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Fiktive Offerte

  • zegi
  • 9. Juni 2012 um 18:22
  • zegi
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    • 9. Juni 2012 um 18:22
    • #1

    Hallo zusammen

    Im DJ-Forum sucht ein Kollege jemanden, der ihm ein fiktives Angebot für einen Event von Porsche erstellt. Er ist in meinen Augen korrekt vorgegangen und hat rund 20 Vermieter mit "offenen Karten" angeschrieben. Zwei haben ihm eine Abfuhr erteilt, die anderen nicht geantwortet. Leider fehlt mir die Möglichkeit, dafür ein Angebot zu schreiben (Livetechnik, LED-Wände). Ich dachte mir, dass vielleicht hier jemand sich erbarmen würde, und evtl. im copy/paste Verfahren ein Angebot mit nachvollziehbaren Preisen posten könnte. Das Budget ist "offen" aber soll realistisch bleiben.

    Es geht um eine Produktepräsentation mit Liveband.

    So soll das aussehen:


    Zitat vom Gesuchsteller: "Was ich mir nun vorgestellt hatte:

    Hinter der Bühne eine große LED wand
    Traversen wie schon in dem Bild.
    Line Array Monitore und nen ordentlichen Bass, da wir auch ne Band haben
    Belichtung ( Laser, Paarscheinwerfer, Scheinwerfer um redner zu beleuchten etc.)

    Ich habe eine ungefähre Ahnung von dem was ich brauche. allerdings müssen wir auch die namen der verwendeten Objekte auflisten + deren Mietkosten

    Was ich nun brauche ist ein Angebot. als ob mir ein Dienstleister eins für das Event machen würde. Wäre super wenn mir da jemand helfen kann."

    Hier noch der Link zum Thema im DJ-Forum: http://www.deejayforum.de/52-veranstaltu…t-wie-viel.html

    Der Ton macht die Musik.

  • Patrick Krause
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    • 9. Juni 2012 um 19:02
    • #2

    Wenn das Angebot eh nur fiktiv ist, wird sich wohl keiner die Mühe machen und ein Angebot erstellen. Verschwendete Zeit.

    MonEngineer InFlames|KoRn|Toto|Trivium|SteelPanther

  • niggles
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    • 9. Juni 2012 um 19:31
    • #3

    Nicht bös gemeint, aber allein schon bei dieser "Visualisierung" vergeht 90% der mir bekannten Industrieleute die Lust sich näher damit zu beschäftigen. Sichtlinien, Rigging, Scheinwerfer-Auswahl... alles genau die Art von völlig verkorkstem Konzept mit der Nachwuchs"agenturen" die über Vitamin B ausnahmsweise mal einen grösseren Kunden aufgerissen haben gerne Technikfirmen quälen.
    Vielleicht magst du ihm erst mal helfen ein halbwegs tragfähiges Design zu erstellen? Die Materialauswahl ist dann eigentlich das kleinere Problem...
    Ansonsten würde ich dem Kollegen dringend ans Herz legen zumindest mal ein mehrmonatiges Praktikum bei einem grösseren Technikdienstleister oder Planungsbüro zu machen um sich die Grundlagen drauf zu schaffen...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • sw474
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    • 9. Juni 2012 um 19:48
    • #4

    ... und so wie das da aussieht wird das für Porsche niemals kommen...

    :lol:

  • zegi
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    • 9. Juni 2012 um 20:48
    • #5

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen... (ist hier eine Redensart - wobei mir dieser Spruch im Zusammenhang mit Veranstaltungstechnik fast ein wenig makaber vorkommt :D )

    Vielleicht hat ja einer einen ähnlichen Event gemacht und kann dem Kollegen die entsprechende Offerte zukommen lassen? So extrem ausgefallen ist die Aufstellung nun auch wieder nicht.

    Etwas Truss, LA & Livetechnik, LED-Wand, Wackelköpfe und konventionelles Licht, Manpower... müsste doch zu finden sein, oder?

    Der Ton macht die Musik.

  • sw474
    Gast
    • 9. Juni 2012 um 21:32
    • #6
    Zitat von "zegi"

    So extrem ausgefallen ist die Aufstellung nun auch wieder nicht.

    ... eben deshalb... hab grad einen Aufbau für Porsche gesehen...

  • oton
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    • 10. Juni 2012 um 00:20
    • #7

    naja, da ich öfters mitbekomme, wie viel Manpower & Planung schon in einer "kleineren" Porsche Veranstaltung steckt, von einen Hauptversammlung oder Neupräsentation mal ganz abgesehen, ist es sinnlos, hier "mal kurz" und "fiktiv" ein Angebot zu erstellen. Und ganz ehrlich, als "DJ" würde ich die Finger von Porsche lassen ... das ist schon für gestanden Firmen eine harte Nuss ...

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2012 um 02:35
    • #8
    Zitat von "Patrick Krause"

    Wenn das Angebot eh nur fiktiv ist, wird sich wohl keiner die Mühe machen und ein Angebot erstellen. Verschwendete Zeit.


    Ich mach mir mal die Mühe:
    ein Haufen Technik, Personal und Nerven -> Paketpreis 1000000 Euro
    Der zuständige Produktionsleiter vor Ort wird über den Zeitpunkt informieren, an dem das Paket aufgebraucht ist.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Kracky
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    • 10. Juni 2012 um 03:43
    • #9

    Alleine aus dem

    Zitat

    " Was ich mir nun vorgestellt hatte:

    Hinter der Bühne eine große LED wand
    Traversen wie schon in dem Bild.
    Line Array Monitore und nen ordentlichen Bass, da wir auch ne Band haben
    Belichtung ( Laser, Paarscheinwerfer, Scheinwerfer um redner zu beleuchten etc.)

    Ich habe eine ungefähre Ahnung von dem was ich brauche. allerdings müssen wir auch die Namen der verwendeten Objekte auflisten + deren Mietkosten

    Was ich nun brauche ist ein Angebot. als ob mir ein Dienstleister eins für das Event machen würde. Wäre super wenn mir da jemand helfen kann."

    ist zu lesen das ich es mit jemandem zu tun habe der von tuten und blasen keine Ahnung hat und der sich da wohl möglich einen viel zu großen Schuh anzieht.

    Dann sehe ich die Bilder und denke mir was den das? Drei Stufen, viel PAR Licht, Ne Backtruss voll 2er Blinder und schwer zu erahnender Heads, eine Bühne mit Rundtreppenelement und entsprechendem Rednerpult. Nein, der hat keine Hilfe verdient, das ist ein Job für jemanden der genau weiß was er tut und was er kann und nicht für den Resident DJ von weiß der Geier wo! Den Job bekommt der eh nie und es ist verständlich warum sich niemand die Mühe macht, eigentlich ist das geschriebene hier schon viel zu schade.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • sw474
    Gast
    • 10. Juni 2012 um 09:13
    • #10
    Zitat von "simonstpauli"


    Ich mach mir mal die Mühe:
    ein Haufen Technik, Personal und Nerven -> Paketpreis 1000000 Euro
    Der zuständige Produktionsleiter vor Ort wird über den Zeitpunkt informieren, an dem das Paket aufgebraucht ist.


    ... und das wäre durchaus nicht unrealistisch...

  • andi.bt
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    • 10. Juni 2012 um 10:32
    • #11

    also ich grins grad nur vor ich hin - das Projekt kommt mir bekannt vor. Es geht hier um eine Schulübung eines Veranstaltungskaufmanns der eine Produktpräsentation organisieren soll und dafür eben realistische Angebote benötigt. Das gleiche muss unser Azubi nämlich auch grad machen..

  • zegi
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    • 10. Juni 2012 um 13:32
    • #12

    Der "Hilfesuchende" könnte natürlich ein paar Rider grosser Bands einholen (ist ja kein grosses Problem), den "Auftrag" etwas seriös wirkend umschreiben und dann an verschiedene Anbieter verschicken. Wenns dann nach einem rentablen Job aussieht, würden sich viele um den Auftrag bemühen und hätten evtl. einige Arbeit (Kontakt mit der Band, Kontakt mit dem OK, Situation in der Halle, etc.).

    Die professionelleren würden vielleicht nach den ersten Telefonaten schon merken, dass daraus nie ein Auftrag wird, die kleineren Buden, die eine grosse Chance vermuten, hätte u.U. einen ziemlichen Berg Arbeit bis zur Absage.


    Deshalb finde ich es eigentlich schade, dass es auf die ehrliche Art so schwierig zu sein scheint, ein Angebot zu bekommen, dass bei einer grösseren Bude doch tatsächlich so ähnlich sicher rumliegt.

    Der Ton macht die Musik.

  • karel noon
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    • 10. Juni 2012 um 14:11
    • #13

    Wenn es ein schulprojekt ist, warum steht das nicht in deinem ausgangsposting?
    Auch wenn es nicht dein eigenes ist.

    Je offener man seine Karten auslegt, desto höher die Chance auf Erfolg.

    Dann schnappt man sich google, findet heraus was für Agenturen sowas machen, und schreibt eine freundliche Email.

    Trotzdem verstehe ich jede Firma die darauf nicht reagiert, teilweise unterliegen solche Projekte dem Urheberrecht (z.b. Mal die AGBs von N&M lesen, bzw den subterran zu deren angeboten), also gibt man sowas nicht einfach raus.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • zegi
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    • 10. Juni 2012 um 14:34
    • #14

    Offener konnte ich das wohl kaum kommunizieren, es ist sogar die Ursprungsdiskussion im Deejayforum verlinkt. Alles, was ich weiss, ist nachzulesen.

    Der Ton macht die Musik.

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2012 um 16:16
    • #15
    Zitat von "sw474"

    ... und das wäre durchaus nicht unrealistisch...


    Natürlich nicht. Am Ende kommt vielleicht noch ein Dumper und macht es für 700000 glatt...

    Aber das ist nicht der Punkt.

    Zitat von "andi.bt"

    also ich grins grad nur vor ich hin - das Projekt kommt mir bekannt vor. Es geht hier um eine Schulübung eines Veranstaltungskaufmanns der eine Produktpräsentation organisieren soll und dafür eben realistische Angebote benötigt. Das gleiche muss unser Azubi nämlich auch grad machen..


    DAS macht mich nachdenklich.

    Ist das eine offizielle Aufgabe?

    Inhouse kann ich das im Rahmen einer Ausbildung noch verstehen, so kann der Azubi im Rahmen der Angebotserstellung noch etwas lernen. Nur das fertige Angebot in der Hand zu halten hat in meinen Augen kaum einen Lerneffekt zur Folge. So züchten wir nur mehr gefährliches Halbwissen.

    Das Erstellen eines Angebots dieser Klasse kostet Geld. Dieses Geld wird normalerweise mit realen Aufträgen verrechnet und teilweise quersubventioniert. In unserer Branche werden Angebote seltenst kostenpflichtig erstellt, wir leben davon, daß es am Ende auch Aufträge gibt.
    Es geht ja hier nicht um ein Standard-Angebot wie "Festzelt-Paket, mittel" oder "Grundsteinlegung, klein" (die durchaus in den Schubladen liegen), sondern um Projektierung.

    Wer solche Aufgaben verteilt sollte sicherstellen, daß sie im Rahmen einer Ausbildung inhouse bearbeitet werden.
    Oder im aktuellen Fall im Rahmen eines Studiums den Studenten vorher das Rüstzeug dafür geben, daß sie die Projektierung selbst machen können. So ist es Mumpitz.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2012 um 16:52
    • #16

    Ich kann mir nur einen Weg vorstellen, wie man eine solche Aufgabe sinnvoll erledigt:

    1. Lernen, ein solches Projekt zu planen.
    1a. Projekt planen.

    2. Die Mietpreise hinter die Materialliste schrieben (hier hilft auch sicherlich gerne ein Disponent einer Firma, wenn man ihn offen anspricht)

    3. Personal-, Logistik und Nebenkosten dazuschreiben

    4. fertig.

    Wozu studiert dann eigentlich jemand, wenn er dabei seinen Job nicht lernt?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Mechwerkandi
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    • 10. Juni 2012 um 17:14
    • #17
    Zitat von "simonstpauli"


    Wozu studiert dann eigentlich jemand, wenn er dabei seinen Job nicht lernt?


    Oh.
    Dazu gibt's viele Gründe... :wink:

  • simonstpauli
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    • 10. Juni 2012 um 17:31
    • #18
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Oh.
    Dazu gibt's viele Gründe... :wink:


    Ist unser Bildungssystem am Ende gar nicht so gut, wie es immer heisst? ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Mechwerkandi
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    • 10. Juni 2012 um 17:35
    • #19
    Zitat von "simonstpauli"


    Ist unser Bildungssystem am Ende gar nicht so gut, wie es immer heisst? ;)


    Dieses System schafft immer mehr Absolventen, die von immer weniger immer mehr wissen.
    Bis es irgendwann nur noch Absolventen gibt, die von nichts alles wissen.

    Systemdenken ist kein Lernfeld, und so wird die nächste Generation auf dem Altar des Föderalismus geopfert.

  • secluded
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    • 10. Juni 2012 um 19:37
    • #20
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Dieses System schafft immer mehr Absolventen, die von immer weniger immer mehr wissen.
    Bis es irgendwann nur noch Absolventen gibt, die von nichts alles wissen.

    Systemdenken ist kein Lernfeld, und so wird die nächste Generation auf dem Altar des Föderalismus geopfert.

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