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Controllersetup in Turnhalle erstellen?

  • SebastianJaeger
  • 12. November 2011 um 09:31
  • Online
    SebastianJaeger
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    • 12. November 2011 um 09:31
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich müsste für meine Lautsprecher mal vernünftige Setups erstellen.
    Jetzt ist es für draussen und Sportplatz ja mittlerweile etwas frisch.
    Kann jemand von den Profis abschätzen was man für brauchbare Ergebnisse in einer Turnhalle erzielt?
    Mir geht es in erster Linie um das Phasealignment im Übergangsbereich zwischen Tops und Sub, würde aber ggf. auch kleine Korrekturen am Frequenzband vornehmen. Ich kann nicht wirklich abschätzen in wie weit der Raum mir die Ergebnisse versaut.
    Das dürfte ja in erster Linie vom Abstand Messmikro Lautsprecher abhängen und ob ich mich dann noch im Direktschallfeld oder im Diffusschallfeld bewege. Wie weit geht man denn bei so einer Messung in der Regel vom Stack weg?

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • yamaha4711
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    • 12. November 2011 um 10:54
    • #2

    Tacho!

    Warum möctest du eine Raumantwort eines bestimmten Raumes im Controller abbilden? Das macht nur dann Sinn, wenn die Boxen dort fest installiert werden oder du jede Woche dort eine VA hast.

    Das Controllersetup soll primär dafür sorgen, dass dir niemand die Anlage überfahren kann, sprich Limiting und das hat nun mal gar nichts mit dem Raum zu tun sondern von der Konstellation Box - Amp.
    Dann soll der Controller noch dafür sorgen, dass die Box an sich im Freifeld neutral klingt. Das ist dann auch schon alles.
    Ein wenig Delay evtl. um Laufzeitanpassungen vorzunehmen sind auch schön.

    Sicher kannst du die Parameter des Controllers so verbiegen, dass die Box in der Halle tut, aber das ist dann eben nur für diese bestimmte Anordnung in dieser bestimmten Halle wirklich gut.

    Zum Thema Turnhalle...
    die Akustik die man hier oftmals vorfindet erinnert mich immer an Schuhkarton und ist nicht wirklich schön. Vor allem wenn die Halle leer ist. Das ganze Bild verändert sich radikal sobald eine größere Ansammlung von Personen sich darin befinden. Das lässt sich vorab aber nicht abschätzen und lässt sich damit auch nicht im Controller abbilden. Da hilft nur adaptives Eingreifen, wenn es denn soweit ist.
    Beim Messen wird lediglich versucht die 3-4 gröbsten Raummoden zu eliminieren und die Schallverteilung neutral zu machen. Ebenso passt man evtl. Delaylines in der Laufzeit an bzw. passt die Laufzeiten zwischen Bässen und Topteilen an.

    Aus diesem Grund würde ich dafür plädieren ein Grundsetup so neutral als nur möglich zu implementieren und alles andere vor Ort der Situation entsprechend anzupassen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • TomyN
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    • 12. November 2011 um 16:30
    • #3

    Hi,

    Laufzeitkorrektur an der Übergangsfrequenz geht auch in einer Turnhalle, mit Eingriffen in den Frequenzgang wäre ich sehr vorsichtig. Wichtig ist es hier, sich nicht auf eine Messung zu verlassen, sondern verschiedene Messungen zu vergleichen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Kracky
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    • 13. November 2011 um 06:01
    • #4

    Das Controllersetup, also das nackte Grundgerüst deiner Beschallungsanlage erstellst du am aller besten in einer möglichst reflektionsarmen Umgebung, das ist die schlichte Grundentzerrung des ganzen Systems. Dann, kommt der weitere Faktor, Raumentzerrung. Bedeutet, dein eigentlich schon handzahmes System muss nun noch möglichst kompatibel zum Raum agieren, Das kann man nun im Eingang des Controllers realisieren ist dort eigentlich aber fehl am Platz oder man realisiert es über den Main EQ. Wie dieser aus zu sehen hat ist ja denk ich genug Zündstoff in anderen Themen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • hermste
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    • 13. November 2011 um 10:19
    • #5

    Achte darauf, dass dir keine frühen Reflexionen (Boden) im Übergangsbereich die Messung verfälschen. Möglichst großen Abstand zu der zweiten Reflektionswelle (Wände), um die Verfälschungen "lediglich" im Tieftonweg zu finden.
    Die Messungen so eng wie möglich fenstern.
    Sei deutlich im Direktschallfeld.
    Ich mache solche Messungen, wenn nicht in akustisch guter Umgebung (z.B. Acker), mit ca. 1m Abstand.
    Zuerst HF zu MF, genau auf Mittelhöhe zwischen den Treibern und dann MF zu LF.

    Ich an deiner Stelle würde halt 2-3 Stunden mit Daunenjacke, Haube und Handschuhe verbringen, dann passt's auch garantiert...

    Viele Grüße,
    Hermann

  • wora
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    • 13. November 2011 um 11:14
    • #6

    ich möchte dem grundsätzlichen tenor zustimmen, eine messung in einer turnhalle ist alles andere als optimal.
    problematisch ist hier vor allem die messung des frequenzganges im grundtonbereich.
    alles andere sollte aber machbar sein, also laufzeitmessung und hochtonentzerrung, wenn man weiss wie kann man auch seine basslautsprecher messen. das ist doch schonmal etwas...
    limiterwerte sowieso, die kann man ja auch errechnen (mach ich immer so)
    klangliche feinabstimmungen sollte man dort aber sein lassen, das passt möglicherweise nur für diese halle.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    SebastianJaeger
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    • 15. November 2011 um 07:48
    • #7

    Hallo zusammen,

    und wenn ich die Geschichte jetzt draussen mache und die Temperatur bei der Ermittlung meiner Werte berücksichtige ist das auch kein großes Problem?
    Oder macht man sowas lieber bei humaneren Temperaturen um die 20°C?

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
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  • simonstpauli
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    • 15. November 2011 um 08:49
    • #8

    Zum System-EQ:

    Man kann auch einfach die Raummoden ignorieren, bei Auslöschungen klappt das hervorragend anhand der Kohärenz. Bei Additionen muß man etwas genauer hinschauen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • studi
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    • 15. November 2011 um 15:39
    • #9

    Manche Controller haben eine Korrekturfunktion für die Temperatur, was ich aber noch nie verwendet habe. Ich stelle auch bei Außenveranstaltungen unter Null Grad nicht neue Laufzeiten ein, nur weil die Schallgeschwindigkeit etwas abnimmt (vgl. mal Wikipedia, dort gibt es eine Tabelle zur Schallgeschwindigkeit bei unterschiedlichen Temperaturen). Gemessen ist die Laufzeit eh nur an bestimmten Stellen "richtig". Wie sehen dass die Pros? Für größere Konstrukte könnte ich mir vorstellen, die Werte anzupassen (Delaylines)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schallgeschwindigkeit

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 16. November 2011 um 05:04
    • #10

    wichtige(re) fragen sind:
    - abmessungen der turnhalle
    - angestrebter abstand topteil zu subwoofer (möglichst die in der praxis verwendeten varianten)
    - angestrebte trennfrequenz
    - möglichkeit, topteil auf höhe zu bringen (ich gehe von einem parkettfussboden aus)

    ziel sollte es sein, den übergangsbereich topteil zu sub per groundplane-messung und im fernfeld der kombination zu messen. maßgeblich für die bestimmung des abstands ist ausdehnung des gesamtsystems, nicht die der einzelschallquelle.
    reflexionen von den wänden bzw. der decke sollten ausgefenstert werden. ob der bereich um die trennfrequenz vernünftig messbar ist, hängt davon ab, ob innerhalb des zeitfensters bis zur ersten reflexion ausreichend stützpunkte für die FFT bei der gewünschten trennfrequenz aufgezeichnet werden können.

    frequenzgangkorrekturen des topteils können per quasi-freifeldmessung gemacht werden - am einfachsten, indem das topteil per stativ möglicht weit von der ersten reflektierenden fläche (in diesem fall der boden?) aufgestellt wird.
    sollte man einen sehr glatten und wirklich schallharten boden nutzen können (fließestrich geht ganz gut), dann könnte man das topteil auch bis 4-5khz (keine gewähr) per groundplane-messung überprüfen.

    weitere details bei bedarf.

  • wora
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    • 16. November 2011 um 12:19
    • #11
    Zitat von "F.A.Bi.A.N."

    ...

    ziel sollte es sein, den übergangsbereich topteil zu sub per groundplane-messung und im fernfeld der kombination zu messen. ...

    dazu hätte ich eine frage:
    eine grenzflächenmessung finde ich da auch sinnvoll, weil es keine auslöschungen durch bodenreflexionen gibt.
    aber wo sollte der messpunkt liegen?
    wenn amn zu nah ran geht, stört die unterschiedliche laufzeit zwischen sub und top(anderer winkel als der zuschauer) und wenn man zu weit weg geht, bekommt man eventuell unsinnige messergebnisse.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 16. November 2011 um 13:27
    • #12

    es kommt dabei, wie gesagt, auf die ausdehnung der gesamtschallquelle (subwoofer + distanzstange + topteil) an.
    nur wenn die abmessungen bekannt sind, kann man sich überlegen, ob die gewünschten messungen in einer halle mit gegebenen abmessungen sinnvoll durchführbar sind oder nicht.

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