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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Resonanzbox für 200Hz

  • AmpChamp
  • 14. März 2013 um 14:30
  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 14. März 2013 um 14:30
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal euer gebündeltes Fachwissen für etwas, was zwar anders wie eine Lautsprecherbox ist aber trotzdem irgendwie artverwandt.

    Es geht um folgendes: ich muss Geräte akustisch messen, die eine ausgeprägte Schwingung bei 200Hz zeigen.
    Diese Geräte sollen in einer akustisch extrem sensiblen Umgebung verbaut werden.

    Deshalb sollen verschiedene Muster dieses Gerätes auf ihre Schallabstrahlung hin verglichen und klassifiziert werden.
    Ziel ist es, das akustisch unauffälligste Gerät zu finden.

    Das Problem ist nur, dass die Schallabstrahlung an sich schon sehr gering ist, so dass mit normalen Messmethoden (Messmikro + Frontend + Auswertesoftware) keine eindeutigen Ergebnisse herauskommen.

    Meine Überlegung war nun, eine Kiste zu bauen, auf der das zu messende Gerät befestigt werden kann und die Kiste auf 200Hz Resonanz abzustimmen.
    Dann müßte ich ja entsprechend höhere - und damit besser messbare - Pegel bekommen.
    Da die Impulsantwort völlig egal ist, kann ich ja gewollt einen sehr hohen Gütefaktor wählen, um eine maximale Verstärkung zu erreichen.

    Die Frage ist nur: wie baue ich eine Kiste so, dass sie bei 200Hz eine Resonanz zeigt.
    Ein eingebautes Reflexrohr kann ich auf 200Hz abstimmen, aber wie berechne ich das passende Volumen der Kiste auf die gewünschten 200Hz?
    (Ich hab ja keine Thiele-Small-Parameter)

    Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich erreichen will und dass mir jemand helfen kann.

    Vielen Dank,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • Mechwerkandi
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    1
    Beiträge
    7.712
    • 14. März 2013 um 14:35
    • #2

    Wieso eine Kiste bauen?
    Ein Stück quadratisches Blech mit einer Seitenlänge = Wellenlänge oder besser: geradzahligem Vielfachen davon.
    Gerät mittschiffs starr befestigen.

    Freifliegend aufhängen, fertig.

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    Beiträge
    5.286
    • 14. März 2013 um 20:21
    • #3

    wie groß/ schwer sind denn die seitenteile des "geräts"?
    wenn eine luftschallmessung ausscheidet, könntest du es mit einem beschleunigungsaufnehmer versuchen.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 15. März 2013 um 18:09
    • #4

    Hallo zusammen,

    Mechwerkandi: das Blech hätte bei 200Hz eine Kantenlänge von 1,7m; das ist etwas unhandlich.
    Zudem wäre die Frage, an welcher Stelle der Platte ich mit dem Mikrofon messen sollte und wie ich das Mikro an dieser Position fixiere

    F.A.Bi.A.N.: das Gerät hat eine Grundfläche von ca. 35mm x 180mm und ein Gesamtgewicht von ca. 160g.
    Versuche mit Beschleunigungsaufnehmern der Fa. PCB Piezotronics haben wir auch schon gemacht, diese haben aber leider auch nicht zu verwertbaren Ergebnissen geführt.
    Hauptgründe:
    - wir können die Sensoren nicht festschrauben und die Befestigung mit Wachs ist äußerst unreproduzierbar
    - das Gerät einfach auf den Tisch zu legen und zu messen, hat auch keine reproduzierbaren Ergebnisse geliefert, zu groß waren äußere Einflüsse, die wir nicht richtig greifen konnten (Kabelführung, Art der Unterlage, ...)
    - den Versuch, das Gerät einzuspannen, um besser mit dem Schwingungssensor messen zu können, fand unser Kunde nicht gut, weil er Angst hat, dass wir vorhandene Schwingungen unterdrücken bzw. verändern

    Deshalb mein Ansatz, doch mit einem Mikro zu messen, aber irgendwie den Schall zu verstärken.

    Aber wenn ich zumindest eine Abmessung des Gehäuses so gross machen muss, dass ich auf halbe Wellenlänge komme, dann würde das ja schon mal 85cm lang sein.

    Mal angenommen, ich baue eine Kiste mit den Abmessungen 85cm x 42,5cm x 42,5cm (in der Hoffnung, dass sich da drin schon mal Raummoden bei 200Hz ausbilden), würdet ihr dann auch noch eine Reflexöffnung/-rohr anbringen?
    Und wenn ja, an welcher Stelle?

    Danke für eure Einschätzungen!

    Gruß,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
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  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    5.286
    • 15. März 2013 um 19:15
    • #5

    nun, wenn die messergebnisse mit den beschleunigungsaufnehmern nicht reproduzierbar sind, dann könnte die masse der verwendeten aufnehmer zu hoch sein (faustregel: nicht mehr als 1/10 der strukturmasse). welche habt ihr denn verwendet?
    und nochmal zu den luftschallmessungen: in welchem bereich vermutet ihr denn die zu messenden pegel? schwer vorstellbar, dass man im 200hz-bereich im RAR und mit einer hochempfindlichen 1"-kapsel nicht zum ziel kommt. andernfalls liegt die schallabstrahlung unterhalb der messgrenze - ist ja auch eine aussage.

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 20. Juli 2013 um 16:20
    • #6
    Zitat von "AmpChamp"

    ... ich muss Geräte akustisch messen, die eine ausgeprägte Schwingung bei 200Hz zeigen.
    Diese Geräte sollen in einer akustisch extrem sensiblen Umgebung verbaut werden...... Das Problem ist nur, dass die Schallabstrahlung an sich schon sehr gering ist, so dass mit normalen Messmethoden (Messmikro + Frontend + Auswertesoftware) keine eindeutigen Ergebnisse herauskommen.


    Wie kann die Schwingung ausgeprägt sein, woher weiss man, dass es 200Hz sind, wenn eine Messung im Schalltoten Raum mit einem Mikro davor schon nichts signifikantes zeigt?

    hornresp

  • PeterG
    Verifiziert
    Beiträge
    698
    • 22. Juli 2013 um 13:08
    • #7

    Hallo,


    schau mal hier: http://www.althen.de/vibrationssens…mer/av3023m25t/ der Sensor ist sehr empfindlich, soll auch recht teure Schäden verhindern.

    MfG
    Peter

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