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"pseudo-urps" mit 15" machbar?

  • ddt
  • 12. September 2003 um 10:14
  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 12. September 2003 um 10:14
    • #1

    hi,

    ich (als unbedarfter urps-laie) hätte mal ein paar fragen:

    das prinzip bei urps ist doch, daß ich viele kleine speaker in einzelne kleine gehäuse packe (==>hohe resonanzfrequenz, große abstrahlfläche) und dann, um den 12db-abfall unterhalb der resonanzfrequenz zu kompensieren, ein 12db lowpass daraufsetze, um einen linearen frequenzgang bishin zu tiefsten frequenzen zu bekommen.

    ich hab aber mal einen aktiven sub gesehen, der angeblich elektronisch entzerrt in einem winzigen gehäuse bis unter 20hz spielen soll. ist das ganze also vom prinzip her machbar auch mit einem 12" oder 15"? was wäre mit 4X15" in jeweils ca. 30l, lowpass bei resonanzfrequenz und dann kräftiges amping?

    welche voraussetzungen müssen die speaker erfüllen?

    hoffe mich zerreißen keine urps-gurus :D:D

    mfg

    andreas

  • lextrax
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.506
    • 12. September 2003 um 11:11
    • #2

    hallo,

    antwort von radio eriwan: im prinzip ja!

    aber: geht nur für kleine anwendungen, d.h. keine pa-stacks.
    für wohnzimmer oder den kleinen club wahrscheinlich ganz ok.
    aber: die 15er müssen auf der einen seite gut huben können, auf der anderen seite viel antrieb und eine stabile, leichte membran haben. mit klassischen horntreibern wird das nix. mir wäre bis dato kein 15er bekannt, der diese kriterien erfüllt.

    resumee: mit viel glück bei der chassis-auswahl im kleinstack rechne ich mir ganz gute chancen aus, das das halbwegs was wird.

    liebe grüsse, alex

    PS: man sollte in diesem kontext noch überlegen, ob man nicht mit hd15 derivaten besser und ökonomischer dran ist.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 12. September 2003 um 11:39
    • #3

    Hallo,

    das URPS-Prinzip sagt erstmal nur aus, dass man einen (!) Lautsprecher in ein eigentlich zu kleines Gehäuse baut, was die -3dB-Frequenz ziemlich in die Höhe schnellen läßt. Nun entzerrt man den Bereich, der unterhalb der neuen Resofrequenz liegt, indem man ihn mit 12dB pro Oktave anhebt (abwärts gesehen), zumindest bis zu der Frequenz, bis zu der man übertragen will. Möglich ist das durch entsprechend grosse Verstärkerleistungen und moderne Speaker, die ja (meistens) ordentlich elektrische Leistung abkönnen und eher durch mechanische Belastung zerstört werden. Diese (d.h. der Hub) ist ja aber gerade durch das (zu) kleine Gehäuse begrenzt (aber deshalb muss dieses auch extrem dicht sein. jedes kleinste Leck führt zu drastischen Problemen!). Das ist erstmal das Under Resonance-Prinzip. Und in dieser Weise für HiFi und Heimkino auch angewandt und auch mit größeren Speakern ohne Probleme zu machen. Für PA-Anwendung ist ein Lautsprecher aber viel zu leise (da ja hubbegrenzt), also müssen mehrere her. Und da PA-Speaker (meistens zumindest) einen ziemlich starken Antrieb haben, die Luftlast entsprechend hoch ist, verbiegen sich ab einem gewissen Punkt nur noch die Membranen, ohne sich wirklich zu bewegen; so lange, bis die Verklebung Schwingspule-Membran reisst. Deshalb geht man auf kleinere Membranen runter, von denen man aber wiederum entsprechend mehr braucht, um auf den gleichen Schalldruck zu kommen. Das erklärt auch die horrende Anzahl von Speakern von PA-ÖRPZen. Der PA-ÖRPZ ist also eigentlich eine Kombination aus dem eigentlichen URPS-Prinzip und einer masspar (massive parallel) Anordnung von Speakern. Wenn du jetzt für zu Hause einen kleinen Sub bauen willst, dann kannst du das ohne größere Probleme auch mit einem 15" veranstalten (über den Klang schlagen sich die Befürworter und Ablehner übrigens die Köpfe ein). Wenn du aber einen PA-Sub bauen willst, dann nur mit kleinen Lautsprechern und auch da nur entsprechend geeignete, sonst hast du so tolle Effekte, wie Oliver letzt, bei dem die Sicke geplatzt ist.
    CU,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 12. September 2003 um 11:57
    • #4

    hi,

    das ganze wäre eh nur eperimentell/interessehalber geplant gewesen, da ich noch einige 15"er rumliegen habe, die ich nicht mehr brauche. ich hätte halt dann 2X2 15" in jeweils 30l gepackt und aktiv entzerrt, nur mal interessehalber, und mit 4X350w geampt, um mal zu sehen, was rauskommt (wahrscheinlich die schwingspule ;-))

    aber dann laß ich lieber mal die finger davon, bevor mir die teile um die ohren fliegen

    trotzdem vielen dank erstmal

    mfg

    andreas

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 12. September 2003 um 12:18
    • #5

    ddt:

    wenn du sie eh nicht mehr brauchst, dann versuch es doch! Vielleicht klappt es ja doch. Musst dann halt langsam die Leistung aufdrehen, den Hub der Membranen am Rand und in der Mitte beobachten (evtl. mit Stroboskop beleuchten, dann siehst du es besser) und am besten mit einem Sinus auf der -3dB-Frequenz messen, dann hörst und misst du auch gut, wann Verzerrungen auftreten.

    offtopic:
    ich hab mir grad überlegt, ob man das masspar-Prinzip nicht auch ohne URPS anwenden kann, also lauter kleine LS, die aber alle in richtig abgestimmten Gehäusen untergebracht sind. Dadurch dass der Strahlungswiderstand ansteigt, wäre dann auch der Hub begrenzt. Höchstens die am Rand bräuchten vielleicht kleinere Gehäuse. Oder noch einen Schritt weiter: an sich müßte man ja dann das Volumen hinter dem Lautsprecher ganz weglassen können, also offen betreiben, zumindest wenn der Strahlungswiderstand ausreicht zum Begrenzen. Ob das wohl funktioniert? Aber die Frage hat glaube ich auch Maha schon mal gestellt und niemand konnte sich erklären, ob oder nicht. Na ja, Gedankenspiele.
    CU,
    AmpChamp.

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  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 12. September 2003 um 13:02
    • #6

    hab da ne idee könnte das nicht so gehen beispiel

    ich nehem


    3x 15" 15lw1401 von 18sound
    packe das in 50x70x56cm

    packe jeden 15" in nen mini gehäuse der hub des 15" ist ja relativ hoch so dass mann da auch reserven hätte.

    evtl wäre das ne lösung

    min urps muss ja hub zu lassen da keine fläche vorhaben


    evtl ware 12" oder 10" die bessere lösung
    da stabilere membran zu VC verhältnisse


    aber kan das mal jemand berechnen. obiges konsturkt. ???

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