Hallo zusammen
Kann man allgemeingültig sagen, wie gut Lichteffekte Minusgrade im Winter ertragen? Ich spreche von LED-Pars, Scannern mit LED Leuchtmitteln und Movingheads mit Entladungslampen, die eigentlich für den Innenbereich konzipiert sind.
Hallo zusammen
Kann man allgemeingültig sagen, wie gut Lichteffekte Minusgrade im Winter ertragen? Ich spreche von LED-Pars, Scannern mit LED Leuchtmitteln und Movingheads mit Entladungslampen, die eigentlich für den Innenbereich konzipiert sind.
Zitat von "zegi"Kann man allgemeingültig sagen, wie gut Lichteffekte Minusgrade im Winter ertragen? Ich spreche von LED-Pars, Scannern mit LED Leuchtmitteln
Die vertragen das in der Regel nicht lange weil sich durch Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt Kondenswasser bildet das weder von Lüftern noch von heissen Leuchtmitteln verdunstet wird.
Zitatund Movingheads mit Entladungslampen, die eigentlich für den Innenbereich konzipiert sind.
Kann gut gehen, muss aber nicht. Problematisch sind hier vor allem die hohen Zündspannungen in Verbindung mit Feuchtigkeit; wenn die Leuchtmittel mal an sind beheizt sich zumindest der bewegliche Lampenteil bei den meisten Geräten ausreichend selbst.
Zu empfehlen ist bei gebrauchten Geräten zudem eine gründliche Innenreinigung vor dem Einsatz; feuchter Staub auf der Platine zwingt jede netzspannungsbetriebene Elektronik schnell in die Knie.
Also wir haben in einer Disko LED Pars als Festinstallation davor hängen. Irgendwelche mit 5mm LEDs die nur für Innen geeignet sind. Die hängen da mittlerweile seit 5 Jahren und wurden es wurde einer mal ausgetauscht. Die Lüftungsschlitze haben wir einfach mit Gaffa zugeklebt und fertig.
Also 4 Winter lang haben die schon durchgemacht und funktionieren immer noch.. Somit würde ich sagen es kann funktioniert. Zumindest bei mir.. Auch meine 18x 1 Watt PARs waren schon sehr oft im Winter draußen gestanden und haben das alles ohne Probleme vertragen. Somit würde ich das Risiko durchaus eingehen...
Auch Moving-Heads haben in der Praxis noch nie einen Schaden genommen. Zumindest von Martin und High End Systems ist mir kein Kältebedingter Ausfall bekannt.
Das hängt aber auch sehr davon ab wie und wo die Teile installiert wurden (windgeschützt ist da sehr hilfreich...), wie die klimatischen Bedingungen sind (grade in der Schweiz gibts doch je nach Region und Höhenlage sehr unterschiedliche Definitionen von "Winter"), wie das Gerät im Einzelfall gebaut ist (Platine mit Bestückungsseite oben oder unten? Netzteil als vergossenes Modul, Open Frame oder Einplatinendesign? FR2 oder FR4?) und auch welche Ansprüche man an die Zuverlässigkeit stellt. Und ob es sich um einen temporären Aufbau (da kann man relativ viel "basteln") oder eine Festinstallation handelt.
Wirklich sauber (mit Garantieanspruch an den Hersteller und so...) wird es ohnehin erst ab IP54 (staub- und spritzwassergeschützt).
niggles: Kondenswasser kann sich dann bilden, wenn kalte Geräte (die z.B. im Anhänger transportiert werden) in warme Innenräume gebracht werden, da die höhere Feuchtigkeit der warmen Luft am kalten Material wg. Taupunktunterschreitung auskondensiert ... siehe Brille eines Brillenträgers, der im Winter in einen warmen Raum kommt. Wenn die Geräte aber immer kalt sind, bildet sich kein Kondenswasser. Werden sie im Freien eingeschaltet, wärmen sie sich von innen auf, so dass sie wärmer als die Umgebung sind -> auch kein Kondenswasser.
Ich hätte eher Bedenken, ob kalte Leuchtmittel die Temperaturdifferenz des Einschaltens vertragen, aber das ist nicht fundiert, sondern nur ein Bauchgefühl. Ich selbst hatte auch schon ab und zu Geräte im Kalten im Einsatz und alles war ok ![]()
Ich lagere und transportiere meine Sachen in einem Kofferanhänger, der draußen steht. So richtig wohl ist mir im Winter nicht, wenn ich die Sachen für ne VA ins Warme bringe und dann zeitnah einschalte, obwohl ich weiß, dass sich nun im Innereren sehr wahrscheinlich Kondenswasser gebildet hat. Aber was soll ich tun. Das aber nur am Rande, denn für die Ursprungsfrage spielt das keine Rolle.
Matthias
Bei der Eröffnung zu Ruhr 2010 in Essen standen etliche China-LED-Kannen im Schnee.
Sehr viele davon haben das nicht überlebt.
Zitat von "Matthias M."niggles: Kondenswasser kann sich dann bilden, wenn kalte Geräte (die z.B. im Anhänger transportiert werden) in warme Innenräume gebracht werden, da die höhere Feuchtigkeit der warmen Luft am kalten Material wg. Taupunktunterschreitung auskondensiert ... siehe Brille eines Brillenträgers, der im Winter in einen warmen Raum kommt. Wenn die Geräte aber immer kalt sind, bildet sich kein Kondenswasser. Werden sie im Freien eingeschaltet, wärmen sie sich von innen auf, so dass sie wärmer als die Umgebung sind -> auch kein Kondenswasser.
Das hängt immer von den Luftfeuchte- und Temperaturverhältnissen ab. Ständiger Wechsel zwischen +30°C (schöner klarer Wintertag ->Sonne brennt drauf, Luft deutlich über 0°C, konvektionsgekühlte Elektronik) und -30°C (stürmische Winternacht im Oberengadin, Gerät aus) trägt auf Dauer allein schon über die Taupunktverschiebung Feuchtigkeit in das Gerät ein. Und wenn die nicht durch grosszügige Abwärme oder künstliche Luftbewegung innerhalb weniger Stunden wieder verschwindet sammelt sie sich und verursacht Korrosion, Kriechströme und schleichende Materialveränderung (Quellen, Aufweichen) an Teilen aus Pappe oder Hartpapier. Genau deswegen müssen z.B. aussen montierte Schaltkästen mit empfindlicher Elektronik (Sturmwarnanlagen, Steuerungen von Abwasserhebepumpen etc.) die man aus Kühlungsgründen nicht wirtschaftlich in IP54 oder besser ausführen kann elektrisch beheizt werden...
Entladungslampen mit überschrittenem Stunden-Zenit zünden bei Minusgraden oft nurnoch widerwillig bis garnicht.
Da hilft nur; einen Heizer davorstellen.
Geräte; welche im Betrieb nicht richtig heiß werden, sterben einen langsamen Feuchtigkeitstod.
Nicht nur wegen der direkten Einwirkung von Kondenswasser, auch wegen Korrosion.
Zitat von "madmax"Geräte; welche im Betrieb nicht richtig heiß werden, sterben einen langsamen Feuchtigkeitstod..
Das erklär bitte mal den LED PARs bei uns
oder meinst du mit langsam auch wirklich langsam? so 4 Jahre und länger?
Wichtig wären somit die Fragen:
- Festinstallation oder nur für eine Veranstaltung?
- Welche Geräte?
- Baulicher Wetterschutz vorhanden? (Windschutz, Überdachung, etc.)
- Gewinnspanne ausreichend um kleinere Ausfälle zu verkraften? (auch im Bezug auf Ausfallsicherheit)
Der Event um den es geht dauert 3 Tage am Stück, die Effekte brennen jeweils zwischen 16.00 und etwa 22.00 Uhr. Die Temperatur kann zwischen +10° und -20°C schwanken, das kann man derzeit schwer voraussagen.
Es geht um einen Weihnachtsmarkt, bei dem eine Kirche beleuchtet werden soll. Ich dachte erstmal daran, mit den genannten Effekten die Kirchenwand blau anzustrahlen, mit den Heads und Scannern Stern-Gobos mit Zeitlupen-Fahrten hin und her bewegen zu lassen.
Derzeit habe ich allerdings Zweifel, ob sich die Sache mit akzeptablem Budget realisieren lassen würde. Vermutlich wären City-Colors für die Fassade weit besser geeignet als die LED-Pars, nur hab' ich die nicht in meinem Lager stehen.
Gibts sonst eine günstige Methode, eine 30m x 10m Wand in leuchtenden Sternen erleuchten zu lassen?
Gibts gegenüber ein Gebäude mit Fenstern und freier Sicht auf die Wand?
--> Überblendshow mit ein paar ordentlichen HMI-Diaprojektoren...
Ich weiss es nicht. Habe nur ein paar Bilder gesehen, war noch nicht vor Ort. Was kostet so ein Diaprojektor (kauf/miete)?
Auch wenn ich nur wiederhole:
Kalte Luft kondensiert nicht an warmer Oberfläche.........nie!
Warme Luft kondensiert an kalter Oberfläche.......
Alle weiteren Rückschlüsse diesbezüglich ergeben sich daraus.
Nur um das mal wieder in Erinnerung zu rufen.....
Grüße und so weiter..
Zitat von "zegi"Ich weiss es nicht. Habe nur ein paar Bilder gesehen, war noch nicht vor Ort. Was kostet so ein Diaprojektor (kauf/miete)?
Yokogawa MDP 810 (750 W): Kaufpreis (occ.) um die CHF 1200-1500, Mietpreis dementsprechend.
Zitat von "cyb"Auch wenn ich nur wiederhole:
Kalte Luft kondensiert nicht an warmer Oberfläche.........nie!Warme Luft kondensiert an kalter Oberfläche.......
Alle weiteren Rückschlüsse diesbezüglich ergeben sich daraus.
Nur um das mal wieder in Erinnerung zu rufen.....
Grüße und so weiter..
Solange das Gerät läuft hat es drinnen im Chinapar mit zugeklebten Luftschlitzen muckelige Temperaturen auch wenn draussen schon Minusgrade herrschen. Jetzt wird das Ding am späten Abend abgeschaltet weil die letzten beso...enen Skilehrer mit ihren Hasen ins Hotel verschwunden sind und der Barbesitzer den Strom abdreht. Es ist windig und *sehr* kalt. Also kondensiert die Feuchtigkeit an der Innenseite des Metallgehäuses das sich innerhalb von Minuten um zweistellige Beträge abgekühlt hat und gefriert -> Reifbildung.
Am nächsten Tag geht das Spiel von vorne los, nur dass die Wärme ohne Luftbewegung leider nicht ausreicht die vorhandene Feuchte abzutransportieren. Auf Dauer bildet sich ein Gleichgewicht zwischen Tau und Verdunstung welches eine bestimmte Menge an Wasser im Gerät festhält und da drin tagsüber und/oder im Betrieb für tropisches Klima sorgt.
Das muss noch nicht direkt zu Ausfällen führen, aber es ist sehr schwer vorauszuberechnen ob und wann sie passieren werden. Ich hatte schon LED-Geräte aus Outdoor-Festinstallationen auf der Werkbank die "offiziell" IP65 waren, bei denen aber durch Konstruktionsfehler an Bedientastern und Kabeldurchführungen Verbindung zur Aussenluft bestand. Die Teile sahen aus wie nach einem mehrtägigen Salzwasser-Schwimmbadbesuch - überall Korrosion, angelöste Leiterbahnen und sichtbare Spuren von Kriechströmen :shock:
Kernschrott...
Also zumindest die Leds haben mit der Kälte keine Probleme, das erhöht sogar die Lebensdauer, die Belastbarkeit und minimal die Helligkeit.
Probleme kann aber die restliche Elektronik in den Geräten mit eventueller Feuchtigkeit bekommen, aber dazu haben sich ja schon genug andere Leute geäußert.