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Was braucht ihr wirklich zur Klanggestaltung? EQ,DYN,FX+ ???

  • audiobo
  • 21. Juni 2016 um 10:36
  • Seven
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    • 23. Juni 2016 um 15:28
    • #21

    Ich sammle mal ein wenig von Euch und ergänzen:
    Edith hat angepasst.
    Dann bleibt nichts übrig was ich unbedingt "benötige". Ich kann "meine" Hauptband auch heute prima mit Venice 240 plus 2 FX machen.
    Und 1-2x im Jahr werde ich mit sowas auch konfrontiert.

    Was (ge)brauche an den Features der digitalen Pultwelt ist durchaus mehr und ergibt in Summe die lange Liste, die ich hier vorher eingetippt hatte.
    Das kann ich wiederum nur nutzen, wenn ich davon das meiste vor dem Job in ein Preset geklickt habe und dann vor Ort nicht mehr alle Parameter
    und vor allem kein Routing mehr editieren muss. Die "Gimmicks" nutze ich nur, wenn ich damit vorher Erfahrungen sammeln konnte bzw. beim Soundcheck
    genug Zeit habe. Der Mix funktioniert auch ohne diese Gimmicks.

    4 Mal editiert, zuletzt von Seven (24. Juni 2016 um 12:37)

  • guma
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    • 23. Juni 2016 um 16:31
    • #22

    @ wora und Seven

    Ihr sprengt jetzt beide audiobos Themenvorgabe. Könnt ihr bitte um zu verhindern, dass das in ein allgemeines "Was ich an Digitalpulten mag" ausartet, eure Beiträge editieren und das auf die vorgegebenen Teilaspekte beschränken?

  • audiobo
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    • 23. Juni 2016 um 16:42
    • #23

    Ich habe gerade mal den Titel geändert.

    Auch wegen deiner Quasi-Enthaltsamkeit, es soll nicht rein um die Unterschiede früher/heute gehen, sondern allgemein was von allen Möglichkeiten tatsächlich gewinnbringend (Achtung: diesen Ausdruck jetzt bitte nicht betriebswirtschaftlich/marketingtechnisch auffassen :wink: ) eingesetzt wird.

    Und zumindest können wir uns darüber einig sein, dass die Bandbreite derjenigen die solche Möglichkeiten heutzutage haben extrem grösser geworden ist. Somit ein viel weiter reichender Erfahrungsquerschnitt vorhanden sein muss.

  • audiobo
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    • 23. Juni 2016 um 17:24
    • #24
    Zitat von "guma"

    Ich frage umgekehrt:
    Welche neuen 'Preamps, Dynamics, Effekte, PlugIns' gibt es, die es bis zum Zeitalter sagen wir mal einschließlich des Hardware Transient Designers nicht gab aber heute zum 'must have' gehören?


    Nun ja - Sicher, die meisten (vor allem die am stärksten beworbenen) Klangverbieger basieren auf früheren analogen oder hardware-digitalen Entwicklungen, es gibt aber auch ein paar eigenständige Sachen:

    - Mikrofonsimulation: hat Antares mal vor 10 Jahren oder so als VST-PlugIn auf den Markt gebracht - sah witzig aus, konnte das Klangbild bei etwas spitz klingenden Mikros angenehmer gestalten, das ging aber mit dem EQ genauso. Also überflüssig.
    -Automatikmischer: gibt es zwar schon lange, ist aber (man möge mich korrigieren wenn ich da falsch liege) als Insert für Mischpultkanäle erst seit einigen Jahren wirklich Thema. Vermutlich weil die meisten Geräte auch direkt summiert haben und durch die heutige Möglichkeit Inserts postfade einzubinden
    - die von dir erwähnten Drumreplacer (wo ist hier eigentlich der Boche?)
    - Preampsimulatoren: Da fällt mir spontan als Hardware nur der Liquid Channel von Focusrite ein - interessant ist bei so etwas der A/B-Vergleich ohne grosse Umsteckerei (u.a. dank billbos Lieblingsbutton), sowie der Einsatz in grösserer Menge (z.B. für's Drumkit)
    - Faltungstechnologie: z.B. bei Reverbs, aber auch Speakersimulationen z.B. arbeiten mittlerweile häufiger damit
    - FIR- und Minimalphasen-Filter: Mehr im Controllerbereich, wird aber auch für diverse Plugins genutzt
    - der bereits von mir angesprochene "Primary Source Enhancer": ist glaube ich auch noch nicht sonderlich alt, gibt es leider auch nicht als PlugIn, nur als Analoggerät - einfaches Prinzip, aber sehr wirkungsvoll.
    - freaky things, auf welcher Basis auch immer: es gibt da z.B. PlugIns die umgedrehte Harmonische oder so erzeugen, gut für's Gruselkabinett - oder Delays wie das NI Spektral Delay (leider "not continued") und vieles mehr... sicher nichts für den täglichen Bedarf, aber es gibt ja ab und an immer noch mal andere Anforderungen als RocknRoll-Gate,Comp,EQ,Delay,Reverb,Go...

  • guma
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    • 23. Juni 2016 um 18:14
    • #25

    @ Audiobo
    Zu den Automatikmischern habe ich mich nicht geäußert, weil ich die Gattung als sinnvolle Werkzeuge schon sehr lange kenne ( Knowles ), im Moment jedoch quasi keine Anwendungen habe.
    Ich setze manchmal die DiGiCo Röhrenemulation für Vocals, Keyboards oder Bass ein, ist für mich auf keinen Fall 'Must Have'.

    Mal Hand aufs Herz:
    Was ist von den Dingen, die Du als neu aufgezählt hast, für Deine Arbeit und ein exzellentes Ergebnis wirklich unverzichtbar?

  • wora
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    • 23. Juni 2016 um 21:52
    • #26

    so, meinen beitrag oben habe ich auf gumas wunsch ein bisschen gekürzt.
    den rest möchte ich aber so stehen lassen, denn das trifft meiner ansicht nach die ausgangsfrage durchaus.

    die IRP Knowles automatikmischer kenne ich ja auch noch aus den frühen 90ern und habe 20 jahre lang so einige davon in konferenzräumen verbaut. das sind wirklich tolle tools, vor allem wenn im laufenden betrieb kein techniker vor ort ist... live habe ich sie immer noch nicht eingesetzt, kann mir aus meiner erfahtrung heraus aber schon gut vorstellen, das sie bei passender gelegenheit die arbeit erleichtern können. die idee, sowas mal auf einem percussionsset einzusetzen, finde ich übrigens durchaus interesannt. aber das ist ein anderes thema.

    beachtenswert finde ich übrigens, dass die aufzählung "4-band parametrik EQ" bei fast allen schreibern auf der must-have liste steht. das scheint also keineswegs überall selbstverständlich zu sein, oder verstehe ich das falsch?

    EDIT:
    ach so, ich habe jetzt erst die neue überschrift gesehen... ich lass das trotzdem stehen. 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 24. Juni 2016 um 07:58
    • #27
    Zitat von "oton"


    Eins der grossen Probleme an diesen ganzen schönen Möglichkeiten ist übrigens, das sie sich schlecht bis garnicht in einem schnellen Soundcheck realisieren lassen, der ja oft leider die Regel ist. Ich habe mir da inzwischen eine ganze Menge Templates gebastelt, aber verzichte auch aktiv auf die ganzen Feinheiten, wenn die Zeit dazu fehlt. Ich habe nämlich inzwischen auch oft das Gegenteil erlebt, das sich junge Techniker in den Möglichkeiten verlieren, ohne erst mal die Basics klarzubekommen. Man sollte nie vergessen, das viele Dinge ein AddOn sind, die nur gut funktionieren wenn der Rest stimmt.

    Ich komme noch mal auf diesen Punkt zurück:
    Die auch von Billbo zu Recht bemängelte, durch Zeitmangel und Hektik entstehende Sinnlosigkeit mancher hier aufgezählter Dinge, die den belohnt, der die Kunst des Weglassens versteht, führt noch mal zu einem Teilaspekt des digitalen Zugewinns, der auf den ersten Blick nicht in audiobos Thema passt, bei genauerer Betrachtung aber doch dazugehört:
    Die Speicherbarkeit, die für mich der eigentliche digitale Zugewinn ist. Nur diese erlaubt, das Arbeitstempo so zu erhöhen, dass man tatsächlich die hier aufgezählten Dinge 'in time' sinnvoll an den Start kriegt.
    Ich würde also mindestens einen Teilaspekt der Speicherbarkeit hier hinein rechnen: das partielle Übertragen ganzer Anwendungsblöcke inklusive routing und patching in einem unkompliziert gestalteten Arbeitsablauf. Was nützt z.B. Sidechaining, wenn ich das Ganze immer neu bauen muss? Bei der intelligenten Gestaltung und Verwaltung von presets gibt es sowohl bei den Herstellern als auch bei vielen Anwendern noch einiges dazu zu lernen. :wink:

  • SebastianJaeger
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    • 24. Juni 2016 um 09:32
    • #28

    Also das mit Abstand wichtigste Werkzeug für mich ist definitiv die vollparamterische 4-Band Klangregelung und ein separater regelbarer Low-Cut. Auf Position zwei kommt dann für Konferenzjobs auch schon direkt mein Dugan Automixer der im Waves Multirack läuft. Kompressoren, De-Esser und FX sind ohnehin in jedem Digitalpult Standard, auch wenn diese natürlich nicht alle gleich gut arbeiten. Was ich auch noch sehr gerne nutze sind dynamische EQs alles andere ist Kür...

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • audiobo
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    • 24. Juni 2016 um 09:33
    • #29
    Zitat von "guma"

    Mal Hand aufs Herz:
    Was ist von den Dingen, die Du als neu aufgezählt hast, für Deine Arbeit und ein exzellentes Ergebnis wirklich unverzichtbar?

    Ah, jetzt dämmert mir wo vielleicht das Missverständnis liegt: "brauchen" war in meiner Überschrift als (regelmässiges) "benutzen" gemeint, nicht als "unersetzbar, zwingend notwendig".
    Unverzichtbar sind Lautsprecher in ausreichender Dimensionierung, SM58 (o.ä.), Mackie 1202 (o.ä.), gutes Mittagessen, gute Kollegen und pünktliche Bezahlung.

    Alles andere ist Optimierung und persönliche Komfortzone. Und darf durchaus recht unterschiedlich ausfallen - gerade das finde ich zur Abwechslung allerdings (neben diversen Dateiverwaltungs-, Netzwerk- und Mischpult XY- (mit sämtlichen dazugehörigen Unterkategorien) Threads mal interessant. Und vor allem nicht als "Ja, cool Pult X kann jetzt das und das", sondern konkret aus der Nutzererfahrung "Diesen Effekt hier setze ich oft und viel ein, den dort fast nie und das da brauche ich gar nicht."
    So ähnlich, wie es kürzlich mit dem DualPitch im X32-Thread auch schon passiert ist.

    Auch, um vielleicht etwas unkonventionelle Ideen aufzeigen und diskutieren zu können. Wenn man etwas noch nicht kennt, bedeutet das ja nicht dass es nicht existiert oder unbrauchbar ist.

    Was die Speicherfähigkeit und Offlineeditierung angeht, spielt sie für meine aktuelle Arbeit meist eine relativ untergeordnete Rolle - es ist eher die Komfortzone (UDKs einstellen nervt) da ich i.d.R. genug Zeit zur Einrichtung habe, flexibel auf diverse Inputs reagieren muss und meist noch einen Haufen unterschiedlichste Auspielwege bediene, von denen sich viele erst im Laufe des Tages ergeben. Die wichtigste Speicher/Prozessoreinheit sitzt dabei auf meinen Schultern.
    Was zur Folge hat dass ich viele wichtige Dinge auch recht schnell auf anderen Pulten umsetzen kann, wenn ich deren grundsätzliche Bedienung verstanden habe.

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