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Allround Headset

  • Johannes Schilling
  • 9. Dezember 2011 um 03:20
  • Johannes Schilling
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    • 9. Dezember 2011 um 03:20
    • #1

    Hallo Beisammen,

    ich habe vor in neue Headsets zu investieren und bin am überlegen, was da das beste Allroundmodell wäre.

    Einsatzgebiet ist Moderation, Konferenz, Theater, Musical und sehr selten Gesang.

    Was denkt ihr ist das beste Allround Modell und würdet ihr Niere oder Kugel nehmen?
    Sollte halt nich zu aufällig sein, trotzdem gut sitzen, Feedbacksicher sein und einen guten Klang haben.

    Ich schwenke zwischen DPA und Countryman (je Niere), würde aber auch gerne noch mal eure Meinung und eure Erfahrugnen dazu hören.


    Danke im Voraus und Beste Grüße

    Johannes

  • hermste
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    • 9. Dezember 2011 um 10:18
    • #2

    Hallo Johannes,
    wenn es selten Gesang ist, würde ich auf jeden Fall zu Kugeln greifen. Sobald eine Headsetniere ein wenig verrutscht, ist Feuer am Dach. Und ein Windschutz ist bei der Niere auch notwendig, das ist optisch meist problematisch.
    Und ja, der Industriestandard ist DPA 4060, gibt es auf der ganzen Welt, kennt jeder, dabei jammert niemand.
    Ich würde auch nicht auf Earsets setzen, da die immer mit medizinischem Klebeband fixiert werden müssen - bei Kongressen, Moderationen, ... ist das optisch natürlich ein No-Go. Im Musical und in der Oper wird dann halt von der Maskenbildnerin übergeschminkt, aber die gibt es bei Kongressen nicht.

    Für mich ist das 4066 ein sorgenfreies Mikrofon, qualitativ wie auch in Bezug auf Ridertauglichkeit und TV-Kompatibilität. Gibt es auch an jeder Ecke.

    Falls tatsächlich mal eine Niere notwendig sein sollte (4088), würde ich die zumieten.

    VIele Grüße,
    Hermann

  • lambda-halbe
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    • 9. Dezember 2011 um 13:41
    • #3

    Hallo Johannes,

    ja DPA 4066 ist das Headset der Wahl. Das einzige was an diesem (und allen anderen) TV-gerechten Headsets nicht prall ist, ist die filigranität (die sie optisch so unauffällig macht). Diese Mikrofone wollen mit Gefühl behandelt werden, und es sollte auf keinen Fall das Kabel in die Klammer, die sonst den Boom hält, eingeklemmt werden. Nächste Schwachstelle: wenn das Übergangsstück Kabel - Boom defekt ist, hast Du einen Totalschaden. Trotz dieser Schwachstellen ist das DPA 4066 für uns und viele Kollegen ein gern gesehenes Mikrofon an dem man - bei passender Behandlung - viel Freude haben wird. Tuhe Dir selber den Gefallen und nimm die Headsets auf Microdot und dann den passenden Adapter dazu. Dann kannst Du sie auch weiterverwenden, wenn Du irgendwann andere Funkstrecken kaufst, oder an Kollegen weitervermieten die nicht Deine Sendestrecken haben.

    Gruß

    Stephan

  • Johannes Schilling
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    • 9. Dezember 2011 um 14:35
    • #4

    Hallo Hermann und Peter,

    danke erstmal für eure Infos.

    Über die Richtcharakteristik habe ich mir auch schon gedanken gemacht.
    Bei Niere hätte man halt schon etwas mehr Gain before Feedback, allerdings habt ihr natürlich völlig recht, dass man dann eher Ploppgeräusche hat und wenn das Mikro in der Position verrutscht, der Sound komplett anders ist.
    Vermutlich sollte ich das mit der Niere daher nochmal überdenken und evtl. doch Kugel nehmen.

    Bzgl. der Adapter: Wäre natürlich schon praktisch, die original Stecker von DPA dann auf Shure zu adaptieren, mit dem Vorteil, sie dann auch anderweitig verleihen zu können. Allerdings bin ich am überlegen, ob ich die DPA´s dann nicht gleich für Shure kaufe, da ich gehört habe, dass die Adapter anfällig auf Schweiß und mechanische Belastung sein sollen.
    Was habt ihr da für Erfahrungen.

    Beste Grüße

    Johannes

  • hermste
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    • 14. Dezember 2011 um 23:46
    • #5

    Hallo Johannes,

    wenn du die Microdotadapter mit der beliegenden Gummizange verschraubst, passiert nichts. Dafür sorgt auch ein Gummiring, der das ganze abdichtet und gegen Aufdrehen sichert.
    Die Adapter kosten so ca. 80 Euro das Stück, eine schöne Summe...
    Trotzdem, wenn du ein gröberes Rack gehobener Qualität fix mit 4066ern bestückst ist eine Lösung ohne Adapter natürlich komfortabel. Nicht jedesmal die Adapter draufschrauben und vor allem kannst du ernsthaft verriegelbare Stecker haben (UHF-R oder Sennheiser SK5212).

    Beides, mit und ohne Adapter hat seinen Reiz.
    Wenn ich keine hätte, würde ich zuerst mit Microdot arbeiten und später mal, wenn es mehr werden, die Luxus-Strecken mit fixen Steckern ausstatten.

    Grüße,
    Hermann

  • derautor
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    • 15. Dezember 2011 um 00:24
    • #6
    Zitat

    Falls tatsächlich mal eine Niere notwendig sein sollte (4088), würde ich die zumieten.

    Wann immer es geht nimm die Kugel, das 4066. Klingt sauber, und richtig platziert (nahe am Mundwinkel) hatte ich damit noch nie Probleme bzgl. Feedback.

    Mit der DPA-Niere hingegen habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht und lehne sie mittlerweile ab. Der Klang hängt stark von der Position ab, und ändert sich diese unfreiwillig, beginnt das große Schrauben am EQ. Meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, weil qualitätsmäßig deutlich eine Klasse schlechter.

    Sennheiser HSP 4 gefällt mir klanglich auch ganz gut....

    my 2 cents

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • audiobo
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    • 15. Dezember 2011 um 00:52
    • #7

    Ich persönlich kann desweiteren das Gain-before-Feedback-Argument nicht ohne weiteres stützen. Wir haben sogar schon beim Soundcheck für eine Automesse-PK die Nieren-Headsets (4088) abgewählt, da diese im Hochtonbereich (10-12k) je nach Kopfposition recht plötzlich lospfiffen, während die 4066 bei etwas besserer Sprachverständlichkeit (gleicher Pegel) clean und kontrollierbar blieben.
    Bei bewegten Mikrofonen kann man das GbF-Thema in Bezug auf die Richtcharakteristik leider nicht so pauschalisieren, das gilt eigentlich erst einmal nur für fest ausgerichtete Mikros. Was richtig ist, ist dass man weniger Raumanteile und/oder andere Sprecher/Darsteller mit aufnimmt allerdings wie gesagt auf Kosten der Klangqualität an sich.

  • tobias kammerer
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    • 18. Dezember 2011 um 11:04
    • #8

    Hallo,

    ehrlich gesagt habe ich noch nie eine Niere bei so kleinen Headsets erlebt die irgendwie einen Vorteil gegenüber der Kugel hätte. Ich vermute die werden nur gebaut, weil viele Tontechniker aus gewohnheit Niere kaufen wollen.
    Denn:
    Die Niere funktioniert nur in einem äußerst beschränkten Frequenzbereich aufgrund der Baugröße
    Die Nebenkeulen sind bei solch kleinen Konstrukten oft grauenhaft und führen zu unerwarteten Feedbacks je nach Position des Trägers.
    Die Positionierung ist praktisch nie im Betrieb so einzuhalten, dass die theoretischen Vorteile zum Tragen kommen.

    Deswegen (meine subjektive Meinung):
    Nieren geben bei Miniaturheadsets in der Praxis NIE Sinn.
    Bei Headsets mit großen Kapseln (gibt es eh kaum mehr) schon.

    Und jetzt noch Zündstoff für viele Seiten Diskussion:

    Ich finde das HSE-150 A/SK von IMG/JTS klanglich besser als das DPA. Der billige Preis macht einem immer dann Freude, wenn was zerbricht, was bei beiden Typen vorkommt.
    Für mich kenne ich nur einen Nachteil des IMG: Es rauscht mehr, das empfinde ich aber nicht als relevant.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • 4Art
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    • 18. Dezember 2011 um 12:55
    • #9

    Boah - mutig :-). Wir setzen die Luxusausführung des IMQ's seit Jahren mit grossem Erfolg ein: Das Voicetechnologies VT702. Auch hier ist der Sound sehr, sehr nahe am DPA. Selbiges hat meiner Meinung nach einfach ein unverschämtes Preis/Leistungsverhältnis - vor allem die Adapter sind einfach nur eine Frechheit, was die kosten.

  • tobias kammerer
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    • 18. Dezember 2011 um 15:02
    • #10
    Zitat von "4Art"

    Boah - mutig :-). Wir setzen die Luxusausführung des IMQ's seit Jahren mit grossem Erfolg ein: Das Voicetechnologies VT702. Auch hier ist der Sound sehr, sehr nahe am DPA. Selbiges hat meiner Meinung nach einfach ein unverschämtes Preis/Leistungsverhältnis - vor allem die Adapter sind einfach nur eine Frechheit, was die kosten.

    Ich finde es OK, wenn man die Dummen melkt! :D:D

  • sw474
    Gast
    • 18. Dezember 2011 um 23:48
    • #11
    Zitat von "derautor"


    Sennheiser HSP 4 gefällt mir klanglich auch ganz gut....

    my 2 cents

    derautor

    ... was dann aber wiederrum ne Niere wäre...

  • niggles
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    • 19. Dezember 2011 um 00:23
    • #12

    ...die im Verhältnis zum DPA4088 beim GbF sogar noch gewinnt, aber klanglich genau die beschriebenen Probleme zeigt. Gesang möchte ich damit nicht mischen müssen, bei Sprache ists ein teurer, aber guter Problemlöser für laute Bühnen und professionelle Benutzer (z.B. Stand-up-Comedy). Das DPA 4088 klingt weniger "spitz" und ist mEn eines der ganz wenigen gesangstauglichen Nieren-Headsets im Miniformat.
    Ansonsten mag ich auch am liebsten DPA 4066 - ich kenne kaum ein "Leicht"-Headset (ausser unbezahlbaren wasserdichten Musical-Speziallösungen mit Doppelmembransystem) das klanglich gutmütiger und mechanisch robuster ist. Man braucht halt eingewiesenes Personal zum Verkabeln, dem auch mal gesagt wurde dass man das Kabel nicht einklipsen darf.
    Countryman geht meiner Meinung nach ausserhalb von Musical, TV und Theater gar nicht, auch nicht mit dem viel zu wackeligen optionalen Nackenbügel. Der wird von den Benutzern beim Abnehmen gern mal in 2-3 Teile zerlegt :shock:
    Das Monacor-Teil hat keine Verstellung für die Kopfgrösse und einen wenig vertrauenserweckenden Stecker am oberen Kabelende; der hat mir in ähnlicher Ausführung schon bei den CM Earsets immer wieder Ärger gemacht.
    Shure hat teilweise echt tolle Kapseln (WCM 16!) aber leider durch die Bank einen völlig indiskutablen Tragekomfort.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Johannes Schilling
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    • 19. Dezember 2011 um 12:15
    • #13
    Zitat von "tobias kammerer"


    Ich finde es OK, wenn man die Dummen melkt! :D :D

    Ich werde aber als Verleiher trotzdem DPA kaufen, da man die leichter vermieten kann und auch bzgl. Ridertauglichkeit keine Diskusionnen führen muss!
    Man sollte das also schon immer von zwei Seiten betrachten ;)

  • hermste
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    • 19. Dezember 2011 um 12:49
    • #14

    Ich bin auch gerne bei den Dummen, zumal es z.B. extra kleine Kopfbügel (für Kinder) und auch extra große Kopfbügel (für den einen oder anderen Amerikaner) gibt.
    Viele Grüße,
    Hermann

  • dechnikusch
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    • 19. Dezember 2011 um 15:01
    • #15

    @ niggles :
    Shure hat teilweise echt tolle Kapseln (WCM 16!) aber leider durch die Bank einen völlig indiskutablen Tragekomfort.

    das kann ich aus der langjährigen praxis bestätigen;
    mehrere moderatoren und kabarettisten haben sich schon während der laufenden veranstaltung
    mal das wcm 16 heruntergerissen ( weil es am kopf stark drückte oder verruscht ist )
    und haben nach der bereitgestellten spare-handfunk-gurke gegriffen.

    nichtsdestotrotz gefällt mir die klangqualität immer noch und ich kann davon ausgehen,
    dass beim soundcheck die bypass-einstellung am kanal-eq schon passt ( ausser low-cut ).
    und das unter schwierigsten bedingungen ( kleiner raum, monitore, hoher lärmpegel )
    ( abartige stimmen – mal aussen vor… )

    da das wcm16 doch schon einige jahre seit seiner erstvorstellung am markt am buckel hat,
    stünde es der firma shure ev. gut an,
    dieses produkt einem gründlichen mechanischen relaunch zu unterziehen.

    …darf an alle grosshändler so weitergegeben werden…
    :lol: :lol: :lol:

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • tobias kammerer
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    • 19. Dezember 2011 um 21:00
    • #16
    Zitat von "Johannes Schilling"

    Ich werde aber als Verleiher trotzdem DPA kaufen, da man die leichter vermieten kann und auch bzgl. Ridertauglichkeit keine Diskusionnen führen muss!
    Man sollte das also schon immer von zwei Seiten betrachten ;)

    Stimmt schon! War auch nur Spass!
    Es gibt sicher Käufer, bei denen das völlig unangebracht ist.

    Ich habe übrigens mit dem nicht verstellbaren Nackenbügel aufgrund des seh flexiblen Ohrbügels keine Probleme. Mehrfach erprobt an Kindern mit 6, danach am 2 Meter Mensch mit nahtlosem Übergang von Kopf in die Schultern (Ohne Hals und erkennbaren Nacken. Es gab nie ein Problem.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • 4Art
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    • 19. Dezember 2011 um 21:26
    • #17

    Die VT's haben sowohl unterschiedliche Kopfgrössen, wie Farben und auch verstellbare Nackenbügel. Jedes Teil des Headsets ist als Ersatzteil erhältlich. Das macht dann den kleinen Unterschied zu den IMQ's aus - auch preislich :wink:

    Die VT's werden übrigens von verschiedenen Broadcaststationen eingesetzt (sehr gerne übrigens in Oesterreich - ATV+).

  • tobias kammerer
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    • 19. Dezember 2011 um 21:37
    • #18

    Ist das dann wirklich auch von JTS? Denn ich kenne einige Hersteller in China, die optisch das gleiche Mikro bauen, aber nicht klanglich. Das fände ich sehr interessant.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Audiowerk
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    • 19. Dezember 2011 um 22:03
    • #19
    Zitat von "4Art"

    Jedes Teil des Headsets ist als Ersatzteil erhältlich. Das macht dann den kleinen Unterschied zu den IMQ's aus


    Joo - und jedes Ersatzteil kostet preislich inkl. Steuern und Versand circa so viel wie ein neues Headset im Karton aus Bremen :roll:

  • 4Art
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    • 20. Dezember 2011 um 08:07
    • #20

    Diese Ersatzteile kauft man auch nicht Einzeln :roll: - aber ich lasse mir jetzt dann mal definitiv so ein Monacor-Headset kommen, um mal einen 1:1-Vergleich zu machen. Bin schon gespannt darauf :D

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