiter falsch waren und es gleich viele Kalotten genommen hat. Auch Analogpulte sind davor nicht sicher. Die Serie eines bekannten Herstellers welche ohne verriegelbare Flachbandkabel ausgeliefert wurde. Da hat das Update gleich mal tausende gekostet und dafür auch lange gedauert.
    Das letzte Mischprodukt eines Asiatischen Herstellers wo die Masseschiene aus Alu war und die Kabel dorthin aus Kupfer. Schöne Korrosion die nach mehreren Monaten zum Kanaluebersprechen führte. Der prouser zeichnete sich durch eine kleine Drahtbürste im Gepäck aus damit er einmal im Monat das grüne von der Leiste schrubben konnte. Von Hallgeraeten mit Alzheimer und Pitchshiftern die nach Stockhausen gestimmt haben will ich gar nicht erst reden.
    Die Liste ist ellenlang. Ich glaube man vergisst einfach zu schnell wie scheisse früher angeboten wurde. Da scheint mir das Update mit Stick ein nahezu kleines Problem.

    Practice, Practice, Practice

  • tobias kammerer
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    • 23. August 2011 um 20:07
    • #11

    Hallo Leute,

    ich sehe schon, dass unter diesen Bedingungen die Verleihfirmen gefordert sind sich neu zu orientieren. Wenn ich mein Digipult ohne guten Babysitter auf Baustelle schicke, lauf ich in die Gefahr, dass der Job nicht zufriedenstellend läuft. Zum Schluss fällt das auf mich und mein Kundenstanding zurück. Somit sollten bei Digipultjobs 2 amtliche Tontechniker vor Ort sein (vom Verleiher und der Mischer). Das muss dann der Kunde natürlich bezahlen, weshalb der durchschnittliche Preis gegenüber Produktionen mit Analogequpiment steigen muss. Das fordert auch die kürzer zu erwartende Lebensdauer des Produktes. Generell habe ich nichts gegen diese Entwicklung, denn man hat ja auch viele Vorteile (besseres Endergebnis, geringerer Transport...), jedoch ist leider bei vielen Verleihern diese Erkenntnis noch nicht angekommen. Planung und Kalkulation des Standard Bandjobs ändert sich mit der Nutzung eines Digitalpultes.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • billbo
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    • 23. August 2011 um 20:23
    • #12
    Zitat

    Planung und Kalkulation des Standard Bandjobs ändert sich mit der Nutzung eines Digitalpultes.

    Jo. "Lass Deine Pulte zuhause, haben wir selbst dabei. Mach mal 'n neuen Preis."

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • karel noon
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    • 23. August 2011 um 20:34
    • #13

    Klar ändert sich die Kalkulation bei Digital, und zwar nach unten, weniger Material (Menge und Gewicht), weniger Aufwand (zumindest vor Ort) sollte das anders sein bring halt dein Anspitzern mit;)

    Also der Vorschlag von herr kammerer ist wohl das
    Weltfremdeste was ich seid langem gelesen habe....

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • guma
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    • 23. August 2011 um 20:38
    • #14
    Zitat von "tobias kammerer"

    ?....Somit sollten bei Digipultjobs 2 amtliche Tontechniker vor Ort sein (vom Verleiher und der Mischer)....

    Verstehe ich nicht...b.z.w. ich verstehe die Alternative nicht ??? Entweder ein Job braucht einen FOH-Sitter, dann sollte der das Pult blicken und zwar wirklich, oder der Job braucht keinen FOH-Sitter, z.B. wenn der reisende Techniker eines Acts für ein Einzelkonzert ein bestimmtes Pult bestellt, das er selbst gut bedienen kann. Andere Alternativen gabs auch früher nicht, es sei denn, der Verleiher kapiert nicht, wie der Job funktioniert. :roll: :roll:

  • tufkaklto
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    • 23. August 2011 um 21:15
    • #15
    Zitat von "billbo"

    Jo. "Lass Deine Pulte zuhause, haben wir selbst dabei. Mach mal 'n neuen Preis."

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Ja richtig, minimum 1-2 mal pro Woche erlebt :lol:

    Zitat von "Karel Noon"


    Klar ändert sich die Kalkulation bei Digital, und zwar nach unten, weniger Material (Menge und Gewicht), weniger Aufwand (zumindest vor Ort) sollte das anders sein bring halt dein Anspitzern mit;)

    Also der Vorschlag von herr kammerer ist wohl das
    Weltfremdeste was ich seid langem gelesen habe....

    Auch richtig, das ist aber bei dem Delinquenten nix Neues.
    :D:D:D:D

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  • tobias kammerer
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    • 23. August 2011 um 21:25
    • #16

    Hallo Leute,

    und genau das ist es ja, was ich bemängel. Bei gängigen Analogjobs brauchte es keinen Babysitter im eigentlichen Sinn, weil jeder Mixer mit (nahezu) jedem Pult eigentlich klar kam. Jetzt braucht es als babysitter sehr gut geschultes Personal, dass auch mal eine vertrackte Routingsituation ohne Panne schnell nach technikerwunsch lösen kann. Das ganz spezielle Pult laut bestellung braucht das natürlich nicht.

    Aber nochmal: Wer Digitalpulte in gehobener Liga günstiger kalkuliert als den Analogplatz, der hat Business nicht begriffen. Das argument, dass es viele so machen bringt hier garnichts.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tufkaklto
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    • 23. August 2011 um 21:36
    • #17

    Sorry, Du hast Business nicht begriffen.
    man benötigt für den Analogplatz ebenso den Techniker wie für den Digitalplatz.

    ich bin es ehrlich gesagt langsam leid, immer Eure geistigen Ergüsse als die einzige Wahrheit lesen zu müssen

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  • gert
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    • 23. August 2011 um 22:27
    • #18
    Zitat von "tobias kammerer"

    Bei gängigen Analogjobs brauchte es keinen Babysitter im eigentlichen Sinn,


    Kompletter Mumpitz. Patchen, vorbereiten im Lager und hinfahren und aufbauen und dann abbauen und laden und nach Hause fahren macht das Pult dann erstmal alleine oder wie?

    Practice, Practice, Practice

  • niggles
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    • 23. August 2011 um 22:38
    • #19
    Zitat von "gert"


    Kompletter Mumpitz. Patchen, vorbereiten im Lager und hinfahren und aufbauen und dann abbauen und laden und nach Hause fahren macht das Pult dann erstmal alleine oder wie?


    Nö, das machen die Azubis (alternativ auch freiwillige Helfer, weil kostenlos). "Geh mal nachm Frontplatz schauen, der Techniker von der Band wird dir schon sagen was er braucht. Is ja ein Profi."
    Leider nicht nur bei diesen Brüdern sondern auch bei vielen anderen Firmen die den geistigen Sprung aus der Garage selbst nach dem dritten eigenen Sprinter auf dem Hof noch nicht geschafft haben...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
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    • 23. August 2011 um 22:47
    • #20

    ...Jo, oder wie bereits gesagt

    Zitat

    vom Verleihbudenbesitzer, der vielleicht gar noch im Firmennamen die Beiworte -stage, -lights oder gar -vision führt ?

    :D ...... Muß zwar nicht immer zutreffen, ist aber überzufällig häufig so. :D

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