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Ferrofluid beim Hochtontreiber TOA / AP SL2

  • rockline
  • 14. Januar 2012 um 11:38
  • rockline
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    • 14. Januar 2012 um 11:38
    • #1

    Ich habe letztens den Treiber einer Audio Performance SL2 defekt gehabt. Die Suche nach einem Ersatzteil für den großen japanischen TOA Treiber brachte mich auf eine Altec 288 Membrane, die über Great Vintage Audio für recht günstige 120.- als Originalteil (Altec) erhältlich war. Die Membrane hatte allerdings im Gegensatz zur defekten Originalmembrane einen Spulenträger aus Kraftpapier mit Lacküberzug. Die TOA Membrane hat einen Aluschwingspulenträger, der mit der Alumembrane (oder Titan) verklebt ist. Bei der Demontage der defekten Originalspule des TOA Treibers kam mir eine braune Soße entgegen die ich als Ferrofluid einstufen würde (auf keinen Fall 'Rostwasser' meine Herren :D ). In etwas mühevoller Arbeit gelang es mir den Spalt picobello zu reinigen, und mit der neuen Altec Membrane klang der Treiber auch ganz hervorragend. Grund der Fluidentfernung war der Papierspulenträger der Ersatzmembrane vom Altec 288, der sich von der braunen Soße mit Sicherheit aufgelöst hätte.
    Doch bereits nach einem halben Livejob war die Freude vom Tisch - die neue Membrane von Great Vintage Audio war im Sack.
    Anmerken sollte ich vielleicht das die TOA Treiber über 12 Jahre auf dem Tacho haben, und von vier Stück erst einer (bei einem echt lauten Rockevent) den Geist aufgegeben hatte.
    Nun habe ich bei TOA Europe mit Freude feststellen können das sowohl der Treiber (allerdings mit 2" Öffnung statt 1,4") noch gebaut wird, und das eine Originalmembrane ohne Probleme umgehend erhältlich war.
    Nun habe ich die Membrane hier - überlege nun aber ob wieder Ferrofluid in den Spalt muss? Nach Information von TOA haben deren Treiber das nicht. In der AP SL2 war aber eine OEM Variante mit 1,4" Mouth, und womöglich bei AP eingebrachter Ferrofluidemulsion im Einsatz. Ich wüsste sonst nicht woher die Suppe sonst kommen könnte, bin aber auch nicht sicher ob die anderen drei Treiber das auch haben?
    Ich kenne eigentlich keine Treiber mit Ferrofluid, außer diverse HiFi Kalotten.

    So - was muss ich tun? Ferrofluid bei "Supermagnet" bestellen und anwenden, oder die anderen drei Treiber auch auswaschen (werden auch reconed)?
    Ich möchte noch mal erwähnen das die vier TOA Treiber aus der SL2 über 12 Jahre gespielt haben, und bis auf die eine zerbröselte Membran innen wie neu (!!) aussschauen. Da habe ich bei JBL und B&C, BMS etc. schon wesentlich schlechtere Zustände gesehen.
    Wer hat Ahnung davon?

  • Mechwerkandi
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    • 14. Januar 2012 um 11:50
    • #2

    Grundsätzlich hat das Ferrofluid-Zoix ja mehrere Aufgaben.
    Einerseits soll der Wärmeübergang Spule/Antrieb verbessert werden, andererseits bedämpft die Pampe natürlich auch Spulenbewegungen und hat damit fallweise einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Frequenzgang.

    IMHO ist diese Ferrofluid-Geschichte in den letzten Jahren (berechtig oder unberechtigt...) etwas "aus der Mode" gekommen.
    Ich weiss sicher aus 20 (?) Jahre alten Ramsa-Konstrukten, das dort der Hochtöner mit "Ferrofluid-gekühlt" beworben wurde.
    Das fällt so in etwa in die Zeit, als die Konstrukteure anfingen, den in der HiFi Ecke schon länger anhaltenden Trend zu tief angekoppelten Hochtönern aufzugreifen.

    Ich würd's da reintun, schaden tuts nix, und weil man heute ohne auskommt, oder man meint, ohne auszukommen, kann man es trotzdem tun.

  • lambda-halbe
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    • 14. Januar 2012 um 19:01
    • #3

    Hallo Rockline,
    wir haben in den 80ern mal in einer Rollschuhdisko EV PI100 (EV 100S) geserviced. Bei 5 von 20 war die HT-Kalotte tot. Darin war auch Ferrofluid eingebaut. Ich meine das dort der Spulenträger auch aus Papier gewesen sei. Ggf kann da ja jemand bri EV Auskunft geben.
    Wir haben damals einfach die Kalotte getauscht und nach Angabe von EV mit Ferrofluid aufgefüllt. Gabs auch als E-Teil bei EV.
    Danach haben die Lautsprecher problemlos bis zum wirtschaftlichen Aus der Disko gespielt. Danach haben wir sie in Studentenheime vertickt, die es satt hatten einmal / Semester neue HIFI_Megastabile_Diskotaugliche Lautsprecher zu kaufen... Laufen heute noch:-)

  • rockline
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    • 15. Januar 2012 um 13:17
    • #4

    Schon mal danke bis hier.
    Wenn ich jetzt wüßte welches Zeux ich anwenden soll!
    Es gibt einmal so etwas hier: http://www.amazon.de/TAPMATIC-Schneidfl%C3%BCssigkeit-Ferrofluid-Stahl-Liter/dp/B0046YFIAI/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1326629575&sr=8-4
    Oder so etwas: http://www.amazon.de/Ferrofluid-fl%…d_sim_sbs_diy_1

    Dann bleibt natürlich noch die Bestellung wie von lambda-halbe bei Dynacord erwähnt. Das wäre wohl die beste Idee, da ja speziell für Lautsprecheranwendung gedacht.
    Ich verstehe nicht warum man diese Fluidtechnik abgeschafft hat? So schlecht ist die Idee doch nicht.

  • niggles
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    • 15. Januar 2012 um 14:57
    • #5
    Zitat von "rockline"


    Ich verstehe nicht warum man diese Fluidtechnik abgeschafft hat? So schlecht ist die Idee doch nicht.


    Ich kann mich düster an Diskussionen in HiFi-Kreisen über die erhebliche Toxizität von "echtem" (d.h. langzeitstabilem) Lautsprecher-Ferrofluid erinnern. Vor allem da der giftige Inhaltsstoff (TMAH) sehr leicht über die Haut aufgenommen werden kann.
    Ich vermute mal dass das den Herstellern vor dem Hintergrund weltweit verschärfter Produkthaftungsgesetze in den letzten Jahren einfach zu heiss geworden ist; zumal man die Sosse zu Servicezwecken auch noch fläschchenweise mit der Post verschicken muss...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Mechwerkandi
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    • 15. Januar 2012 um 16:15
    • #6
    Zitat von "rockline"


    Ich verstehe nicht warum man diese Fluidtechnik abgeschafft hat? So schlecht ist die Idee doch nicht.


    Weitere Vermutung:
    Summenfehler.
    1) Zusätzlicher Aufwand bei Montage = höhere Kosten
    2) neue Materialien (Kleber/Spulenträger) ermöglichen höhere Belastung = zusätzliches Argument für den Fortfall
    3) Fluid verbessert Betriebssicherheit = weniger verkaufte Ersatzteile

    Beispiel:
    Ich habe just die Tage die Verstell-Kulisse des rechten Aussenspiegels an meinem Transit repariert, verschleissbedingt.
    Bei der "alten" Mechanik ist das Ganze durch einen Gummi-Faltenbalg vor Verschmutzung geschützt.
    In den neueren Modellen hat es die gleiche Mechanik, aber ohne den Gummibalgen.

    Ein Schuft, wer Böses dabei denkt... :wink:

  • e-on
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    • 16. Januar 2012 um 00:24
    • #7

    Das mit dem Fluid ist nicht so einfach, da hat jeder seine Geheimmischung, behaupten sie jedenfalls.

    1. Synthetik oder Mineralöl?
    2. Viskosität?
    3. Mischungsverhältniss Eisenpulver zu Öl?

    Du solltest versuchen an den Originalsaft zu kommen oder wenn möglich aus den anderen 3 was rausholen und in den 4. schmieren. Der Spalt darf keinesfalls komplett gefüllt werden sonden nur die Spule benetzten, da reicht schon ganz wenig.
    Auf jeden Fall muss was rein, wegen der Wärmeabfuhr.

    :?:

  • siedfleisch
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    • 16. Januar 2012 um 15:19
    • #8
    Zitat von "rockline"

    Wenn ich jetzt wüßte welches Zeux ich anwenden soll!
    Es gibt einmal so etwas hier: http://www.amazon.de/TAPMATIC-Schne…rrofluid-Stahl-


    Na, das ganz sicher nicht! :D

    Ich habe mich in einem ähnlichen Beitrag schon mal über die Grundlagen zum Ferrofluid ausgelassen. So viel ich weiß, ist das auch heute noch gängig, zumindest in den kleinen 25mm-Hochtönern von Sica z.B.

    Ich kann Dir eine Befüllung mit Hochtöner-FF direkt aus der Lautsprecherwerkstatt anbieten, wenn gewünscht auch mit Vergleichsmessung vorher/nachher. Das dünne hat den wenigsten Einfluss und wie schon gesagt wurde, kommt es auch auf die Menge an. Bei Interesse -> PN

    Gruß: -sf-

  • guma 14. Februar 2021 um 14:22

    Hat das Thema aus dem Forum Selbstbau und Reparatur Technik nach Selbstbau verschoben.
pro-silentium.de

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