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  2. DJ Jerolm

Beiträge von DJ Jerolm

  • projekt: pa-endstufe goes Hi-Fi... ++teil3++

    • DJ Jerolm
    • 11. Oktober 2004 um 19:29

    Hallo,
    bevor du dich da in eine große Netzteilumbauaktion stürzt möchte ich da auch noch ein paar Sätze zu sagen:

    Ich habe bisher etwa 4 Amps von 200W bis über 1500W selbst gebaut, der 5te ist in Arbeit und seit meinem Abschied von Reichelt habe ich bisher noch nie ernsthafte Probleme mit knacksen, Störungen, Brumm oder plötzlicher Amp-„Explosion“ gehabt. Jedenfalls hab ich’s immer in den Griff bekommen...
    Mir ist aber aufgefallen, dass in deinem Amp irgendwie überhaupt gar keine „EMV-Vorsorge“ getroffen wurde.

    Mein Konzept:
    Ich habe in den Netzteilen meiner Amps überhaupt gar keine kleinen C’s verbaut, nur dicke Elektrolytkondensatoren. Da hängt ja auch nur der Leistungsteil dran und Folien-C’s bringen es da auch nicht so wirklich...

    STATTDESSEN habe ich großen Wert darauf gelegt die empfindlichen Punkte des Amps sauber zu versorgen. Das geht bei den symmetrischen Eingängen schon los. Ich erzeuge da +/-15V für die OP’s und die gehen jeweils durch 50-100Ohm und dann ein oder zwei Folien-C’s und der Saft ist sauber als kommt er aus einer Taschenlampenbatterie. Ist bei deinem Amp nicht drin.

    Der nächste sehr empfindliche Punkt ist der Front-End-Bereich der Endstufe, also Differenzverstärker und der Spannungsverstärker mit dem Stromspiegel. Auch den sollte man vom Leistungsteil über 30-200Ohm (je nach Strombedarf der Schaltung, wir wollen ja nicht so viel Volt verplempern) trennen und dann Folien-C’s dran. Durch die Widerstände wirken die Folien-C’s viel besser und von irgendwelchem Müll (der den Leistungsteil selbst eigentlich nicht so sehr stört) kommt hier deutlich weniger an.
    Was ganz gut ist: Dein Differenzverstärker hat eine Konstantstromquelle, wie es sich gehört. (Q102 und drumherum). Hier könnte es ganz gut sein parallel zu CR100 einen kleinen C zu platzieren. Da würde ich hier aber nicht mehr als ca. 50nF nehmen. Aber nur parallel zu CR100, nirgendwo sonst! Vielleicht kann „rockopa“ da noch was zu sagen...

    Alle Leitungen in Kabelbäumen führen, so dass keine großflächigen Leitungsschleifen zwischen „hin-“ und „Rückleiter“ entstehen, in die was einstreuen kann. Das gilt besonders für Tonsignalkabel, am besten verdrillen wenn nicht abgeschirmt. Tonsignal und Leistung natürlich in getrennten Kabelbäumen!

    Dann noch was:
    Über R105 und R107 wird das LS-Signal runtergeteilt und dem Differenzverstärker zugeführt. Hier könnte man zu R105 einen 15pF oder 33pF parallel schalten, so dass sehr hohe Frequenzen nicht mehr voll verstärkt werden. Hochfrequente Störimpulse werden viel kleiner, da weniger Gain...
    Dann ist es natürlich mit deinen 70V/us Slewrate vorbei.
    Das sollte aber ein Fachmann machen, da durch den C die Rückkopplung bei hohen Frequenzen ansteigt und der Amp eventuell anfangen kann zu schwingen. Stichwort: Kompensation bei VFA’s und min. Gain damit nichts schwingt... Das ist aber leider ein etwas komplizierteres Thema...

    C101 könnte sehr wahrscheinlich für deine Bass-schlappe verantwortlich sein (wegen Austrocknung und eventuell ein wenig Verpolung mit dem Offset des Amps), hab mir deinen Freuqenzgang jetzt aber nicht angesehen. Sorry, hab leider nur langsam-ISDN...

    EDIT:
    Hab's mir doch noch runtergeladen, ist ja gar kein riesem Bild dahinter :)
    Der Frequenzgang ist OK, C101 also OK :oops:

  • projekt: pa-endstufe goes Hi-Fi... ++teil3++

    • DJ Jerolm
    • 11. Oktober 2004 um 19:29

    Hallo,
    bevor du dich da in eine große Netzteilumbauaktion stürzt möchte ich da auch noch ein paar Sätze zu sagen:

    Ich habe bisher etwa 4 Amps von 200W bis über 1500W selbst gebaut, der 5te ist in Arbeit und seit meinem Abschied von Reichelt habe ich bisher noch nie ernsthafte Probleme mit knacksen, Störungen, Brumm oder plötzlicher Amp-„Explosion“ gehabt. Jedenfalls hab ich’s immer in den Griff bekommen...
    Mir ist aber aufgefallen, dass in deinem Amp irgendwie überhaupt gar keine „EMV-Vorsorge“ getroffen wurde.

    Mein Konzept:
    Ich habe in den Netzteilen meiner Amps überhaupt gar keine kleinen C’s verbaut, nur dicke Elektrolytkondensatoren. Da hängt ja auch nur der Leistungsteil dran und Folien-C’s bringen es da auch nicht so wirklich...

    STATTDESSEN habe ich großen Wert darauf gelegt die empfindlichen Punkte des Amps sauber zu versorgen. Das geht bei den symmetrischen Eingängen schon los. Ich erzeuge da +/-15V für die OP’s und die gehen jeweils durch 50-100Ohm und dann ein oder zwei Folien-C’s und der Saft ist sauber als kommt er aus einer Taschenlampenbatterie. Ist bei deinem Amp nicht drin.

    Der nächste sehr empfindliche Punkt ist der Front-End-Bereich der Endstufe, also Differenzverstärker und der Spannungsverstärker mit dem Stromspiegel. Auch den sollte man vom Leistungsteil über 30-200Ohm (je nach Strombedarf der Schaltung, wir wollen ja nicht so viel Volt verplempern) trennen und dann Folien-C’s dran. Durch die Widerstände wirken die Folien-C’s viel besser und von irgendwelchem Müll (der den Leistungsteil selbst eigentlich nicht so sehr stört) kommt hier deutlich weniger an.
    Was ganz gut ist: Dein Differenzverstärker hat eine Konstantstromquelle, wie es sich gehört. (Q102 und drumherum). Hier könnte es ganz gut sein parallel zu CR100 einen kleinen C zu platzieren. Da würde ich hier aber nicht mehr als ca. 50nF nehmen. Aber nur parallel zu CR100, nirgendwo sonst! Vielleicht kann „rockopa“ da noch was zu sagen...

    Alle Leitungen in Kabelbäumen führen, so dass keine großflächigen Leitungsschleifen zwischen „hin-“ und „Rückleiter“ entstehen, in die was einstreuen kann. Das gilt besonders für Tonsignalkabel, am besten verdrillen wenn nicht abgeschirmt. Tonsignal und Leistung natürlich in getrennten Kabelbäumen!

    Dann noch was:
    Über R105 und R107 wird das LS-Signal runtergeteilt und dem Differenzverstärker zugeführt. Hier könnte man zu R105 einen 15pF oder 33pF parallel schalten, so dass sehr hohe Frequenzen nicht mehr voll verstärkt werden. Hochfrequente Störimpulse werden viel kleiner, da weniger Gain...
    Dann ist es natürlich mit deinen 70V/us Slewrate vorbei.
    Das sollte aber ein Fachmann machen, da durch den C die Rückkopplung bei hohen Frequenzen ansteigt und der Amp eventuell anfangen kann zu schwingen. Stichwort: Kompensation bei VFA’s und min. Gain damit nichts schwingt... Das ist aber leider ein etwas komplizierteres Thema...

    C101 könnte sehr wahrscheinlich für deine Bass-schlappe verantwortlich sein (wegen Austrocknung und eventuell ein wenig Verpolung mit dem Offset des Amps), hab mir deinen Freuqenzgang jetzt aber nicht angesehen. Sorry, hab leider nur langsam-ISDN...

    EDIT:
    Hab's mir doch noch runtergeladen, ist ja gar kein riesem Bild dahinter :)
    Der Frequenzgang ist OK, C101 also OK :oops:

  • BASS :-) Erkennbarkeit im Verstärker ?

    • DJ Jerolm
    • 7. Oktober 2004 um 15:09

    Ob A oder B besser ist kann man so nicht sagen.
    Wieviel uF man da reinpackt hängt von der Leistung ab, die der Amp hat und wie „hart“ das Netzteil sein soll. Sehr wichtig sind aber auch Innenwiderstand und Serieninduktivität der Elkos. Wenn die Energie gebraucht wird soll sie schließlich sofort zur Verfügung stehen. In den Datenblättern findet man das unter ESR, dem Serienwiderstand der C’s. Für hohe und gute Leistung sollten da schon Low-ESR Typen verbaut sein.

    Viele Leistungstransistoren sind ebenfalls günstig, da der Innenwiderstand des Leistungsteils dann klein wird. Anzahl hängt natürlich auch von der Leistung ab. (200W, 6Pärchen -> multipler Overkill :mrgreen: ). Auch die Emitterwiderstände sind unterschiedlich, 0.1Ohm z.B. ist da natürlich günstiger als 0,22Ohm...
    Was am LS-Output dann aber für ein Innenwiderstand erscheint hängt aber noch von der Gegenkopplung und der Qualität des Differenz- und Spannungsverstärkers ab. Der Innenwiderstand ist auch als „Dämpfungsfaktor“ bekannt. Ein hoher Dämpfungsfaktor führt dazu, dass der Amp den LS besonders im Bass spürbar „besser im Griff hat“.

    Dann sollte der Amp ein Übertragungsverhalten aufweisen, dass auch niedrige Frequenzen noch ohne große Absenkung der Amplitude wiedergegeben werden und auch die Phasenverschiebung die in der Nähe der unteren Grenzfrequenz auftritt sollte im hörbaren Frequenzbereich so gering wie möglich sein. So mancher gut gemeinter „Low-Cut“-Filter der da noch irgendwo im Signalweg hängt sorgt selbst bei 50-100Hz noch für ca. 30° Phasenverschiebung (z.B. Yorkville...). Das ist dann übel wenn man im Bass zwei Amps mit verschiedenen Filtern betreibt => Matschbass...

    Auch der „Front-End“-Bereich ist wichtig:
    Meist findet man eine VFA-Struktur (Voltage-Feedback-Amplifier). VFA’s haben gute DC und NF-Eigenschaften, aber im Bereich hoher Frequenzen ist bei denen schnell Schluss. (Hörbare Frequenzen werden aber bequem abgedeckt).
    Bei Omnitronic (Omnischrott :mrgreen: ) P-500 P-1000 und P1500 findet man eine CFA-Struktur (Current-Feedback-Amplifier). Die findet man übrigens auch bei Yorkville APxxxx...
    CFA’s haben miserable DC-Eigenschaften (z.B. Offset) und tun sich auch mit niedrigen Frequenzen schwer. Dafür erreichen z.B. CFA-Operationsverstärker Bandbreiten bis fast in den GHz-Bereich. (diskrete Amps natürlich nicht :!: ). Bei Yorkville wird der DC-Murks (hoher Offsetfehler) dann von dem vorgeschalteten OP wieder ausgebügelt... Neben dem weichen Headroom-Netzteil bei Yorkville könnte das z.B. ein zusätzlicher Grund für die Bass-schwäche sein, die diesen Amps nachgesagt wird. Dafür sollen sie MT/HT ausgezeichnet spielen...

  • Transformator im Verstärker ? Leistung

    • DJ Jerolm
    • 6. Oktober 2004 um 15:15
    Zitat


    Kann das dann sein oder nicht ? weil der Transformator keine 2000 VA hat ?


    Das ist kein Problem. An einen Sinusgenerator als Signalquelle angeschlossen wird der Amp mit diesem Trafo seine 2x1000W RMS bringen, der Trafo wird sich aber wegen Überlastung nach längerer Zeit (10-15min) überhitzen. Es reicht aber sagen zu dürfen, dass der Amp 2x1000Wrms bringt.

    Bei Musikwiedergabe zählt aber NICHT so sehr die RMS-Leistung, sondern die Peakleistung der Enstufe. Das was an RMS-Leistung (also quasi „Durchschnittsleistung“ über einen längeren Zeitraum) vom Trafo geliefert werden muss sind vielleicht 500W bei deinem Amp. Die Leistung für die Peaks wird von den Elkos bereitgestellt. Stichwort Crestfaktor...

  • Gigant 2000 von Elektor, Brumm

    • DJ Jerolm
    • 28. September 2004 um 18:49

    Hallo,

    ich hab zwar keine Ahnung wie ein Elektor "Gigant" aussieht -kann mir nix drunter vorstellen :oops: bitte nicht verprügeln :wink: - aber wenn du einen Schaltplan posten könntest und noch dazu schreibst was du für Möglichkeiten (Oszi usw) und was du für Kenntnisse hast (ist dein erstes Posting hier) dann kann ich (und andere) dir sicher ein paar Tips geben...

    MFG
    Daniel

  • Gigant 2000 von Elektor, Brumm

    • DJ Jerolm
    • 28. September 2004 um 18:49

    Hallo,

    ich hab zwar keine Ahnung wie ein Elektor "Gigant" aussieht -kann mir nix drunter vorstellen :oops: bitte nicht verprügeln :wink: - aber wenn du einen Schaltplan posten könntest und noch dazu schreibst was du für Möglichkeiten (Oszi usw) und was du für Kenntnisse hast (ist dein erstes Posting hier) dann kann ich (und andere) dir sicher ein paar Tips geben...

    MFG
    Daniel

  • Clippingverhalten von Endstufen-Schaltungen??

    • DJ Jerolm
    • 27. September 2004 um 16:48

    Wenn du einen Transistor stark aussteuerst kann es passieren, das die CE-Spannung sehr klein wird und durch die Diode von Basis nach Collector (Ja, nicht nur von B nach E :D , NPN-Transi als Beispiel) leitend wird. Der Transistor ist in der Sättigung. Ist nicht weiter schlimm, wenn das Bahngebiet am pn-Übergang dieser Diode jetzt nicht voll mit Ladungsträgern wäre, die da munter von B nach C fließen... Wenn der Transi jetzt sperren soll müssen diese Ladungsträger nämlich erstmal ausgeräumt werden was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Der Transistor bekommt dadurch eine „Sperrverzögerung“. Vergleich: ECL (Emitter-coupled-Logic) in der Digitaltechnik, wo man hohe Geschwindigkeit durch konsequentes Vermeiden der Sättigung erreicht...

    Das führt dazu das der Amp auch noch nach dem eigentlichen clipping verzerrt.

    Da das bei Leistungstransis etwas ausgeprägter ist solltest du dafür sorgen, dass die spannungsverstärkende Stufe vor dem Leistungsteil clippt.

    Wenns dann richtig übel ins clipping geht wird es natürlich trotzdem irgendwann hörbar, da ist dann ein Limiter angebracht, der in vielen Amps schon integriert ist. Hat natürlich meist keine einstellbare Schwelle sondern holt sich aus dem Amp irgendwoher ein Signal an dem zu erkennen ist wann der Amp am Ende ist...

    MFG

  • Clippingverhalten von Endstufen-Schaltungen??

    • DJ Jerolm
    • 27. September 2004 um 16:48

    Wenn du einen Transistor stark aussteuerst kann es passieren, das die CE-Spannung sehr klein wird und durch die Diode von Basis nach Collector (Ja, nicht nur von B nach E :D , NPN-Transi als Beispiel) leitend wird. Der Transistor ist in der Sättigung. Ist nicht weiter schlimm, wenn das Bahngebiet am pn-Übergang dieser Diode jetzt nicht voll mit Ladungsträgern wäre, die da munter von B nach C fließen... Wenn der Transi jetzt sperren soll müssen diese Ladungsträger nämlich erstmal ausgeräumt werden was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Der Transistor bekommt dadurch eine „Sperrverzögerung“. Vergleich: ECL (Emitter-coupled-Logic) in der Digitaltechnik, wo man hohe Geschwindigkeit durch konsequentes Vermeiden der Sättigung erreicht...

    Das führt dazu das der Amp auch noch nach dem eigentlichen clipping verzerrt.

    Da das bei Leistungstransis etwas ausgeprägter ist solltest du dafür sorgen, dass die spannungsverstärkende Stufe vor dem Leistungsteil clippt.

    Wenns dann richtig übel ins clipping geht wird es natürlich trotzdem irgendwann hörbar, da ist dann ein Limiter angebracht, der in vielen Amps schon integriert ist. Hat natürlich meist keine einstellbare Schwelle sondern holt sich aus dem Amp irgendwoher ein Signal an dem zu erkennen ist wann der Amp am Ende ist...

    MFG

  • 3 Endstufen auf 3 Phasen verteilt. Probleme?

    • DJ Jerolm
    • 21. September 2004 um 15:51

    Warum nicht alle drei an einer Phase? Auch bei 16A sollte das doch eigentlich noch gehen, es läuft ja "nur" Musik. Die Peaks liefern die Elkos, RMS Aufnahme der Stufe ist da eher klein.

    Habe neulich bei mir mal gemessen: "Scooter-Mucke" mit 400Wrms bzw. 800Wpeak führte zu lediglich ca. 150W RMS Leistungsaufnahme während bis kurz nach einem der reichlich vorhandenen Bassbummse... :)

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 8. September 2004 um 18:25
    Zitat


    Nunja, einer der Knackpunkte scheint ja der richtige Trafo zu sein...


    ETD-Kerne gehen gut für Trafos. Gibt’s eine riiiiesen Auswahl im Profi-Conrad.

    Zitat


    Woher weiss ich, wieviel Windungen, Kern, ...


    Du magst ja Formeln und Mathe...
    Also: :shock:

    Trafohauptgleichung der Elektrotechnik:
    U=4,44*N*f*deltaB*A_Fe
    f=1/T
    T=(1/f_Oszi)*DutyCycle

    Erklärung:
    U: Spannung die du an die Primärseite legst
    N: primäre Windungszahl
    f_Oszi: Oszillatorfrequenz des PWM-Generators
    DutyCyle: Tastverhältnis 0,00-1,00
    A_Fe: Kernquerschnittsfläche (aus Datenblatt)
    deltaB: Flussdichteänderung im Kern

    Alles ineinander verwurstelt und nach N umgestellt ergibt:
    N=(U*1/f_Oszi*DutyCycle)/(deltaB*A_Fe*4,44)

    Sekundärspannung errechnet sich dann ganz normal über das Windungsverhältnis.

    Zitat


    Und dann diese Sache mit dem Luftspalt ...wieso?


    Luftspalt hat in Gegentakt-, Halbbrücken- und Vollbrückenwandlern nichts zu suchen. Der Luftspalt wirkt entmagnetisierend. Wenn man also viel Strom durch eine Spule mit Luftspalt im Kern schickt geht dieser nicht so schnell in die Sättigung wie ein Kern ohne Luftspalt. Nimmt man glaubich bei Sperrwandlern immer, aber mit denen hab ich mich noch nie näher beschäftigt.

    Zitat


    Gibts da Taktfrequenzen, die üblich sind


    Je nachdem was der Kern kann, steht im Datenblatt. Höhere Taktfrequenz bedeutet höhere Verluste im Ferritkern duch Wirbelströme usw.
    Außerdem mehr Verluste in den Halbleitern beim Schalten. Dafür kann aber insgesamt mehr Energie übertragen werden.
    80kHz und 100-110mT für deltaB ist bei N67 als Kernmaterial ziemlich OK (finde ich).

    Zitat


    Wo kriegt man solche Trafos


    Profi-Conrad hat eine riesen EPCOS-Ferritabteilung.

    Litzen und gute Ringkerne für Speicherdrosseln etc. gibt’s bei Rainer Menting:
    http://www.mikroelektrik.com
    und da auf Shop clicken.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 8. September 2004 um 18:25
    Zitat


    Nunja, einer der Knackpunkte scheint ja der richtige Trafo zu sein...


    ETD-Kerne gehen gut für Trafos. Gibt’s eine riiiiesen Auswahl im Profi-Conrad.

    Zitat


    Woher weiss ich, wieviel Windungen, Kern, ...


    Du magst ja Formeln und Mathe...
    Also: :shock:

    Trafohauptgleichung der Elektrotechnik:
    U=4,44*N*f*deltaB*A_Fe
    f=1/T
    T=(1/f_Oszi)*DutyCycle

    Erklärung:
    U: Spannung die du an die Primärseite legst
    N: primäre Windungszahl
    f_Oszi: Oszillatorfrequenz des PWM-Generators
    DutyCyle: Tastverhältnis 0,00-1,00
    A_Fe: Kernquerschnittsfläche (aus Datenblatt)
    deltaB: Flussdichteänderung im Kern

    Alles ineinander verwurstelt und nach N umgestellt ergibt:
    N=(U*1/f_Oszi*DutyCycle)/(deltaB*A_Fe*4,44)

    Sekundärspannung errechnet sich dann ganz normal über das Windungsverhältnis.

    Zitat


    Und dann diese Sache mit dem Luftspalt ...wieso?


    Luftspalt hat in Gegentakt-, Halbbrücken- und Vollbrückenwandlern nichts zu suchen. Der Luftspalt wirkt entmagnetisierend. Wenn man also viel Strom durch eine Spule mit Luftspalt im Kern schickt geht dieser nicht so schnell in die Sättigung wie ein Kern ohne Luftspalt. Nimmt man glaubich bei Sperrwandlern immer, aber mit denen hab ich mich noch nie näher beschäftigt.

    Zitat


    Gibts da Taktfrequenzen, die üblich sind


    Je nachdem was der Kern kann, steht im Datenblatt. Höhere Taktfrequenz bedeutet höhere Verluste im Ferritkern duch Wirbelströme usw.
    Außerdem mehr Verluste in den Halbleitern beim Schalten. Dafür kann aber insgesamt mehr Energie übertragen werden.
    80kHz und 100-110mT für deltaB ist bei N67 als Kernmaterial ziemlich OK (finde ich).

    Zitat


    Wo kriegt man solche Trafos


    Profi-Conrad hat eine riesen EPCOS-Ferritabteilung.

    Litzen und gute Ringkerne für Speicherdrosseln etc. gibt’s bei Rainer Menting:
    http://www.mikroelektrik.com
    und da auf Shop clicken.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 8. September 2004 um 09:06
    Zitat


    warum hastn des so umständlich gmacht? warum hast ned einfach den trafo so gewickelt das die hf-litzen unten rausschaun und sie dann mit den jeweiligen pins verbunden?

    1. Weil der einzige vernünftige Kühltunnel den ich für den Amp bekommen hab exakt 3HE erfordert. Warum soll ich dann über dem Netzteil wertvollen Platz im Gehäuse verplempern?
    2. Weil es mein erstes SMPS ist. Hab mit einem Gegentaktwandler (Push-Pull) auf Lochraster ein bisschen rumgespielt, habe dann einen Gegentaktwandler mit Layout gemacht der aber nix taugt und nachdem ich alle Lerneffekte verdaut hab die diese zwei verunglückten Krücken gebracht haben hab ich diese asymetrische Halbbrücke gebaut. Da hab ich mir das mit dem Sandwich überlegt – warum eine große Platine machen :?: Wenn es nachher nicht geht weil wieder irgendwo was überschwingt ist wenigstens nicht ganz so viel Kohle weg. (Eurokartenformat ist billiger). Läuft aber gut, brauche nichtmal einen Snubber und außer dem Trafokern wird auch nichts warm. Kann ich ja vorher nicht wissen. Nächstes mal kommt alles auf eine Platine...

    Zitat


    schaut relativ seltsam aus...


    funzt aber...
    :wink:
    P.S.: Wenns fertig ist gibt's hier aber einen großen Thread mit vielen Photos!

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 8. September 2004 um 09:06
    Zitat


    warum hastn des so umständlich gmacht? warum hast ned einfach den trafo so gewickelt das die hf-litzen unten rausschaun und sie dann mit den jeweiligen pins verbunden?

    1. Weil der einzige vernünftige Kühltunnel den ich für den Amp bekommen hab exakt 3HE erfordert. Warum soll ich dann über dem Netzteil wertvollen Platz im Gehäuse verplempern?
    2. Weil es mein erstes SMPS ist. Hab mit einem Gegentaktwandler (Push-Pull) auf Lochraster ein bisschen rumgespielt, habe dann einen Gegentaktwandler mit Layout gemacht der aber nix taugt und nachdem ich alle Lerneffekte verdaut hab die diese zwei verunglückten Krücken gebracht haben hab ich diese asymetrische Halbbrücke gebaut. Da hab ich mir das mit dem Sandwich überlegt – warum eine große Platine machen :?: Wenn es nachher nicht geht weil wieder irgendwo was überschwingt ist wenigstens nicht ganz so viel Kohle weg. (Eurokartenformat ist billiger). Läuft aber gut, brauche nichtmal einen Snubber und außer dem Trafokern wird auch nichts warm. Kann ich ja vorher nicht wissen. Nächstes mal kommt alles auf eine Platine...

    Zitat


    schaut relativ seltsam aus...


    funzt aber...
    :wink:
    P.S.: Wenns fertig ist gibt's hier aber einen großen Thread mit vielen Photos!

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 21:16

    Nee, die Elkos sind zwei dicke, Typ hab ich leider gerade nicht zur Hand, die können richtig viel Ripple und haben seeeehr geringen ESR.

    Da ich leider keine Digicam hab gibt's ausnahmsweise mal ein Layout von mir:

    (R15 und C9 sind in der Realität NICHT vorhanden)

    Wie du siehst sitzt der Trafo auf der Platine. Da drüber sitzt jetzt ein dämliches Alu-Chassi. Ich werde da aber eine Platine drübersetzen da gucken direkt vom Trafo die HF-Litze nach oben durch und da gehts dann auf Gleichrichter und Drossel sowie ein Folien-C Pack. Dann kann ich alles Ultra-kurz machen.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 21:16

    Nee, die Elkos sind zwei dicke, Typ hab ich leider gerade nicht zur Hand, die können richtig viel Ripple und haben seeeehr geringen ESR.

    Da ich leider keine Digicam hab gibt's ausnahmsweise mal ein Layout von mir:

    (R15 und C9 sind in der Realität NICHT vorhanden)

    Wie du siehst sitzt der Trafo auf der Platine. Da drüber sitzt jetzt ein dämliches Alu-Chassi. Ich werde da aber eine Platine drübersetzen da gucken direkt vom Trafo die HF-Litze nach oben durch und da gehts dann auf Gleichrichter und Drossel sowie ein Folien-C Pack. Dann kann ich alles Ultra-kurz machen.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 18:30

    Nein, ungeregelt auf 92% Tastverhältnis 8) . Die Drosseln sind da schon OK. Die mit dem „richtigen“ geschlossenen Kern zicken ja auch nicht rum. Außerdem schont es die Elkos. Bei den 8% einer Taktperiode wo kein Saft aus dem Trafo kommt pumpen die Drosseln trotzdem Strom nach :) .
    Sonst müssten die Elkos den Amp in den 8% allein speisen, also bei mir kurzzeitig 40A :shock: liefern, wenn der Amp da gerade pro Kanal 80V in 4 Ohm drückt... "Mit" ist also von Vorteil.

    Dann hab ich das SNT auf einer Europlatine. Da hab ich mich intensiv nur um das Primärgedöns gekümmert was den netten Nebeneffekt hat das ich nichtmal nen Snubber brauche :) .

    Da ich eh auf 19Zoll 3HE abgezielt sitzt dadrauf ein Alu-Chassis mit den Drosseln sowie Gleichrichter+Kühlkörper. Der Trafo sitzt in der Mitte der Platine und ich zapfe ihn sekundär von oben an. Zwei Monsterelkos stehen daneben (je 10000uF low ESR vom Feinsten).

    Jetzt hab ich extra Löcher im Chassis und gehe vom Trafo direkt zum Gleichrichter und nicht um die Aluplatte drum herum. Jetzt hab ich nur noch 6mV rms HF-Müll am LS-Ausgang. Das ist schon akzeptabel. Man kann sekundär aber noch einiges verbessern...

    Werde die Aluplatte eventuell gegen eine Platine tauschen, wo die Oberkante des HF-Trafo durchguckt. Sandwichbauweise sozusagen. Auf der Platine sitzt dann Gleichrichter+Kühlkörper, Drosseln und eine Batterie Folienelkos. Das würde eventuell die letzten paar mV Müll am LS-Output weg machen.

    Am Konventionellen Netzteil macht mein Amp nämlich auf dem Oszi bei 5mV/DIV einen sauberen Strich ohne sichtbares Noise. Da ist's mir ein bisschen Schade dieses geringe Grundrauschen sausen zu lassen.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 18:30

    Nein, ungeregelt auf 92% Tastverhältnis 8) . Die Drosseln sind da schon OK. Die mit dem „richtigen“ geschlossenen Kern zicken ja auch nicht rum. Außerdem schont es die Elkos. Bei den 8% einer Taktperiode wo kein Saft aus dem Trafo kommt pumpen die Drosseln trotzdem Strom nach :) .
    Sonst müssten die Elkos den Amp in den 8% allein speisen, also bei mir kurzzeitig 40A :shock: liefern, wenn der Amp da gerade pro Kanal 80V in 4 Ohm drückt... "Mit" ist also von Vorteil.

    Dann hab ich das SNT auf einer Europlatine. Da hab ich mich intensiv nur um das Primärgedöns gekümmert was den netten Nebeneffekt hat das ich nichtmal nen Snubber brauche :) .

    Da ich eh auf 19Zoll 3HE abgezielt sitzt dadrauf ein Alu-Chassis mit den Drosseln sowie Gleichrichter+Kühlkörper. Der Trafo sitzt in der Mitte der Platine und ich zapfe ihn sekundär von oben an. Zwei Monsterelkos stehen daneben (je 10000uF low ESR vom Feinsten).

    Jetzt hab ich extra Löcher im Chassis und gehe vom Trafo direkt zum Gleichrichter und nicht um die Aluplatte drum herum. Jetzt hab ich nur noch 6mV rms HF-Müll am LS-Ausgang. Das ist schon akzeptabel. Man kann sekundär aber noch einiges verbessern...

    Werde die Aluplatte eventuell gegen eine Platine tauschen, wo die Oberkante des HF-Trafo durchguckt. Sandwichbauweise sozusagen. Auf der Platine sitzt dann Gleichrichter+Kühlkörper, Drosseln und eine Batterie Folienelkos. Das würde eventuell die letzten paar mV Müll am LS-Output weg machen.

    Am Konventionellen Netzteil macht mein Amp nämlich auf dem Oszi bei 5mV/DIV einen sauberen Strich ohne sichtbares Noise. Da ist's mir ein bisschen Schade dieses geringe Grundrauschen sausen zu lassen.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 10:20

    Nein, mit Folienkondensatoren ist das nicht getan, da diese Störungen nicht über die Betriebsspannung kommen. Die sind absolut sauber, und das sollten sie auch.

    Bei mir sind hochfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder das Problem, die dann irgendwo im Amp einstreuen...

    Ich hatte z.B. folgendes Problem:
    Betriebsspannung sauber, eins meiner Ampmodule reingebaut und raus kamen 50Vrms mit 80kHz! :cry:

    Was war? :shock:

    Naja, Oszi genommen, H-Feld-Sonde dran und festgestellt, dass die Speicherdrosseln auf der Sekundärseite gigantisch strahlen. Das waren so fertige komplett eingetütete Teile. Hab mir die mal genauer angesehen und festgestellt, dass die innen gar keinen geschlossenen Kern haben! Das muss ja Magnetfeld abstrahlen wie sonstwas. Dann bei Rainer Menting zwei ordentliche Speicherdrosseln (geschlossener Ringkern) gekauft und reingebaut und das Problem war weg :):):) .
    Einstreuungen durch Magnetfelder erkennt man übrigens daran, dass sie stark zunehmen, wenn man die Last des Netzteils leicht erhöht (Mehr Ampere mehr Magnetfeld). Einstreuung durch elektrische Felder sind weitgehend lastunabhängig.

    Die letzen 15mV SMPS-Müll am LS-Ausgang werden jetzt von den etwas zu langen Strippen vom HF-Trafo zum Gleichrichter eingestreut, vermute ich. Auf diesen Strippen sind 80kHz mit 180Vss drauf die gleichgerichtet werden, und das strahlt natürlich auch. Werde die kürzer machen. Hatte gestern Boxen dran. Super teil, wie ein guter „ganz normaler“ Amp nur halt viiiiiiel leichter.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 7. September 2004 um 10:20

    Nein, mit Folienkondensatoren ist das nicht getan, da diese Störungen nicht über die Betriebsspannung kommen. Die sind absolut sauber, und das sollten sie auch.

    Bei mir sind hochfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder das Problem, die dann irgendwo im Amp einstreuen...

    Ich hatte z.B. folgendes Problem:
    Betriebsspannung sauber, eins meiner Ampmodule reingebaut und raus kamen 50Vrms mit 80kHz! :cry:

    Was war? :shock:

    Naja, Oszi genommen, H-Feld-Sonde dran und festgestellt, dass die Speicherdrosseln auf der Sekundärseite gigantisch strahlen. Das waren so fertige komplett eingetütete Teile. Hab mir die mal genauer angesehen und festgestellt, dass die innen gar keinen geschlossenen Kern haben! Das muss ja Magnetfeld abstrahlen wie sonstwas. Dann bei Rainer Menting zwei ordentliche Speicherdrosseln (geschlossener Ringkern) gekauft und reingebaut und das Problem war weg :):):) .
    Einstreuungen durch Magnetfelder erkennt man übrigens daran, dass sie stark zunehmen, wenn man die Last des Netzteils leicht erhöht (Mehr Ampere mehr Magnetfeld). Einstreuung durch elektrische Felder sind weitgehend lastunabhängig.

    Die letzen 15mV SMPS-Müll am LS-Ausgang werden jetzt von den etwas zu langen Strippen vom HF-Trafo zum Gleichrichter eingestreut, vermute ich. Auf diesen Strippen sind 80kHz mit 180Vss drauf die gleichgerichtet werden, und das strahlt natürlich auch. Werde die kürzer machen. Hatte gestern Boxen dran. Super teil, wie ein guter „ganz normaler“ Amp nur halt viiiiiiel leichter.

  • Schaltnetzteile

    • DJ Jerolm
    • 6. September 2004 um 18:06
    Zitat von "MRspeaker"

    aber akkustisch und schwingungsmässig , emv technisch die teile in den Griff zu bekommen - viel spaß das ist ne kunst.

    Schwingungsmäßig und EMV, naja bei mir war das eigentlich ganz easy. Nur akustisch ist kein Zuckerschlecken. Mein Schaltnetzteil läuft jetzt und ich hab noch 14mV (RMS) HF-Rauschen (80kHz vom SMPS) am LS-Ausgang das man im Hochtöner hört. Als Bass Amp brauchbar aber Fullrange bei leiser Umgebung nervig. Am konventionellen Netzteil macht der Amp nur ca. 2mV :!:
    Werde aber die Strippen vom HF-Trafo zum Gleichrichter von 12 auf 4 cm kürzen können, dass sollte nochmal richtig was bringen. Kürzeste Verbindungen sind extrem wichtig.

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