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Abnahme Karnevalssitzung

  • norbert jersch
  • 28. Oktober 2012 um 21:10
  • norbert jersch
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    • 28. Oktober 2012 um 21:10
    • #1

    Hallo,
    wir veranstalten jedes Jahr einige Prunksitzungen in einer großen Halle mit Bühne. Viele der (Amateur-)Akteure tun sich schwer mit Headsets, Brillenträger sowieso. Ab und zu läßt auch schon mal einer sein Handmikro fallen. Daher die Frage, zu der mich das Thema Chorabnahme inspiriert hat: Gibt es eine Möglichkeit bzw. liegen Erfahrungen vor, die Solisten in ihren vorgesehenen Positionen wie Bütt mit Overhead-Mics wie NT-5 aufzunehmen, oder gibt es andere Möglichkeiten, personengebundene Mics durch ortsbezogene zu ersetzen?

    Gruß Norbert Jersch

  • djobi
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    • 28. Oktober 2012 um 21:34
    • #2

    In der Bütt sollte sich wohl ein Schwanenhalsmikro installieren lassen - ansonsten wird es schwierig.
    Ansonsten empfehle ich bei soetwas immer eine Generalprobe *mit* Technik ...

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • norbert jersch
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    • 28. Oktober 2012 um 21:51
    • #3

    ...außer bei TV-übetragenen Sitzungen funktionieren Generalproben nicht - weil viele der Akteure zu dieser Zeit auf anderen Sitzungen auftreten...oder - tagsüber - noch im Job sind.

    Schwanenhals oder kabelgebunden mit Kabel am Boden löst das Problem nicht - sind ja bekannte Ansätze - da die freie Beweglichkeit eingeschränkt ist. Es geht vor allem darum, ob Overhead-Lösungen realistisch eingesetzt werden können.
    Norbert Jersch

  • Kracky
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    • 28. Oktober 2012 um 22:01
    • #4

    Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht warum du bei vielen Ansprachen auf der ganzen Welt immer zwei Mikrofone am Rednerpult siehst?

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • norbert jersch
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    • 28. Oktober 2012 um 22:39
    • #5
    Zitat von "Kracky"

    Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht warum du bei vielen Ansprachen auf der ganzen Welt immer zwei Mikrofone am Rednerpult siehst?


    Das ist hier im Forum ja kürzlich ausführlich diskutiert worden. Da ich das Wort "unmöglich" auch gerne herausfordere meine Frage - Choraufnahme geht, Tonaufnahmen im Film gehen mit Overhead-Technik, eine One Man Show auf der Bühne geht nicht bzw. wird nicht gemacht. Läßt sich das ändern?

    Norbert Jersch

  • Kracky
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    • 28. Oktober 2012 um 23:12
    • #6
    Zitat von "norbert jersch"


    Das ist hier im Forum ja kürzlich ausführlich diskutiert worden. Da ich das Wort "unmöglich" auch gerne herausfordere meine Frage - Choraufnahme geht, Tonaufnahmen im Film gehen mit Overhead-Technik, eine One Man Show auf der Bühne geht nicht bzw. wird nicht gemacht. Läßt sich das ändern?

    Norbert Jersch

    Es geht, sieht nur scheiße aus weil du mit dem Mikrofon so nah als möglich an die Quelle musst. Die Quelle ist aber genau genommen nicht der Kopf sondern der Mund, bedeutet du musst das Mikrofon auf niedriger Höhe ausgerichtet auf die Quelle vor die Person aufhängen. Beim Film funktioniert es weil die einzige Feedback Quelle der geschlossene Abhörkopfhörer wäre und beim Chor hast du durch mehrere Quellen mehr Energie so das der Abstand zur Quelle größer werden darf.
    Wir machen das nun auch schon seit Jahren und haben auch schon viel probiert aber ich kann dir sagen, vergiss es. Entweder du hast in der Bütt bzw. am Rednerpult eine entsprechend installierte Abnahme, diese kann auch via Funk laufen oder du arbeitest mit Headset, alles andere ist nicht praktikabel.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Loloverde
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    • 28. Oktober 2012 um 23:16
    • #7

    Hallo Norbert

    - An der Bütt geht das Schwanenhals/Rednermikro.
    - Wenn sie sich bewegen wollen, bekommen sie eine Handfunke.
    - Wenn sie sich bewegen und beiden Hände frei haben wollen, bekommen sie ein Headset.

    Alles andere ist im Rahmen von Karneval unmöglich. Falsche Bedienung der Mikros kann man durch eine Probe und einen Mikrofonierer an der Bühne, der auch nochmal alles erklärt, minimieren.

    Und ob jetzt ein Funke runterfällt oder die nächste Tanzformation das gehängte NT5 runterreißt läßt den Schaden gleich bleiben.

    Bei Brillenträgern kann man auch das Gestell des Headsets weglassen und die Kapsel ans Brillengestell befestigen.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • norbert jersch
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    • 28. Oktober 2012 um 23:32
    • #8

    ...Danke, das klingt überzeugend!

    Gruß Norbert Jersch

  • wora
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    • 29. Oktober 2012 um 13:25
    • #9

    ich schliesse mich den kollegen an. eine overhead-abnahme sieht man hier vor allem deshalb nirgends, weil es einfach nicht funktionieren würde. wie kracky schon passend erwähnte, ist das einfach ein physikalisches problem (abstand und pegel). ausserdem lässt sich eine mit schwanenhalsmikro ausgestattete bütt(rednerpult) bei verwendung eines funksenders relativ frei auf der bühne aufstellen, das wäre bei abgehängten mikros nicht so ohne weiteres möglich. wenn es einen festen platz für das rednerpult gäbe, könnte man das aber auch fest verkabeln, das ist günstiger und bringt eine höhere betriebssicherheit.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
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    • 29. Oktober 2012 um 17:34
    • #10

    Ich habe am Wochenende eine vierstündige Veranstaltung betreut - knapp zwanzig verschiedene Redner jedweder Couleur wurden durch die Bütt geschleust, allesamt denkbar mikrofonunerfahren (sämtlich Rentner jenseits der 60, Generation MD421). Wie hier schon so oft zu lesen war, war ich mit AE3300 auf Stativ der Gewinner, selbst wenn die bierbäuchigen Herren sich 90° drehten, um irgendwas neben / hinter dem Rednerpult zu zeigen. Die kommen teilweise schon allein wegen der fetten Nachkriegswänste nicht nahe genug an die Bütt (wobei sie das auch gleichzeitig zum freien Sprechen zwingt, denn ablesen ist dann auch nicht mehr drin). Es wird natürlich im Sound indirekter, aber bleibt zumindest stets verständlich, ohne dass ich jedem einzelnen noch mal die grundlegenden Dinge über das Vortragen mit Mikrofon darlegen hätte müssen (darauf hätte ich bei solchen Veranstaltungen grad mal gar keinen Bock - die alten Säcke lassen sich meist sowieso nichts sagen... kommt immer irgendwas mit "junger Mann, schon früher *blablubber*...")

  • norbert jersch
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    • 29. Oktober 2012 um 22:53
    • #11

    Die Beiträge haben mich überzeugt und hoffe auch meine Mitstreiter, die die "Bühnenarbeiter" sind - ich bin ja FOH, aber auch selbst auf der Bühne, aber nicht in der Bütt und bringe eh meine eigenen Sennheiser Funken mit Headset oder ew1935 oder 865 mit.

    Für die Redner in der Bütt und auch auf Tagungen screene ich gerade den Gebrauchtmarkt für Sennheiser MD 441 (nostalgisch), AKG 5900, Rode NT5, habe jetzt auch das AE3000 aufgenommen. Neu + gute Qualität wird deren Budget sprengen, setzen derzeit einfache LD-Funken ein (waren vor meiner Zeit gekauft worden).

    Gruß Norbert Jersch

  • wora
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    • 29. Oktober 2012 um 23:07
    • #12
    Zitat von "norbert jersch"

    ... habe jetzt auch das AE3000 aufgenommen. ...


    vorsicht, das AE3000 ist ein anderes mikrofon!
    audiowerk meinte das AE3300

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • norbert jersch
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    • 29. Oktober 2012 um 23:26
    • #13

    ...war Tippfehler...

  • kob1
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    • 30. Oktober 2012 um 01:30
    • #14

    Mein Tipp -wenns kein Schwanenhals sein muss- ist das KMS 105.

    Solls ganz unauffällig sein: Beyerdynamic MPR 210 - ich habs längere Zeit probiert und war ganz zufrieden, bis die ersten Redner ihre Schummelzettel darüber gelegt oder den Laptop davor aufgeklappt haben.
    Auch Sennheiser MKE40 an einem Gooseneck befestigt geht ganz gut und ist recht unauffällig.

    Bei Schwanenhälsen ist zZ mein Favorit das AT U857QLU, neben den üblichen Sennshuren.
    Was ich mal probieren will ist das MG KEM970, leider hat das keiner (zu mindest nicht im Verleih)

    LG

  • bemi
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    • 30. Oktober 2012 um 06:53
    • #15
    Zitat von "kob1"


    Was ich mal probieren will ist das MG KEM970, leider hat das keiner (zu mindest nicht im Verleih)

    ... weil es keiner zahlen will.

    Das würde in der Vermietung für ein Wochenende mehr kosten als die Neuanschaffung mancher oben genannten Mikrofone.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Pulenk
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    • 30. Oktober 2012 um 07:42
    • #16
    Zitat von "kob1"

    Mein Tipp -wenns kein Schwanenhals sein muss- ist das KMS 105.

    LG

    Hab kürzlich Gerhard Polt live erlebt. Auch da wurde ein Neumann verwendet. Das hat wirklich sehr gut funktioniert, denn der Sound war sehr konstant auch bei unterschiedlichen Einsprechrichtungen. Von daher könnte es auch das KMS104 gewesen sein...

  • norbert jersch
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    • 30. Oktober 2012 um 08:29
    • #17

    ...wie hieß das doch so richtig: der Kunde muss es auch zahlen wollen. Und beim TV sind die Budgets sicher ganz anders als bei Vereinen (außer bei TV-Übertragungen wie Mainz bleibt Mainz). :(

    Norbert Jersch

  • wora
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    • 30. Oktober 2012 um 13:26
    • #18
    Zitat von "kob1"

    ...
    Bei Schwanenhälsen ist zZ mein Favorit das AT U857QLU, neben den üblichen Sennshuren.
    ...

    das 857er ist seit 14jahren mein favorit unter den schwanenhälsen.
    es gibt dafür übrigens auch tauschkapseln (kugel, niere, hyperniere), um das mikro bestmöglich an die situation anzupassen.

    was das KEM angeht, so verstehe ich die preislichen einwände. es ist ein gutes mikro, ohne zweifel, aber der preis macht es für kleinere veranstaltungen leider uninteressant.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • norbert jersch
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    • 30. Oktober 2012 um 15:38
    • #19

    Auf Grund der geringen Anzahl dieser spezifischen Einsätze benötige ich etwas breiter Einsetzbares - daher meine persönliche Auswahl. Schwanenhals in der Preisklasse rechnet sich für mich nicht.

    Norbert Jersch

  • kob1
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    • 30. Oktober 2012 um 15:54
    • #20
    Zitat von "wora"


    es gibt dafür übrigens auch tauschkapseln (kugel, niere, hyperniere), um das mikro bestmöglich an die situation anzupassen.

    Ja, die Nierenversion ist schon sehr gut, hatte allerdings (trotz original Windschutz) immer mit Popgeräuschen bei zu naher Besprechung zu kämpfen. Mit den LineCardioid Aufsatz (U857QLU) hab ich noch nie Probleme gehabt, und noch nie mehr GainBeforeFeedback zusammen gebracht. Die Kugel ist mir noch nicht untergekommen, ich denke die ist beschallungstechnisch auch eher exotisch.

    Das Microtech ist teuer, keine Frage. Im Verleih gehen zwar täglich Sachen herum die deutlich teurer sind, da wir aber "nur" von einem Mikro reden kann ich den Einwand verstehen. Ich möchte es trotzdem einmal probiert haben, vielleicht komm ich ja mal ind deutsche Parlament :)

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