Eben über Facebook erfahren:
Von einem betroffenen aus der Branche !
Hallo an Alle!! Eine wichtige Meldung an die Firmen, die in der Veranstaltungsbranche arbeiten und direkt oder indirekt mit dem Thema Sozialversicherungsbetrug zu tun haben:
Gestern gab es über 60 Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen süddeutschlandweit im Rahmen Scheinselbstständigkeit/Sozialversicherungsbetrug!!! Bei der gestrigen Aktion ging es um eine große oberbayrische Arbeitnehmerüberlassung und deren frühere Firmen (Deggendorf & Rosenheim, wem die Orte in Verbindung mit der Veranstaltungsbranche was sagen).
Wenn ihr Bedenken habt, das euch der Staat ans Bein pissen könnte, sorgt schon mal vor! Die sind morgens um 6 Uhr ohne Vorwarnung aufgeschlagen, der Beschluss ist vom 22.11.2011, gestern war der 13.12.2011 und der Zoll hat erfolgreich bei den 60 Objekten gleichzeitig zugeschlagen, ohne das vor diesem Zeitpunkt in der Branche etwas bekannt wurde.
Der Beschluss ließ zu, das der Zoll auch Handys, PC´s, Datenspeichergeräte, Rechnungen, Terminkalender, Stundennachweise, Kontaktdatenbücher, etc. beschlagnahmt. Bei mir wurde restlos alles mitgenommen, was nach Veranstaltungsbranche aussah. Blöderweise ist der Zoll berechtigt, alle Räumlichkeiten der Zielperson zu durchsuchen, auch Auto´s, Büro- und Privaträume (Keller und Dachböden eingeschlossen), auch von Mitinhabern des Geschäfts.
Ich hatte das Pech, das der Zoll mehrere Zufallfunde hinsichtlich Verstöße gegen das Waffen- und BTMG-Gesetz erzielte, wonach die lokale Polizei mit Spezialisten anrückte. Aber das ist ein anderes Thema. Zieht zur Not einen Anwalt hinzu, das hat mich vor kalten, kahlen Wänden bewahrt!!!
In der Befragung, bei der es um eine frühere Deggendorfer Firma ging, fragten die auch nach Partnerfirmen, Namen von Kollegen und deren Arbeitsverhältnisse.
Ihr seid berechtigt zu sagen, ihr könnt euch an diese und jene Sachen nicht mehr erinnern, bevor ihr unschuldige Personen mit reinzieht. Auch wenn es um Dinge geht, die erst zwei oder vier Wochen alt sind. Darauf machte mich der Oberzollbeamte aufmerksam, das durfte und hab ich auch rege benutzt.
Und noch zum Schluss: VERGESST BITTE zu erwähnen ob oder wie oft ihr von Autraggebern Bargeld für Diensleistungen erhalten habt. Ich habe gestern Abend mit einem Kollegen und Zielperson des Zoll´s telefoniert, bei dem sie das Konto eingefroren haben, weil er angab, öfter in bar ausgezahlt worden zu sein.