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Beiträge von billbo

  • Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

    • billbo
    • 10. Februar 2013 um 13:31
    Zitat

    Au Backe ... , obwohl ich in all den Jahren auch so einiges vermurkst habe , soweit war es bei mir noch nicht :oops:

    Persönlich ist mir das Gott sei Dank bisher auch erspart geblieben. :D

    Und auch ganz ohne Selbstbeweihräucherung: ich nehme praktisch regelmäßig freundlich lächelnd den Dank des herausströmenden Publikums entgegen, während ich derweil schon mal den Frontplatz abkable. Und der Bandmischer bereits irgendwo im Backstage verschwunden ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Allen & Heath GLD 80 - Erfahrungsberichte

    • billbo
    • 10. Februar 2013 um 13:21
    Zitat

    Natürlich haben die DCA-Gruppen-Fader keine Aussteuerungsanzeigen. Das sind ja keine Subgruppen, ...

    Zitat

    eine DCA gruppe simuliert die früher in analogpulten benutzten VCA gruppen.
    diese generieren lediglich eine steuerspannug zur pegelkontrolle der für die jeweilige gruppe ausgewählten einangskanäle
    es läuft also kein audiosignal über die DCA, somit kann hier auch kein pegel angezeigt werden.

    Öhm, bitte nicht vergessen dass es sich bei all dem, was sich heute in Digitalpulten DCA, Bus, Subgruppe, Matrix, usw. nennt, tatsächlich nur noch um (mehr oder weniger rein optische) Simulationen derselben aus der Analogwelt handelt. Und da kann selbstverständlich alles angezeigt werden, was der Programmierer für notwendig oder sinnvoll hält.
    Bei Yammi etwa werden die als DCA bezeichneten Summenpegel sehr wohl angezeigt, und man kann sie sogar per Cue abhören. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

    • billbo
    • 9. Februar 2013 um 18:02
    Zitat

    Wie oft kommt wirklich jemand aus dem Publikum zum FOH um sich zu bedanken :?:

    Das gibt es tatsächlich, und zwar gar nicht mal sooo selten. Hängt aber sehr von der Art der Veranstaltung ab.

    Ich hab' aber auch schon erlebt, dass der FOHler nach abgeliefertem Werk zwei Secus auf den Weg zurück zur Bühne bekommen hat, weil er (zurecht) Angst haben musste, ansonsten auf die Fr...e zu kriegen. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • billbo
    • 9. Februar 2013 um 16:58

    Die Frage Touchscreen statt Knöpfe sehe ich ein bisschen so wie das Phänomen Wohnzimmersport mit Nintendo Wii.
    Mit so 'nem Ding Tennis spielen vor dem Großbildplasma findet man interessant/ verblüffend/ faszinierend/ lustig. Für einen Abend, ein paar Tage; die Begeisterung lässt erfahrungsgemäß schnell wieder nach. Erlebe ich so gerade mehrfach beim Nachwuchs im erweiterten Familienkreis; ist in etwa vergleichbar mit dem User Traffic – Diagramm im SAC Brett. :wink:
    Falls jemand tatsächlich interessiert ist und Tennis spielen will besorgt er sich irgendwann Ball und Schläger und geht auf den Platz/ in den Tennisverein. Und stellt - so oder so – schnell fest, dass Wirklichkeit und Simulation nicht ohne weiteres miteinander vergleichbar sind.
    Es gibt auch schon lange z. B. nette Keyboardapps für’s iPad. Trotzdem gibt der Pianist, der auf der Bühne aus vielerlei Gründen E-Piano statt Bösendorfer spielen muss, 95% des Kaufpreises seines Instruments für die Haptik (also die Mechanik der Tastatur) aus. Die Funktion 'perfekter Klavierklang' alleine könnte er auch für die restlichen 5% bekommen.

    Ich mag Touchscreens nicht, allenfalls als zusätzliche Spielerei. Sie mögen mich auch nicht, machen deshalb oft nicht das, was ich will (oder erst beim 2. oder 3. Versuch), und geben mir selbst dann noch nicht auch nur irgendeine Form von sensorischer Rückmeldung.
    Bleibt die (schwache) Hoffnung, dass nicht irgendwann 'Spielen auf dem Platz' als so unanständig exclusiv/ teuer/ unwirtschaftlich angesehen wird, dass im praktischen Alltag nur noch die Simulation anzutreffen ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • billbo
    • 8. Februar 2013 um 00:12
    Zitat

    Bist Du sicher?

    Natürlich nicht, deshalb 'u. U.'. Ich kenne manche Amps von innen, manche nicht.
    Es reicht aber auch ein verschmorter Schukostecker, ein festgebackener Netzschalter, ein Eingangsentstörfilter, eine Lüftersteuerung, eine Einschaltstrombegrenzng, ... . Der Teufel ist ein Eichhörnchen, such Dir was aus. :wink:
    Ich denke es ist klar, was gemeint ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • billbo
    • 7. Februar 2013 um 23:02
    Zitat

    Wenn ich deinem Rat folge leisten soll müsste ich die gegen eine W9044 tauschen lassen. Die hat 2x2,2kw und nen KW pro Bass muss sein.. egal wie klein der Auftrag sein sollte. Ich hatte früher mal an den gleichen Bässen nur 700 Watt und das hat definitiv KEIN Spass gemacht.. da kommen die Pappen nicht mal aus dem Quark...

    Da bist Du doch genau beim Kern Deines Problems. Und meiner Anmerkung, die Du vielleicht zunächst als persönlichen Angriff und nicht zum Thema gehörend (miss)interpretiert hast:
    Wenn Du viel Bumm bei wenig verfügbarer (Netz)leistung willst, dann nützt Dir der stärkste Amp der Welt nichts – dann brauchst Du Lautsprecher mit hohem/ besserem Wirkungsgrad. Du bekämpfst zu hohen Spritverbrauch mit 'ner größeren Benzinpumpe, obwohl Du eh schon auf Reserve fährst.
    Wenn Dein Bass mit 700 Watt keinen Spaß macht, dann ist er schlicht das falsche Werkzeug für diese Anwendung. Und nicht der Amp, der ihn antreibt.

    Solch dicke Vierkanalbrummer rentieren sich für den Massenbetrieb auf Großveranstaltungen. 6 Stück pro Rack nebst auf die besonderen Anforderungen ausgerichteter Auflösung/ Stromverteilung, 63er dran; mit 32er Cekon blau oder Powercon am Netzkabel und einer klug ausgelegten Leistungsverteilung über die einzelnen Blöcke/ Phasen sieht die Welt dann schon ganz anders aus. Dann muss der NH - Block im Hauptverteiler zeigen was er kann - und das ist Baustelle des vor Ort - Elektrikers.
    Im gemischten standalone – Alltagsbetrieb haben sie dagegen imho nichts zu suchen, und zwar gleich aus mindestens 3 Gründen:
    1. (hast Du gerade kennen gelernt) Die klangliche Hochzufriedenheit relativiert sich blitzartig angesichts des fragenden Blickes des Veranstalters, warum denn jetzt wohl schon zum dritten Mal wieder die Musik ausgefallen ist. "Das liegt an der C – Charakteristik hier" ist in dem Moment subjektiv leider denkbar wenig überzeugend.
    2.) Das Wohl und Wehe der gesamten VA hängt u. U. an einem einzigen Schaltnetzteil. Ein Unding - Redundanz (und sei es nur für den abgespeckten Havariebetrieb) ist dort, wo hohe Ströme fließen, bei professionellem Anspruch Pflicht.
    3.) Das Teil bindet, da seine Möglichkeiten nicht ausgenutzt werden (können), unnötig viel Kapital; zu allem Übel Lässt es sich dabei weder elektrisch noch räumlich splitten.

    Stattdessen sinnvoll: kleine Einheiten mit nur einem Zweikanalamp drin, von denen bei Bedarf möglichst 2 SICHER an einem standard 16A Haushaltsautomaten laufen. Das ist variabel und macht überdies in vielen Fällen lange, schwere, leistungsfressende Lautsprecherkabel überflüssig. Oder aber gleich Aktivsysteme.

    Fazit: sie sind nicht verboten. Sie sind (für die meisten 08/15 Alltagskleinanwendungen) nur unsinnig. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • billbo
    • 7. Februar 2013 um 17:58

    Technisch sehen wir das völlig übereinstimmend.

    Wenn man Dir das Funktionieren vor dem Kauf schriftlich zugesagt hat, dann gib sie zurück, verzichte auf die Faszination der großen Zahlen, und investiere das Geld in etwas für Deine Anforderungen/ Einsätze Geeigneteres. Ob eine oder 50 spielt da überhaupt keine Rolle - Schukodosenveranstaltungen kann und sollte man genau so professionell durchführen wie Stadionkonzerte. Und dazu gehört (für eine Technikfirma) zuallererst das richtige Einschätzen der technischen Rahmenbedingungen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Anspieltipp: Die neue Heino...

    • billbo
    • 7. Februar 2013 um 17:18
    Zitat

    klarer PR Gag

    Und was für einer! Lassen wir uns bei der diesjährigen Wacken - Running Order mal überraschen. :D
    (ich hab' die Tage ein Rundfunkinterview gehört. Er würd's machen, wenn er gefragt wird. Und wie ich die Veranstalter da so kenne... )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

    • billbo
    • 7. Februar 2013 um 17:05

    230V x 16A sind 3680VA. Mehr ist nicht, egal was drauf steht. Dort gehört sinnvoll abgeregelt, und eine sinnvoll funktionierende Regelung muss dabei auch den zulässigen Spitzenstrom üblicher Sicherungsautomaten sicher im Griff haben. Das Ganze dabei im Interesse eines sicheren Betriebs noch abzüglich erheblicher Toleranzen aufgrund eventueller Unterspannung, altersschwacher Automaten, hoher Umgebungstemperaturen, usw. - bei max. 3 kW Durchschnittsdauerleistung dürfte also in der Praxis Schluss sein.
    Alles andere ist Roulette!

    Zitat

    Höchste Zeit, daß die lächerlichen B-Automaten aus ohnehin vorschriftsgemäß mit FI abgesicherten Installationen verschwinden.

    Neozed hatte halt auch Vorteile. :wink:
    Und der VDE oder die Elektroinstallationsbranche wird sich vermutlich nicht an den feuchten Kilowattträumen pubertierender Partybeschaller orientieren wollen.

    Und was lernen wir jetzt aus dem Ganzen? Für den Betrieb unter Notstrombedingungen empfiehlt sich die Verwendung wirkungsgradstarker Lautsprecher und sinnvoll dimensionierter Verstärker. Man nehme einfach eine Null weniger; und die Luftpumpen müssen halt zuhause bleiben.
    Dann klappt das auch mit der Sicherung, und sowohl die Lichterkette als auch die Kaffeemaschine der AG Schulfete passen noch mit dran.

    Oder noch mal anders gesagt: der wirtschaftliche Sinn einer "12 kW Endstufe" mit Schukostecker erschließt sich mir (für den Anwender) auch nach längerem Nachdenken nicht.
    Der für den Verkäufer schon eher. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

    • billbo
    • 6. Februar 2013 um 19:25
    Zitat

    Man muß je nicht lauter machen als die vorhandene Anlage kann.

    Denkfehler!
    Allein das Vorhandensein einer Alternative (selbst wenn sie aus ist) wird von demjenigen, der sich gestört fühlt und die Plombierung erwirkt hat, im Zweifel als vorsätzlicher Versuch der Aushebelung derselben angesehen werden. Und er hat natürlich Recht.
    Hast Du keine Nachbarn? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

    • billbo
    • 6. Februar 2013 um 16:58

    Hi Michele,
    entschuldige bitte wenn mein Post etwas unfreundlich oder unangemessen rüber kam.
    Ich schreib’ hier gerne mal etwas lax, damit’s bei all zu viel bierernster Political Correctnes insgesamt nicht gar zu uninspirierend wird. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut.
    Deshalb ändere ich meinen ersten Satz in: Stell Dir bitte in Ruhe und ganz unvoreingenommen folgende 2, 3 Fragen: ...

    Mach’ es, wie es Peter (neben anderen) völlig korrekt ausgeführt hat: akzeptiere die Ausgangssituation, bring Laptop und ein bisschen Partylicht mit, konzentrier Dich auf Deine Musik und Dein Publikum, und liefere einen entspannten und professionellen Job ab. Niemand engagiert Dich wegen Deiner Boxen, sondern weil er eine praktikable und unkomplizierte Lösung von Dir erwartet.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    P. s.: ich hab’ 20 Jahre meines Lebens sattelschlepperweise die (weil meine, natürlich :D) allerbesten Boxen mitgebracht und aufgebaut. Gerade und gerne auch dort, wo’s von Haus aus eh’ schon eine funktionierende Installation gab – die wurde dann eben abgebaut.
    So im Nachhinein gesehen war das, wie soll ich’s sagen, eventuell nicht immer unbedingt zu 100% uneingeschränkt sinnvoll. :roll:

  • Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

    • billbo
    • 5. Februar 2013 um 23:32

    2, 3 kleine Fragen:

    Wofür wirst Du dort bezahlt?
    Wer außer Dir findet die vorhanden Tonanlage bescheiden?
    Warum ist sie Deiner Meinung nach verplombt?
    Wer von den etwa 100 Gästen wird sich dafür interessieren, aus welchen Boxen die Musik mit "100 dB oder mehr auf der Tanzfläche" kommt?

    Kurze Pause.

    Möchtest Du einen ordentlichen Job abliefern; D. h. mit Deiner Musik unkompliziert 100 Leutchen beim feiern helfen?
    Oder möchtest Du - um Dein Deiner Meinung nach unbescheideneres Werkzeug herzeigen zu können - den Wirt, den Auftraggeber, die Nachbarn, das Ordnungsamt und die Gäste verärgern?

    Die Antwort musst Du Dir jetzt irgendwie selbst geben. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 5. Februar 2013 um 23:08
    Zitat

    Damals war Beschallungstechnik auf beiden Seiten des eisernen Vorhanges teuer. Möglicherweise hat das aber den einen oder anderen potentiellen Hobbykistenschubser glücklicherweise gehindert.

    Möglicherweise und glücklicherweise.
    Die Tatsache, dass es heute sämtliche 'Features' für'n Appel und 'n Ei gibt bedeutet für die Einen so was wie die totale Demokratisierung der – hmm - nennen wir’s Eventkulturwelt. Und für manch Anderen das Ende der Möglichkeit, in diesem Bereich sinnvoll von seiner Arbeit leben zu können.

    Zitat

    ... und dann Reifen vom 813 ...

    Mit einem solchen, dem damaligen Prunkstück und ganzen Stolz der Firma, sind Kollegen mal in einer Nacht auf Tour drei Reifen kurz hintereinander weggeflogen. Natürlich auf der Transitstrecke Hof – Berlin, was ein bisschen doof war. Die hatten da nämlich so was einfach nicht. Auch nicht gegen DM.
    Die Band hieß 'Sham 69', und der Berlin – Gig fiel leider aus. War zwar eine Punk Tour, aber sooo viel Punk war eigentlich trotzdem nicht eingeplant. Die Aktion hat so ziemlich den kompletten Erlös aus der Tour gekostet.
    Seither sind wir nie wieder drastisch überladene 7,5 Tonner gefahren. Zumindest keinen mehr mit runderneuerten Reifen, auch wenn die damals bei der Reifenbude nebenan wirklich unbegreiflich günstig angeboten wurden. :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 5. Februar 2013 um 15:35

    Das links ist Altec Mantaray!

    Jim Gamble ist auch einer der ewigen Freaks. Vielleicht kein Wunder, wenn man für Iron Butterfly gearbeitet hat. :D

    Der war mal Chef einer sehr großen, wenn nicht der größten, PA – Firma ihrer Zeit (Tycobrahe). Danach hat er Pulte gebaut; auf dem 56er EX hab ich einige Male gearbeitet. Sehr... ...eigen, das Ding. Musste sich dann von Crest Audio übernehmen lassen.

    Irgendwann später dann das DCX Projekt. Ob es davon je mehr als ein, zwei Prototypen gegeben hat?
    Der breite Marktdurchbruch blieb im bislang offenbar jedenfalls verwehrt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 5. Februar 2013 um 12:48

    Es ist allerdings wohl mehr eine Legende, dass Ihr im Osten quasi aus dem absoluten Nichts was machen musstet, während die dekadenten Westrockenroller von Anfang an bequem aus dem Vollen schöpfen konnten.
    Meinen ersten 'Dynacord Orchesterzubehör' Katalog (ein dünnes Blättchen von wenigen Seiten, hab’ ich leider nicht mehr :cry: ) bekam ich nach langem Feilschen feierlich ausgehändigt vom Inhaber des örtlichen Kolophonium – und Notenständerladens. Gegen eine Schutzgebühr (das hieß damals wirklich so :D ), die annähernd meinem damaligen Taschengeld - Monatseinkommen entsprach.

    Zitat

    Du bist im Seniorenthread :wink: Der Titel gibt das quasi vor.

    Das ist sicherlich nicht gänzlich von der Hand zu weisen :D . Allerdings find’ ich mich z. Zt. noch einigermaßen rüstig. Mit Mitte dreißig fand ich dagegen die Vorstellung vollkommen absurd, mit Mitte fünfzig noch über Wochen und Monate im Jahr im Nightliner zu wohnen. Und heute sehe ich schon mal Bekannte aus der Schulzeit mit Hut und Regenschirm auf der Rentnerparkbank sitzen.
    Da betreu’ ich lieber HipHop – Konzerte. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    andi: ja, sieht nach Altec Mantaray aus.
    Und aus eigener Erfahrung: ein abgelasteter 1113 mit 7m Koffer und großem Fahrerhaus hatte noch knapp 750 Kilo erlaubte Zuladung. Das sind 4 Mann Crew + Gepäck, kam also FAST hin! :lol:

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 4. Februar 2013 um 23:57

    Finde ich ja jetzt so ein ganz klitzekleines bisschen abschätzig. :roll:

    http://www.behringer.com/DE/Our-Story/T…NGER-Story.aspx
    Der Mann passt imho eigentlich ganz gut in die oben geschilderte Ahnenreihe. Lediglich die Sache mit dem Geschäftssinn hat er eindeutig besser drauf.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 4. Februar 2013 um 20:40

    Also alles schön zwischen 5:1 und 10:1, so wie der inoffizielle Umtauschkurs. :D
    Das Problem war aber auch eins für Westbands, die mal durch den Osten touren wollten. Die hatten (Crew/ Technik/ Transport) Kosten in DM, wurden aber in Mark bezahlt – in der Westheimat Konfetti. Also kamen die mit jeder Menge Trompeten, Akkordeons, Noten, Büchern (das gab’s in guter Qualität auch für Ostmark) zurück und mussten das hier an ihre Freunde und Bekannten verticken, wenn sie auf Tour der guten Sache wegen kein Minus machen wollten.

    Mitec/ ACE war qualitativ in Ordnung, hatte aber ein Problem: es kam nicht aus England oder USA.
    Die VT wie wir sie heute kennen entstammt der R&R Szene der 60er/70er. Und die war angloamerikanisch; die BAs der großen Künstler/ Bands von dort bestimmten noch viel mehr als heute was 'in' oder 'amtlich' war. Und das war natürlich zuallererst mal das eigene Zeug.
    Nicht selten sogar buchstäblich: viele der heute oder einstmals großen Marken entstanden, wie auch die meisten großen PA – Firmen, im direkten Umfeld von damals erfolgreichen Bands. Gegründet von deren Roadies, Freaks mit technischem Hintergrund, Einfallsreichtum und Visionen. Wenn man ein Mischpult brauchte was es nicht gab, dann baute man halt eins. Und wenn die Jungs von der Konkurrenz aus der Nachbarschaft beim gemeinsamen Rauchen feststellten dass sie dringend auch eins brauchen könnten, dann ... Auf diese Weise entstanden Firmen und Marken mit Weltruf.

    Weil die Freaks aber nicht immer auch geborene Geschäftsleute waren gingen viele dieser Firmen im Laufe der Zeit wieder unter, oder aber sie wurden rechtzeitig von finanzkräftigen Konzernen aufgekauft.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 3. Februar 2013 um 22:36

    Upps, da hab' ich nicht aufgepasst - das ging natürlich an Gumas Überangebot...

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 3. Februar 2013 um 22:33

    Ob sinnlos oder nicht – das ist imho die natürliche Entwicklung einer übersättigten, überreifen, alternden Branche. Das ist bei Autobauern, PC – Herstellern und Möbelverkäufern nicht viel anders. Dort sind die einzelnen Rädchen (also die Menschen, die darin von ihrer Arbeit leben) zwar besser organisiert – vor Niedergang wegen Marktübersättigung schützt das langfristig aber auch nur bedingt, und am Ende auch nur wenige.
    Demgegenüber haben wir sogar 2 Vorteile: wir produzieren nicht die Küche für’s Leben oder die Familienkutsche für die nächsten 10 Jahre. Sondern Einmalerlebnisse – nach der Show ist vor der Show, so lange bis auch der letzte Zuschauer nicht mehr mitspielen mag. Und wir haben in teils schmerzhafter, teils freiwilliger Tradition Flexibilität geradezu verinnerlicht. Heute Mischer des Welttopacts, morgen wieder Hausmeister im Undergroundclub: what’s the problem?

    Trotzdem: an der Börse würde ich VT – Firmen verkaufen und in Altenpflege und betreutes Wohnen investieren; eine der wenigen Zukunftsbranchen hierzulande für die nächsten 2 oder 3 Jahrzehnte.
    Und so ähnlich agiere ich seit einigen Jahren auch tatsächlich. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das letzte seiner Art?

    • billbo
    • 3. Februar 2013 um 20:59
    Zitat

    ... Essen ...

    Cambridge Rock :D war ja schon geradezu seriös! Und der gute Jim H. viel zu nett, um in diesem Gewerbe auf Dauer überleben zu können. Der hat auch schon mal ein Jüngelchen aus begütertem Hause, welches mit Bargeld in der Hand unbedingt die allerneueste Gibson SG Gold Top käuflich erwerben wollte, mit den Worten "investier das lieber erst mal in einen guten Gitarrenlehrer" nach Hause geschickt.
    Aber man konnte dort prima lernen, wie man mit einem alten Käfer Cabrio am besten PA – Leergehäuse transportiert. :cool:

    Mitec (die cremeweißen?) war etwas später. Der Kollege, der die gebaut hat, ist bis heute mit einer angesehenen Production Company recht gut im Geschäft.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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