Ich bin auch der Ansicht, dass der GL2200 zwar ein gutes Pult ist, aber stark hörbar rauscht.
Das kuriose: Wenn man das PAD am MIC/Line-In aktiviert, hat man einen erheblichen Anstieg des Grundrauschens!
Also 1. wenn's geht: kein Pad drücken!
Desweiteren gibt es nur eine Möglichkeit, das Pult "leise" zu kriegen:
Gainstruktur überarbeiten!
D.h. das Grundrauschen ist gleich - wenn Du nun Deine Verstärker auf einen Aussteuerungswert mit +10dB mehr als üblich einstellst, wird das Rauschen auch um 10dB geringer (was gehörmäßig einer Halbierung entspricht). D.h. die Verstärker wenn es geht, nicht auf 0,775V oder 1,23V für Vollaussteuerung stellen, sondern höher. Bei den meisten Endstufen entspricht der "26 dB Gain" Modus einem höheren Wert. Empfohlene Lektüre dazu: Meyer Sound Design Reference - das ist wirklich gut beschrieben darin. Falls ihr keine umschaltbaren Endstufen habt, dreht die "Gain" Regler einfach auf -10dB und fahrt den GL2200 um diesen Betrag mehr an.
Die Elektronikbauteile haben überhaupt kein Problem, Pegel von +14dBU zu verarbeiten. Nochdazu - falls ihr über ein Multicore fährt, wirkt sich die Einstreuung nicht so stark aus (da höhere Spannung).
Ich habe drei Monate mit GL2200 im Theater gearbeitet mit Kugellavaliers und Shure U4D-System - und das Ding rauscht definitiv. Mit etwas Logik und guter Gainstruktur kriegt man das allerdings leicht in den Griff. Wie gesagt, das wildeste ist der "PAD" Knopf...
Soweit sind meine Erfahrungen, vielleicht hilft es ja etwas...
Grüße,
Hermann