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Was ist richtig Mono und was ist Centersignal

  • andy006
  • 17. Januar 2013 um 10:48
  • andy006
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    • 17. Januar 2013 um 10:48
    • #1

    Abgekoppelt aus dem X32 Beitrag.....

    Ulf hatte geschrieben:
    "Centerweg und richtig Mono" sind doch zwei Paar Schuh' (meine Meinung)
    Diese Diskussion können wir gerne führen, aber einfaches Routen ist da wenig zielführend.

    Wie man aus dem so bezeichneten Weg mit diesem Pult "etwas" raus bekommt, kann ich gerne zeigen.

    O.T.
    Ich denke, dass hat nichts im X32-Thread verloren. Dazu gehört meiner Meinung nach ein grundsätzliches
    Verständniss über Signalquellen, Mikrofonierung, Pegelverhältnisse im Pult.... und wie die PA hängt hat bis
    dahin noch keiner betrachtet.
    Um es richtig irre zu gestalten könnte dann noch jemand einige Seiten weiter die Frage "was gehört auf die
    Frontfills...?" stellen, dann geht es bestimmt gut ab.

    Es ist tatsächlich die Frage wie ein Monosignal gebildet wird und wie ein Stereosignal und was im Centerweg passiert. Ich hatte darüber vor kurzen eine hitzige Diskussion und bitte einen ganz Schlauen um seinen Kommentar. Darf auch gern ein Video sein :wink:

    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • madmax
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    • 17. Januar 2013 um 13:46
    • #2

    Äähh das Monosignal ist eine "Parallelschaltung" von links und rechts?
    Oder was meinst du jetzt?

    Never stop a running System

  • Teddytaste
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    • 17. Januar 2013 um 14:34
    • #3

    Für mich ist ein Monosignal die Addition von linken und rechten Signal und wird oftmals für Delaylines, Zonenbeschallung oder sonstige Zuspielung (inEar/Radio/Recording usw) verwendet.
    Centersignal ist ein separater Mix (Aux/LRC-S/Matrix, 5.1/ 7.1 usw) mit Toninformationen der einzelnen Lautsprechern zugeführt wird. Oftmals hängt mittig an der Bühnenkante oben ein (mehrere) Lautsprecher(cluster) der/das z.B. nur Sprache transportiert. Bei breiten Bühnen (über 12m) klingt das ohne Unterstützung vorne mittig für den Zuhörer indirekt und unverständlich, dafür dienen dann sogenannte Nahfeldlautsprecher (infill/Downfill/outfill) an der Bühnenkante L/R/ mittig und/oder geflogene Centerlautsprecher die zusätzlich - richtige Laufzeit vorausgesetzt - die Ortung von Schallsignalen in der Breite verbessern.

    Hilfreich auch: http://www.sengpielaudio.com/StereoFuerLaut…Kopfhoerer1.pdf
    LG pb

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • gert
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    • 17. Januar 2013 um 15:04
    • #4

    Genau Teddytaste,
    In ganz kurz. Ein LCR weg ist ein eigener 3 weg Mix. ( es kann zb ein Signal nur in der Mitte oder nur Rechts vorkommen ).
    Ein Mono ist oft schlicht der Monomix aus Links und Rechts. Wird aber bei vielen Konsolen so angeboten das man individuell auf Mono routen kann. Da ist dann allerdings keine Pan Information enthalten.

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 17. Januar 2013 um 19:58
    • #5

    Jepp ... und das panning für LCR sieht so aus, dass der pan-Regler in Mittelstellung nur ein Centersignal schickt also die beiden "Seitenkanäle" für ein 'Center' gepantes Signal tot sind und bei panning hart links oder rechts der Centerkanal tot ist, während bei 'Rechts-Mono-Links' und pan in Mittelstellung alle drei Summenwege Signal haben und bei panning hart links oder rechts der Monokanal immer auch Signal kriegt.

  • kob1
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    • 17. Januar 2013 um 22:26
    • #6

    Midas löst das ganze sehr gut mit dem SIS Schalter:

    Zitat

    Spacial Image System (SIS™): Each input module is fitted with the Midas Spacial Image System (SIS™) for use with Left, Centre, and Right loudspeaker systems. When SIS is active, the unique image control rotary fader modifies the action of the pan control allowing the input to be fed into all 3 outputs. This can be particularly useful for distributing the load of high energy, centre panned sounds across all FOH loud speaker arrays.

    Gr.

  • djvomght
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    • 18. Januar 2013 um 10:47
    • #7

    Hallo,

    Zitat von "guma"

    Jepp ... und das panning für LCR sieht so aus, dass der pan-Regler in Mittelstellung nur ein Centersignal schickt also die beiden "Seitenkanäle" für ein 'Center' gepantes Signal tot sind und bei panning hart links oder rechts der Centerkanal tot ist, während bei 'Rechts-Mono-Links' und pan in Mittelstellung alle drei Summenwege Signal haben und bei panning hart links oder rechts der Monokanal immer auch Signal kriegt.

    nicht notwendigerweise. manchmal kann man die Übergänge auch "fließend" einstellen:

    Kanal 40 ist hier zwar auf Mitte gepannt, die Seiten kriegen aber doch noch etwas Signal zum Auffüllen.

    Gruß Jörg

  • guma
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    • 18. Januar 2013 um 11:22
    • #8

    Richtig. Das geht dann, wenn das Pult die Option hat, zwischen den beiden Betriebsarten zu überblenden. Das ging zu Analogzeiten auch schon ganz gut an manchen preiswerteren Pulten wie der A&H ML Serie. :wink:

  • andy006
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    • 19. Januar 2013 um 08:28
    • #9

    Danke liebe Kollegen für die preisgegebenen Informationen. Um die Problematik zu "verschärfen" ging es in meiner Diskussion um folgenden Gedanken. Was macht das Pult am Mono-Ausgang mit den Kanalinformationen wenn diese ein Panning/Stereoeinstellung beinhalten ??
    Ich denke da nicht an unsere alten Analogschlitten sondern an die Digipulte an denen die Übergänge nicht fließend sind.

    Was der Inhalt vom Centersignal angeht da denke ich das ist nach Gusto verschieden.
    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • djvomght
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    • 19. Januar 2013 um 11:54
    • #10

    Hallo,

    Zitat von "andy006"

    Was macht das Pult am Mono-Ausgang mit den Kanalinformationen wenn diese ein Panning/Stereoeinstellung beinhalten ??

    da der Abgriff des Mono- Busses vor dem Panpoti erfolgt: Ignorieren :)

    Gruß Jörg

  • guma
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    • 19. Januar 2013 um 13:21
    • #11

    Im M7CL und in den DiGiCo SD Pulten ist es so:

    - Hast Du eine Mono-Summe, egal ob als Master, als Gruppe oder als Matrix, ist das panning in den inputs dafür, wie 'djvomght' schon sagte, schnuppe.
    - Wird die Mono-Summe so geroutet, dass die Quelle für die Monosumme der Master oder eine Stereo-Gruppe ist, wird das Signal, wenn Du den input pan bedienst, einfach je nach Stellung bis zu 3 dB leiser.
    - Hast Du eine LCR-Summe, gibt es in beiden Pulten diese Blend-Option, d.h. Du hast, wie das eben bei den ML Pulten schon war, einen zusätzlichen encoder, der die 'blend-Funktion' übernimmt und darüber bestimmt, ob Dein inputpanning mehr LR-Anteile oder mehr LCR-Anteile hat, und damit eben auch wieviel in den Centerweg geschickt wird. Ich nehme mal an, dass sich das bei den A&H Digital Konsolen so oder ähnlich auch verhält.

  • simonstpauli
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    • 19. Januar 2013 um 16:46
    • #12

    Wobei echtes LCR ja so selten benutzt wird, daß es im Pult nur ein "nice to have" ist. Wir bauen ja schon zu 99% keine Stereo-Systeme auf, sondern "exploded mono". Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion lostreten, aber darauf hinweisen, daß schon der Stereo-Mix mit Vorsicht zu genießen ist.

    Wenn man jetzt den Begriff "Center" auseinandernimmt, hat der mehrere Bedeutungen,
    - zunächst der Center-Weg im LCR-System (also ein System, welches in der Mitte hängt und den Großteil des Publikums erreicht,
    - den Center-Bus des LCR-Routings (100% Pegel in Pan-Mittenstellung, dann ohne Blending Links und Rechts auf 0% Pegel)
    - oder auch einen Center-Fill (oder Front-Fill), der als Lautsprechersystem nur einen kleinen Teil des Publikums erreicht und entweder mit einem aus dem Stereo-Mix generierten oder einem eigenständigen Mono-Mix bespielt wird. Dabei gelten von guma erwähnten eventuellen Pegelabweichungen, man sollte das ggf. im Auge behalten. Alternativ kann man auch den Mono-Mix direkt aus den Kanälen bilden (und ggf. Kanäle weglassen) oder einen post-fader Aux-Weg dafür nutzen, dann wiederum ist das Laufzeitmanagement schwieriger. Dafür kann man aber Kanäle aus verschiedenen Gründen auf dem Mono-Mix weglassen oder (beim Aux-Weg) leiser oder lauter als auf dem Stereo-Mix fahren, weil das so Sinn ergibt. Beispiele dafür sind Quellen mit viel Direktschall (Bass, Gitarre, Snare...) für Frontfills und nicht monokompatible Signale (wie z.B. Gitarren stereo-wide, dann würde ich nur einen Kanal auf den Mono-Mix routen).

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • kob1
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    • 20. Januar 2013 um 05:32
    • #13

    Diese Überblendung heißt übrigens Divergenz und ist im Mehrkanal-Mixing ein wichtiger Parameter zur Bestimmung der Breite.
    Hier mal das berühmte Beispiel mit dem Zug:
    http://www.surroundcontrol.de/surround_white…s/divergenz.htm

    Gr.

  • UlTraAudio
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    • 21. Januar 2013 um 12:40
    • #14

    Oh wie schade, dass ich den Thread erst jetzt entdecke :oops:

    Ich wollte im X32-Thread darauf hinaus, dass man nicht einfach drauf los summieren kann,
    das habt ihr ja hier schon angerissen; Stichwort " ultra-wide-Gitrarre"

    Oder PB: "richtige Laufzeit voraus gesetzt"

    Nehmen wir mal ein großes Drumkit
    (selbst erlebt, aufgrund von Beratungsresistenz konnte ich dem Kollegen aber nicht helfen, ich war ja nur Babysitter)

    BD, SNtop, SN Bottom, 3xTT, HH, 2xOH

    Keine Gates für die Toms, dafür je ein Kompressor mit längerem Attack und hohem ratio gegen den "boom", das klappt
    ja bekanntlich sehr gut. Damit die Toms so richtig knallen gab es ordentlich HighMids. Das Blech war höllisch laut, und die
    OH-Mikros sehr weit weg. TTs wie auch OHs waren auf Anschlag gepannt und auch die HH kam von knapp 40% rechts.
    Das Blech war in den TTs, dass die Overheads zauberhafte Auslöschungen auf Grund der Laufzeit dazu addierten.

    Wie die Monosumme davon auf den Fills (mittig auf der Vorderkante) klang ist nicht in Worte zu fassen.

    Die Center-, Mono- oder Fillwege klassisch aus den Auxen anzufahren scheint dank Matrizen im Überfluss,
    in Vergessenheit zu geraten. Ich habe allmälich das Gefühl, dass sich immer mehr Leute ohne Wissen um Physik in die mittleren Ligen wagen.

    Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen... Aristoteles

  • guma
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    • 21. Januar 2013 um 21:51
    • #15

    Na jetzt hast Du ihn ja gefunden, den Thread. :D

    Danke, guter Hinweis: Auf einem Monoweg, egal wie der erzeugt wird, müssen die Signale auch mono kompatibel sein. Das ist bei einem aus einer Stereosumme zusammengeschobenen "Mono" oft nicht so.

    Daher für einen "Centerweg" nur echte Monoquellen aus den Inputs verwenden und z.B. deren Stereo FX Anteile auf L-R belassen.

  • simonstpauli
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    • 21. Januar 2013 um 22:55
    • #16
    Zitat von "guma"

    Na jetzt hast Du ihn ja gefunden, den Thread. :D

    Danke, guter Hinweis: Auf einem Monoweg, egal wie der erzeugt wird, müssen die Signale auch mono kompatibel sein. Das ist bei einem aus einer Stereosumme zusammengeschobenen "Mono" oft nicht so.

    Daher für einen "Centerweg" nur echte Monoquellen aus den Inputs verwenden und z.B. deren Stereo FX Anteile auf L-R belassen.


    Genau.

    Ich bin da neulich fast reingefallen, hab einen Mix vom Kollegen übernommen, der hat die Gitarre "breit" gemacht (2 verschiedene Mikrofone, hart L/R gepannt, ein Kanal in der Polarität gedreht, was ich zunächst nicht gemerkt hatte). Nun wollte die Band spontan 8-Spur aufnehmen und drückt mir einen Rekorder in die Hand. Also schnell ein paar Gruppen und Aux-Wege fertig gemacht. Und bei der Gitarre erst mal beide Kanäle auf den Mono-Bus geschickt. Das klang sehr dünn ;) Also nur einen Kanal auf die Mono-Summe und gut.

    Ebenfalls aufpassen muß man bei extremen Keyboard-Sounds und Leslies. Auch Schlagzeuge sind nicht ganz streßfrei, wie von Ulf schon sehr richtig angemerkt wurde.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • guma
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    • 21. Januar 2013 um 23:20
    • #17

    ... Um mal auf LCR zu kommen:

    Da gibt es sicher viele tolle Möglichkeiten, an die ich bisher aus Mangel an Zeit und Gelegenheit nicht gedacht habe. Ich habe das ein paar mal gemacht, indem ich eine Art Centercluster gehängt habe, um in einer schwierigen akustischen Umgebung Solisten, repektive Gesangssolisten direkter und verständlicher zu bekommen. Das ging mit der beschriebenen Mimik im ML4000 und im M7CL ganz gut. Mit den DiGiCos, die das auch sehr komfortabel machen, hatte ich noch keine Gelegenheit. Liegende kleine frontfills kenne ich nur als sinnvolle Stütze für Sprache oder Gesang.
    In der Frontfill-Position 'Bühnenvorderkante' ist doch Schlagzeug oder Backline meist eh so laut, dass man schwerlich auf die Idee kommt, sich da irgendwelche Stereogruppensignale zusammenschieben zu wollen ??
    Was ich mal probieren muß, ist ein wenig Kick da drauf zu schieben. Das sollte von 'Mono-Mitte' eigentlich auch profitieren.

  • UlTraAudio
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    • 21. Januar 2013 um 23:30
    • #18

    In meinem Beispiel hatten Drums dort nichts verloren :)

    Wobei ich mir in der 7k Region dort was vorstellen kann, dann drückt es nicht nur in den ersten Reihen sondern
    bildet quasi eine ganze BD ab.

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  • UlTraAudio
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    • 21. Januar 2013 um 23:35
    • #19

    ohoh, off Topic:
    Ich hänge in Gedanken wieder beim alten Spiel "auf Backline delayen" 8)
    Könnte ja durchaus für die Frontfills zuträglich sein :wink:

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  • guma
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    • 21. Januar 2013 um 23:49
    • #20

    Muß Ulf, muß. Da ist es besonders sinnvoll ! :wink:

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