hallo olli, ich komme nicht umhin, dazu ein paar gegenfragen zu stellen ![]()
Zitat von "thieloliver"- in klein: Wie lange habt Ihr am (gecasten) Venice nach dem Phantomspeisungsschalter gesucht?
und wo bitte ist der schalter am PM5D? ![]()
ohne suchen kommt man da auch nicht so ohne weiteres dran.
->argument entkräftet.
Zitat von "thieloliver"- Panorama bei Yamaha PM 4000??
in der tat sehr gewöhnungsbedürftig. das kommt mir irgendwie japanisch vor ![]()
1:0 für digital.
Zitat von "thieloliver"- schonmal ne Mutegruppe an nem fremden Pult programmieren müssen?
ja. bei analogen pulten steht üblicherweise auf der frontplatte, wie man das macht.
bei digitalen leider nicht, und schon braucht man wieder den babysitter ![]()
1:1
Zitat von "thieloliver"- Auxwege anschalten beim H3000 vergessen?
oha, das gibts aber auch bei den digis. der unterschied zum analogen:
habe ich dort den fehler erkannt, greife ich einfach zum entsprechenden schalter...
aber wie macht man das beim digi-pult?
"hallo babysitter, kannst du bitte mal..."!
1:2
Zitat von "thieloliver"- Man kommt vom Mackie zum Soundcraft und dann zum AH. Wo ist die Frequenz in der EQ Section? Wo der Gain? Wer hat schonmal falsch gedreht?
dafür musste A&H schon viel mecker einstecken... zu recht!
aber - gegenfrage:
wo befinden sich die entsprechenden regler an den verschiedenen digi-pulten? hier sind sie meist nicht nur je nach hersteller angeordnet, sondern auch noch an verschiedenen plätzen auf der frontplatte...
also auch hier: argument entkräftet, eher das gegenteil ist ein problem.
1:3
Zitat von "thieloliver"- schonmal am XL3 ne Subgruppe gebraucht?
ja, ist doch ganz einfach. auxweg post schalten, auf 0dB drehen und aux-send wieder aufs pult führen. hat den vorteil, das man sogar noch nen tollen EQ in der subgruppe hat.
und wie macht man das "schnell mal" z.b. am LS9? oder am iLIVE? oder am Vi6? oder am D5?
das ist also auch nicht unbedingt ein vorteil, somit kann man auch dies kaum als argument gelten lassen.
es bleibt bei 1:3
Zitat von "thieloliver"- wer hat sich nicht schonmal den halben Abend über das vereinzelt auftretende, tieffrequente Feedback gewundert und war sich ABSOLUT sicher, dass das Gate in der Kick richtig eingestellt ist, hat dann aber irgendwann,leicht errötend, den winzigen Insert on/off Schalter mitten in der EQ Section gefunden?
und auch hier gilt: wenn man am digi-pult nicht richtig geroutet hat, können dort ebenfalls fehler auftreten. diese sind dann in der livehektik aber deutlich schwieriger zu finden!
es bleibt beim 1:3 (- wohlwollend
)
Zitat von "thieloliver"- Schonmal ne Tanzgruppe in der Bandpause gehabt, bei der es sooo schön gewesen wäre, wenn die Fadeouts auch auf dem Monitopr zu hören gewesen wären? Schon schade, wenn man die Auxe nur global pre/post schalten kann.
oh ja, dies ist in der tat ein riesengrosser vorteil der digitalen in der günstigen preisklasse.
die grossen analogen pulte können das aber auch, doch wenn´s um "tanzgruppen" geht, fehlt dafür wahrscheinlich das budget.
der punkt geht also einwandfrei an M7&co...
2:3
Zitat von "thieloliver"- Crest X8 im 10min Changeover beim 2.Gig an dem Tag. Motorradtreffen, die Stripshow is rum, die Backliner schrauben noch am Drum...: "Mist ich krieg den Gesang nicht auf die Front :shock:, aber aus dem Delay Speaker hinter mir kommt er raus... Hmmm der liegt aufm Center out... Die Keys kommen aber nur aus der Front... Da hat wohl irgend ein Idiot bei ALLEN Kanälen den LCR Schalter gedrückt. Danke Mr. Babysitter!"
ebenso gibt es bei digitalen pulten solche möglichkeiten. wieso weiss das bloss keiner?
es bleibt bei 2:3
Zitat von "thieloliver"Das waren jetzt alles nur Pulte! Und dabei noch nicht mal Exoten.
Wenn man jetzt noch anfängt über Effekte,in/out bzw Sidechain Schalter an Dynamics oder die Thresholdanzeigen von BSS Gates und Comps zu philosophieren, dann ist das mit dem " EINHEITLICHEN BEDIENKONZEPT " ja echt nur noch als Witz zu betrachten.
hier sehe ich allerdings einen grossen vorteil für analog.
denn ich weiss, wie ich einen BSS, einen dbx166 oder einen Drawmer-kompressor einstellen muss. das sind die am weitesten verbreiteten geräte.
aber ich habe den eindruck, das die kompressoren in jeden digi-pult anders reagieren. also muss ich hier immer rumprobieren, bei ner analogen lösung geht das durch die standards deutlich schneller.
ebenso ist das mit den effekten: auch da gibt es weit verbreitete standards, in die man einfach seine speicherkarten reinschiebt und seine gewohnten effekte hat. das gibt es bei KEINEM digi-pult, es sei denn man schliesst externe effekte an.
also 2:4 für analog.
Zitat von "thieloliver"Ich muss immer wieder von dem angeblichen Bedienstandard analoger Konsolen lesen - gibts den wirklich?
ja, den gibt´s. (japanische ausnahmen gibt natürlich auch)
oben: Gain, PAD und HPF
dann: EQ und Insert-schalter
dann: AUx-wege
dann: Fader, PFL, Mute und Gruppenzuordnung
und wie sieht das bei den digis aus?
beim PM5 ist der EQ links vom screen, beim DM2000 wieder rechts davon...beim M7 links, beim LS9 rechts... usw. hier gibt es kein einheitliches konzept, man muss vor ort schauen wo sich was befindet. beim iLive ist es wenigstens nach analoger logik von links nach rechts aufgebaut (Gain->Gate->EQ->Comp->Deesser) und bei allen pultgrössen gleich (ausser die abgespeckte 80er), bei yamaha gibt es da leider kein einheitliches design. jede pultgrösse ist anders.
2:5 für analog
somit kann ich immer noch die leute verstehen, die sich mit digi-pulten schwertun. oben wurde mal erwähnt, das es im lichtbereich auch 3-4 unterschiedliche bedienkonzepte gibt, die sich etabliert haben. man kann nur hoffen, das sich im tonbereich nicht mehr unterschiedliche konzepte etablieren. im moment sieht es leider noch danach aus. der einzige standard heisst Yamaha, und da ist jedes pult wieder ein bisschen anders aufgebaut...
wie man sieht ist es recht einfach, die meisten argumente zu widerlegen. ich komme sogar meistens zu gegnteiligen ergebnissen.
in sofern darf mal wieder gefragt werden: ist analog denn wirklich sooo schlecht, wie es oft geredet wird??