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bündelung line array - hornbox.....

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  • 18. Februar 2014 um 13:59
  • audiobo
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    • 3. März 2014 um 14:06
    • #41
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Wenn man Frequenzen betrachtet, deren Wellenlängen im Bereich der Länge des Arrays liegen, ist also Vorsicht geboten.


    Was ja bei der von billbo gewünschten Frequenz (120Hz~2,8m) und der Arraylänge (1,23m) noch nicht ganz zutrifft... ;) Aber trotzdem ein guter Einwand...

    Edit (nach kurzem Gegentest): Im d&b Array-Calc wird dies tatsächlich nicht berücksichtigt. Die Simulation eines 4er Päckchen ergibt das gleiche Ergebnis wie mit 6 zusätzlichen drunter gehangenen (= insgesamt 10) aber herunter gepegelten Elementen.

  • Volker Holtmeyer
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    • 3. März 2014 um 18:23
    • #42

    "Im Bereich der Wellenlänge" bedeutet in der Akustik grundsätzlich, dass signifikante Einflüsse etwa ab 1/4 der betreffenden Länge zu erwarten sind. Hätte ich vielleicht gleich dazuschreiben sollen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Lullus
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    • 4. März 2014 um 10:17
    • #43
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Habe das Bildchen gerade fertig gemacht, als mir einfiel, ne machte besser nicht. Vor über 10 Jahren hatte nämlich irgend so ein Diplomand schon das Folgende erkannt:


    Es ist tatsächlich so, dass benachbarte Gehäuse einen gravierenden Einfluss auf die rückwärtig abgestrahlte Energie haben. Die Simulation nimmt aber jeden Balloon so, als würde er sich im Freifeld befinden. Abschattung und Beugung werden nicht berücksichtigt. Einige Hersteller gehen deshalb her und verpassen bei der Ballon-Messung dem Line-Array-Element jeweils darunter und darüber Gehäuse-Dummys. Das geht dann in die richtige Richtung - ist natürlich aber auch kompromissbehaftet.
    Wenn man Frequenzen betrachtet, deren Wellenlängen im Bereich der Länge des Arrays liegen, ist also Vorsicht geboten. Daher gibt's von mir heute leider kein Bild.

    Dann stellt sich doch sicher ebenso ein anderes Abstrahlverhalten ein sollte etwas neben der Line hängen. In Rio liest man von gesteigerten Tiefmitten durch die Triplehangs

  • wora
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    • 4. März 2014 um 11:25
    • #44

    eben. es ist doch bekannt, dass breitere gehäuse (dazu gehört natürlich auch das anreihen von mehreren gehäusen) auch eine grössere richtwirkung nach vorne ergeben. vor allem von bässen ist das ja eine schon sehr lange bekannte tatsache.

    im umkehrschluss ergibt sich das, was ich vor allem sehr schmalen gehäusen immer mal wieder ankreide: die beugung der energie um die gehäuse herum - richtung bühne!
    (natürlich nur dann besonders problematisch, wenn die abstände zum mikrofon relativ klein sind und sich die box in höhe des mikrofons befindet)

    das interessante an Volkers anmerkung ist aber aus meiner sicht, dass die simulationsprogramme mit dem berechnen von linearrays nach wie vor so ihre probleme haben. ich hatte ja gehofft, dass man dies mittlerweile besser im griff hätte.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • unknown_artist
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    • 4. März 2014 um 12:08
    • #45

    Um den Einfluss abzuschätzen hilft auch folgendes Tool: http://www.tolvan.com/edge/help.htm

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • billbo
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    • 4. März 2014 um 14:08
    • #46
    Zitat

    das interessante an Volkers anmerkung ist aber aus meiner sicht, dass die simulationsprogramme mit dem berechnen von linearrays nach wie vor so ihre probleme haben. ich hatte ja gehofft, dass man dies mittlerweile besser im griff hätte.

    Genau das ging mir ebenfalls durch den Kopf. Wenn ich Volker und Audiobo richtig verstehe sind die schicken Simulationen genau in den interessanten Bereichen im Prinzip willkürliche Phantasiebildchen, die mit den tatsächlichen Verhältnissen nur wenig bis gar nichts zu tun haben, weil sie wesentliche für die Schallverteilung wichtige Parameter des Clusters überhaupt nicht berücksichtigen (können)? Meine Frage beinhaltete diesbezüglich zwar (aufgrund praktischer Erfahrungen) eine Art vagen Verdacht - aber SO hätte ich mir das jetzt dann doch nicht vorgestellt.
    Da bekommt der weise Satz 'Ein Bild sagt mehr als tausend Worte' unvermittelt einen ganz speziellen Beigeschmack... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 4. März 2014 um 14:40
    • #47

    .... und gebenedeit unter euch sind diejenigen, die sich auch ohne Bildchen vorstellen können, wie was wohin gebeugt wird ... :D

  • wora
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    • 4. März 2014 um 15:02
    • #48

    das bestätigt auch die meinung eines uns näher bekannten ingenieurs und lautsprecherentwicklers, der von den simulationsprogrammen nicht sehr viel hält ;)

    was die simulationsprogramme jedoch gut können, ist eine gewisse prognose abzugeben, vor allem wo und wie die pins gesteckt werden sollten und wie belastbar die flugpunkte sein müssen...
    das ist ja immerhin schonmal etwas ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    • 4. März 2014 um 16:27
    • #49

    Da muss ich mal eine Lanze für die Simulationsprogramme brechen. Die Konvergenz von simuliertem Ergebnis und Realität ist für Direktschallberechnungen schon sehr, sehr hoch. Allerdings nur nach vorne raus - da wo Beugung und Abschattung kein Thema ist. Die Fehler fangen dort an, wo man sich hinter die Schallwand bewegt.

    Im Übrigen gibt es diese Fehler auch im Mittel- und Hochtonbereich. Nur fallen sie da aufgrund des wesentlich geringeren rückwärtigen Pegels nicht ins Gewicht.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • audiobo
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    • 4. März 2014 um 16:35
    • #50
    Zitat von "billbo"

    Wenn ich Volker und Audiobo richtig verstehe sind die schicken Simulationen genau in den interessanten Bereichen im Prinzip willkürliche Phantasiebildchen, die mit den tatsächlichen Verhältnissen nur wenig bis gar nichts zu tun haben,


    Na, ganz so drastisch ist es jetzt nicht. Es ist halt ein Werkzeug mit dem man umgehen können muss. Nur weil sich jemand die Ober-Super-Dolle-neueste AutoCAD-Version kauft kann er ja deshalb auch noch kein verkehrstaugliches Flugzeug konstruieren.

    Die meisten Simulationsprogrammen berücksichtigen ja auch keine Raumeinflüsse, da muss man schon als Techniker wissen was z.B. passiert wenn man mit -3dB/Entfernungsverdopplung gegen die Saalrückwand donnert (für alle "länger-ist-immer-besser"-Schreihälse :D )
    Es nimmt einem viele Aufgaben ab wenn man es richtig einsetzt so dass man sich besser auf den Rest konzentrieren kann. Ob es für das 1500er L/R/SUB-Strassenfest mit Standard-Setup unbedingt nötig ist sei mal dahin gestellt. Aber wenn bei einer HV der Vorstand einem aufs Dach steigt weil die Reflektion von der Seite unerträglich ist da man sich mit der Ausrichtung der Outfill-Hangs verschätzt hat und man durch Bauverzug und die Teppichleger auch nicht mehr mit der Schere an die Arrays heran kam dann ist´s halt bisserl blöd.
    Und meistens hat´s doch schon ziemlich gut mit dem bunten Bildchen übereingestimmt.

  • guma
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    • 4. März 2014 um 18:05
    • #51

    Jo, ich bin mit den d&b Kalkulationsprogrammen eigentlich sehr zufrieden und zwar von den frühesten Versionen bis heute. Mir war aber vom ersten Tag an klar, welche Aussagen man damit machen kann und welche nicht. Wenn die Arraylänge feststeht, egal ob nun durch räumliche Gegebenheiten oder auch nur durch den Geldbeutel des Kunden, ist array Calc ein prima Werkzeug, um zu verhindern, die Lautsprecher drei mal umzuhängen und was ebenfalls sehr hilfreich ist ( und gerne auch von Nicht-d&blern benutzt wird :D ) ist die Simulation für Delays eines Zahnlückenbassarrays.
    Um bei einem aus welchen Gründen auch immer zu kurzen Hang den EQ sinnvoll zu bedienen und kein Gejaule ( von Lautsprecher oder Mensch :D ) zu erzeugen, brauche ich keinen Kalkulator. :roll: :D

  • wora
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    • 4. März 2014 um 21:56
    • #52
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Da muss ich mal eine Lanze für die Simulationsprogramme brechen. ...


    ok, du hast gewonnen ;)
    so habe ich vor nicht all zu langer zeit mal die winkelung eines arrays mit Ease Focus gerechnet, weil der schlosser vorher die exakten winkel wissen musste (festinstallation). da wollte ich nicht so aus spass vorher die winkel schätzen, das wäre sonst vielleicht doch zu teuer geworden.... und das hat dann tatsächlich gut geklappt!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 5. März 2014 um 12:09
    • #53

    Ja, ist schon klar dass eigentlich nur derjenige mit solchen Gerätschaften herumhantieren sollte, der auch ohne Bildchen eine einigermaßen fundierte Vorstellung von deren tatsächlichem Abstrahlverhalten hat. Also von Begriffen wie Beugung, Strahlungswiderstand, Baffle Step, Halbraum/ Vollraum, konstruktiver/ destruktiver Interferenz, usw. zumindest schon mal was gehört hat. Noch schöner wäre es natürlich wenn die Programme, aus denen solche Bildchen entstehen, das alles ebenfalls korrekt miteinbeziehen würden. Ob für vertikale, horizontale oder in der Tiefe gestaffelte Lautsprechercluster ist da ja erst mal egal.

    Bei den D+B Programmen kann ich mangels Erfahrung nicht wirklich mitreden. Bei RCF nennt sich das Praktiker-Anwenderprogramm 'Shape Designer': man gibt Venuemaße/ Daten und geplantes Material ein und erhält einen Vorschlag, welcher einen Überblick über das erreichbare (Schalldruckverlaufs-)Ergebnis in verschiedenen Frequenzbändern gewährt und dabei insbesondere auch sicherheitsrelevante mechanische Belastungen der Flughardware berücksichtigt. Da hier, anders als bei älteren Konzepten, zur vertikalen Skalierung nicht nur über die Winkelung, sondern bei Bedarf auch mit unterschiedlichen Frequenzgängen für jedes Einzelelement gearbeitet wird, wäre ein planmäßiges Vorgehen ohne ein solches Programm auch kaum möglich.
    Allerdings gibt’s erst gar keine bunten Bilder über Rückwärtsdämpfung o. ä. – dafür muss man dann ebenfalls auf Ease Focus ausweichen.

    Wer schon mal mit 'nem 286er und dem wunderhübschen DOS Programm 'Hang10' EV MT-Riggs konzipiert hat, für den ist das alles sowieso schier unvorstellbarer Luxus. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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