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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

15" - Stabilitätsvergleich Membran

  • sabbelbacke
  • 4. Juni 2013 um 09:43
  • sabbelbacke
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    • 4. Juni 2013 um 09:43
    • #1

    Hallo zusammen,

    für einen Testaufbau eines Basshorns mit sehr hoher Kompressionsrate brauche ich "stabile" Treiber - wer hat konkrete Erfahrungen mit 15"ern in echten Hörnern bezüglich "wann zerreisst es mir die Membran" :) Klar, viel Membranmasse hilft erst mal viel - jeder Hersteller (oder zumindest viele) kochen ja aber ihr ganz eigenes Süppchen der Zellstoffbearbeitung / Aufbereitung / Beschcitung / Prägung / Formung, etc...
    Es geht mir primär um den Austausch von Erfahrungen mit Extrembelastungen, keine allgemeine Diskussion darüber, was sinnvoll sein könnte oder ein theoretisches Überlegen, welcher Treiber im Katalog auch nett aussieht.

    Vielen Dank für Euren Input :)

    hornresp

  • hp
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    • 4. Juni 2013 um 11:26
    • #2

    Was bedeutet konkret "hohe Kompressionsrate" ?
    Kleines Backvolumen ? Kleine Druckkammeröffnung ?
    oder bei großen Mundflächen durch die akustische Transformation ?

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • sabbelbacke
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    • 4. Juni 2013 um 11:39
    • #3

    Rückkammervolumen ist vernachlässigbar, sehr groß
    Druckkammer sehr klein, exponentieller Verlauf und acoustisches Imp. Maximum liegt auf 40 Hz. Mundfläche 4 fach Sd.

    hornresp

  • bernd häusler
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    • 4. Juni 2013 um 22:03
    • #4

    Moin,

    ich weiß, Du willst mir da nur begrenzt folgen => DC-Displacement. Und ich sage es nur kurz: Auch in Hörnern kämpft die Membrane im Wesentlichen gegen die eigene Masse, die Druckbelastung des Strahlungswiderstandes, Gehäusebauart, Volumen schadet keiner Membrane. Ich habe versucht ein eher zart gebautes Chassis zu zerstören, indem ich es frontseitig dicht auf ein Brett geschraubt habe. Bei 150W Nennleistung des Chassis gingen 1,5kW problemlos. Membranschäden kommen von exzessivem DC-Displacement!

    Da hast Du natürlich kein Problem mit, denn Du gibst dem 15"er ja nur 200 Watt Peakleistung :D .

    Willst Du aber den Höllenstern aufgehen lassen, achte bitte in allererster Linie auf die DC-optimierte Auslegung. Die nach wie vor begrenzte Auswahl führt Dich dann automatisch von den ultradünnen Membranen weg. Kein Hersteller baut DC-sichere Horntreiber, leider, denn dann gäbe es einen 15"er mit 76mm-Spule, 80g Mms - UND einer ultraharten Spider. Die Freiluftreso ist bei Hörnern ja nicht so das Kriterium, wenn man statt auf Qts (gähn...) zu achten, auf das BL (/R_e) schaut ;)

    Grüße

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • sabbelbacke
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    • 5. Juni 2013 um 09:31
    • #5
    Zitat von "bernd häusler"

    Moin,

    ich weiß, Du willst mir da nur begrenzt folgen => DC-Displacement.


    Keine Ahnung, wie Du darauf kommst, aber das hat ja System inzwischen bei Dir. Kein Mensch verneint die Existenz von Nullagenverschiebungen, Assymetrien, DC-Offsetts usw... Es bist nur ständig Du derjenige, der anderen unterstellt, sie würden das für Unsinn erachten und Du müsstest missionieren, damit es so aussieht, als ob Du mehr weisst als andere. Ist Dir das nicht langsam mal peinlich? Richtig lachen muss ich inzwischen an Stellen, wo Du Chassis schlecht reden willst, drei Seiten lang Klippel falsch zitierst und nicht mal eine passende Klippel Messung zum Chassis kennst. Aber mach ruhig, jeder wie er kann.

    Zitat

    ... zart gebautes Chassis zu zerstören ... 200 Watt Peakleistung ... ultradünnen Membranen weg.


    Wo steht was von ultradünnen Membranen, 200 Watt und dergleichen?

    Thema verfehlt, es geht um Unterschiede in der Stabilität der Membran durch verschiedene Materialmixe, Aufbauten der Membran, etc.... Ich versuche die Treiberauswahl für einen Hornsub Prototypen einzugrenzen. Natürlich kann ich mir wie üblich auch einfach zig Treiber schicken lassen, aber ökonomischer ist dann doch eher, mal in die Runde zu fragen.

    Alles in allem hast Du - ausser mal wieder "Dein Thema" zu plazieren und dem kläglichen Versuch durch subtiles Unterstellen Dich über andere zu stellen - nichts relevantes zur eigentlichen Frage beigetragen.

    Damit Du aber Ruhe gibst: Natürlich darf das Chassis sich gern auch in Sachen BewegungsSymmetrie vorbildilich verhalten.
    Wenns mich dann nach einer Klippelmessung gelüstet, besorg ich mir die oder lass sie mir zukommen oder hab sie eh schon in der Schublade.

    Die übliche Einpunktmessung sagt aber nichts über die Membranstabilität im obigen Sinne aus - deswegen frage ich hier.

    hornresp

  • hp
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    • 5. Juni 2013 um 13:17
    • #6

    Ein reiner Versuchsaufbau nach "try and error" ist bei Hörnern immer schwierig bis unmöglich .
    Man sollte also genau wissen , was man tut , auch theoretische Simulationen sind mit Vorsicht zu genießen ...
    Schon ein falscher Parameter kann ein grundsätzlich geeignetes Chassis schrotten .
    Wenn Du mit Sd die Membranfläche des 15ers meinst , sprechen wir hier von einem Viertelwellenresonator .
    Für dieses Einsatzgebiet würde ich ein typisches Bassreflexchassis verwenden .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • madmax
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    • 5. Juni 2013 um 17:45
    • #7

    Ich meinte; manche bauen "Fenster" in die Druckkammer, um zu beobachten was die Pappe so austut.

    Gabs nicht irgendwo mal was mit Carbon-Membran als Alternative?

    Never stop a running System

  • bernd häusler
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    • 7. Juni 2013 um 08:01
    • #8

    Moin,

    der mit dem Fenster in der Druckkammer war ich...

    @ Sabbelbacke, welcher 15"er hatte denn eine zu "weiche" Membrane? :D

    Ich kenne nicht einen 15"er, dessen Membrane sich unter Druck relevant verformt, das tut auch der Papierfetzen im EV15L nicht, und nichtmal Polypropylen verursacht eine Minderung des Verschiebevolumens.

    Woher weiß man in Brasilien wie DC-stabile Lautsprecher gebaut werden?
    http://www.youtube.com/watch?v=so0i-vYC_xk

    Pisakontinent Europa...

    Laẞ Dir EV15B mit getrippelter Spider bauen ;)

    Grüße

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Mechwerkandi
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    • 7. Juni 2013 um 08:27
    • #9
    Zitat von "bernd häusler"


    der mit dem Fenster in der Druckkammer war ich...


    Bemerkenswert, wie so eine temporäre Betrachtung ohne plausible Diagnose die Wahrnehmung verzerren kann, bis hin zur Ausblendung kontroverser Fakten.

    Die Problematik der Nullagenverschiebung ist nicht neu. Bereits vor über 30 Jahren konnte man in englischsprachigen Artikeln über zero-offset nachlesen.
    Auch Hr. Klippel hat das Rad nicht neu erfunden, sondern lediglich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Studien aufgearbeitet.

    Es geht also nicht um das Vorhandensein einer Resultierenden, sondern um die Bewertung derselben.
    Es gibt auch keine "DC-resistenten" Chassis. Es gibt nur welche, die aufgrund der Mechanik mehr Widerstand leisten. Die sterben aber auch...

    Googelt man nach "DC-Displacement", kommt man recht rasch zu der Erkenntnis, das es sich um eine singuläre Betrachtung handelt.

    p.s.
    Die brasilianische (?) Mutti geht bei der Montage mehr wie stümperhaft vor...

  • hp
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    • 7. Juni 2013 um 15:03
    • #10

    Wie bekommt man eigentlich ein "Fenster" in der Druckkammer unter ?, :shock:
    und was soll man dadurch sehen ?, den Klirr ? :?

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • sabbelbacke
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    • 7. Juni 2013 um 16:08
    • #11
    Zitat von "hp"

    Ein reiner Versuchsaufbau nach "try and error" ist bei Hörnern immer schwierig bis unmöglich .


    Wie wahr, wie wahr. Ich will gar nicht zusammenrechnen, was da schon an Material drauf gegangen ist....

    Zitat von "madmax"

    Gabs nicht irgendwo mal was mit Carbon-Membran als Alternative?


    Ja, im Hifi-Bereich schon länger, aktuell gibts im PA Bereich z.B. von 18Sound was.

    Zitat von "madmax"

    Ich meinte; manche bauen "Fenster" in die Druckkammer, um zu beobachten was die Pappe so austut.


    Ist ganz lustig, aber für eine hinreichende Beurteilung dessen, was das Chassis wirklich macht und vor allem wie es sich langzeitmässig unter Extrembelastungen verhält, ist das dann doch eher sinnlos :) In die Druckkammer wird das auch etwas kniffelig, Backchamber ginge eher - bringt mir aber eigentlich nix :)

    Ich hab mit diversen Entwicklungsabteilungen das Thema schon angesprochen, man redet über verschiedene Binder/Kleber im Papier, getränkte Pappen, unterschiedliche Beschichtungen, Prägungen im Papuier, usw... Nur meint natürlich jede Entwicklungsabteilung, dass deren eigene Suppe die beste ist. Ich hab in diversen Fertigkonstrukten schon unterschiedliche Fehlerbilder gesehen, die von abgerissenem Cone über zerschrederte Membran bis hin zu eingeknickten Randstellen alles mögliche gezeigt haben - bei nicht wenigen hat sich herausgestellt, dass die Nahstelle Spider/Membran/Schwingspulenträger nicht ausreichend verklebt war oder der Beschichtungsmix auf der Sicke nach einiger Zeit zu hart wurde und deswegen die Membran am oberen Ende zu stark gezogen wurde, die Sicke brach, usw... Oder Partialschwingungen in der Membran, die Sollbruchstellen hervorriefen und langsam aber sicher Papierschnippsel produzierten...... Beim gleichen Chassis mit verstärkter BEschichtung tratt das nicht auf... Also Ursachen, die eindeutig durch ein "wir bauen den Treiber anders auf" behebbar wären. Andere Treiber (oder aktuellere vom gleichen Typ, die den "Fehler" nicht mehr hatten), spielten dann zuverlässig im gleichen Konstrukt an gleicher Endstufe in gleicher Aufstellung der Box am gleichen Controller.... (Der Fairness halber nenne ich die Konstrukte und Treiber jetzt nicht - auch hab ich keine Lust auf das darauf folgende Markenbashing - ja, es waren auch Treiber von Herstellern dabei, die hier allgemein als das Nonplusultra, "DC-safe" usw.. gepriesen werden).

    Es gibt also durchaus konstruktive Details, die bei der Herstellung und Konzipierung eines Chassis Auswirkung auf die Stabilität desselben haben (eigentlich doch logisch...).... Keine TSP Messung, kurzfristige Klippelanalyse oder fixes "mal ein eine BR werfen" hilft da wirklich weiter - es soll ja aber Zeitgenossen geben, die Langzeiterfahrungen mit dem einen oder anderen Chassis in Hörnern haben und die dazu was beitragen können.

    Ich hab hier zum Testen aktuell und in die engere Wahl aus dem Regal genommen, nicht alle sind laut Simu optimal, der eine mehr, der andere weniger, aber alle in der Leistungsklasse, die für mich interessant ist (klar kann der eine mehr, der andere weniger, es geht um Größenordnungen):

    B&C 15TBX100, 15SW100
    18S 15LW140(0/1)
    Celestion HDX
    diverse Neodym BMS
    Oberton XB
    Faital HP Serie, der 700er

    Würde ich mir noch schicken lassen, wenn jemand was positives dazu sagt
    PD158 (wird zumindest in vielen Hörnern eingesetzt..)
    Fane XB
    .
    .
    .
    .

    hornresp

    Einmal editiert, zuletzt von sabbelbacke (7. Juni 2013 um 17:07)

  • sabbelbacke
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    • 7. Juni 2013 um 17:02
    • #12
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Es gibt auch keine "DC-resistenten" Chassis. Es gibt nur welche, die aufgrund der Mechanik mehr Widerstand leisten. Die sterben aber auch...


    Und klirren auch schön :)
    Diese mechanischen Notbremsen haben mit dem DC-Offsett, der BL-Linearität und der Linearität der BEwegung auch erst mal nur sekundär was zu tun - aber eine ganzheitliche Betrachtung des Themas würde ja zu einer differenzierten Auseinandersetzung führen - die ist doch viel zu langweilig und eignet sich so schlecht für reisserische Postings... Doktorarbeiten sollten auch viel fluffiger und poppiger sein, am besten von Marketing Leuten endredigiert. (Sarkasmus Tag nötig?)
    Hinzu kommt auch noch, dass weit mehr Hersteller inzwischen sich der Problematik angenommen haben, als immer versucht wird hier darzustellen.

    Zitat


    Googelt man nach "DC-Displacement", kommt man recht rasch zu der Erkenntnis, das es sich um eine singuläre Betrachtung handelt.


    ... die dann auch meist noch falsch deduziert wird..

    Zitat


    Die brasilianische (?) Mutti geht bei der Montage mehr wie stümperhaft vor...


    Dafür gehts schnell und sie braucht nur einen Kleber für alles :) Aber hauptsache Doppelspider - der hilft ja bekanntlich gegen alles...

    hornresp

  • Mechwerkandi
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    • 8. Juni 2013 um 12:40
    • #13
    Zitat von "sabbelbacke"


    Hinzu kommt auch noch, dass weit mehr Hersteller inzwischen sich der Problematik angenommen haben, als immer versucht wird hier darzustellen.


    Die beschriebene Problematik dreht sich m.M. nach um immer das Gleiche:
    Selbstverständlich kann man (mit entsprechendem Aufwand) eine Membraneinspannung (im Sinne des Gesamtkunstwerkes...) entwicklen/fertigen, die einer Nullagenverschiebung entsprechend grösseren Widerstand (im Sinne einer Federrate...) entgegensetzt.
    Daraus entsteht leider im Gegenzug wiederum eine dem Signal entgegengesetzte Rückstellkraft, die mit entsprechend zugeführter Leistung aufgefangen werden muss.
    Pest oder Cholera?

    Daraus resultiert infinitesimal:
    Entweder eine Konstruktion mit geringstmöglicher bewegter Masse (ideal: = Null) und minimalster Federrate (Rückstellung) für bestmöglicher Signalfolge bei geringer Belastbarkeit, oder das Gegenteil:
    Eine mechanisch ultrastabile Ausführung (ohne exotische Materialien ohne entsprechende Masse nicht darstellbar) mit entsprechend hoher Leistungsanforderung bei geringerem Wirkungsgrad.

    Vorliegend stets irgendwas dazwischen, je nach Ideologie des Entwicklers... :wink:

    Im Idealsystem (Gehäuse, Chassis, Verstärker) würde die Nullage einzig über das Signal definiert. Und nu?

    Zitat von "sabbelbacke"


    Doktorarbeiten sollten auch viel fluffiger und poppiger sein, am besten von Marketing Leuten endredigiert.


    ... oder gleich abgeschrieben. :D

  • sabbelbacke
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    • 8. Juni 2013 um 15:32
    • #14
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Die beschriebene Problematik dreht sich m.M. nach um immer das Gleiche:
    Selbstverständlich kann man (mit entsprechendem Aufwand) eine Membraneinspannung (im Sinne des Gesamtkunstwerkes...) entwicklen/fertigen, die einer Nullagenverschiebung entsprechend grösseren Widerstand (im Sinne einer Federrate...) entgegensetzt.
    Daraus entsteht leider im Gegenzug wiederum eine dem Signal entgegengesetzte Rückstellkraft, die mit entsprechend zugeführter Leistung aufgefangen werden muss.
    Pest oder Cholera?


    Malaria :)
    Genau darum gehts - eine Konstruktion, die von vorne rein eine (soweit möglich) symmetrische Bewegung der Membran sicherstellt, benötigt viel weniger "Zwangsrückstellung" durch mechanische Dämpfungsmassnahmen - eine solche erfüllt dann "nur" noch den Zweck einen Betrieb weit außerhalb eines sinnvollen Hubes abzubremsen (was bei vernünftigem controlling überflüssig ist). Und genau da liegt meist der Trugschluss begraben - die Zwangsbremse in der Aufhängung als Mittel gegen eine Nullagenverschiebung im Betrieb (und damit einer Langzeitverschiebung) ist weit weniger sinnvoll als das Optimieren des ganzen Systems hin zu einem mit einer symmetrischen Bewegung....

    Nebenbei bemerkt sind Doppelspider ja auch nichts absolut neues und dienten früher der Stabilisierung der Bewegung der Schwingspule und haben Taumelbewegungen unterbunden - nur waren diese dann relativ weit auseinander gesetzt (in manchen Fällen sogar hinter die Pohlkernbohrung gezogen) - Es gibt in so einem Fall dann drei Aufhängungspunkte (äh, kreise) des schwingenden Systems. Das aufeinanderkleben zweier Zentrierspinnen hilft in diesem Punkt relativ wenig, der "Sandwich" erlaubt nur eine bessere Dämpfung oder eine progressive Arbeitsweise der Zentrierspinne. Aber auch diese Differenzierung wird gern unter den Tisch gekehrt, damit das Totschlagargument "Doppelspider=Zeitgemäß; alles andere taugt nix" wiederholt werden kann.

    Zitat von "Mechwerkandi"


    Im Idealsystem (Gehäuse, Chassis, Verstärker) würde die Nullage einzig über das Signal definiert. Und nu?


    Ach, kein Problem, unendlichen Hub und immerwährende Linearität definieren wir uns einfach hin, Mathe machts möglich (oder sind wir doch deskriptiv in der Physik unterwegs? Hm... Humboldt aus dem Regal zieh...).


    Ok, back to topic....

    Mit welchen Chassis habt Ihr in Hörnern schon gute Langzeiterfahrungen gemacht?

    hornresp

  • Mechwerkandi
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    • 8. Juni 2013 um 15:59
    • #15
    Zitat von "sabbelbacke"


    Mit welchen Chassis habt Ihr in Hörnern schon gute Langzeiterfahrungen gemacht?


    Gauss 4583

  • sabbelbacke
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    • 8. Juni 2013 um 17:07
    • #16

    Ich hätte jetzt eher an THOR gedacht.

    hornresp

  • matthias falke
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    • 8. Juni 2013 um 19:42
    • #17

    BMS 15S430.

  • sabbelbacke
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    • 8. Juni 2013 um 22:46
    • #18

    Worin betreibst Du den denn? Im Visaton Horn?

    hornresp

  • Hitower
    Verifiziert
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    • 9. Juni 2013 um 01:04
    • #19

    HI
    Nur mal so "am Rande":
    Ich kenn noch aus Carhifizeiten modifizierte Cerwin Vega Stroker mit Querstreben:
    http://i169.photobucket.com/albums/u235/musico79/102_0415.jpg (der eine im Bild)

    Im Grenzbereich waren dadurch die Membrane stabiler. Carbon und Fiberglass wurden auch verwendet, dann aber eher bei "neueren" Chassis

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • madmax
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    • 9. Juni 2013 um 17:58
    • #20

    Warum nimmt man überhaupt noch Pappe wie schon vor 100 Jahren?
    Sind andere Materialien wie eben Fiberglas und Carbon bzw. andere Kunststoffe nicht ohnehin besser geeignet? Oder sogar metallische Werkstoffe wie bei HT-Kalotten?
    Preislich sollte das doch bei ohnehin teuren >1kW Chassis nicht viel ausmachen; aber durch Gewichtseinsparung bei mehr Stabilität einige Vorteile haben ???

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