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Desmag Artikel "Selbstständige sollen mehr zahlen!"

  • Patrick Krause
  • 13. Mai 2012 um 17:38
  • uchris
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    • 16. Mai 2012 um 08:50
    • #21

    Was ist denn z.B. mit den Leuten, die sowas nur vorübergehend machen um sich z.B. ein Studium zu finanzieren?

    Für die sehe ich ein Problem.
    Wenn sie weniger als 400 Euro verdienen, können sie sich das "Leben" nicht leisten.
    Wenn sie mehr als 400 Euro verdienen müssen sie so viel arbeiten um wieder etwas vernünftiges heraus zu bekommen, dass sie nicht mehr Hauptberuflich Student sein können....

  • Mechwerkandi
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    • 16. Mai 2012 um 09:54
    • #22
    Zitat von "christoph urbanietz"


    Was ist denn z.B. mit den Leuten, die sowas nur vorübergehend machen um sich z.B. ein Studium zu finanzieren?


    Studenten sind üblicherweise im Rahmen ihres Studiums sozialversichert.

  • simonstpauli
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    • 16. Mai 2012 um 11:08
    • #23
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Studenten sind üblicherweise im Rahmen ihres Studiums sozialversichert.


    Stimmt, wenn man weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, kann man auch komplett über die Familienversicherung versichert bleiben. Das wäre dann ein Einsatz in der Woche. Oder vielleicht zwei. Das ist realistisch.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • nojunk
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    • 16. Mai 2012 um 12:04
    • #24
    Zitat von "simonstpauli"


    Stimmt, wenn man weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, kann man auch komplett über die Familienversicherung versichert bleiben. Das wäre dann ein Einsatz in der Woche. Oder vielleicht zwei. Das ist realistisch.

    offiziell!

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

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  • nojunk
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    • 16. Mai 2012 um 12:07
    • #25
    Zitat von "daniel heide"

    Der dir dann vermutlich ganz schlau vorrechnet, dass er mit einem Tagessatz von 120€ und 30 Tagen im Monat ja einen Umsatz von 3600€ schaffen kann.

    denn möchte ich mal kennenlernen - 30 Tage pro Monat!!! :lol: :lol: :lol:

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  • niggles
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    • 16. Mai 2012 um 13:53
    • #26
    Zitat von "nojunk"

    denn möchte ich mal kennenlernen - 30 Tage pro Monat!!! :lol: :lol: :lol:


    Muss ich nicht unbedingt - ich hab selber nach dem einen oder anderen solchen Monat mal in den Spiegel geschaut und festgestellt dass es das auf Dauer nicht sein kann.

    Ansonsten eine kleine Frage an Gert:

    Zitat von "gert"

    Bis 400 Euro find ich schon ok. Das sind netto 4 Tagessätze


    "Netto" hat ja diverse Berechnungsgrundlagen... Was wäre das denn etwa für ein Brutto-Tagessatz? Und reden wir hier von Einzeleinsätzen (Event, Industrie) oder Tourbetreuung?

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • gert
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    • 16. Mai 2012 um 14:09
    • #27
    Zitat von "niggles"

    "Netto" hat ja diverse Berechnungsgrundlagen... Was wäre das denn etwa für ein Brutto-Tagessatz? Und reden wir hier von Einzeleinsätzen (Event, Industrie) oder Tourbetreuung?


    Naja genau berechnet habe ich das nicht, aber so zwischen 250 Euro und 300 Euro pro Tag muessten Netto etwa 100 Euro sein.

    Practice, Practice, Practice

  • skyworker
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    • 16. Mai 2012 um 14:21
    • #28

    Interessante Diskussion... es gibt ja einen Tag X, der jeden Tag vom Bund der Steuerzahler bestimmt wird und ab dem ein angestellter Arbeitnehmer beginnt (zumindest theoretisch), für sich und nicht mehr für Umlagen, Steuern und Nebenkosten zu arbeiten. Es wäre mal interessant, wie sowas bei Freelancern oder Freiberuflern aussieht - also wieviele Jobs man für Rente, Versicherungen, jobgebundene Kosten schieben muss, bevor man anfängt, "zu verdienen".

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tufkaklto
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    • 16. Mai 2012 um 18:07
    • #29

    Bei uns in ösiland gibt es die Faustregel das man 50% des Geldes am Ende des Jahres in der eigenen Tasche hat.
    Das kommt auch ungefähr hin.

    kann auch mehr sein wenn man zB gut Diäten schreiben kann oder KM Geld für das Auto absetzt ( das geht bei uns anscheinend einfacher )
    Und jeder ist seines Glückes Schmied wenn er alles mit einem Steuerberater abklärt, da kann auch noch mal was rausschauen, wenn man es geschickt macht .

    Also kann ich rechnen, das mir bei einem 280 Euro Job in real 140 Euro überbleiben.
    Das passt in Der Praxis wie gesagt auch.
    Wenn man wirklich viel arbeitet und man hat 20 echte Tage im Monat, dann sind das 2800 Euro.
    Wieviel Stunden man dafür unterwegs war das darf man aber nicht mehr genauer ansehen, denn sonst merkt man ganz schnell, das die Sekretärin das viel Schlauer gelöst hat :D

    Unterschied bei uns:
    In den Abgaben ( Sozialversicherung ) sind die Pensionszahlungen schon includiert!!!

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • skyworker
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    • 16. Mai 2012 um 18:17
    • #30

    Ich fürchte, wenn ich hier ein paar Rentengroschen beiseite legen will und mich ordentlich versichere (Unfall, BU, Krankenkasse, Haftpflicht, Rechtschutz), dann bleiben mir keine 50% mehr übrig...

    Und: Nein, ich darf auch nicht drüber nachdenken, dass andere vor vier Stunden heimgegangen wären und dann schon eine Überstunde aufgeschrieben hätten ^^

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Rolf Gille
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    • 16. Mai 2012 um 23:29
    • #31
    Zitat von "skyworker"

    Ich fürchte, wenn ich hier ein paar Rentengroschen beiseite legen will und mich ordentlich versichere (Unfall, BU, Krankenkasse, Haftpflicht, Rechtschutz), dann bleiben mir keine 50% mehr übrig...

    Und: Nein, ich darf auch nicht drüber nachdenken, dass andere vor vier Stunden heimgegangen wären und dann schon eine Überstunde aufgeschrieben hätten ^^


    So ähnliche Überlegungen haben mich vor einigen (vielen) Jahren dazu getrieben das "Selbst" und "Ständig", bleiben zu lassen und stattdessen als Angestellter die "schwedische Antwort auf die Pershing 2", durch Europa zu treiben. :D

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • gert
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    • 17. Mai 2012 um 10:52
    • #32

    Die Frage wie man das bezahlt ist doch müßig. Im weitesten Sinne muss man doch akzeptieren das die Tätigkeit in unserer Branche eigentlich nicht zur Selbstständigkeit qualifiziert. Denn wir bekommen ja anders als im Handwerk, wo sich der Meister selbständig macht, keine Ausbildung in den Bereichen Buchhaltung und Geschäftsplanung. Die wenigsten stellen einen Businessplan zusammen, oder machen Ihre Buchhaltung korrekt. All die Sachen die ein kleiner Schneidermeister Betrieb so machen muss.
    Viele wissen gar nicht was alles in so eine Kalkulation reingehört und wie man Preise richtig gestaltet. Im Gegenteil Sie lassen sich lieber die Preise von Ihren Kunden diktieren. Das gibt es in keiner anderen Branche.
    Ich habe alle klassischen Fehler selbst gemacht und bin zu dem Ergebnis gekommen. Fuer Techniker ist nur Festanstellung der wahre Weg. Als Freiberufler werdet Ihr von allen verarscht. Die Kunden mit Micky Maus Gagen, das Finanzamt und die Krankenkasse mit Wahnsinns Rechnungen und keiner Freizeit und keinen Rechten.
    Sobald die Rosa ( Ich bin mit Rockstars unterwegs ) Brille nebelig wird sieht man schnell das das alles nix war.

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  • Leitwolfi
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    • 17. Mai 2012 um 11:28
    • #33

    Was aus dem Desmag Artikel nicht hervorgeht ist, ob Selbständige die bereits ausreichend privat vorsorgen ebenfalls verpflichtet werden in die RV einzuzahlen oder nicht.
    Hat jemand dazu schon mal eine Aussage gefunden?

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • simonstpauli
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    • 17. Mai 2012 um 12:14
    • #34
    Zitat von "Leitwolfi"

    Was aus dem Desmag Artikel nicht hervorgeht ist, ob Selbständige die bereits ausreichend privat vorsorgen ebenfalls verpflichtet werden in die RV einzuzahlen oder nicht.
    Hat jemand dazu schon mal eine Aussage gefunden?


    Das soll wohl so sein, daß man von der RV-Pflichtversicherung befreit ist, wenn man auseichend privat vorgesorgt hat.

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  • uchris
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    • 17. Mai 2012 um 14:15
    • #35
    Zitat von "simonstpauli"


    Stimmt, wenn man weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, kann man auch komplett über die Familienversicherung versichert bleiben. Das wäre dann ein Einsatz in der Woche. Oder vielleicht zwei. Das ist realistisch.


    Bis 400 Euro im Monat... bzw wegen Werbungkosten bei Selbsständigkeit sogar weniger. Danach kann man sich studentisch Kranken- und Pflege versichern (bis 19 Stunden die Woche) aber von einer Rentenversicherung weiß ich nichts....

  • billbo
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    • 18. Mai 2012 um 17:20
    • #36
    Zitat

    Die Frage wie man das bezahlt ist doch müßig. Im weitesten Sinne muss man doch akzeptieren das die Tätigkeit in unserer Branche eigentlich nicht zur Selbstständigkeit qualifiziert. Denn wir bekommen ja anders als im Handwerk, wo sich der Meister selbständig macht, keine Ausbildung in den Bereichen Buchhaltung und Geschäftsplanung. Die wenigsten stellen einen Businessplan zusammen, oder machen Ihre Buchhaltung korrekt. All die Sachen die ein kleiner Schneidermeister Betrieb so machen muss.


    So sehr man das schrittweise Schließen von 'Schlupflöchern aus der Solidargemeinschaft' begrüßen mag (bleibt angesichts unserer Demoraphiekurve eh nichts anderes übrig): ich plädiere dafür, mit Pauschalisierungen in einer klassischen Freelancerbranche trotzdem vorsichtig zu sein. Es gibt, durchaus über Jahrzehnte gewachsen, hier sicherlich genau so viele Lebensmodelle wie Protagonisten. Ich kenne z. B. einen Rechtsanwalt (mit eigener Kanzlei und allem PiPaPo), der nach wie vor mehrere Wochen im Jahr als Tonler oder TL auf Tour geht. Zu einem Tagessatz, für den er im 'richtigen Beruf' ein paar Textbausteine zu einem Formbrief zusammenstellt, seinen Oskar drunter schreibt, und fertig. Einfach nur deshalb, weil ihm die Juristerei allein zu langweilig ist und er nicht hinterm Schreibtisch vertrocknen will. Würdest Du dem ebenfalls bescheinigen wollen, dass er sich mit seiner Selbständigkeit von allen Seiten nur verarschen lässt?
    Auch dem kleinen Schneidermeister wird geschäftlicher Erfolg nicht beigebracht. Den muss er sich sauer selbst erarbeiten; learning by doing und Pleiten, Pech und Pannen inbegriffen. Und der Businessplan von manch einem richtig Großen unserer Branche hierzulande sieht eher so aus: ich kenne den Ressortleiter Veranstaltungen von diesem oder jenen großen Industriekonzern/ ÖR Sender/ Sportverband persönlich. Und falls der mal seinen Job verliert, haut mich Papi sicherlich für's Erste irgendwie raus.
    So eine richtig tolle Basis für ein langfristiges Angestelltenverhältnis ist das dann auch wieder nicht. :roll:
    Auf dem Inselreich der Glückseligen dürfte das nicht viel anders aussehen; den Eindruck gewinne ich zumindest wenn ich mir die lange Reihe einstmals illustrer Firmennamen aus der PA – Szene dort anschaue, die es (incl. ihrer ehemaligen Freelancer oder auch Festangestellten) längst nicht mehr gibt.

    Sicher, wer nicht mal seine Buchführung/ Steuererklärung mit Hilfe einer 20 Euro/ Jahr Software ordentlich geregelt kriegt ist als Selbständiger offensichtlich fehlbesetzt. Aber es soll auch VTler/ Tourneeleute geben, die den Kleinkrieg mit dem Finanzamt als sportliche Herausforderung sehen, welche man, wenn man sich nicht vollkommen blöd anstellt, auch bestehen kann. Auch incl. steuerlich halbwegs schlau eingefädelter privater Altersvorsorge.

    Für mich war Selbständigkeit von Anfang an mehr als 'nur' Freelancerei. Wobei ich die insgeheim sehr oft beneidet habe. Job gelaufen, "hier ist der LKW Schlüssel, dies und das ist leider kaputt, kannst Du mich möglichst gleich in bar auszahlen, tschüss bis nächstes Mal". Wenn man derjenige ist, der die Hallenmiete zahlen muss, ist die Sache leider nicht immer ganz so einfach...
    Trotzdem wollte ich die Selbständigkeit, unschöne Durststrecken inbegriffen, nie aufgeben; habe dabei sogar auch das eine oder andere lukrative (?) Angebot zur Festanstellung nebst Übernahme des Materialparks ausgeschlagen. Und bereue das bis heute nicht. (Okay, vielleicht manchmal ein gaaanz klein bisschen)
    Aber es kann ein wunderbares Gefühl sein, zu 3 Tage Schuften, Schlamm und Scheiße "nein danke" zu sagen, um anschließend im schicken Bandnightliner am selben Wochenende u. a. auf dem selben Festival aufzulaufen. Für mindestens den gleichen Tagessatz, versteht sich. Und dort vielleicht noch sein eigenes Material vorzufinden. Hallo Jungs, prima, wie ihr das alles hier so aufgebaut habt, war wohl bestimmt anstrengend bei dem Wetter. Wo is'n hier das Catering?

    So was geht auf Dauer nur ohne Chef. Und selbst dann nicht all zu oft. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • gert
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    • 19. Mai 2012 um 19:47
    • #37
    Zitat von "billbo"

    So sehr man das schrittweise Schließen von 'Schlupflöchern aus der Solidargemeinschaft' begrüßen mag (bleibt angesichts unserer Demoraphiekurve eh nichts anderes übrig):


    Ich denke genau darum geht es hier auch. Es geht nicht um die ehrlichen, sich richtig versichernden, sondern um die grosse Anzahl derer die es eben nicht richtig machen. Die dann im Alter ohne Vorsorge von der Sozialhilfe leben. Das müssen nämlich die ehrlichen Techniker und Leute wie mein Schwager ( In der Fabrik) dann mit bezahlen.

    Zitat von "billbo"

    dafür, mit Pauschalisierungen in einer klassischen Freelancerbranche trotzdem vorsichtig zu sein.


    Das stimmt genau, die VA Branche ist vielleicht noch ganz ok, aber die Kurierfahrer etc Szene ist schon böse.
    Allerdings kenne ich Leute die Jahrelang als freelancer bei Firmen im Büro gesessen haben, und sorry die sind einfach SCHEINSELBSTAENDIG

    Zitat von "billbo"

    Ich kenne z. B. einen Rechtsanwalt (mit eigener Kanzlei und allem PiPaPo), der nach wie vor mehrere Wochen im Jahr als Tonler oder TL auf Tour geht


    Der hat dann aber sicher auch eine Rente und zahlt seine Angestellten ordentlich. Das ist ja der Musterselbständige. Aber sicher hilft er den Kollegen die von dem Tagessatz leben muessen nicht bei den Lohnverhandlungen.

    Zitat von "billbo"

    Auch dem kleinen Schneidermeister wird geschäftlicher Erfolg nicht beigebracht.


    Aber er hat in der Meisterschule Buchhaltung, Lohnbuchhaltung und alles dazugehörige gelernt. Da sind wir in der VA Branche weit von weg.

    Zitat von "billbo"

    Auf dem Inselreich der Glückseligen dürfte das nicht viel anders aussehen; den Eindruck gewinne ich zumindest wenn ich mir die lange Reihe einstmals illustrer Firmennamen aus der PA – Szene dort anschaue, die es (incl. ihrer ehemaligen Freelancer oder auch Festangestellten) längst nicht mehr gibt.

    Hier zieht die Festanstellung ordentlich an. Ich kenn mittlerweile schon einige Kollegen die das machen. Im übrigen bin ich nicht gegen Selbständigkeit sondern vielmehr fuer professionelle Selbständigkeit. Es reicht momentan noch ein Gewerbeschein. Und dafür ist es echt zu kompliziert.
    Und solche Leute die jeden Monat bei der gleichen Firma 25 Tage arbeiten gehören einfach fest angestellt. Das ist gegenüber den anderen Arbeitnehmern denen tatsächlich jeden Monat 50% ihres Umsatzes abgenommen werden einfach unfair.

    Practice, Practice, Practice

  • billbo
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    • 20. Mai 2012 um 12:36
    • #38
    Zitat

    Und solche Leute die jeden Monat bei der gleichen Firma 25 Tage arbeiten gehören einfach fest angestellt. Das ist gegenüber den anderen Arbeitnehmern denen tatsächlich jeden Monat 50% ihres Umsatzes abgenommen werden einfach unfair.

    Das ist wohl wahr. Aber so was reguliert sich in der Praxis sehr schnell von selbst.
    Hätte ich einen freien Mitarbeiter/ Geschäftspartner, der mir so wichtig ist, dass er mir regelmäßig 25 mal im Monat eine Rechnung über EUR 250, - + Ust. schreibt, dann käme mir als Chef sehr schnell der Gedanke, demjenigen eine Festanstellung anzubieten. Zum Vergleich: das Einstiegs – Bruttogehalt eines FH – Professors (!) beträgt in D z. Zt. nicht mal EUR 4000,-. Und der Alibimeister VT, den jede Kommune mit 'nem Bürgersaal oder 'ner Mehrzweckhalle beschäftigen muss, gibt sich durchaus auch mit weniger als der Hälfte zufrieden; wo das mit irgendwelchen Tarifstrukturen zu kollidieren droht, wird eben von vornherein nur eine halbe oder ¾ Stelle ausgeschrieben.
    Unser branchenspezifisches Problem liegt eher in der nur schwer zu gewährleistenden Regelmäßigkeit. Geht der Kunde für ein halbes Jahr auf Welttournee ist alles super. Fällt die aus, ist Hängen im Schacht; für beide Seiten. Daher erkauft man sich die Risikoverteilung in der Praxis gern mit Freelancertum.

    Klar sind auch mir die sprichwörtlichen Verhältnisse im Speditions-/ Kuriergewerbe ein Begriff. Aber selbst hier hat die Medaille natürlich 2 Seiten.
    Jeder Kaufmann kennt die simple Regel: der Gewinn liegt im Einkauf. Der beziffert sich für den Spediteur im Wesentlichen als Betriebskosten pro Kilometer. Wenn ich jetzt schon allein anhand allgemeiner Lebenserfahrung weiß, wie unsäglich der gemeine Monteurs/ Kurier/ Firmensprinter im Alltag getreten wird ("was soll’s, ist ja bloß 'n Firmenwagen"), dann ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt hin zu: okay mein Lieber, ab jetzt ist das DEIN Lkw. Und DU bist dafür zuständig, dass er möglichst wirtschaftlich läuft und möglichst lange hält.
    Genau daher entstammt in diesem Gewerbe die Entwicklung. Mitsamt all ihren üblen Knebelvertragsauswüchsen.

    Wie famos man hingegen in unserer Branche mitunter zu kalkulieren weiß zeigt die Tatsache, dass man bei manch (renommiertem!) Kollegen den 7halber oder Sattel inclusive Fahrer und kompletter Produktion drauf für einen etwas weiter entfernt liegenden Job günstiger kriegt als das entsprechende Leerfahrzeug bei der Spedition auf dem Nachbarhof. So viel zur hier immer wieder gern erträumten 'Wertigkeit' von schwarz oder braun angemalten Holzkisten. :roll:

    :idea: Na klar! Mischkalkulation!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • daniel heide
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    • 21. Mai 2012 um 08:11
    • #39
    Zitat von "billbo"

    Das ist wohl wahr. Aber so was reguliert sich in der Praxis sehr schnell von selbst.
    Hätte ich einen freien Mitarbeiter/ Geschäftspartner, der mir so wichtig ist, dass er mir regelmäßig 25 mal im Monat eine Rechnung über EUR 250, - + Ust. schreibt, dann käme mir als Chef sehr schnell der Gedanke, demjenigen eine Festanstellung anzubieten.

    Ich habe mich vor kurzem mit einem Bekannten unterhalten der Unternehmer ist und auch Freie in Bereichen der Lagerhaltung und Jobvorbereitung etc. beschäftigt.

    250€/Tag *hust*

    5€/h und dafür gehen die Freien dann unter der Woche arbeiten weil Sie sonst nur Jobs am Wochenende haben.

    Ich kanns kaum verstehen wie die Kollegen für das Geld morgens aus dem Bett kommen.

    250€ gibts da für ne 50h Woche!!!! nicht für den Tag.

    Daniel Heide
    Lange Reihe 4
    99755 Hohenstein

    Lass dir von Keinem imponieren der sagt: "Das mache ich schon seit 20 Jahren so!" Man kann etwas auch 20 Jahre lang falsch machen.
    Bildung ist meistens kostenlos, manchmal auch umsonst!

  • Michel
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    • 21. Mai 2012 um 10:36
    • #40
    Zitat

    250€ gibts da für ne 50h Woche!!!!

    Für genau diese Art von "Kollegen" ist dieser Thread gedacht.

    Diese Art der Aufwandsentschädigung ist für ein Praktikum vielleicht noch nicht mal schlecht. Aber eine Tätigkeit auf dieser Gehaltsstufe muß zwingend auf einen möglichst kurzen Zeitraum befristet sein und einen deutliche Karrieresprung als nahe Perspektive beinhalten. Als Modell zur nachhaltigen Gestaltung seines Lebensunterhaltes taugt das jedenfalls nichts. Und warum das so ist kann man unter anderem hier nachlesen :wink:

    Gruß, Michel

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