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Beiträge von billbo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 26. Juni 2012 um 00:07
    Zitat

    Naja das ist jetzt aber ein sehr polemischer Beitrag von dir Billbo (so sehr ich deine Beiträge auch sonst mag)!

    Natürlich ist der polemisch. Wir sind im Offenen Brett. Ich hab’ mir auch wirklich Mühe gegeben (mit der Überschrift mitzuhalten). :D

    Nach meiner Erfahrung funktioniert das Dry Hire/ Netzwerkgeschäft in der Praxis nicht so, wie das hier immer wieder propagiert (und erhofft?) wird.
    Wenn mir als kleinem Krauter für irgendeinen Job mal ein paar Böxlein fehlen werde ich alles tun, um die nicht zumieten zu müssen. Der damit verbundene Aufwand (anfragen/ bestellen/ reservieren – abholen/ termingerecht zurückbringen – Rechnung bezahlen/ Reklamationen "nein die Macke war schon vorher dran" abwimmeln) ist in aller Regel bestenfalls Geldwechslerei bzw. übersteigt, wenn’s dumm läuft, locker die dadurch erreichten Mehreinnahmen. Das bleibt daher absolute unliebsame Ausnahme; spätestens wenn mir das Böxlein zum 2. oder 3. Mal fehlt hab’ ich's anschließend eh selbst – oder den Job macht jemand, der genug Böxlein hat.
    Natürlich gibt es in größerem Rahmen immer mal wieder Kooperationen, die sich für alle Beteiligten auch tatsächlich lohnen. Die laufen aber völlig anders ab. Kannst Du mir für übernächstes WE noch mit ner ordentlichen Delay Line aushelfen? Wenn ja - auch mit jemandem, der die spielfertig eingerichtet übergeben kann? Könntest Du das auch direkt zur Baustelle liefern? Okay, dann sag mal 'nen Preis incl. Rigging; Tower + 32er sind vorhanden.
    Da interessiert sich niemand für Systemracks. Da wird ein Komplettleistungspaket erwartet/ angefragt/ angeboten/ ausgeführt, und fertig.

    Die self powered vs. passiv – Diskussion hatten wir ja bereits ausführlich. Und ja, mir sind auch die Nachteile bekannt; auch ich hasse Stromwedges auf 10min. Changeover – Festivalbühnen. Trotzdem führt da früher oder später kein Weg dran vorbei. Schon mal ein modernes Hochtonendstufenmodul in der Hand gehabt? Das ist in etwa so groß und schwer wie eine Zigarettenschachtel. Warum soll ich so was in ein 19“ Systemrack einbauen, mit Steckverbindern dran, die 3x größer, schwerer und teurer sind als die Endstufe selbst, statt das Ding direkt an den Treiber zu tackern?
    Ich kann mich noch dunkel an die ersten Varilites erinnern. Mit 'Repeatern', externen Netzteilen, sündteuren Spezial – Verbindungskabelsets; und nem extra Operator dazu, der da durchblickte. Zum höchst komfortablen Tagessatz; plus Einzelzimmer 4 Sterne aufwärts, versteht sich.
    Undenkbar heutzutage. Eine Lampe (sorry, Leuchte), von welchem Hersteller auch immer, kriegt Strom und Steuerdaten, und gut. Und entsprechend wird das mit Lautsprechern auch laufen, bzw. läuft es zum Teil heute schon.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 25. Juni 2012 um 12:59

    Nun, im Prinzip hat der Threadersteller die Frage ja schon beantwortet :D :

    Zitat

    Das KF740 gibt es seit über 2 Jahren und es gibt genau einen Anwender in Deutschland.


    Die wirklich großen Jungs kaufen so was nicht, die vertrauen auf Sponsoring bzw. konzipieren/ bauen/ benutzen/ vertreiben ihre eigenen Systemracks (oder gleich ihre eigenen Systeme). Sonst hätten sie's nicht zu so großen Jungs gebracht; vom bloßen Kisten Schubsen ist noch niemals jemand reich geworden.
    Kaufen tun/ sollen diejenigen das, die auch gerne mal Big Boy spielen möchten, aber dabei nicht so richtig wissen, wie das geht. Ist auch gar kein Problem, schließlich schlummert genügend ungenutzte Kohle auf irgendwelchen Bankkonten (nur halt nicht auf Deinem oder meinem). Und für die Realwirtschaft ist es nur von Vorteil, wenn Sohnemann die beizeiten auch mal wieder unters Volk bringt.
    Anschließend kann er ja immer noch Seminare geben oder irgendwo als Vertriebler anfangen.

    Dieser Thread bestärkt mich im Übrigen in der Ansicht, dass Ampracks mittelfristig nicht wettbewerbsfähig und daher Auslaufmodelle sind. Das läuft zusehends in die Richtung, dass die 'Systeminfrastruktur' teurer wird als das Amping selbst. Im Gegensatz zu früher wiegt Leistungselektronik aber nichts mehr; deshalb gehört sie zweckmäßiger Weise dort hin, wo die Leistung auch gebraucht wird (also in oder huckepack auf die Lautsprecherbox).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • billbo
    • 22. Juni 2012 um 19:59

    Ja, versteh schon was gemeint ist. Und ich hab auch schon gesehen, wie der Sickenrand rund ums Befestigungsloch aussehen kann, wenn man ohne Unterlegscheibe einen M6 Imbus – Flachkopf drüber gewürgt hat.

    Dafür spricht immerhin, dass mir bekannte ordentliche Reconing Kits auch schon mal so
    http://www.thomann.de/de/ev_evm_dl_15_bfh_recone.htm
    aussehen. Wer jetzt als Klebemeister nicht völlig merkbefreit ist, vermutet da eventuell einen Zusammenhang zwischen Löchern und Aussparungen und berücksichtigt den entsprechend.

    Dagegen allerdings spricht der von mir geschilderte Erfahrungsfall. Da bricht’s halt grundsätzlich auf der gegenüberliegenden Seite der Sicke. Und da sind keine Schraublöcher – da ist bloß ein unschöner, abrupter Übergang starr > flexibel... und irgendwann halt starr > Luft > flexibel :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • billbo
    • 22. Juni 2012 um 17:48

    @ Mechwerkandi: so sehr ich Deine Kenntnisse bzgl. Mechanik und Materialbeanspruchung ansonsten zu schätzen weiß – diesmal vermag ich da irgendwie nicht so recht zu folgen. :D
    Bei allen mir bekannten Chassis ist die Sicke flächig mit dem Korb verklebt; für den Fall des Einbaus von hinten pappt eben bei den meisten noch ein Dichtring drüber. Letzterer längst nicht bei allen, und bei einigen sitzt der auch schon mal auf der Korbrückseite. An der Grenze von bewegt zu unbewegt ändert die Art des Einbaus nichts – die definiert der Kleberand. Und ob 4 Klammern auf einem schwabbeligen Lochblechgitter mit schwabbeligem Gummirand drum wirklich so viel gleichmäßiger für Andruck sorg(t)en als 8 Maschinenschrauben durch 8 dafür vorgesehene Löcher im Korbrand? :roll:

    Die Sicke hat zunächst eigentlich mal keine andere Aufgabe als die Abdichtung der Membran zum Korb hin (zumindest sollte sie das bei einer sauberen Konstruktion). Ein Kolbenring könnte das besser und langlebiger, wäre an dieser Stelle aber wohl ein bisschen unpraktisch. Zusätzlich soll sie möglichst Wellenreflektionen dämpfen und bildet darüberhinaus eine Feder, die mit zunehmender Auslenkung eine Rückstellkraft zwischen Pappe und Metall darstellt. Das kann sie (Longitudinalbelastung) aufgrund ihrer Rillen/ Wellenstruktur auch ziemlich gut und ziemlich lange.
    Was sie dagegen auf Dauer übel nimmt ist die transversale Belastung an den Übergängen von bewegt zu unbewegt. Nach zu heftig (und zu oft!) hin und her knicken kommt halt ab.
    Auch die Sauberkeit der Verklebung ändert daran m. E. nicht viel. Schließlich ist so eine Sicke nicht mittels Strickliesel perfekt rundgewebt, sondern ein simples gestanztes Stück Flächengewebe; d. h., die Belastung in Bezug auf den Verlauf von Quer – und Längsfasern ist sowieso an jedem Punkt der Verbindung eine andere. Und da, wo die Verhältnisse diesbezüglich zufällig am ungünstigsten sind, wird es unweigerlich irgendwann zu Faserbrüchen und damit letztendlich zum Abriss kommen.

    Spiral - und sonstige Federn brechen so gut wie nie in der Mitte. Sondern am Ende ihrer Lebensdauer stets dort, wo sie – wie auch immer – angeschlagen sind.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • billbo
    • 20. Juni 2012 um 20:29
    Zitat

    Immer knapp vor Clip und fertig....wir überwachen definitiv in erster Linie die Endstufe in Bezug auf Übersteuerung - nicht was die Box vertragen könnte!

    Richtig. Die endlosen Diskussionen über Limiterthresholds versteh’ ich sowieso nicht. Bei gesunder Dimensionierung und halbwegs zurechnungsfähigem Bedienpersonal reichen im Prinzip ein paar Germaniumdioden an geeigneter Stelle als Katastrophenschutz völlig aus. Die hört man dann wenigstens auch. :D

    Wie gesagt – mit Überlastung hat das m. E. wenig zu tun. Das ist schlicht Materialermüdung/ Altersschwäche, oder wie immer man das nennen will.
    Zumindest in meinem Fall ist die Sache klar: genau an der Stelle, wo die (möglichst biegesteife) Konuspappe auf der (möglichst elastischen) Sicke = Feder aufliegt, führt der sich so ergebende scharfe Grat früher oder später unweigerlich zum Ermüdungsbruch der Feder. Bei EV wird da ja noch mit so ner Art Weißleimbeschichtung versucht, den Übergang homogener und langzeitstabiler zu gestalten - zögert die Sache vielleicht etwas hinaus, nützt letztendlich aber alles nichts. Kann man an älteren Exemplaren schön sehen: da wird die Sache nur noch von der Leimhaut zusammengehalten, während die Gewebefasern darunter längst gebrochen sind.

    Uralte Papiersickenlautsprecher gehen dagegen dort praktisch nie kaputt; selbst nach viel jahrzehntelangem Dauerbetrieb nicht. Die sind vom Schwingspulenträger bis zum Kleberand am Korb aus einem Stück, und inhomogene Materialübergänge gibt's da an dieser problematischen Stelle schlicht nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • RCF P300 - Sicken reißen immer wieder

    • billbo
    • 20. Juni 2012 um 15:10

    Wie alt sind die Chassis?

    Meine Meinung, da ich turnusmäßig (und gerade mal wieder) mit ähnlichen Problemen beschäftigt bin: simple Materialermüdung. Mit Überlastung, falschem Einbau, DC – Dingsbums, usw. hat das vermutlich wenig zu tun.

    In meinen Altbeständen werkelt eine größere Anzahl (dreistellig) EV DL12X; die ältesten davon seit Mitte der 80er Jahre. In allen möglichen Anwendungen und Gehäuseformen: Bässe, Topteile, Wedges, Sidefills, Instrumentalboxen geschlossen und offen, und was es sonst noch alles so gibt. Eher selten bzw. nie im Grenzlastbereich (sollen ja schließlich langfristig Geld verdienen), und allgemein bis heute recht zuverlässig.
    ALLE, egal aus welcher Anwendung, egal ob original oder reconed, egal ob sorgfältig mit 'Airflex' eingestrichen oder gepfuscht, zeigen mit den Jahren jedoch irgendwann den gleichen Fehler: die Gewebesicke beginnt einzureissen. Hier allerdings nicht am äußeren Rand, sondern grundsätzlich in der ersten Kehle, direkt im Anschluss an den Konus. Mit falschem Einbau, zu viel Hub, o. ä. hat das zumindest in diesem Fall ganz sicher nichts zu tun; da sind auch welche bei, die noch nie ein Signal unter 150Hz gesehen haben.
    Reparatur – und Flickversuche mittels diverser Lautsprecherkleber etc. waren immer nur kurzfristig scheinbar erfolgreich; nach ein paar Wochen ging die Sache von vorne los.

    Seit einiger Zeit fülle ich diese Kehle, sobald sich ein erster Riss bemerkbar macht, mit Hilfe einer geeignet breiten Schraubendreherklinge ringsum komplett mit 'Pattex One For All' auf; das ist wohl so 'ne Mischung aus Silikondichtmasse und hochflexiblem Montagekleber. Schöne Prockelei für verregnete Werkstatttage und 'Planet Rock' vom PC, und bis jetzt scheint's immerhin zu halten – ich hatte noch kein derart behandeltes Exemplar wieder auf dem Tisch.
    Ob sich das auch für Tiefbasschassis eignet? Keine Ahnung. Ob's irgendwelche TS – Parameter verändert? Keine Ahnung, vermutlich schon, ich höre keinen Unterschied. Ob und wie lange das am Ende tatsächlich hält? Keine Ahnung; geht schnell, kost' nix, und wegschmeißen/ reconen kann man immer noch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Bassisten Problem...echt jetzt Junge!

    • billbo
    • 18. Juni 2012 um 13:16

    :lol: :lol: :lol:

    Großartig beobachtet. Gnadenlos umgesetzt.
    Schick' ich gleich mal allen Bassisten, die mir so einfallen. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Music Group kauft Turbosound

    • billbo
    • 15. Juni 2012 um 00:04

    Bei solchen Deals geht’s eigentlich vor Allem (bzw. ausschließlich) um den Erwerb des Labels.

    Es gibt inzwischen wieder Grundig/ Telefunken/ Graetz etc. Geräte zu kaufen, obwohl diese Firmen seit Jahr(zehnt)en nicht mehr existieren. Findige Türkische, Taiwanesische, Chinesische NoName – Hersteller haben die Namensrechte gekauft. Und Omi freut sich, dass auf dem neuen Fernseher wieder das gute Namensschildchen von früher klebt.

    Und so viel anders als Omi sind Musiker/ Techniker gar nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ILive: Separater Monitormix OHNE Gainsharing

    • billbo
    • 14. Juni 2012 um 23:49

    Völlig simples Praxisbeispiel: Stagebox ist ausgereizt. Keyboarder belegt 4 Kanäle.
    Für FOH, ins Muco: 1x Stereomix + 2x Mono 'Problemkeyboards' extra (die nicht mit auf diesem für den FOH bestimmten Mix sind, sondern dort einzeln bearbeitet werden).
    Für MON, direkt ins Pult: 1x Stereomix postfade (für sich selbst, damit er seine eigene Bühnenlautstärke(n) nach Belieben Richtung persönliches Wohlbefinden manipulieren kann). 1x Stereo Mix prefade (für die Mitmusiker, die es auf den Tod hassen, wenn der Keyboarder ständig an seiner Lautstärke rumfummelt).

    4 Kanäle Keys, die für FOH völlig andere sind als für Mon.

    So oder ähnlich nicht nur einmal erlebt. Bitte um Vorschläge, wie Du das mit 1 ½ Mischpulten löst.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ILive: Separater Monitormix OHNE Gainsharing

    • billbo
    • 14. Juni 2012 um 16:44
    Zitat

    Es scheint aber Bedarf für eine allgemeine Diskussion zu geben, wie ich in diesem Thread bemerke.

    Nein. Da gibt es keinen Diskussionsbedarf! :D

    Ich habe genau ein Mal auf einem (kleineren, lokalen) Festival eine solche Situation (2x I-live) erlebt. Das Ergebnis ist mit 'komplettes Desaster' eigentlich ganz treffend beschrieben. Nicht nur, dass man aus dem Stand auf einer vielleicht ungewohnten Bedienoberfläche eine Funktionscheck und los – Situation bewältigen muss: zu allem Übel kann einem der Kollege auf der anderen Seite des Muco auch noch das, womit man so eben halbwegs fertig zu sein glaubte, zumindest zum Teil wieder zunichte machen.
    Mit dem Einsatz von analogen Aktivsplittern ist das nicht vergleichbar. Da einigt man sich beim Aufbau darauf, ob der Pad gedrückt werden muss, und gut.
    Seither schließe ich das, auch für Einzelshows auf Fremdproduktionen, für meine Bands kategorisch aus. Das kann schon mal bedeuten, dass bei diesbezüglich offensichtlich uneinsichtigen Ausstattern dem Veranstalter eindringlich nahe gelegt wird, doch bitte eine andere, mit der Problematik von Livekonzerten besser vertraute Company zu buchen. Und das ist so auch schon geschehen.

    FOH und Monitor sind zwei unabhängige Baustellen, und auf beiden braucht der Maurer ab Mikrofonsignal voneinander unabhängiges Werkzeug (nebenbei: in Einzelfällen sogar schon mal unterschiedliche Mikrofone :roll:). Und deshalb kann ich sehr gut verstehen, wenn Threads wie dieser dazu genutzt werden, wiederholt und nachdrücklich darauf hinzuweisen (und damit den einen oder anderen unverbesserlichen Sparkünstler unter den Mitlesenden vielleicht ein wenig zum Nachdenken zu bewegen).

    Auf die Yamaha Lösung bin ich (als Yammi Fan mit durchaus gemischten Gefühlen) gespannt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 14. Juni 2012 um 13:49
    Zitat

    Ich kann mich noch an Festivals erinnern wo es normal war der Toncrew Geld fürs Mischen zu geben... ...Aber das ist schon lange aus der Mode.

    Das gibt’s schon noch hin und wieder. Vielleicht weniger auf Festivals (wenn da zum Line Check kein Bandtoni am FOH erscheint muss der Betreuer halt wohl oder übel selbst entmuten und hat weder vorher noch nachher Zeit für Verhandlungen), aber im Tourbereich ist das unter wohlerzogenen Menschen (gottseidank :roll:) durchaus noch Usus.
    "Kannst Du uns als Vorgruppe tonmäßig mit verarzten?" "Klar, was wollt Ihr denn ausgeben? Okay, 'n Fuffi ist mir zu wenig, 'n Hunni könnt/ wollt Ihr nicht bezahlen; treffen wir uns also in der Mitte, abgemacht?" Leicht verdientes Geld; bei 30 Tagen Tour ist so was ein erfreuliches Zubrot (zumindest wenn die Jungs auch einigermaßen erfreulich spielen :D).

    Muss natürlich auch mit dem eigentlichen Auftraggeber geklärt sein. Dem kann man aber in aller Regel leicht beibringen dass es auch ihm zugute kommt, wenn man sich während 45 Min. Vorgruppe schon mal in Ruhe mit den akustischen Tücken des sich langsam füllenden Venues vertraut machen kann.

    Viel schlimmer sieht es auf der Monitorseite aus. Da versuche ich 'meinen' Bands schon seit Jahren immer mal wieder zu erklären, dass es – gerade wenn sie auf der Running Order ganz weit hinten stehen – einen riesen Unterschied machen und ernsthaft die Performance beeinträchtigen kann, wenn statt des eigenen, frischen, mit Musikern/ Programm vertrauten Mannes an der Bühnenseite dort der gelangweilte/ genervte Festivalmonitorer steht, der nach 10 Std. Fließbandabfertigung zurecht eigentlich nur noch den Feierabend herbei sehnt.
    Seltsamerweise sind da viele auf diesem Ohr völlig taub. Die kurzfristige Performance in der Brieftasche ist so manchem offenbar dann doch wichtiger als die künstlerische Performance auf der Bühne.

    Aber eine Anfrage vorher ob ich das denn auch wirklich kann habe ich auch noch nie bekommen. War denn wenigstens ein Bestech... äh, Gagenangebot dabei? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Livemitschnitte

    • billbo
    • 12. Juni 2012 um 22:28

    3 - Uhr - Band im leichten Sommerlandregen. Und dabei in gepflegtem Dudel - und Daddelmodus :D :
    http://www.youtube.com/watch?v=mEtiKHjJIRs

    Bühne: groß. Da sieht das Clubtourset aus wie Legoland.
    PA: braun, quer, viel.
    FOH: lila, analog.
    Prozedere: Linecheck und los.
    Medium: Zuschauerhandy/ Kamera, ca. 50 - 60m vor der Bühne.

    Wolken/ Regen hat auch Vorteile: erstaulich windstill/ unverblasen für eine Tageslichtshow und die Entfernung. Das kenn' ich dort auch ganz anders (Location liegt am Wasser; bei Sonne herrscht da tagsüber strammer, fieser, böiger Dauerseitenwind).
    Was nicht passt sind diesmal demzufolge also tatsächlich Mischfehler! :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festinstallation: NL-208, oder...

    • billbo
    • 6. Juni 2012 um 14:10

    Genau an das Teil hab' ich dabei z. B. gedacht. Passt sogar ins Budget. Und narrensicheres Amping/ Processing ist auch schon dabei. :wink:
    Natürlich gibts so was sicher auch von Anbietern mit 'wertigerem' Namen. Dann muss man's halt selbst weiß anmalen...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festinstallation: NL-208, oder...

    • billbo
    • 6. Juni 2012 um 12:05

    14m x 18m - Sichtdachstuhl – Festinstallation – Sprachverständlichkeit - bedingte Fullrangetauglichkeit: Das liest sich eigentlich wie der Idealausschreibungstext für eine über der Bühne installierte Monoampel.
    Vergiss den modischen Quatsch 'wertiges Böxlein links - wertiges Böxlein rechts - wird schon irgendwie funktionieren' und installiere stattdessen ein breit strahlendes Kleinarray mittig geflogen unter dem Giebel. Keine Laufzeitunterschiede, optische und akustische Ortung stimmen überein, ausreichend große Schallwand für ein bisschen "Bass" - unschätzbare Vorteile gegenüber einer nur als Notbehelf L und R hingewürfelten Tanzmuckerkleinstgesangsanlage.

    Pfarrer und Gemeinde werden’s Dir danken.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mal wieder Metallica :-(

    • billbo
    • 5. Juni 2012 um 18:39

    Ist aber schon klar, dass auch große und berühmte Bands und Musiker gelegentlich unter Formschwankungen leiden (dürfen) ?

    Ich hatte diesbezüglich letztes WE ein ziemlich lustiges Erlebnis mit einer auch schon etwas älteren, derzeit auf Abschieds – Welttour befindlichen Hannoveraner Boygroup, die eigentlich eher für recht solide live – Performances bekannt ist. Diesmal war aber wohl irgendwas mit dem Bier im Flieger nicht in Ordnung; insbesondere dem Drummer ging es gar nicht gut (oder aber RICHTIG gut, wer weiß das schon?).
    Jedenfalls war das Timing bei dem Gig zeitweise eher unkonventionell, und bei einigen Hits musste man schon gaaanz genau hinhören. Also, irgendwie war das zwischendurch auch mittelmäßig.
    Hoffentlich taucht das, ähm, Drumsolo :D mal irgendwo im Internet auf. Da konnte der gute Kollege am FOH das Schlagzeug beim besten Willen nicht wohlwollend in den Hintergrund mischen (was ihm für den Rest des Konzertes eigentlich wirklich gut gelungen ist).

    Auch Musiker sind nur Menschen. Und vor Ort merken tut das eh nur die Sound - und Musikerpolizei.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was ein Wohlfühl-Venue wirklich ausmacht...

    • billbo
    • 30. Mai 2012 um 22:15

    Mal abgesehen vom C - Wort:

    1.) Waschmaschine
    2.) Trockner
    3.) Person die weiß, wie man so was bedient :roll: :D

    Auch daran erkennt man die Oasen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was ein Wohlfühl-Venue wirklich ausmacht...

    • billbo
    • 30. Mai 2012 um 17:14

    Als Tourcrew freut man sich regelmäßig auf ganz bestimmte Venues. Und dabei geht’s fast immer eher nur sekundär um Produktionstechnik... :roll:

    Gute Läden und schlaue Veranstalter wissen und berücksichtigen das. Ein sorgfältig angerichtetes Frühstücksbuffet im gepflegten Cateringambiente; der Aufschnitt nett auf Salatplatten garniert statt im Plastikpack, ein frisches Brot vom Bäcker, ein paar phantasievolle Kleinigkeiten und Snacks hier und dort, ordentliche Sitzgelegenheiten, ein paar Kerzen auf den Tischen, ein freundlich lächelndes "Guten Morgen" von der Dame, die für all das zuständig ist, ein wenig entspannte, leise Hintergrundmusik (um zum Thema zurückzukehren :D): schon läuft der Tag an wie von selbst. Und all die kleinen Wehwehchen oder Unstimmigkeiten (die es immer mal wieder gibt) lösen sich im Nu in Wohlgefallen auf.
    Bühne zu klein? Zu wenig Lampen an der Decke? Nicht das Wunschpult, sondern das Hauspult? Falsche Buchstaben an den Boxen? Nur ein örtlicher Tonler gebucht statt zwei ("kommt überhaupt nicht infrage! Wenn die keinen Monitorer dabei haben gibt’s halt Monitor von vorne, oder der Bandmischer muss am FOH allein klar kommen.")?
    Wird schon, kein Problem. Noch’n Kaffee? Was gibt’s eigentlich zum Abendbrot?

    Und die Erfahrung zeigt immer wieder: in Läden, wo DAS funktioniert, funktioniert auch der Rest. In diesem Sinne - Mahlzeit!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was ein Wohlfühl-Venue wirklich ausmacht...

    • billbo
    • 30. Mai 2012 um 11:09

    Du meinst so was wie: erst wenn man die Wüste lang genug kennt, weiß man die Oasen so richtig zu schätzen?
    Könnte hinkommen. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Anhörtipp

    • billbo
    • 29. Mai 2012 um 14:42

    Völlig richtig. Und an wem liegt es, das zu ändern?
    Genau: am Smutje. Das war damals schon so, auf U96. Du erinnerst Dich?

    Diesbezüglich betreue ich regelmäßig ein außerordentlich generös versorgtes Wohlfühl - Venue. 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo (der nach wie vor mindestens genau so viel Tourjobs im Jahr macht wie local Vorruhestandshändchenhalter - Schichten. Und auch dabei unnötige Geräusche gern vermeidet.)

  • Anhörtipp

    • billbo
    • 29. Mai 2012 um 12:33

    "Nightfly"... "Night Walks"... gut, um die Nächte voll zu bekommen gibt's da auch noch das gern genommene und allseits beliebte :roll: "Nightshift" (die älteren werden sich erinnern).

    Aber denkt dran: die Band möchte anschließend sicher auch noch ein paar Lieder spielen...

    Mit freundlichem Gruß

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