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  2. Marcel

Beiträge von Marcel

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • Marcel
    • 23. Juni 2024 um 16:03

    Nochmal kurz weg von den Effekten: Wie würdet ihr so einen 500er Rahmen mit einer schönen Monokette an Gerätschaften denn live in ein Digitalmischpultsetup einbinden? Idealerweise müsste das Teil ja auf die Bühne noch vor den Preamp der Stagebox. Hat man das Teil aber am Foh betreibt man das dann im Insert des Pultes? Oder zieht parallel zum Cat Core noch analoge Strippen für dieses Signal, geht durch den 500er Rahmen und dann direkt in einen Pulteingang?

    Und auch nochmal Thema Latenz: Ich habe damit persönlich in solchen Größenordnungen keine Erfahrung, habe jedoch damals an meinem DM 1000 Setup auch noch analoge Technik in den Inserts gehabt. Die 31 Bänder EQs von Altair waren nicht das Problem, wenn ich aber z.b. den TC Triple C (Multibandkompressor) mit in der Summe hatte und besonders noch die "Look Ahead" Funktion aktiviert habe ergab das eine so deutlich Latenz, das ging live nicht mehr. Daher meine Frage: Würde das bei einem heutigen Digitalpult funktionieren dort analoge Kompressoren in Busse und / oder in die Summe zu inserten? Die Latenzen AD/DA sind ja mittlerweile recht gering, aber das würde mich trotzdem mal interessieren ob das Probleme gibt.

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 23. Juni 2024 um 15:47
    Zitat von simonstpauli

    Naja, 300000 km sind ja schon nicht soo schlecht.

    Sooo schlecht nicht, aber gegenüber noch vor 20 Jahren ein Witz. Wenn man da übrigens mal etwas vehement nachbohrt bei Verkäufern oder in der Werkstatt kommt dabei heraus, dass heutige Transporter etwa für 300.000km Laufleistung gebaut werden bevor sie verschrottet werden. Je nach Nutzung kann das natürlich auch variieren. Ich hab auch noch den 3l V6 im Sprinter den es nicht mehr gibt. Zuverlässig usw. dachte ich...vielleicht früher mal bevor MB versucht hat den Motor in die neuesten Abgasnormen zu quetschen und dadurch AGR Probleme entstanden sind auf die man nicht mehr näher eingeht, weil der Motor ja nicht mehr verbaut wird :cursing:


    Zitat von niggles

    Pick up mit Absetz-Wohnkabine? Ja, die Dinger sind hässlich wie die Nacht und das Fahrverhalten durch den hohen Schwerpunkt eher na ja. Dafür gibt's die Basisfahrzeuge teilweise ohne grossen Aufpreis mit Allrad und ernstzunehmenden Geländefahrwerk.

    Wenn du ohnehin in die Fahrschule gehst mach gleich CE, das Preis-Leistungs-Verhältnis vom C1E ist absolut unterirdisch.

    Robuste Fahrgestelle bei 7,49t werden auch immer seltener. Das sind bei den neueren Modellen nur noch aufgeblasene 5-Tonner. Die früher üblichen Basisfahrzeuge aus der 12-16 Tonnen-Klasse sind inzwischen schlicht zu schwer um bei 7,49t zGG noch sinnvolle Nutzlast zu bieten, und der MB Vario wurde leider schon vor Jahren eingestellt.

    Nein, ich rede von einem Kofferaufbau samt Hilfsrahmen den man auf ein Transporter oder 7,5t LKW Fahrgestell montiert. Der ist natürlich (abgesehen von der Wechselbrücke) nicht "mal eben" runtergenommen, spart mir aber den mühsamen Ausbau eines Kastenwagens. Wie gesagt ich lebe in dem Ding, kaufe das Auto quasi nackt und baue den dann komplett selbst aus mit Dämmung, Fenster / Dachluke, Möbeleinbauten, Standheizung, Lüftungsanlage, Zusatzbatterien, Ladebooster, Inverter, Solar auf dem Dach, Trenntoilette, Kühlschrank und was weiss ich. Halt genau so wie ich das Auto brauche. Daher kann ich mit einem Leihwagen auch nichts anfangen, mit einem Camper genau so wenig.

    Und ja, wenn würde ich gleich CE machen.

    Und meine Gedanken gehen in der Tat auf ein LKW Chassis, also Atego oder dergleichen. Die verhältnismäßig geringe Nutzlast im Gegensatz zur Größe würde mir reichen. Vorteil von diesen Kisten ist auch noch, dass man gegenüber einem Transporter "mit Schnauze" etwa 0,8m mehr Ladefläche in der Länge hat da man auf dem Motor sitzt. Das sind mal eben 2 Europalletten quer und nicht zu verachten. Und da ich auch ab und zu mal in Städte muss wäre das sogar ein Vorteil.

    Zitat von HenrySalayne

    Im Maschinenbau ist alles auf eine Lebensdauer ausgelegt. Das hat absolut nichts mit geplanter Obsoleszenz zu tun.

    Und "ohne Probleme ne Millionen Kilometer" ist totaler Unsinn. Kein Fahrzeug auf diesem Planeten wird 1 Mio. Kilometer mit den Teilen erreichen, mit denen es das Werk verlassen hat.

    Das lese ich auch immer wieder, kenne zufällig auch Jemanden aus der Getriebeentwicklung für Traktoren und noch größere Maschinen. Und auch der sagt, dass ganz klar von oben die Anweisung ist, dass die z.b. Traktorengetriebe etwa auf 300.000km ausgelegt sind, weil es ja wirtschaftlicher ist. Früher hat man einfach so robust wie möglich gebaut und das Ding hielt halt ne Million km oder mehr. Das man eine gewisse Lebensdauer erreichen will oder aus Kostengründen muss ist schon verständlich. Allerdings habe ich seit geraumer Zeit das Gefühl, dass diese besagte Lebensdauer ständig nach unten korrigiert wird. Was sich allerdings auf viele Dinge übertragen lässt, eben vom USB Stick bis zum Traktorengetriebe. Und dieser Trend missfällt mir, da die Preise für besagte Technik ständig in die entgegen gesetzte Richtung gehen.

    Grundsätzlich noch zum 7,5 Tonner: Ja, natürlich werden immer mehr Transporter Chassis genutzt um damit einen 7,5 Tonner zu konstruieren. Iveco Daily z.b. hat etwa 1t mehr Nutzlast gegenüber einem Atego. Oder der Fuso Canter (der übrigens auch den 3l Iveco Motor hat). Ich brauche keine gigantische Nutzlast für meine Zwecke und würde daher aus Gründen der Robustheit auf einen 7,5 Tonner aus der LKW Sparte zurück greifen. Klar ist der dann immer fast max. beladen. Trotzdem traue ich dem Geschoss das eher zu als einem "aufgebohrten Transporter" der immer an der Beladungsgrenze ist. Und wer mal mit einem voll beladenen Sprinter samt schwerem Hänger ordentlich in die Eisen steigen musste wird alleine beim Bremsverhalten gegenüber dem LKW schon deutlich mehr ins Schwitzen kommen.

    Alternative Antriebe kommen für mich leider nicht in Frage. Ich brauche Reichweite und muss auch mal tagelang unabhängig irgendwo in der Pampa arbeiten können ohne Tankstelle (welcher Art auch immer).

  • Neue Topteile - Kling & Freitag oder D&B

    • Marcel
    • 23. Juni 2024 um 02:51
    Zitat von test

    ... und es stellt sich mal die ernsthafte frage, ob dem noramlen auftraggeber der unterschied zwischen horn und linie auffällt?

    Wahrscheinlich nur optisch. Ich finde, es hat nach wie vor Beides seine Daseinsberechtigung, Horn und Line Array. Leider wird das heute anscheinend gerne mal vergessen, dass ein LA auch nicht immer des Rätsels Lösung ist und manchmal ein Horn durchaus im Vorteil sein kann. Aber das hatten wir ja schon oft genug. Ab einer gewissen VA-Größe wird heute aber anscheinend auch oft ein LA erwartet - aus welchen Gründen auch immer.

    Ich persönlich mache eh nur Kleinkram bis max. 500 Pax um den Dreh, oftmals eher noch weniger. Mir stellt sich da die Frage nicht wirklich, Möglichkeiten zum Fliegen gibts normalerweise auch nicht. Bin mit meinem Horngeraffel da sehr zufrieden. Für die kleineren Sachen gibts halt das 90x60 oder 90x40 Standard Top, für Größeres dann das 60x40 Horntop mit Infill. Wobei ich generell ein Fan von Hornsound bin muss ich dazu sagen. Und auch die alten Systeme können nach wie vor bestens funktionieren. Nur schleppen möchte ich so ein Top mit 50kg und mehr eigentlich nicht mehr. Zum Glück gibts ja noch ein paar Hersteller die nach wie vor nette (und leichtere) Horntops bauen und nicht quasi über der 12"/2" schon mit einem LA weiter machen.

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 23. Juni 2024 um 02:32
    Zitat von secluded

    ...es stimmt dann aber auch, daß es für den Ausfall nich mal annähernd adäquaten Ersatz gibt - auch keine 200 Kilometer entfernt - nur Behelfslösungen...

    Genau das ist auch mein Problem in meinem eigentlichen Beruf als Glasfaserverleger / Entstörer usw. Ich habe einen Sprinter in dem ich (meist) 4 Tage die Woche wohne und quer durch die Lande auf Montage unterwegs bin. Ohne die Karre kann ich nicht arbeiten. Was mich auch direkt zum IDN bringt: IDN Autos die qualitativ unterirdisch verarbeitet sind und ständig Probleme machen :cursing:

    Bei Mercedes bin ich eigentlich nur, weil die LKW Werkstätten nunmal am zahlreichsten sind und (leider) auch am schnellsten. Das war schon damals bei Vaddern aufm LKW so, bei meinem Sprinter kann ich das definitiv auch bestätigen. Wo der Händler nur nix dafür kann ist die allgemeine Verarbeitung der heutigen Karren. Ich hatte vorher mal einen 2013er (Vor-Mopf) Sprinter, der war um Welten besser verarbeitet als die aktuelle Karre der gerade eben 5 Jahre alt geworden ist und kurz vor dem Zusammenbruch steht.

    Kleine Zusammenfassung: 13 (oder 14?) Rückrufe in der Zeit, AGR Probleme etwa seit dem 7. oder 8. Monat - und die bestehen bis heute ohne das sich Mercedes was davon annimmt. Seit einem 3/4 Jahr Injektoren undicht, dabei ist die Matte auf dem Motor halb geschmolzen, sodass die Injektoren, Leckölleitung und Kabel ein einziger schwarzer verklebter und verschmolzener Klumpen sind. Vorsichtige Schätzung laut Werkstatt....irgendwas zwischen 4 und 10.000€, abgesehen von einer Woche kein Auto Kotz* Dazu kommen noch die vielen kleinen Probleme, Störungen, Ausfälle, Fehlalarme und was weiss ich die ich jetzt nicht im Detail auflisten möchte - es sei denn das möchte Jemand.

    Nunja, bei anderen Herstellern sieht es nicht besser aus. Ford fliegen reihenweise bei etwa 120.000km die 2l Motoren um die Ohren (irgendwas mit Nockenwelle mein ich), bei Iveco holt man den günstigeren Anschaffungspreis wohl gerne in der Werkstatt wieder heraus und wartet auch mal gerne 2 Wochen auf Teile aus Italien. VW hat mein größter Auftraggeber jede Menge von inkl. dem Vollwartungsvertrag. Trotzdem stehen die Kisten regelmäßig eine Woche bis geklärt ist wer welche Kosten übernimmt und nochmal eine Woche bis die Karre repariert wurde. Ein Kollege mit Citroen oder Peugeot flogen schon nach dem halben Jahr alle paar Wochen die Stangen vom Scheibenwischer unter der Haube um die Ohren, abgesehen von Motornotlauf und so....

    Ich bin mittlerweile soweit, dass ich 1. auf jeden Fall auf einen Koffer gehen werde. Bei der heutigen Haltbarkeit der Fahrzeuge gebe ich den Kisten max. 5 Jahre dann sind die durch / fahre etwa 60.000km im Jahr. Den Koffer kann man zumindest auf ein neues Fahrgestell schnallen. Und aktuell überlege ich grad noch nochmal die Fahrschulbank zu drücken und dann auf nen 7,5t zu wechseln - einfach wegen der Haltbarkeit.

    Äh ja, sorry für Textbombe, aber das Thema bringt mich seit geraumer Zeit gerne zum kochen :evil: Jaaa, dann gibts wenigstens was zu essen, den kenne ich schon *finger

  • Neue Topteile - Kling & Freitag oder D&B

    • Marcel
    • 23. Juni 2024 um 01:46
    Zitat von Lampenschubser

    Die Systeme wie Access, GAE Direktor, Ohm HD, Fohhn Perform usw. Sind sowieso durch nichts wirklich zu ersetzen.

    Doch, durch modernere Varianten mit Neodym Bestückung 8o

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • Marcel
    • 21. Juni 2024 um 19:51

    Moin,

    bei Live-Einsatz macht meiner Meinung nach analoges Outboard nur Sinn, wenn es das nicht in digitaler Form im Pult gibt. So wie ich mir ein Yamaha SPX 2000 geholt habe, weil mir der Snare Hall im SQ-6 für meine 80er Rockkapelle fehlte. Und sowas hören dann die Leute auch, es ist also nicht nur persönliche Befriedigung für den Techniker.

    Oder Jemand benötigt spezielle FXe die es eben nicht im Pult oder über digitale externe Lösungen gibt. TC Fireworx wär da vielleicht so ein Kandidat oder irgendwelche kranken Kompressoreinstellungen, keine Ahnung. Der Preis spielt da vielleicht bei Vielen auch noch eine Rolle. Ich schaffe mir jetzt kein Waves-System oder Ähnliches an, nur damit ich meinen SPX Hall wieder habe. So ein gebrauchtes SPX samt Case kostet einen Bruchteil davon.

    Dann gibts vielleicht auch noch die Fraktion die SonderFXe benötigt und keinen Bock auf externe digitale Lösungen hat (extra PC, Treiberprobleme usw.) und stattdessen einfach das Hardwareteil nutzt. Und wenn so ein FX mal ausfällt ist das vielleicht nicht ganz so dramatisch, wenn man aber zig Kompressoren usw. auch in Bussen oder im Master nutzt, wäre so ein Ausfall der digitalen Kette wahrscheinlich eher unschön - das Hardwarezeug hat ja meist eine Havarieschaltung, die die Ausgänge dann auf die Eingänge durchschaltet wenn die Kiste ausfällt.

    Und am Ende bleiben dann noch die, die unbedingt mal wieder direkt "an den Knöppen" drücken und drehen wollen.

    Im kleinen und normalen Beschalleralltag sehe ich solche Technikburgen sowieso nicht (mehr), das ist dann wohl wirklich was für "die Großen" die meist auch nicht selbst schleppen müssen und bei denen es auf 2x 12HE mehr in den Trucks auch nicht ankommt. Ich hätte grundsätzlich schon noch Bock auf analoges Zeug, hab aber bei meinen kleinen Gigs die ich betreue weder den Platz dafür, noch den Bock das alles zu schleppen.

    Ansonsten finde ich hört man den Unterschied live einfach viel zu wenig. Jedes Pult einer gewissen Preisklasse hat heute eigentlich ordentliche Preamps an Bord möchte ich meinen, den Rest kann man dann noch mit den zahlreichen Helferlein anpassen. Ein anderes Mikro macht da wohl deutlich mehr Klangunterschied, als ein analoger Preamp - wie gesagt, immer solange wir von normalen Herangehensweisen reden und nicht über SonderFXe, absichtlich übersteuerte Preamps und sowas.

    Was mich aber generell mal interessieren würde: Bei so viel Outboard in analoger Form, wie sieht es denn da mit der Latenz aus? Besonders im Bus und Master könnte das auch schnell eng werden könnte ich mir so vorstellen. Also wieder analoges Pult dazu? Spart schonmal die ein oder andere AD/DA Wandlung 8o

  • Pegelprobleme mit DBX DriveRack PA2

    • Marcel
    • 17. Juni 2024 um 19:55

    Moin, den PA2 kenne ich nicht, habe jedoch seit Jahren 2 dbx venu 360 im Einsatz - und mag die Teile.

    Bei einem davon hatte ich aber auch mal Probleme mit schwankendem Pegel und wenige Einsätze später Komplettausfall aller Ausgänge. Nach kurzer Recherche bin ich damals über einen Artikel gestolpert wonach das Problem wohl bekannt ist bei einigen Baureihen. Probleme macht der 2-polige Stecker der das gesamte Bord mit Strom versorgt. Ich hab den einfach abgeknippst und die 2 Drähte fest aufgelötet, seitdem (auch schon wieder knapp 2 Jahre) kein Problem mehr. Ich weiss allerdings nicht ob der PA2 davon auch betroffen ist, wollte es aber mal erwähnt haben.

    Ansonsten wie schon geschrieben wurde, kenne ich so einseitige Pegeleinbrüche auch sehr gut von Tastern z.b. an analogen Billigpulten.

    Schwankungen durch Bluetooth hatte ich persönlich noch nie, hab aber nur nen alten Denon DN200 im Doghouse vom Pult und zu Hause irgendwas Neueres von Klark. Das Geraffel tut bislang.

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 9. Juni 2024 um 13:16
    Zitat von wora

    und das ist der punkt, den ich nicht ganz verstehe.

    wenn die band "einfach um zu unterhalten" gebucht ist, dann kann man dort von den gästen doch nicht erwarten, dass sie alle aufmerksam der band zuhören wollen, oder verstehe ich da was falsch?

    Ich rede ja auch nicht davon, dass Jeder stocksteif an seinem Platz stehen und zuhören muss. Wenn ich aber in unmittelbarer Nähe von Leuten stehe die von 2 Std. 30-60Min. nur mit anderem Zeug zubringen sehe ich das nicht mehr als normal an.

    Wenn ich in ein Konzert / Kneipe / Festival wohin auch immer gehe und da ist Rockmusik angekündigt weiß ich, dass es im Normalfall etwas lauter wird. Und ich gehe doch nicht in ein Konzert um mich mit Anderen zu unterhalten während des Konzerts mitten zwischen den Leuten die die Musik hören wollen oder dem FOH-Personal das die Musik ja hören muss.

    Ich bin der Letzte der was dagegen hat, wenn mal ein paar Worte gewechselt werden, hier und da mal ein Foto, vielleicht alle 30 Min. mal Einer Getränke holen, gar kein Problem.

    Kleines Beispiel aus meiner eigenen Welt: Seit 2008 gibt es einige gute Freunde die ich bei Konzerten kennengelernt habe (wo wir Gäste waren). Man traf sich halt immer wieder an diversen Orten wo Bands die wir gerne hören aufgetreten sind. Und da wir uns eigentlich auch nur diese paar Mal im Jahr sehen bei den Konzerten und es da immer eine Menge zu quatschen gibt, treffen wir uns einfach ein paar Stunden vor dem Konzert, gehen zusammen was Essen usw. Beim Konzert selbst ist dann die Musik Priorität und es wird nicht gelabert. Getränke holen davor, danach oder in der Pause. Nach dem Konzert gibts dann gerne noch ne "Aftershow Party", und wenn die nur aus ner gemütlichen Runde auf dem Parkplatz besteht. So machen wir das - seit Jahren.

    Und nochmal: Wenn ich am FOH arbeite mit meiner Covertruppe, dann sind wir extra als Rockband gebucht und angekündigt. Und es gab bislang immer Bereiche wohin man "flüchten" kann wenn man sich unterhalten will, sei es der weiter weg gelegene Bierstand, die Terrasse, der Nachbarraum wo der eigentliche Tresen ist usw. Warum muss ich mich dann aber neben den FOH stellen, oder mitten in die Leute die tatsächlich zuhören wollen (was man ihnen normalerweise ansieht) und fange dann ein Gespräch an und brülle meinem Gegenüber die Ohren zu? Das ist es was ich absolut nicht kapiere. Und wenn ich dort arbeiten muss sage ich auch nichts dazu, sondern denke mir nur meinen Teil - wie ihr schon sagtet, Dienstleister halt. Gut finden muss ich es trotzdem nicht.

    Und danke Guma für den Beitrag über meinem :thumbup:

    P.S.: Ich bin erst 40, kenne von daher die Gepflogenheiten der alten Rocker nur indirekt. In unserer Fan-Truppe ist von Mitte 20 bis Ende 60 Alles dabei, aus allen Schichten der Gesellschaft und das funktioniert doch bei uns auch.

    Edit PPS: Ein gewisses Benehmen an den Tag zu legen gilt natürlich für alle Arten von VAs, nicht nur für Rock'n Roll 8o

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 8. Juni 2024 um 23:53
    Zitat von paranoize

    IDN: Techs die glauben ihre Coverband wäre auf einem x-beliebigen Fest die Hauptattraktion.

    Die meisten Leute gehen auf ein Fest um sich zu treffen und zu unterhalten. Wenn die Musik das wichtigste wäre, gingen sie in ein Konzert, für das sie dann auch Eintritt zahlen...

    *gähn* Schön das man so pauschal abgestempelt wird. Meine besagte Coverband spielt auf keinem Stadtfest, das ist ein Hobbyprojekt und wir spielen überwiegend auf Privatveranstaltungen, hin und wieder mal in Musikkneipen wo die Band nicht explizit wegen der Musik geladen ist, sondern einfach um zu unterhalten. Trotzdem vorher als Rock angekündigt. Das sind dann die Gigs wo ich nicht verstehen kann wie die Leute da hin kommen und statt der Musik nur zum Tratschen da sind. Und Nachbarräume / Terrassen was auch immer wo man sich viel besser unterhalten könnte sind in der Regel immer vorhanden. Der Rest der Leute hat vorher gegessen und gequatscht, hat beim Gig Spaß und singt mit. Geht also doch.

    Es gibt z.b. zur Zeit auch noch die Diskussion ob eine Rockband das Richtige für eine Firmenfeier ist. Ich glaube das hatten wir ein Stück weiter vorne erst in diesem Thread das man da schön baden gehen kann und eigentlich der Bühnensound schon zu laut ist.

    Bei meinem erwähnten Fall oben wo mir das Gelaber etc. sehr auf den Keks ging war ich zahlender Gast. Und wenn dort ganz groß und breit mit dem deutschen Tourstart von Status Quo geworben wird könnte man auch denken, dass der Hauptakt nicht nur als Hintergrundberieselung vor Ort ist und das der Musik ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Egal ob von den zahlenden Gästen oder VIPs.

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 8. Juni 2024 um 18:07
    Zitat von guma

    Ja, die „Zuhörkultur“ von heute nervt mich ebenfalls gewaltig. Wenn der Dauerlärmpegel um den FOH so ist, dass man sich kaum noch aufs Mischen konzentrieren kann, geht einem schon mal das Messer im Sack auf!

    Das hatte ich auch schon diverse Male mit meiner Covertruppe. Eigentlich möchte ich auch trotz Rock ganz gerne angenehmen Pegel fahren und vielleicht gegen Ende dann etwas Gas geben. Wenn ich aber teile der Musik schon nicht mehr richtig hören kann vor lauter Geschnatter, dann gibt's auch schonmal richtig Rock'n Roll 8o Und wer dann quatschen will muss sich halt weiter nach hinten verziehen oder weiterbrüllen :evil: Natürlich alles ohne Jemandem das Gehör weg zu blasen, so viel Material und Headroom hab ich meistens sowieso nicht dafür. Wobei es natürlich auch die Unbelehrbaren gibt die sich dann immernoch gegenseitig direkt ins Ohr brüllen - so wie gestern. Das war kein Brett, aber laut genug um sich schon anstrengen zu müssen.

    Zitat von audiobo

    Also meinem Empfinden nach war das schon immer so - zumindest bei jeglicher Form von Kostenlos-Konzerten bzw. Vereinsjubiläen und grossen Sponsoren-Eigenwerbungsveranstaltungen.

    Bei Bezahlkonzerten weniger, aber auch da.

    Einzig diese Selfie-Mentalität war natürlich vor 20 Jahren noch nicht so ausgeprägt 😉

    Nunja, Eintritt waren 70€ pro Nase. Und wenn doch so ein Sponsorenverein unbedingt diese Truppe einlädt (ich kanns auch sagen, Hauptact war Status Quo), dann möchte ich eigentlich denken, dass auch nicht Wenige vom Verein die Musik interessiert. Da kamen zwischendurch noch blöde Sprüche von Denen "ey, voll geil hier die Musik"....jaaa, weisst du überhaupt wer grad spielt, geschweige denn welches völlig unbekannte Lied gerade lief? *gacker* und *quatsch* :rolleyes: Einige davon waren dann auch schon sehr angeheitert, Gläser gingen zu Bruch, beim Durchquetschen durch die Menge werden Andere mit Bier usw. bespritzt. Dann schiebt man unbemerkt auf dem erhöhten VIP Gelände einen Tisch mit einem Bein unterm Geländer durch, wodurch Dieser natürlich etwas zur Seite kippt und seine Canapes und die nächsten Gläser mit irgendwas über den Typen neben uns ergießen "ach, ist doch nicht weiter schlimm" kommt dann nur. Benehmen ist Alles. Gilt natürlich nicht für Alle, ein ganzer Teil hat auch die Musik genossen.

    Wie schon gesagt wurde, man kennt das ja eh schon seit Langem, aber gestern war echt ein negativ Paradebeispiel was mir fast den ganzen Abend versaut hätte. Und nein wir konnten und wollten nicht nach ganz vorne wo gesprungen und gehüpft wird. Vaddern ist etwas angeschlagen und sucht sich immer irgendwo was zum Anlehnen / Aufstützen, sonst wären wir längst geflüchtet. Außerdem waren wir 3m rechts vom FOH so war der Sound zumindest sehr gut.

    Die Foto (solange ohne Blitz!) und Videofraktion stört mich persönlich nicht sonderlich. Wenn einzelne Personen meinen sie müssten sich das halbe Konzert durch einen 6" Bildschirm angucken dann bitte. Ist ebenfalls schade um die Musik und unhöflich gegenüber der Band, aber nervt mich nicht annähernd so stark wie die Laber-, Rumrenn- und Selfiefraktion (oder Bierumkippfraktion :cursing: ). Aber es wird anscheinend generell für die Menschen immer schwieriger sich einfach mal 2 Std. am Stück auf etwas zu konzentrieren.

    Was übrigens noch richtig klasse war, ist Magic of Santana mit Toni Lindsay am Gesang, die haben vorher gespielt. War nie ein großer Fan der Studioalben, aber live hatte diese Coverband das echt drauf :thumbup: Sound ebenfalls sehr gut.

    P.S.: IDN Heuschnupfen. Zum Glück regnet es, dann wirds wohl nix mit Rasen mähen dieses Wochenende *finger 8o

  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 8. Juni 2024 um 03:44

    IDN: Menschen die sich bei Konzerten nicht benehmen können und statt sich auf das Bühnengeschehen zu konzentrieren, nur mit Gelaber, Küsschen hier und da, alle 5 Min. Bier holen, dem 47ste Selfie usw. beschäftigt sind :cursing:

    Das geht mir am FOH schon auf den Keks wenn um mich herum alles sabbelt, aber heute war ich mal nur Gast zusammen mit meinem alten Herrn. Wir standen nah am FOH da dort ein Geländer war wo sich Vaddern etwas aufstützen konnte. Minifestival von einem Verein organisiert und mit zig Sponsoren usw. Besagte Vereinsmitglieder und Sponsoren hatten nicht nur ihren eigenen VIP-Bereich wo sie tun und lassen können was sie wollen. Nein, die lieben Leute mischten sich dann zu einem Großteil unters Publikum, aber keineswegs um der Musik zu lauschen. Ein Verkehr wie auf dem Bahnhof mitten im Getümmel. Ständig Getränke holen, schnatter schnatter schnatter, Fotos von allen Seiten, Modenschau pur, Parfümwolken bis zum Koma. Es war dann schon eng, kommen noch 5 Leute dazu stellen sich direkt vor unsere Nasen und tratschen weiter. Wenn sie sich doch selbst beweihräuchern wollen, sollen sie das irgendwo hinten in ihrem VIP Bereich tun. Manche von denen standen die ganze Zeit mit dem Rücken zur Bühne, da hätte auch ne Rolf Zukowski CD laufen können und auf der Bühne knotet einer Ballons zu Tieren zurecht :rolleyes: Und wenn man solche Leute darauf anspricht reagieren sie grundsätzlich mit völligem Unverständnis.

    Bin ich da zu empfindlich mittlerweile, oder ist das generell so Usus, dass nur das vordere Drittel / Hälfte aus engeren Fans sich einigermaßen mit der Musik beschäftigt und den Rest das Bühnengeschehen nur marginal interessiert?! Wobei wir jetzt nicht von zeitgenössischer Lyrik, sondern von Rock reden, wo man sich auch schon ein wenig anstrengen muss um sich zu unterhalten.

    Ich finde das jedenfalls auch insbesondere gegenüber den Musikern als sehr schlechtes Benehmen bis Unverschämtheit. Macht doch nen super Eindruck wenn du als Band von der Bühne einen Haufen aus Leuten (der dich vielleicht sogar persönlich begrüßt hat da Sponsor usw.) siehst, wovon ein Teil mit dem Rücken zu dir steht und sich unterhält. Da wundert es auch nicht wenn gewisse Bands verlangen, dass die Fress- und Saufstände geschlossen sein müssen während sie spielen. Vielleicht gabs deswegen auch nur einen Song als Zugabe heute. Jedenfalls hat mich das selten so angekotzt wie heute was da gelaufen ist. Immerhin war der Sound gut 8o

  • I want more of...

    • Marcel
    • 2. Mai 2024 um 12:49
    Zitat von skyper

    a) was für eine grundlegend traurige Entwicklung, ein Lautsprecher sollte "in meiner Welt"per se halbwegs "Fullrange" sein, und nicht eine gewaltsam auf Pegel getrimmte Kompaktschachtel, die alleine unerträglich schmalbrüstig klingt.

    Aber der Markt scheint es so zu wollen. Wie in Kollege mal sagte - das Auge hört mit ||

    Allerdings freut sich der Markt auch, wenn er ganz gemütlich 2 Topteile auf einmal zur Bühne tragen kann 8o

    Grundlegend gebe ich dir aber schon Recht ;)

  • Aktive 3-Wege Fullrange Boxen bis 2000€

    • Marcel
    • 1. Mai 2024 um 19:55
    Zitat von Sep

    ...was man unter "fein" versteht ist auch ne Frage, mir ist RCF selbst mit TT Serie zu agressiv....

    Zitat von FHAudio
    ...war sehr positiv überrascht vom Durschsetzungsvermögen der Stimmen, typischer in the Face Sound...

    Das passt meiner Erfahrung nach gut aufeinander. Ich kenne zugegebenermaßen die aktuellen Boxen aus diesem Segment nicht. In der Vergangenheit habe ich jedenfalls oft Hochtöner die größer 1,5" sind mit eben diesem "in die Fresse" Sound verbunden, speziell so der 2" im GAE Director Top und sowas. Das ist für lautere Musikrichtungen, gerade Rock und Ähnliches super. Allerdings habe ich dann auch noch das Forentreffen vor 20 Jahren oder so im Hinterkopf als unser Admin Micha Ebner da mit seiner Testmusik um die Ecke kam und von Einigen (inkl. mir) etwas belächelt wurde. Wenn mich nicht alles täuscht war das von Mozarts Zauberflöte die Queen of the night Arie. Und da wurde im Direktvergleich aber ganz schnell auch jedem Laien klar, welcher Hochtöner dafür nun geeignet ist und welcher eher weniger. Wo eine GAE vorher mit Cose della vita mächtig geil in die Fresse gespielt hat und ein K&F Top dagegen eher nüchtern klang, war bei der Arie dann auf einmal K&F mit sauberem Hochton deutlich vorne und die GAE klang einfach nur grauslig kreischend. Von daher hätte ich da auch die K&F gewählt, weil universeller. Mittlerweile hat sich da doch einiges getan bei der Qualität der Treiber, trotzdem bin ich auch bislang eher Fan von kleineren Hochtönern, also 1" oder 1,4" wie sie z.b. in meinen Audio Zenit Boxen stecken. Und je nachdem was unten drunter angekoppelt werden soll, macht hier vielleicht auch ein 3. Weg im Top Sinn. Nur mal so als Denkanstoß, mehr kann ich hier eh nicht beitragen und der Threadstarter müsste sich erstmal wieder melden.

    Edit: Und da hat er sich schon gemeldet. Ich denke mal, dass hier 8 RCF Tops und 8 Dopppel18" gemeint waren, also ein Top pro Sub was sinnvoll sein dürfte. Pegeltechnisch ist der Unterschied zwischen 2 und 3 Wegen normalerweise so marginal, dass du das vernachlässigen kannst - wenn es sich z.b. um Boxen aus der gleichen Serie handelt.

  • Funny stuff

    • Marcel
    • 12. April 2024 um 19:13
    Zitat von Martin2003

    Der Musiker benötigt 3 Inputs - warum wird dann im Rider min. ein 32-Ch Pult gefordert ? 8|

    Oder der Künstler tritt sonst mit Band auf, aber bei seinem neuen Soloprojekt hat der zuständige Tech einfach vergessen das zu ändern 8o

    Edit: Manche brauchen halt etwas mehr Monitor...hatten wir aber glaube ich schonmal irgendwo hier:

    https://www.euractiv.de/wp-content/uploads/sites/4/2017/04/Erdogan-in-Istanbul-on-8-April-2017-800x450.jpg

  • KI (bzw. AI)

    • Marcel
    • 12. April 2024 um 19:02
    Zitat von TomyN

    Welche Essenz willst Du aus der Menge der Daten von X32 Usern extrahieren?

    Auch wenn das jetzt vom Thema abweicht, guck dir mal das Video zum Thema Autos und Daten sammeln an:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Wenn das beim Mischpult auch so durchgezogen wird könnte man darüber auch eine Menge herleiten.

  • Alterung von Kopfhörern - was bedeutet das für den Sound?

    • Marcel
    • 12. April 2024 um 18:45

    Ich habe mal bei einem Beyerdynamic DT 770 neue Polster draufgezogen. Rein subjektiv klang der Kopfhörer danach auch etwas anders, ebenfalls im Bassbereich. Auf einen zweiten 770er hab ich auch mal den Plüsch auf diese Lederähnlichen Polster getauscht - auch das hat den Sound leicht verändert. Ich habe allerdings keinen A-B Vergleich gemacht, hatte nur nach dem Tausch der Polster mal kurz einige meiner üblichen Soundtestlieder kurz angespielt ob soweit noch Alles ok ist und meinte halt einen Unterschied zu hören. Allerdings alles nichts dramatisches.

    Ansonsten denke ich auch, dass der eigene Gemüts- und Gesundheitszustand sowie Sauberkeit des Gehörgangs wahrscheinlich ebenso viel den Sound beeinflussen können. Einmal Ohren durchblasen lassen kann auch schonmal Wunder bewirken :D

  • KI (bzw. AI)

    • Marcel
    • 6. April 2024 um 02:01
    Zitat von ERICH

    Abonier mal auf youtube "2Minute Papers", der zeigt immer aktuelle Entwicklungen aus der KI Forschung.

    Da bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie schnell die Entwicklung geht.

    Eine KI, die ein Mischpult sinnvoll bedienen kann wäre heute schon problemlos möglich. Einzig ist diese Anwendung zu uninteressant für die Firmen, die daran entwickeln.

    Wen man sieht, wie eine KI ein Bild im 10 verschiedenen Stilen malt, dann kann man sich auch gut vorstellen, das sie verschiedenste Mixe generieren kann.

    "Die nächste Band bitte richtig schön live und beeindruckend bitte." reicht dann aus, damit es nicht wie CD klingt.

    Ich möchte ja gar nicht absprechen, dass es auch heute oder bald schon möglich wäre, dass eine KI selbstständig mischt. Allerdings sehe ich die doch etwas konservative Musikbranche nicht unbedingt als Vorreiter solcher Technik. Daher denke ich, dass es noch einige Jahre dauern wird bis wir mit KI Unterstützung mischen und dann nochmal einige Jahre mehr, bis es möglich ist auch eine komplette Band von der KI mischen zu lassen.

    Und um nochmal auf das Thema Emotion in der Musik zurück zu kommen. Nicht jeder von uns gesetzte Gimick funktioniert überall. Wenn auf einer Hochzeit eine Rockband spielt kommen da fette Toms und Gitarrenpfund mit kräftig Lowmids je nach Publikum nur bedingt gut an. Will sagen gleiche Band auf nem Galadinner oder draussen aufm Acker im Nirgendwo sind 2 sehr unterschiedliche Paar Schuhe. Und bis eine KI soweit ist den Raum und die Stimmung zu "lesen" wird noch viel mehr Zeit vergehen.

    Wie gesagt, es ist schon beeindruckend was mittlerweile möglich ist und in den nächsten Jahren wird es sicherlich noch viele Dinge geben die uns zum Staunen bringen, aber mehr als Helferlein (die natürlich sehr nützlich sein können) verspreche ich mir erstmal nicht davon. Und den Rest mache ich dann doch lieber selbst.

    Ganz aktuell gibt es übrigens auch wieder einen offenen Brief von vielen Künstlern gegen die Nutzung von KI. Einfach mal "künstler gegen ki" oder "artists against ai" in die Suchmaschine der Wahl tippen. Finde ich durchaus auch nachvollziehbar deren Gründe. Es geht im Grunde darum, dass KIs mit deren Musik gefüttert werden um zu lernen und den Künstler künstlich ersetzen zu können. Als Helferlein ja, Ersatz aber nein. Also ähnlich wie bei uns.

    Artists warn against 'predatory' use of AI in music
    Musicians vs AI. A new open letter from the Artist Rights Alliance non-profit states that when used irresponsibly, artificial intelligence "poses enormous…
    www.euronews.com
  • I don't need that, 2.0

    • Marcel
    • 1. April 2024 um 17:54
    Zitat von Marian Humann

    IDN "Glühbirnen" bei denen sich im Betrieb der Glaskörper vom Metallsockel löst. Ist ja schon schwierig genug überhaupt neue Glühbirnen zu bekommen, jetzt können wir eine ganze Charge wegwerfen.

    Apropos elektrisches Obst...

    IDN LED Leuchtmittel die mit 10.000, 20.000 oder 50.000 Std. Haltbarkeit angepriesen werden und dann nach etwa 7 Monaten moderater Nutzung den Geist aufgeben :cursing: Und das sind nicht die Ersten. Aktuell waren es Osram E27 Glühbirnen mit 4,6W, jetzt hab ich die billigen Flair ausm Hornbach drin - mal gucken wie lange die halten. 6 Stück davon sind verbaut und sind alle innerhalb von einem Monat ausgestiegen, flackerten erst wie hulle, glimmen dann nur noch leicht und dann ganz aus.

    Die Qualität von dem heute angebotenen Zeug ist echt absolut miserabel, selbst wenn man etwas mehr Geld dafür ausgeben will.

    Ich habe z.b. noch 3 Stück GU10 Osram mit 3,8W die damals vor etwa 18-20 Jahren Stück 39€ gekostet haben und die heute noch funktionieren. Ich habe auch billige 3W GU10 Chinastrahler die gute 10 Jahre alt sind und ne Menge Stunden drauf haben und die auch noch funktionieren. Aber alles was ich in den letzten ~5 Jahren gekauft habe, egal ob China oder Markenware hat nicht annähernd das geplante Alter erreicht. Zufällig Jemand Tipps? Es geht übrigens um privates Gefunzel zu Hause, nicht für VAs.

  • KI (bzw. AI)

    • Marcel
    • 1. April 2024 um 17:42
    Zitat von HenrySalayne

    ..., weil du ein optimales Ergebnis bieten willst.

    Da möchte ich mich mal einklinken.

    Achtung jetzt kommt persönliche Meinung! Mir ist es seit Jahren ein Dorn im Auge (oder im Ohr?), dass Livemusik Veranstaltungen zunehmend klingen als ob man eine CD hören würde. Respekt an Crew und Technik, dass sie das so hinbekommen, für mich ist das Liveerlebnis damit aber tot und ich gehe da nicht wieder hin. Weil eine CD laut hören kann ich zu Hause auch. Wenn nun eine KI mischen würde, geht das wahrscheinlich auch genau in diese Richtung nach dem Motto: Friss diese CD vom Künstler und analysiere das Klangbild und dann mische das Live genauso. Auf der DAW ist sowas in der Richtung ja meine ich auch schon möglich.

    Für mich hat Livemusik immernoch einen großen Teil mit Emotion zu tun. Und dabei ist es nun egal ob bei der Folklorenummer ein passend klingender warmer Hallraum ausgesucht und auf den Raum angepasst wurde oder ich manuell bei der Rockshow am Ende eines Liedes wenn der Drummer nochmal eben durch alle Felle fliegt, manuell mal eben Snare, Toms und den FX dazu 5dB weiter aufreisse, einfach weil es fett ist und in den Moment passt. Sowas ist für mich Liveerlebnis und Gänsehaut. Noch schlimmer ist das eigentlich beim Gesang. Wenn der völlig aalglatt, gesäubert, geglättet und zeitkorrigiert daherkommt, da fehlt mir einfach was. Die kleinen Fehler und Unsauberkeiten zählen für mich einfach dazu, sind bei gewissen Musikarten eigentlich sogar ein Muss.

    Und da sehe ich die KI noch lange nicht so weit. Standard 0815 Mischung so wie heute jede 2. CD gemastert wird (laut und in die Fresse) mag vielleicht in 10 Jahren drin sein, für die oben genannten Feinheiten wird aber sicherlich noch lange Zeit Personal benötigt.

    Gegen KI unterstützte Bedienung hab ich auch nichts, die mir von sich aus z.b. anbietet mein Channel Preset für einen gerade angelegten Kanal zu laden oder sowas. Da wurden ja schon einige gute Beispiele genannt.

  • RCF TTS 12A technische Probleme, Service

    • Marcel
    • 26. März 2024 um 18:24

    Klingt nach einem Kontaktproblem an Taster und Poti. Passiert gerne schonmal nach einigen Jahren wenn man die Taster und Potis quasi nie nutzt. Du kannst ja mal im ausgeschalteten Zustand den Taster einfach 50x betätigen und das Poti etliche Male von Anschlag zu Anschlag drehen. Vielleicht auch etwas Kontaktspray nutzen. Vermutlich hilft das erstmal ist aber eventuell nicht von Dauer.

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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