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19"-fähige Pulte casen

  • guma
  • 24. August 2014 um 18:33
  • guma
    Moderator
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    • 24. August 2014 um 18:33
    • #1

    Vor 38 Jahren habe ich aus Bob Heils Büchlein gelernt, dass man 19" Geräte nicht so cased, dass ein Stoß gegen das Case die Kraft unelastisch an das Gerät weiter gibt. Macht man es doch so, führt man einen Teil der Aufgabe eines Flightcase, also den Stoßschutz ad absurdum. Ich bevorzuge daher entweder Lösungen, die ein Case im Case darstellen, bei dem das äußere Case mit dem Innenrahmen nur über Schaum eine schwimmende Verbindung haben oder sog. shockmount Konstruktionen, bei denen zum inneren Rahmen eine Gummifederung Stöße auffängt und bin der Überzeugung, dass dies hilft, Defekte, z.B. ausgerissene schwere Bauteile wie Trafos oder ganze Netzteilplatinen, "kalte" Lötstellen u.s.w. zu vermeiden.

    Leider sehe ich immer wieder bei 19" fähigen Pulten, vor allem bei den preiswerteren, Case-Konstruktionen, bei denen zwei starr mit dem Case verschraubte Seitenteile Aufnahme für Rack-Schienen sind und die so eingeschraubten Pulte wieder eine starre, unelastische Verbindung zum Case haben. Statt dessen wäre zum gleichen Zweck eine Konstruktion mit schwimmend im Schaum eines Außen-Case gelagerter U-förmiger Holzwanne denkbar, die zwar "Rackmontage" erlauben aber Stöße dämpfen. Ich selbst mache es so, dass ich solche Pulte ( LS9-16, SD11, 01V96i ) einfach so verpacke wie große Pulte und ganz auf eine Rackschienenkonstruktion verzichte.

    Wie sehr Ihr das ?

  • madmax
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    • 24. August 2014 um 20:30
    • #2

    Da ist schon was dran.
    Bei anderen 19" Kram ist das sicher nicht anders. Je schwerer das Gerät, desto kritischer. Teure Ampcases werden dafür ja mit gummigelagerten Schienen gebaut.
    Mir ist letztens erst ein Case von der Ladebordwand gerollt. Kiste ganz, Inhalt Opfer des eigenen Gewichts. :shock:

    Der Sinn ist aber wohl erstmal eher; einen praktischen, passgenauen und stabilen "Transportkarton" zu haben.

    Ich selbst lasse kritische Geräte auch lieber ohne Schrauben in Schaumstoff einpassen. Auch wenns manchmal etwas hausbacken wirkt. Bediene mich auch selbst beim Kistenbauer regelmäßig vom Schaumstoff-Resterhaufen, um für alle Gelegenheiten was da zu haben...

    Never stop a running System

  • billbo
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    • 24. August 2014 um 21:25
    • #3
    Zitat

    Wie sehr Ihr das ?

    Genau so.
    Zum Glück sind 19" - Ohren zumeist optional (und manchmal sogar Sonderzbehör). Praktisch für den stationären Festeinbau, ungeeignet für den sicheren Mobilbetrieb in Einfachcases.
    Lösung: normales Haubencase mit min. 2-3cm Schaumstoff ringsum (und natürlich einer geeigneten Rückhaltevorrichtung auf der 'Knöpfeseite' im Deckel).
    Ist auch gut für die Betriebstemperatur, die Erreichbarkeit ungüstig liegender Anschlüsse, und die Platzverhältnisse an manchen Einsatzorten. (Ja. es gibt Gelegenheiten, da ist schon 19" zu groß, während es 'nackt' ohne Case so gerade eben noch passt. Notfalls mit ein paar Bierdeckeln auf die ohnehin kaputten oder fehlenden Knöpfe des völlig runtergerockten Hauspultes... :? :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Hitower
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    • 25. August 2014 um 10:33
    • #4

    Hi
    Unser ILVE iund MIxrack st in einem 19" Holzrack (also Studioversion) und dieses ist komplett in einem Haubencase von Schaumstoff umlagert. Ebenso die Endstufen. Wenn mehr gewicht dazu kommt wirds "Gummilagerung"

    Wir haben aber gemerkt, das diese Gummis auch ausleiern und durften mal welche Wechseln. Dazu musste aber das ganze Case zerlegt werden (also alle Geräte udn Kabelbäume raus. Das war 3 Tage arbeit :-/

    Bei alten 19" Powermischer hatten wir das Problem: Fallen die reißt es den Netzteiltrafo raus... Dessen Schraube ist zu schwach dimensioniert (das Blech ist gut).
    Haben nun alle verstärkt, die Trafos zusätzlich noch eingeklebt und die Mischer sind nichtmehr fest im Case (bischen schaumstoff drumherum)

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • treibsand
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    1
    • 25. August 2014 um 11:08
    • #5

    Die Physik wird sich sicherlich nicht geändert haben, seitdem du das Buch gelesen hast, guma.
    Eine relevante Dämpfung bei schweren Stößen oder Stürzen bringt allerdings keine der Dämpfungsformen Schaumstoff vs. Gummidämpfer.
    Was beide - richtig angewendet- ganz gut können, ist die dauernden Vibrationen mindern. Also sowohl beim Transport im LKW, als auch - und vor allem- die kleineren Vibrationen, wenn Rollcases über Türschwellen etc. müssen.
    Da taucht dann aber zeitgleich die Krux auf: die richtige Anwendung bzw. Dimensionierung der Schwingungsdämpfer. Diese werden oft nicht auf das Gewicht der eingesetzten Geräte optimiert. Der Standard-PE bzw. PP-Schaum ist heute eher aufgrund seiner Abriebfestigkeit im Einsatz, Gummigedämpfte Racks für leichte, digitale Stageboxen sind eher eine zu harte Aufhängung; trotzdem dürfte beides immernoch besser sein, als eine starre Verschraubung.

    In meinen Augen ist aber ein Case primär dazu da, gegen "akute" Stöße zu dauerhaft schützen - der Rest sollte konstruktionsbedingt im Gerät erfolgen. Zeitgleich gehe ich aber mit Billbo und guma konform, dass ins Rack montierte Pulte eine Unsitte sind. :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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