klaus, du machst wahrscheinlich einen kleinen denkfehler. die richtwirkung von LAs entsteht durch interferenzen zwischen den einzelboxen. und zwar in der richtung, wie die boxen gestapelt sind, also in der regel vertikal.
die horizontale richtwirkung der einzelboxen bleibt bestehen, weil sie in dieser richtung nicht interferieren (es ist ja nur eine box auf der selben höhe da).
anders ausgedrückt: durch eine längere banane ändert sich die grenzfrequenz der richtwirkung in der vertikalen ausrichtung. die richtwirkung auf gleicher höhe NEBEN der banane bleibt idealerweise gleich.
macht man die banane also lauter, wird es auch neben der box (hier also auf der bühne) lauter.
die auswirkung der länge macht sich in diesem beispiel also nur im publikumsbereich bemerkbar, nicht auf der bühne.
diese betrachtung spielt aber nur eine rolle, so lange die boxen auf der selben höhe wie die mikrofone betrieben werden.
wenn man die arrays schön hoch hängen kann, so das die hauptabstrahlung ÜBER den bühnenmikrofonen ist, dann kann die seitlich abgestrahlte energie auch nicht mehr in die mikrofone einstrahlen (immer ideal gesehen, also ohne reflektionen)
eine andere betrachtung ist folgende, und ich glaube du meinst genau das:
selbst wenn ein recht langes array zum teil in der selben höhe wie die mikrofone ist, so "hört" das mikrofun nur einen geringen teil der auf die bühne abgestrahlten leistung. damit sinkt auch die feedbackproblematik.
in kleinen VAs mit den angesprochenen 300-500 pax werden in der regel aber keine langen arrays eingesetzt und die boxen befinden sich hier zu allem übel meist auch noch auf mikrofonhöhe.
guma hat sehr gut verstanden auf was ich hinaus wollte.