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Netzspannung (230V) am Cinch-Ausgang CD-Player

  • Stefan Neumayer
  • 7. April 2012 um 21:36
  • Stefan Neumayer
    Verifiziert
    Beiträge
    31
    • 7. April 2012 um 21:36
    • #1

    Hallo Gemeinde,

    ich habe neulich ein seltsames Phänomen an beiden meiner CD Player entdeckt:

    Wenn die Player Aus sind, jedoch mit dem Netz verbunden sind liegt an den offenen Cinch Ausgängen die Netzspannung (230V) an.

    Ist das üblich? Sie funktionieren ansonsten einwandfrei (also angeschlossen), hab mich nur etwas erschreckt vom offenen Ende des Cinchkabels einen Schlag zu bekommen...
    Beim nachmessen hab ich dann festgestellt, dass es sich um die Netzspannung vom Anschlussnetz handelt...

    Sollte dem mehr Beachtung geschenkt werden oder aufgrund der uneingeschränkten Funktion eher nicht?

    Grüße
    Stefan

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 7. April 2012 um 22:00
    • #2

    2-poliger Netzstecker? Steck ihn mal umgedreht ein und mess nochmal nach (vorsichtig!) Ich hab da ne ganz doofe Vermutung...

  • Stefan Neumayer
    Verifiziert
    Beiträge
    31
    • 7. April 2012 um 23:05
    • #3

    Das der Ausschalter nur Einpolig ist?
    Werd ich morgen mal testen, aber mir gehts eher um das Prinzip mit den 230V am Cinch und ob das "normal" ist, bzw. legitim...
    Also rein deshalb wegen Berührungsspannung an der Cinch-Verbindung...

    Grüße
    Stefan

  • fabio hermann
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    Beiträge
    1.084
    • 7. April 2012 um 23:27
    • #4

    230V am Chinch Stecker sollte auf keinen Fall normal sein.
    Ich würde den / die CD Player so erstmal nicht mehr verwenden und auf gar keinen Fall vermieten, bis der Fehler eindeutig festgestellt und behoben ist.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Stefan Neumayer
    Verifiziert
    Beiträge
    31
    • 7. April 2012 um 23:48
    • #5

    Dass ich sie so nicht aus den Händen gebe ist klar. Frag mich nur ob das wirklich ein Fehler der Geräte ist oder eine Nebenerscheinung. Angeschlossen laufen sie ja einwandfrei, immer gehegt und gepflegt...

    Wenn das nur bei einem wär würd ich auch sofort auf einen Fehler schließen.

    Werde die Tage mal ein bisschen messen und schauen, bei der Gelegenheit überprüfe ich auch gleich, ob der DJ-Mischer des selben Herstellers das selbe Phänomen hat (werde mir Cinch als auch XLR Ausgänge vornehmen)

    Soll ich evtl mal den Hersteller kontaktieren?

    Grüße
    Stefan

  • DJheini
    Moderator
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    • 8. April 2012 um 10:49
    • #6

    Vielleicht solltest du mal das Modell nennen, evtl. können Besitzer des gleichen Typs dann auch mal bei sich messen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • erik
    Beiträge
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    • 8. April 2012 um 11:05
    • #7

    Das ist die Neue PoRCA (Power over RCA) Funktion^^ Nur noch ein Gerät ans Netz anschließen und alle anderen sind mitversorgt über Cinch...

  • tufkadib
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    • 8. April 2012 um 11:11
    • #8

    Ach Leute... womit wurden die 230V gemessen, wie groß ist der Ableitstrom, schmeißt es dabei den FI?

    MfG
    DirkB

  • Audiowerk
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    • 8. April 2012 um 11:39
    • #9

    Bestimmt hat er einen Phasenprüfer benutzt - Lämpchen an, uih :D

  • Stefan Neumayer
    Verifiziert
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    31
    • 8. April 2012 um 12:20
    • #10

    Witzig... :roll:

    Der Netzstecker hat keinen Schutzleiter, RCD bleibt drin.

    Gemessen wurde der Effektivwert mit einem Handelsüblichen Spannungsmessgerät, nix Phasenprüfer...

    Den Strom habe ich nicht gemessen, der bricht auch sofort ein wenn die Kontakte Kurzgeschlossen sind.

    Es handelt sich um Denon DN-S 3500

  • tufkadib
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    • 8. April 2012 um 21:08
    • #11

    Wenn kein nennenswerter Strom fließt, ist das Ganze zwar nicht besonders schön, aber möglich und ungefährlich (das ist einfach eine kapazitive Kopplung zwischen Netz- und Niederspannungsseite).
    Digitalmultimeter sind für solche Messungen ungeeignet, da viel zu hochohmig. Nimm ein Analogmultimeter, Ri = 333 Ohm/V und miß nochmal. Alternativ ein Sicherheitsprüfgerät für SK2 bemühen und Einhaltung derselben kontrollieren...


    MfG
    DirkB

  • yamaha4711
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    • 9. April 2012 um 22:21
    • #12

    Tacho!

    Bei vielen Geräten erfährt man bei sanftem überstreichen von leitenden Stellen, insbesondere Metallgehäusen, eine Art Vibration. Das wirst du vermutlich auch an dem Denon feststellen und ist ein Zeichen für diese durch eine Kapazität eingekoppelte "Netzspannung". Ist also nicht weiter tragisch. Kann im Zweifelsfall aber auch ein Kriechstrom sein... würde das Gerät schon mal "gewässert"?
    Du sagst ja auch, dass die Spannung sofort einbricht, wenn man die Kontakte kurz schliesst. Wenn da wirklich Netzspannung mit allen Konsequenzen anliegen würde, dann würde das fürchtlich beim kurz schliessen knallen.

    Beim Messen der Spannung soll das Messgerät ja möglichst hochohmig sein, um die Quelle nicht zu belasten. Beim Messen von Strömen soll das Messgerät umgekehrt einen möglichst kleinen Innenwiderstand haben.
    Deswegen misst du ja auch Netzspannung. Nimm einfach mal eine Glühbirne und klemm die parallel an das Multimeter. Du wirst (hoffentlich) feststellen, dass die Glühbirne nicht leuchtet und dein Multimeter keine nennenswerte Spannung mehr anzeigen wird.
    Falls die Glühbirne wider erwarten leuchten sollte und das Messgerät immer noch Netzspannung anzeigt, dann gehört das Gerät dringend in die Reparatur.

    Der RCD brauch im übrigen keinen Schutzleiter. Der RCD funktioniert (muss!!!) auch Schutzleiter, denn das im Prinzip ist ein RCD nichts anderes als eine Stromwaage. Das was in den Stromkreis rein geht, muss auch wieder rauskommen. Bei einer zu hohen Differenz löst der RCD aus.
    Der Schutzleiter würde nur dafür sorgen, dass der RCD sofort beim Einstecken auslöst, da der Schutzleiter sozusagen die Person ersetzt, welche anstatt das Gehäuse leitend verbindet und damit Strom am RCD vorbei fliessen lassen würde. In der Zeit vor dem RCD wäre dann die Sicherung geflogen, da bei einem fatalen Defekt sicherlich mehr als die 16A bzw. 10A geflossen wären. Aber eben nur wenn ein Schutzleiter anstatt eines Menschen den Ableiter gespielt hätte. Bei einem Menschen hätte es die Sicherung wohl wenig interessiert. Deswegen seit geraumer Zeit RCD bzw. Personenschutzschalter.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • bemi
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    • 9. April 2012 um 23:33
    • #13
    Zitat von "DirkB"

    Ri = 333 Ohm/V

    Was ist denn bitte 1 Ohm/V?

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • billbo
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    • 10. April 2012 um 00:11
    • #14

    Ohm pro Volt :wink:
    Kennwert für den Innenwiderstand von Drehspulspannungsmessgeräten. Multiplizierst Du mit dem Endwert des gewählten Messbereiches und weißt damit, wie hoch Dein Messgerät das Messobjekt belastet (und das Messergebnis damit ggfs. verfälscht).
    War wichtig zu Zeiten hochohmiger Schaltungen und niederohmiger Messtechnik. Sozusagen die (ungewollte) Duspol - Lastzuschaltung im Kleinformat.
    Wenn in alten Schaltbildern Spannungen angegeben sind, dann immer auch mit welchem Ri/ Volt sie ermittelt wurden.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • bemi
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    • 10. April 2012 um 11:17
    • #15

    Danke, ich erinnere mich schwach. War mir komplett entfallen; aber wenn man sich den Schaltplan eines analogen Voltmeters aus dem Unterbewusstsein kramt, macht es wieder Sinn ... ;)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • billbo
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    • 10. April 2012 um 14:29
    • #16

    Auf jeden Fall lernte man auf diese Weise
    - dass richtiges Messen seine Tücken hat,
    - dass es wichtig ist zu überlegen, was man da eigentlich genau messen will,
    - dass es unerlässlich ist, sich dafür über die theoretischen Hintergründe im Klaren zu sein,
    - dass man gut daran tut, jedes vermeintlich eindeutige Messergebnis auf seine Sinnhaftigkeit zu hinterfragen,
    - und dass der Praktiker häufig mit Schraubenziehergriff und feuchtem Daumen schneller und besser ist :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • marcoboy
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    • 10. April 2012 um 18:23
    • #17

    Ich habe zufällig so ein Gerät hier. Also es ist wirklich so bei richtiger Drehung des Steckers liegen gegen Schutz und der Gehäuse Masse ca 180V nach dem Einschalten ca 110V

    hört sich erst mal gefährlich an ist es aber nicht. Denn ich habe den Strom gemessen der vom Gehäuse zum Schutz fließt.
    Im Messbereich 5µA schlägt das Gerät beim anschließen kurz bis ca 1,5µA aus. Dann wackelt der Zeiger im Meßbreich 1,5µA um die 0,1µA.
    Diese Ableitströme sind mehr als zulässig und entstehen durch die Entstörung im Netzteil. Was du spürst ist eben die kräftige Entladung das Kondensators. Ungefährlich.

    Im Übrigen geht die Spannung bei 1Mohm auf 110V zurück bei 1k geht sie gegen 0V
    1k Erdungwiderstand kann man selbst bei einer billigen billigen Chinchkabel annehmen.

    Gemessen mit einen Hochwertigen geeichten Röhrenvoltmeter damit sehr hoher Eingangswiderstand im Gigabereich.

pro-silentium.de

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