Außer dass es vermutlich nur sehr wenige Messmikros gibt die in der Lage wären, diese Peaks auch tatsächlich realitätsgetreu abzubilden...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Außer dass es vermutlich nur sehr wenige Messmikros gibt die in der Lage wären, diese Peaks auch tatsächlich realitätsgetreu abzubilden...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
1 Computer auf der Bühne (von dem die ganze Show abhängt bzw. per Playback läuft, bzw. laufen sollte), 10 Leute incl. 'Musiker' drumherum, die beim Changeover verzweifelt versuchen, das Ding zum spielen zu kriegen, eine Festivalcrew, die dem Treiben vom Monitorplatz aus freundlich lächelnd zuschaut ("Jungs, noch 20 Minuten, dann ist wieder Changeover"); und das Ganze so 8-12 mal am Tag?
Ich finde, bei solchen Festivitäten kann man - mal abgesehen von den Arbeitszeiten sowie ein wenig innere Distanz vorausgesetzt - auch jede Menge Spaß haben. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Das Problem: sämtliche aufgeführte Geräte waren streng genommen neu schon für nichts wirklich zu gebrauchen. 2x 15Bd – EQ? Feedbacksuppressor? Aktivweichen ohne Limiter? Wer (aus dem professionellen Umfeld) braucht(e) oder benutzt(e) je so was? Das mag auch der Grund dafür sein, dass sie z. T. noch heute in ihren OVP lagern. Wobei zumindest Rane bzgl. Qualität eigentlich einen ganz guten Ruf hatte (der vielleicht aber auch einfach nur der amerikanischen Hochpreispolitik zuzuschreiben ist; mit dem Glauben teuer = automatisch gut macht man ja auch heute noch allüberall in der 'Szene' - und nicht nur dort - gute Geschäfte).
Nun haben wir aber 25 oder 30 Jahre später. Als Techniker solltest du ahnen, dass du damit einen Haufen von seit 30 Jahren vor sich hin trocknender Elkos und vor sich hin oxydierender Steck-, Schalt- und Schleifkontakte vor dir hast.
Ich weiß, dass manchmal erstaunliche Liebhaberpreise für Technik bezahlt werden, die noch mal 30 oder 50 Jahre älter ist (ich bin selbst gelegentlich so drauf :D). In diesem Fall allerdings fürchte ich liegen wir eher bei 1 Euro. Aber wer weiß?
'Offizieller' wirtschaftlicher Wert, ganz klar: EUR 1,-; abzüglich Entsorgungskosten...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Danke! Hab' noch ein total zerschreddertes, aber funktionierendes 357 (?, kann man nicht mehr zweifelsfrei erkennen
) gefunden. Das sieht kapselmäßig alles ziemlich gut aus, und lässt Vorfreude auf einen interessanten Bastelnachmittag aufkommen... ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ist eigentlich wie immer mit historischer Technik: eigentlich Container. Aber so manch einer liebt und hegt und pflegt sie auch - dann kann so was ewig halten. :wink:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatDie singen eh spitze und sind ja viel mehr als 35!!!
Genau! Und außer den 'Vorsängern' hat niemand ein Mikro in der Hand (oder angeclipst oder sonst wo sichtbar vorhanden). Und die 'Kirche' ist auch noch ein ganz kleines bissel größer...
Ja - wie jetzt?
:wink:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatHm, ich denke , dass in Billbos Welt Festival-Belegungen in aller Regel so funktionieren, wie er es beschrieben hat: ...
Ja, das ist so, ganz ohne Zweifel; und nicht nur bei Festivals. Wenn es schon aus technischen Gründen vorgegebene übersichtliche Strukturen gibt, die prima auf mehr oder weniger jedes zu erwartende Arbeitsgerät passen, warum sollte ich die dann nicht nutzen? Gerade, wenn ich jeden Tag ein anderes vorfinde?
In der Praxis sieht das dann so aus: ich stehe vor einer Kiste, die ich das letzte Mal vor einem ¾ Jahr gesehen habe. Ich schiebe mein (damals eher auf zufällige Weise entstandenes) File rein - und habe eine halbwegs vertraute, logisch aufgeräumte Welt vor mir, die zumindest mal so ähnlich aussieht wie auf der völlig anderen Kiste vorgestern. Obwohl ich mich nicht mal daran erinnern kann, wo bei dem Ding eigentlich der Netzschalter sitzt. Aber dafür gibt’s ja dann den Betreuer.
Mein 'Lieblingsraster': 1-16 Rhythmus (incl. Bass; t'schuldigung an alle mitlesenden ambitionierten Viersaiter). 17-24 'Leadinstrumente' (Gtr, Keys, meinetwegen auch Bläser, Harfe, Akkordeon, ...). 25-XX Vocals und Specials. Quadratisch, praktisch, gut – kennt jeder, kann jeder, kapiert jeder. Schön, wenn's irgendwie passt; den Anblick des einen oder anderen Leerkanals kann ich ganz gut verschmerzen.
Und ja, auch die Örtlichen freut's in der Regel. Es gibt noch verdammt viele Bühnenpatchsysteme da draußen, die - sagen wir mal – in Sachen Flexibilität nicht vollkommen zu Ende optimiert sind (und das wird in Zeiten digitaler Wunderwelten eher schlechter als besser: die sündteure 'Digitalstagebox' passt mit Hängen und Würgen so gerade eben noch in den eh' schon arg überstrapazierten Leasingrahmen, für ein funktionierendes, praxisgerechtes Bühnenpatching sieht's dann aber auch gleich ganz zappenduster aus). Und da findet's der Kollege oft super, wenn er seine alten Substageboxen 1-8 und 9-16 auf den Drumriser legen kann, 17-24 dort hin, wo die meisten Backlinekanäle auflaufen, und 25-32 an die Bühnenvorderkante. Und die 25m – NF Kabel können im Case bleiben.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
'Ne 20 Kanal standard R&R Truppe, die immer und überall nur unter den allerbesten Rahmenbedingungen spielt? Warum nicht? Ich denke, das ist zu schaffen.
Da muss manch Top40 - Coverbandmischer tagtäglich ganz andere Herausforderungen stemmen. :roll:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Das ist ganz sicher richtig. Im allgemeinen wissen wir beide, worüber wir reden. Ich provoziere gerne, du lässt dich gerne provozieren. Passt! :lol:
ZitatUnd das ich mich mit meiner Bühnenverkabelung auf deinem Einstiegsniveau befinde ehrt mich.
Geschenkt!
Dafür kannst du Dinge programmieren bei denen ich nicht mal wüsste, wie ich sie einschalten sollte.
Und das meine ich zur Abwechslung völlig ernst. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitat"Ich will mich nicht mit dem Kanal-EQ an einem falsch ausgewählten, falsch aufgestellten oder falsch eingestellten PA abarbeiten müssen...."
Ich ahnte, dass wir uns zumindest da mal einig sind.
Zitatleider kann ich das als mitreisender bandtechniker nicht so machen, ...
Einspruch. Als mitreisender Bandtonler mache ich das ganz genau so, und es hilft mir sehr – auch und gerade angesichts täglich wechselnder Arbeitsgeräte und örtlichen Personals.
Praktisch alle gängigen Pulte und Bedienoberflächen sind heute nach dem 4er/ 8er/ 16er Schema aufgebaut. Die 4er Scrollbank bei Midas, die 8er Faderblöcke bei Yammi, die 16er Layer bei Behringer und vielen Sparbedienoberflächen. Genau das mache ich mir in meinen Presets (und natürlich meiner Channel List) zu Nutze, um meinerseits so viel Struktur und Ordnung wie möglich in die Sache zu bringen. Nicht nur auf meinem Arbeitsgerät, sondern auch auf der Bühne, denn dort sieht’s bei Stageboxen und Unterverteilungen ja ganz ähnlich aus.
Also: 1-4 = Kick(s), Sn top, Sn bottom. 5-8 Toms (wenn’s nur 3 sind, bleibt ein Kanal halt frei). 9-12 Blech (Ride/ HiHat/ OHs). Anschließend Rest der Band, wenn irgend möglich in ähnlich schlüssigen Gruppierungen. Gesänge liebend gerne ab 25, genau dort fängt bei praktisch allen Pulten wieder eine neue Welt an. Specials und Sonderkram (die Akustikgitarre für einen Song/ den Kanal für die beiden Saxsoli/ die Sparefunke für den angekündigten und vielleicht erscheinenden Gastrapper) hinten dran oder irgendwo, wo aufgrund meines Kanalgruppensystems zwischendrin zufällig ein Kanal leer geblieben ist.
Natürlich klappt das nicht in allen Fällen so ideal; aber ich bemühe mich stets darum, diese Prinzip so konsequent wie möglich einzuhalten.
Das hilft dem Fremdtechniker, das hilft dem Mikrofonierer, das hilft mir. Übersichtlichkeit! Und ganz nebenbei ist damit auch automatisch das Problem abgedeckt, dass es ja immer noch gängige Pulte (PM5) gibt, bei denen sich nur 'odd' und 'even' zu einem Pärchen verbinden lassen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Du, Tomy? :roll:
Ich bitte im Voraus um Vergebung – aber solche Bilder bringen mich, ob ich will oder nicht, irgendwie automatisch an den Rand des leicht verzweifelten Randale – Modus. Und mir fallen so Sätze ein wie diese:
- Einen solch katastrophalen 19“ + Kabel Haufen habe ich im Tonbereich zuletzt Anfang/ Mitte der 80er auf alternativen Punkbühnen verbrochen.
- 35 Chormikros? In einer kleinen Kirche, die, egal ob seit 100 oder 1000 Jahren, akustisch dafür gebaut ist, dass 20 stramme Sänger mühelos und völlig ohne Verstärkung das Publikum mit einem prächtigen Brett zu versorgen imstande sind? Welches dabei erfahrungsgemäß sogar fabelhaft klingt; ganz im Gegensatz zum Versuch, das alles zusätzlich noch mal über 2 L und R in den Weg gestellte Stangenböxlein quetschen zu wollen?
- Hattest du zur Schadensbegrenzung wenigstens überall eine Brücke von 2 nach 3 drin?
- Aufgabenstellung: wie vergraule ich meine Kundschaft mittels eines Höchstmaßes an völlig sinnfreiem Technikoverkill am nachhaltigsten und effektivsten? Ergebnis: prima gelöst!
- Technikgedöns als Selbstzweck. Spielerei um der Spielerei Willen. Gestalte alles so kompliziert wie nur irgend möglich. Viel hilft viel. Das Gegenteil von professionellem, ergebnisorientiertem, effektivem Arbeiten. Sozusagen Paradebeispiel dafür, wie man es genau nicht machen sollte.
- Ach so. Es handelt sich um ein Gesamtkunstwerk. Nun gut.
Nur so ein paar ganz dumme, spontane Gedanken. Ahnst du eventuell trotzdem, was ich damit ganz, ganz vorsichtig durch die Blume und unter Zuhilfenahme all meiner Diplomatiekunst anzudeuten beabsichtige?
Bitte nicht ganz ernst nehmen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ganz gewiss keine Absicht. Und ja, Maximalkatastrophenbaustellen kenn' ich auch. Dort sind dann allerdings meine Presets in aller Regel wirklich meine kleinste Sorge...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatDas Geheimnis ist dabei ja, dass viele Kleinigkeiten/Pippifaxen, die man da in den Kanälen speichert einzeln zwar ein Witz sind, aber in der Summe mächtig Zeit sparen. In dem Fall macht Kleinvieh ( was man fleissig zusammengespeichert hat ) wirklich Mist, respektive Tempo.
Ja und nein.
Ich bin erklärter Fan von minimalinvasiver Kanalarbeit. Wenn ich da bei korrekt eingerichteter PA allzu viel schrauben muss (insbesondere EQ/ außer Lowcut), stimmt mit meiner Art der Abnahme oder mit der Quelle was nicht – dann muss ich den Fehler zumindest mittelfristig auf der Bühne suchen, statt mich dauerhaft mit raffinierten Extremeinstellungen oder – presets zu behelfen versuchen. Das nämlich versaut nur all zu oft an anderer Stelle, was ich mich an der einen in guter Absicht zu verbessern bemühe. Das Wörtchen Kanaltrennung ist leider ziemlich in Vergessenheit geraten – geradezu fatal auf den oftmals engen und kleinen Bühnen von heute.
Aber ich will ja beim Thema bleiben... :roll: ...klar ist es sinnvoll und arbeitserleichternd, wenn die Regelzeiten des Kompressors im Basskanal bereits in meinem Preset in etwa zum Bass passen, statt mit so was erst beim Soundcheck anzufangen. Und ja, es gibt für beinahe jeden Kanal Dinge, die sich solchermaßen vorzubereiten und in sein Preset aufzunehmen lohnen. Das ist, wie Wora weiter oben schon schrieb, häufig ein Ergebnis längerer Entwicklungs - und Optimierungsarbeit. Und gerade deshalb sollte man zur (Selbst)kontrolle hin und wieder auch mal an den Bypassschalter denken. :wink:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Bernd: sollst du, sollst du. Aber wenn ausschließlich du das Ergebnis zu verantworten hast, solltest du dich vielleicht auch bereits im Vorfeld ein klein wenig um die Vermeidung/ Ausräumung solcherlei Unannehmlichkeiten bemühen. ![]()
ZitatKISS fand ich schon immer gut
Ich hoffe sehr, du meinst nicht eine zufällig gleichnamige, ausgesprochen unmusikalische und rüpelhafte Egomanen - Rentnerkapelle irgendwo aus dem finstersten Amiland... ![]()
Ich sag’s mal so: aufgrund eben dieser Einfachheit ist die Erfolgsquote relativ konstant, selbst nach längeren Pausen.
Ich hab’ allerdings mal beim Changeover versehentlich die falsche Band geladen und das, gerade weil sich die Setups ziemlich ähnelten, erst bei laufendem Intro bemerkt. Szene stimmte zwar, aber irgendwie wollte das, was ich auf der Bühne sah, nicht so recht zu dem passen, was ich auf dem Pult sah. Und als ich endlich kapierte was Sache war, ging’s grad auch schon los.
Vor 'Epic Fail' ist man also niemals gefeit. Wurde an dem Tag soundmäßig auch ein eher holpriger Showstart... :lol:
Die Einfachheit, und insbesondere das enge Anlehnen ans Werks – Default, hat übrigens noch einen anderen, bisher nicht erwähnten Vorteil: sollte mal aus irgendeinem Grund der USB Stick versagen und sich der Ersatzstick derweil im Hotelzimmer wohlfühlen, bin ich zur Not auch 'zu Fuß' ganz schnell dort, von wo aus ich eigentlich hätte anfangen wollen.
Und selbstverständlich ist am Monitorplatz wieder alles völlig anders. Da gibt's keinen 'Standard' - da muss man wirklich von vornherein sehr genau aufpassen, was man tut.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ist oder war? M. a. W.: gibt es denn noch einen ordentlich geführten Geschäftsbetrieb unter der Firmierung Cadenbach Acoustics? Oder einen Nachfolger, der 'was dazu sagen' könnte? Die Homepage schweigt sich aus.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Im Praxis Brett beziehe ich mich auf die erlebte Praxis, mit Grundsatzdiskussionen hat das nichts zu tun. Und die zeigt mir, dass viele Bandmischerkollegen
- gar kein eigenes File dabei haben (außer für LS9 :D),
- es (aus welchen Gründen auch immer) nicht benutzen und stattdessen für eine ordentliche örtliche Vorarbeit dankbar sind,
- sich in ihrer eigenen, offenbar im Eifer des Gefechts unnötig komplex gestalteten File - Welt ganz gerne mal kräftig verheddern.
Aber gut, um KISS am wohl gängigsten Brot und Butter Pult (M7) zu erläutern: bei meinen Startfiles sind, wenn irgend möglich, immer
- L/R auf Ausgangsports 15/16,
- Onboard Effekt Sends = 13 - 16, Returns auf Stereo 1- 4,
- die Band auf 1 – 32, Sonderkrams (Mod. Mics, Haus DJ, CD, 3,5mm, Talkback, etc.) ganz weit hinten,
- Effekte in der Reihenfolge, wie sie der Kanalzuglogik entsprechen (also z. B. 1 = Drum Reverb, 2 = Gitarrenpitch, 3 = Gesangshall, 4 = DDL),
- UDKs 1- 4 = Effekte 1 - 4, 5 = Pärchen Master Graphics, 6 – 8 = Mutes Drums/ Band/ Vox, 12 = Tap.
Ganz sicher gibt es tausend andere (mehr oder weniger sinnvolle) Möglichkeiten, mir das Ganze vollkommen individuell so zurecht zu legen, wie es mir gerade in den Sinn kommt, und u. U. in einigen Situationen auch die persönliche Arbeit als Mischer noch mal um Einiges erleichtern würde. Aber darauf verzichte ich bewusst; zugunsten einer auch für Fremde möglichst leicht zu durchschauenden Logik, die dazu möglichst nahe am Factory Default angesiedelt ist. Das ist für einen reibungslosen Ablauf erfahrungsgemäß dienlicher als das Ausleben meines persönlichen Spieltriebs beim Filebasteln.
Eine Freiheit nehme ich mir trotzdem gerne: den Tausch der Kanäle 1 – 16 mit 17 – 32. Um mit den Fingern automatisch immer ganz schnell dort zu sein, wo bei laufender Show erfahrungsgemäß ständig was nachgebessert werden muss.
Selbst das sorgt häufig genug für fragende Blicke und irritiertes Nachforschen in der BA. Sag mal, gilt deine Channel List eigentlich wirklich? :roll:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Da widerspreche ich einfach mal gepflegt.
In einer Welt, in der das reine 'Bandabmischen' im wirklich wahren Tourleben oftmals nur mehr eine von mehreren Tagesaufgaben darstellt, ist das militärisch – knappe Beharren auf MEINER kleinen Mischerwelt (koste es, was es wolle, und basta!) schlicht nicht mehr zeitgemäß. Es zählt, was im Schnitt bei der Mehrheit aller Veranstaltungsereignisse zum bestmöglichen Ergebnis führt. Und das hat fast immer sehr viel mit Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft zu tun.
Spätestens wenn du unversehens mal wieder vor einer Kiste stehst, die du noch nie oder schon Jahre nicht mehr gesehen hast bist du im Zweifel froh, wenn der Örtliche schon mal was Sinnvolles, Übersichtliches, einigermaßen Passendes vorbereitet hat.
Es gibt erfahrungsgemäß am FOH zwei richtig ärgerliche, weil vollkommen überflüssige Stresssituationen. Wobei ich nicht weiß, was schlimmer ist:
a) wenn ich mich ich als reisender Bandtonler in den Raffinessen und Fallstricken des eigenen, irgendwann mal total engagiert zusammengebastelten Superspezialbandfiles verfange und mich plötzlich sehr, sehr einsam fühle - und mir gleichzeitig der Blick auf die Miene des Betreuers sagt "siehste, hätt'ste mal mein standard Haus – Startsetup genommen, dann wär’ jetzt hier alles in Butter und wir beide längst im Catering“,
oder
b) wenn ich als örtlicher Betreuer gebeten werde 'mal eben' behilflich zu sein, weil unerklärlicher Weise irgendwas mit dem Bandfile nicht stimmt. Ich so aus dem Stegreif heraus bei einer fremden Konfiguration natürlich erst recht keine reelle Chance habe zu helfen, und mir dabei insgeheim denke "siehste, hätt'ste mal mein standard Haus – Startsetup genommen, dann wär’ jetzt hier alles in Butter und wir beide längst im Catering“.
Beides kenn’ ich aus diversen persönlichen Erfahrungen ziemlich gut. ![]()
In Zahlen ausgedrückt: mein Heimatbaustellen - PM5 macht so 50 – 100 Standardbandjobs im Jahr. 2/3 bis 3/4 davon über Haussetup, den Rest per Bandfile.
Langfristig war das gute alte KISS – Prinzip niemals wertvoller als in Zeiten unbegrenzt möglicher digitaler Vielfalt: keep it simple, stupid!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Erster! ![]()
Meine Presets enthalten:
Die Beschriftung.
Zugeordnete (und gemutete!) VCAs.
Gates und Comps dort, wo ich sie vermutlich einsetzen werde; mit voreingestellten sinnvollen Regelzeiten/ Keyfiltern, und Threshold auf Links – bzw. Rechtsanschlag.
Aktivierte Lowcuts (Linksanschlag) und manchmal Highcuts.
Voreingestellte EQ Parameter; EQs selbst aber flat.
Vorbereitete Inserts und Effekte, zu letzteren auch die Kanalsends.
Und natürlich PANs, Phantom, UDKs, und so was.
Fertig. Ganz wichtig: alles, insbesondere Ein – und Ausgangsrouting, ist zwar so speziell wie notwendig, aber so unkompliziert wie möglich und so nah wie möglich am factory default angelegt – damit auch phantasielose Örtliche, Vorgruppenmischer oder meine mir zum Zeitpunkt der Erstellung noch unbekannte Vertretung damit auf Anhieb problemlos klar kommen, wenn’s denn mal sein muss (und ich selbst nach längerer Pause :lol: ). Beispiel: bei Avid nutze ich grundsätzlich nur die Standardeffekte. Auch wenn mich jeder Örtliche mit seinen ganz besonders tollen Lieblingsplugins beglücken möchte - der nächste hat todsicher völlig andere oder gar keine.
So vorbereitet starte ich den 'normalen' nachmittäglichen Soundcheck, und kann mich dann sehr schnell auf situationsbezogene Probleme konzentrieren statt an Standardkrams rumwursteln zu müssen.
Für die ganz harten Augen zu und durch Fälle (5 Minuten Funktionscheck über Kopfhörer - Intro - los!) gibt’s aber natürlich irgendwo auch noch die Szene 'letzte Show'. Gains anpassen und Master EQ flat dauert nur Sekunden – und dann schaun’ wir mal, was ich da vorgestern so gehört zu haben meinte... :roll:
Dass es hier ums reine Konzert -/ Bandmischen geht und für Theater, Musical, etc. völlig andere Spielregeln und Vorgehensweisen gelten (können), sollte klar sein.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Obwohl ich den Kauf eines einzelnen Mikros immer ein bisschen doof finde
trag' ich mich tatsächlich mit dem Gedanken.
Mal schauen. Hab' irgendwo noch ein paar 308er; zumindest lt. meiner Erinnerung haben die an der Position aber deutlich schlechtere Ergebnisse geliefert. Wobei solche Erinnerungen ja häufig auf eigentlich irrelevanten, weil vereinzelten Zufallserfahrungen beruhen...
Mit freundlichem Gruß
BillBo