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Beiträge von wora

  • "wir machen das immer so...."

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 12:24

    gestern wieder mal erlebt:
    ich komme mit der band zum veransataltungsort und muss dort sehen, wie eine KS anlage mit zwei tops pro seite aufgebaut ist. die beiden tops waren direktstrahler mit 12" und HT-horn, also eine klassische standardbox. soweit, so gut.

    dummerweise waren diese beiden tops auf einem stativ nebeneinander auf einem T-förmigen adapter montiert.
    wer sich ein bisschen mit grundlagen der physik auskennt, weiss gleich was da passiert...
    ich habe den jungen (und sehr netten) kollegen darauf angesprochen, das ich bei dieser anordnung probleme erwarte. seine antwort:"mach dir keine sorgen, wir machen das immer so, das geht schon".

    ich habe ihm dann durch einfaches an- und abstecken eines topteils bewiesen, das es eben nicht gut funktioniert!
    wir haben den abend dann mit nur einer box pro seite gefahren, was zum glück pegelmässig ausreichte...


    das war bei weitem nicht das erste mal, das ich sowas erleben musste!
    ich frage mich wirklich, warum sich selbst die einfachsten physikalischen grundlagen bei vielen beschallern immer noch nicht rumgesprochen haben - und dieses manglende wissen dann auch noch zur religion erklärt wird, getreu dem motto:"ich GLAUBE das funktioniert"

    liebe freunde der elektronisch verstärkten musik:
    direktstrahler stellt man nicht direkt nebeneinander und schliesst sie an den gleichen verstärkerkanal an, weil man sich dadurch kammfilter baut! das kann fürs publikum zu sehr unschönen klangerlebnissen führen.
    wenn man boxen unbedingt nebeneinander bauen will, muss man zu speziellen lautsprechern a la ARCS greifen oder muss die boxen zueinander entsprechend verzögern. alles andere ist murks.

    die bemerkung "wir machen das immer so" ist für mich jedenfalls schon lange zum sicheren zeichen für inkompetenz geworden.

  • Der "Druckempfängerthread"

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 12:02

    wenn es darum geht, mit welchem mikrofon man die bassbox abnimmt, hat ja offenbar jeder seine eigenen erfahrungen.
    ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht ganz, warum ihr euch deshalb so in die haare bekommen müsst!?
    vielleicht solltet ihr euch mal treffen und das gemeinsam ausprobieren? 8)

  • Der "Druckempfängerthread"

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 11:11

    und was die abnahme von bassgitarren angeht, da arbeite ich schon immer ausschliesslich mit Di. das liegt aber sicher auch daran, das ich vorwiegend kleine bis mittlere bühnen betreue. da muss ich ja eh meistens zum bühnenpegel nur ein bisschen dazumischen ;)

  • Der "Druckempfängerthread"

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 10:56
    Zitat von "gert"

    Deswegen haben wir zb keine Overheads mehr auf der Bühne. Ich höre mir jedes Mikro nachher mal auf der Multitrack Aufnahme an.

    na ja, bei EUREM bühnenpegel wundert mich das aber auch keinesfalls :shock: :wink:

    aus den genannten gründen hat bei mir das "gute alte" SM57 seit jahren bühnenverbot, dazu genügte übrigens tatsächlich die benutzung der PFL taste 8)

  • Kurzer, galaktischer Frusttest...

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 09:24

    ich hab mal oben geschaut, sein beitrag bezog sich auf ein offensichtlich defektes iphone.
    in meiner nutzungsstatistik steht, das ich mit meinem insgesamt schon über 15 tage lang telefoniert habe (!) und noch nie ist es während des telefonierens einfach aus gegangen.

    und was die sprachverständlichkeit angeht, hatte ich noch nie so ein gutes mobiltelefon!

    ausserdem hatte ich zuvor noch nie ein mobiltelefon, mit dem ich kalibrierte schallpegelmessungen vornehmen konnte! ;)

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 18. Dezember 2011 um 01:54
    Zitat von "gert"

    Die Couplingfilter die ich kenne wirken sich alle nur auf die LoMids eines Arrays bestimmter Länge aus. Couplingfilter werden auch immer nur über das gesamte Array angewendet. Die Idee hier soll sein das sich Lo Mids bei starker Krümmung und grosser Arraylaenge anders verhalten als bei kurzen oder geraden Arrays...

    in meinem kleinen beispiel hatte ich das mit der arraylänge aber angegeben ;)
    aber zugegeben: man konnte es auch missverstehen.

    ich bin ja kein systech, aber ein bisschen theorie habe ich mir auch angelesen. das schadet ja nicht.
    in meiner vorstellungswelt ergeben sich die grundlegenden filterparameter aus der arraylänge und aus der winkelung der boxen zueinander. wenn man weit entfernte bereiche entsprechend beschallen will, muss man eben mit shelving filtern nachhelfen. der hersteller ja nicht alles und jede situation berücksichtigen.
    und diese shelvings müssen idealerweise so ausgelegt werden, dass sie den pegelabfall auf die entfernung ausgleichen. da dies eine einfache frequenzabhängige funktion darstellt die sicher selten mit den realen trennfrequenzen der speaker übereinstimmt, sollte ein shelvingfilter hier also die ideale wahl sein. deshalb gilt für mich: finger weg von den gains der einzelnen wege.
    dennoch muss der systech für jeden anwendungsfall neu entscheiden, wie er sein ziel erreichen kann. viele wege führen nach rom - aber nicht alle! ;)

    ich habe auch schon davongehört, das leute komplette teile des arrays entsprechend der zu beschallenden zonen im pegel anpassen. doch das kann nach meinem verständnis nicht funktionieren, weil dann das zusammenspiel der gesamten banane nicht mehr stimmt.

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 17. Dezember 2011 um 09:35
    Zitat von "gert"

    Die meisten Hersteller gehen aber sowieso von der Presetwahl weg. Vom K1 gibt es nur 1. Bei D&B auch glaub ich nur 2. Also da findet auch eine Tendenz zur Uebersichtlichkeit statt.


    na ja, man kann in ein preset ja auch die couplingfilter einbeziehen.
    also z.b. "zur arraylänge 8 und winkel 5° gehört filterpreset 10, für 6° preset 11" usw...
    da geht jeder hersteller seine eigenen wege. wichtig ist ja nur, dass der techniker weiss damit umzugehen ;)

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 17. Dezember 2011 um 01:55

    ich meinte das so:
    es gibt auch linearrays, die nicht für jede beliebige anzahl an modulen und für jede vorkommende bananenform die entsprechenden controllerpresets haben.
    hier setzt dann das know how des systemtechnikers an, der die entsprechenden "brücken" bauen kann.

    @thoshu: wenn man in einer box einen hochtöner relativ zu seinem mitteltöner im pegel ändert, beeinflusst man doch auch die phasenlage?
    und was die latenzwerte angeht sind FIR filter für hohe frequenzen kein problem.

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 16. Dezember 2011 um 15:38
    Zitat von "freeze"

    Sind solche Eingriffe nicht unnötig sofern das Design des Arrays selbst (Anzahl der Module, Winkelung) richtig gemacht wurde?

    das kommt sehr auf das system und die anwendung an. die controllerpresets können nicht alle erdenklichen anordnungen erfassen, deshalb muss man da auch mal eine anpassung vornehmen. deshalb ist der einsatz eines systech natürlich die beste methode, das systemder jeweiligen situation bestmöglich anzupassen.
    bei idealen bedingungen und wenn man dazu die passenden presets gewählt hat, braucht man natürlich nix einstellen.

  • Mischen um jeden Preis ?

    • wora
    • 16. Dezember 2011 um 15:23

    da schliesse ich mich sofort an!

    was ich auch nicht mehr hören kann:
    "das mischpult steht immer da hinten, da hat sich noch nie jemand beschwert"
    "mit der anlage sind bisher alle klargekommen"
    "die lautsprecher wurden von einem profi eingestellt"
    usw...
    8)

  • RAM S4044 und S6044

    • wora
    • 16. Dezember 2011 um 09:43

    drei 8ohm speaker haben rechnerisch 2,66ohm. er könnte also auch sowas meinen.
    aber obacht: das impedanzminimum liegt in der regel noch ein stückchen unterhalb der nennimpedanz, somit können sich da ganz fiese werte ergeben.

    wenn das drei hochtöner sind ist das aber sicher problemlos.
    drei 8ohm bässe an einem kanal der 6044 sollte man aber vergessen.

  • Mischen um jeden Preis ?

    • wora
    • 16. Dezember 2011 um 00:57
    Zitat von "Bobson"

    ...

    War das vielleicht ein Österreicher? Genauer aus Kärnten???

    nee, sowas gibt es leider auch in D, ich glaube es war in remscheid. den firmennamen hab ich aber verdrängt :evil:

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 23:37

    so ganz generell kann man das sicher nicht beantworten, denn durch die vielen möglichkeiten in vielen controllern ergeben sich auch sehr viele freiheitsgrade. man muss sich dann in der jeweiligen situation entscheiden, was am sinnvollsten ist.
    bei einer standard-anwendung macht es sicherlich sinn, die oberen einheiten per shelving-eq zu pushen, während man die unteren mit einem solchen EQ eher ausbremsen muss.
    dann gibt es noch einen bereich im mittelton, wo die chassis gut miteinander koppeln. hier muss man auch mit einem eq arbeiten. das ist aber sehr von der länge und vom aufbau des arrays abhängig.

    wie gesagt: das kommt sehr auf die anwendung (also auch auf das system) an.

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 16:02
    Zitat von "jogi86"

    ...

    Da brennt mir eine Frage unter den Nägeln. Was macht man bei bis dahin fremden Systemen mit fremdem Controller?


    also ich greife in der regel nicht in die controller der örtlichen beschaller. das ist deren brot!

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 16:00
    Zitat von "jogi86"

    ...
    In anbetracht der hier regionalen Veranstaltungen (Zwiebelmarkt Weimar, Krämerbrückenfest Erfurt) würde ich nicht sagen, dass es sich um die Billiganbieter handelt. Es sind natürlich die ortsansässigen bzw. regionalen Unternehmen vertreten und die kommen dann schon mit Meyer und Konsorten um die Ecke... ...


    wow, habt IHR ein glück!!!
    aber ich hab ja auch "meistens" geschrieben, nicht "immer" ;)
    dennoch: es geht hier ja um linearrays, nicht um stadtfeste 8)

  • Umfrage: Linearray Zonen Setups

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 14:24

    ich denke mal, das sich die frage nicht an beschallungen auf stadtfesten richtet. wir wissen doch alle, das die meistens eher von der billigen fraktion gemacht werden (müssen), die sich um solche feinheiten seltenst kümmern ;)

    die frage ist durchaus interessant, denn gerade im systemdesign kann man viel falsch machen.
    ich habe das bisher so gelöst, das ich mit shelving-filtern in den verschiedenen bereichen gearbeitet habe. aus den oben genannten gründen würde ich nicht direkt die HF-wege boosten oder drosseln, sondern nur die gesamte box ansprechen. mit dem galileo geht das ja optimal.

  • RAM S4044 und S6044

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 14:09

    die 4044 und 6044 sind für 8ohm optimiert, niedrige impedanzen mögen sie nicht.
    dafür gehen sie an 8 ohm deutlich besser zur sache als amps, die für geringe impedanzen ausgelegt sind!

    ich habe meine 4044 am anfang gegen eine 4004 getestet.
    bei 4ohm war die 4004 hörbar besser, bei 8ohm die 4044.
    dennoch betreibe ich die 4044 auch an 4ohm lasten, das geht schon noch gut. aber nie darunter, denn die 4044 ist nicht für 2ohm gedacht (siehe handbuch).

    wenn du unbedingt niedrige impedanzen treiben möchtest, dann solltest du zwingend auf die 4004 oder 6004 zurückgreifen.

  • Bass-Auslöschungen bei 4-Punkt Beschallungen

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 11:43

    jedes konzept hat natürlich seine spezifischen vor- und nachteile.
    um bei stereosystemen das problem des pegelabfalls auf entfernung zu minimieren, gibt es einen einfachen trick: delaylines.
    bei tanzveranstaltungen wird ohnehin oft ohne ende truss installiert, da findet man meistens auch die passenden punkte für die delays. vorteil dabei: die laufzeiten lassen sich sehr genau einstellen, auch zu den bässen! somit bietet dieses konzept mit sicherheit die beste schallverteilung, wenn es richtig gemacht ist.

    bei 4punkt muss man diesbezüglich immer mehr kompromisse eingehen, trotzdem kann das im einzelfall auch eine gute lösung sein.

    bei grossen veranstaltungen würde ich persönlich aber auf stereo mit delaylines setzen, weil hier die laufzeiten schon sehr problematisch sein können.

  • Mischen um jeden Preis ?

    • wora
    • 15. Dezember 2011 um 11:30
    Zitat von "Jens Droessler"

    ... Ansonsten habe ich es noch nie erlebt, dass man nicht einen brauchbaren Sound hinbekommt, abgesehen von Boxen, die schon aufgrund des Preises untauglich sind (Raveland etc.).


    diese erfahrung teile ich.
    das schlimmste was mir in den letzten jahren untergekommen ist war eine alte EAW anlage. der verleiher hatte die teile allen ernstes auf eine am boden stehende bassbox gestellt, so dass der hochtöner genau in ohrhöhe war!! spätestens die dritte zuschauerreihe hätte also keinen text mehr verstanden.
    ausserdem waren da ganz offenbar falsche mitteltöner eingebaut, weil man die originale wohl nicht mehr bekommen hatte!
    ich habe dann die boxen auf die bühne stellen lassen und das loch bei 2kHz mit einer 8dB anhebung(!) kaschiert, damit hatten wir dann einen guten gig.
    natürlich war der verleiher sauer, weil ich ihn als pfuscher tituliert hatte - aber das war nunmal die realität!
    meine kunden waren mit meinem eingreifen selbstverständlich einverstanden.

    oder wenn man mal wieder ein nölendes linearray vor die nase bekommt (bei dem ganz offensichtlich die energieüberhöhung durch kopplung in gewissen frequenzbereichen nicht ausgefiltert wurden) kann man als mischer immer noch rettend noch eingreifen, um den sound zu verbessern.

    was ich damit sagen wollte:
    selbst wenn der systech nicht gut ist, kann der mischer immer noch etwas rausholen.
    ein völliges scheitern ist natürlich nie ausgeschlossen, z.b. wenn man wegen autobahnstress keine zeit mehr hat entsprechende massnahmen zu ergreifen.

  • Bass-Auslöschungen bei 4-Punkt Beschallungen

    • wora
    • 14. Dezember 2011 um 23:51

    also ich muss zugeben, dass ich heute nicht mehr sehr oft tanze. früher hab ich das aber sehr oft getan.
    wenn mir die musik zusagte und es einen gewissen mindestpegel gab, dann war es mir völlig egal, ob die musik aus einem stereosystem kam oder aus einer 4punkt beschallung.
    ich denke hier wird ein bisschen zu viel idealisiert.

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