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Beiträge von billbo

  • Nachhaltigkeit durch modulare Mischsysteme

    • billbo
    • 15. März 2012 um 12:55

    Um nicht missverstanden zu werden: die Tatsache, dass ich bestimmte Entwicklungen so sehe, wie ich sie sehe, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass ich auch gut finde, was ich da sehe. Aber da ich's nicht ändern kann werde ich mich, trotz Ü50, wohl oder übel damit arrangieren müssen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Nachhaltigkeit durch modulare Mischsysteme

    • billbo
    • 15. März 2012 um 12:09

    Nachtrag: von mir aus auch im Fluggepäck. Wenn der Übergewichtszuschlag beim Rückflug zu hoch ausfallen sollte, bleibt's halt da.

  • Nachhaltigkeit durch modulare Mischsysteme

    • billbo
    • 15. März 2012 um 11:57
    Zitat

    Nachhaltiger ist das mit Sicherheit, aber nur wenn die Systeme offen genug sind.

    Das erinnert so’n bisschen an die Vision vom papierlosen Büro, sobald dann endlich erst mal die EDV weit genug ist. :wink:

    Vor einigen Jahren war mal ein XL4 – Platz das Maß der Dinge. Der kostetet incl. Peripherie und allem Drum und Dran locker ne viertel Million DM, und war jahrelang auf so gut wie jeder wirklich großen internationalen Produktion anzutreffen. Trotzdem wurde davon m. W. weltweit nicht mal eine vierstellige Stückzahl hergestellt.
    So viel dürfte Uli B. von seiner neuen Kiste demnächst jeden Monat raushauen (vielleicht ja deshalb 'inspired by M.' :roll: ). Die kostet, Geldwertstabilität mit eingerechnet, gerade mal ein Hundertstel der o. g. Summe; und kann dabei das gleiche und noch ein bisschen mehr. Da fällt der Glaube an Nachhaltigkeit durch offene Konzepte, systemübergreifende Plattformen und Modulbauweise ehrlich gesagt ein bisschen schwer.
    Schon für einen gerade mal vor 7 oder 8 Jahren vorgestellten, bis heute unverändert gebauten PM5 ist es mitunter schwierig, am freien Markt noch ein Speichermedium zu bekommen...

    Wer Investitionen in IT-/ Elektrotechnik plant muss sich völlig darüber im Klaren sein, dass er in Elektroschrott von morgen "investiert". Von morgen, nicht von übermorgen!

    Ich wage mal 'ne unverschämte Prognose: dank Copy & Paste wird noch jahrelang in 3 von 4 BAs 'no Behringer' stehen. Aber in jedem Tourbus wird so 'ne 2500 Euro - Kiste mit dabei sein... :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Pioneer DJM 600 Master Fader tauschen - direkt von ALPS?

    • billbo
    • 14. März 2012 um 23:32

    Holla! Ich weiß, wo noch ein paar ausgemusterte 500er als Spare und Ersatzteilträger vor sich hin gammeln. Bin ich etwa reich, ohne es zu wissen? :wink:

  • Multi Purpose Crew

    • billbo
    • 14. März 2012 um 19:56
    Zitat

    Ganz offensichtlich war er und sein Equipment hervorragend organisiert und kann dadurch ein solches Pensum stressfrei bewältigen.

    Eindeutig richtig. Auch wenn der Drahtverhau um den Kombi - FOH eher nach 90er Jahre Videoregie aussah. Für Kosmetik war an dieser Stelle halt wirklich keine Zeit mehr :D.
    (ganz im Gegensatz übrigens zur Bühne: durchdachte Looms, unmissverständliche Beschriftungen auf Signalfarbentape, ordentliches Skirting, Teppiche mit Markierungen für Bodentreter und Stative, usw.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Multi Purpose Crew

    • billbo
    • 14. März 2012 um 14:49

    Vorsicht – hier ging's um eine richtige, vielwöchige Europatour. Keine Bastelstunde; das war ein perfekt eingespieltes Team. Klare kurze Ansagen, und alles selbstverständlich in Zusammenarbeit mit professionellen Örtlichen (hab' als neugieriger Mensch direkt mal gegoogelt: alles nur ausgesuchte Venues, bei denen "Lichtmann kommt heute ein bisschen später" selbst in Italien oder Spanien eher unwahrscheinlich ist). Die anderen haben – eher unauffällig – genau so hocheffizient geackert; wer als Backliner bei so einem Ding täglich erst mal 12 Gitarren neu besaiten muss fällt halt im allgemeinen Arbeitsablauf nur weniger auf.
    Mit anderen Worten: Profis am Start. Keine Fachkräfte :D.

    Und wie erwähnt – ein ganz normaler Arbeitstag, ohne Nervereien oder irgendwelche zeitlichen Exzesse. Ich fand's einfach nur faszinierend (und zugleich ein bisschen erschreckend :roll:), dass das mit so wenig Personal so gut funktionieren kann. Sicher hat jeder als Tonler auf der 3. Stadtfestnebenbühne für's Vormittagsprogramm schon mal den Job 'Lichtorgel einschalten' mit übernommen. Das hier war aber saubere Profiarbeit! Und gut genährt sahen die auch aus. :D

    Die Gründe für so was sind dann, wie meistens, auch eher profaner Natur. Eine nette Tourleiterin war auch noch dabei, die hat's mir erklärt: Nischenszene, Vorverkäufe nicht gerade überragend, 2 Bands, 1 Nightliner. Da entscheidet dann die verfügbare Bettenzahl darüber, wer auf Tour wirklich wichtig ist...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Multi Purpose Crew

    • billbo
    • 14. März 2012 um 00:06

    Heute war ich mal echt beeindruckt. Zu Gast eine veritable R&R – Tour/ Teilproduktion, 2 durchaus anspruchsvolle Bands (Prog Rock). Ein Haufen eigenes Gerödel dabei: Podesterie/ 6 Wackeleimer/ 8 (kleine) Audience Blinder/ Strobos/ div. LED Zeugs/ Pulte/ Mikrofonie/ Bühnenverkabelung/ Muco/ natürlich komplette Backline incl. aufwendigem Keyboardzeugs/ usw. usw.).
    Und eine seeehr übersichtliche Crew: 1 Backliner, 1 Stagemanager/ Mädchen für alles. Und 1, tja, 'Kombitech'. Ein noch recht junger, ziemlich schweigsamer Schwedischer Kollege.
    Der machte irgendwie alles. Erst laden, Podeste/ Licht aufbauen, dann Schlagzeug aufbauen und stimmen, Bühne mikrofonieren/ verkabeln. Anschließend mit eigenem LS9 für beide Bands FOH und InEar Monitor. Mit eigenem Mini - Lichtpult + Compi (sorry, hab' ich keine Ahnung von) komplettes Licht, inclusive perfekter Einbindung des (auch nicht gerade sparsamen) Hauslichts. Ach ja, Multitrackrecording mittels irgendeiner Softwarelösung war auch noch dabei.

    Load in 13:00, doors open 18:30. Keinerlei Stress, ruhiges, konzentriertes Arbeiten an allen Fronten gleichzeitig; pünktlich zum Abendessen fertig. Lediglich auf meine Bemerkung, dass er bei all den Jobs nach der Tour sicherlich ein reicher Mann sein würde, gab's ein etwas gequält wirkendes Lächeln...
    Und anschließend mindestens ordentlicher Sound bei beiden Bands; und Licht war kein buntes 08/15 – Geflacker, sondern sauber eingeleuchtet und programmiert, mit schöner Tiefenstaffelung, stimmiger Farbkonzeption, und musikalisch (bei nicht ganz unkomplizierter Mucke) wirklich auf den Punkt.

    Hammer! Das hätte ich (okay, von Licht hab’ ich eh keine Ahnung) alleine nicht annähernd so hingekriegt. Ob DAS die Zukunft des R&R Tourings ist? :roll: Oha...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Probleme mit D-Two

    • billbo
    • 13. März 2012 um 16:09

    So was kenn' ich dagegen als ständiges Ärgernis, egal bei welchem D2. Hab allerdings auch viel mit so 'Dauertapbands' zu tun. Und die einzige Tastenkombination dagegen, die ich mir merken kann, ist 'Power off - 1 Sek. warten - Power on - zurück auf Programm 1 - Feedback wieder runterdrehen'.:roll: :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lichttechniker 2 Tage Veranstatlung 16/17.3 2012

    • billbo
    • 12. März 2012 um 13:31

    Every promotion is good promotion :D

  • Pioneer DJM 600 Master Fader tauschen - direkt von ALPS?

    • billbo
    • 12. März 2012 um 13:26

    Zwar nicht direkt zu Pioneer, aber Erfahrung zur (Alps-) Ersatzteilsuche allgemein:
    Der gemeine Standardmotorfader, wie er bei Yamaha M7 & co und natürlich tausend anderen Herstellern ebenfalls verbaut ist, kostet in kleinen Mengen bei den üblichen Distributoren so zwischen 17 und 22 Euronen + Versand + Mindermengenzuschlag etc. pp. Und ob's auch tatsächlich die richtige Version ist weiß man dann, wenn er da ist.
    Als Originalersatzteil beim Hersteller (Yammi) legt man gut 11 Euro netto auf den Tisch. Und kann sich sicher sein, dass das Ding auch wirklich passt.

    Weitere Nachforschungen erübrigen sich da irgendwie...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Probleme mit D-Two

    • billbo
    • 12. März 2012 um 13:03

    Das liegt wohl herstellerübergreifend auch daran, dass die 'Tap' - Funktion nirgendwo konstruktiv ausreichend Berücksichtigung findet. Auch bei einer PM5 fällt UDK Nr. 25 grundsätzlich als erstes auseinander.
    Und bei D2 und Co. ist das armselige Flachbandkabel - Minidisplay halt direkt nebendran...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schaden will nicht bezahlt werden - Gericht??

    • billbo
    • 12. März 2012 um 01:35
    Zitat

    Ich denke wenn der Richter entsprechend alt ist und er ein Dampfradio hat ...

    Ah, übersehen: Die richtige Anpassung einer Leistungspentode an ihren Lautsprecher ist ein geradezu perfektes Beispiel für ein zuverlässig funktionierendes Lautsprecherschutzkonzept. Sanfte, dennoch deutlich hörbare Leistungsbegrenzung knapp unterhalb der Schwelle zur Selbstzerststörung des Systems. So was gab's also schon vor 80 und mehr Jahren :wink:

  • Schaden will nicht bezahlt werden - Gericht??

    • billbo
    • 12. März 2012 um 01:21
    Zitat

    Und wie ist es denn zu sehen/handhaben, wenn der Kunde nur die Lautsprecher anmietet?

    Danke, generell nicht interessiert. Es sei denn er ist ein wirklich zuverlässiger guter Kollege bei dem klar ist, dass er dann im Zweifel auch dafür gerade steht.

    Zitat

    Deiner Auffassung nach wäre dann ein Speakon ein Laboraufbau, oder sehe ich das falsch?

    Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Endstufen mit Lautsprecherboxen zu verbinden. Auch verwechslungsfreie. Ich war noch nie ein großer Speakon – Freund.

    Zitat

    Nenn mir bitte doch mal 5 Systeme, welche ohne irgendwelche Passivweichen bei den Topteilen auskommen.

    Gerade mal überschlagen: im Bestand z. Zt. ca. 400 Lautsprecherboxen. Rund 1/3 davon jünger als drei, vier Jahre – alle aktiv (Endstufen eingebaut). Ein weiteres Drittel relativ altes Zeug, aber noch in regelmäßigem Betrieb. Das letzte Drittel eher, öhm, Lagerware :oops: .
    Darunter befindet sich nicht eine einzige Box mit Passivweiche. Es war mir schon immer unbegreiflich, wie man so etwas für den rauen Baustellen – und Vermietbetrieb konstruieren bzw. betreiben kann.

    Zitat

    Eine 20 Jahre alte Holzkiste mit einer bewegten Pappe drin wird auch noch nach 40 Jahren ihren Dienst tun, sofern man ein geeignetes Signal da rein gibt und die Gummisicke oder der Klebers nicht schlapp macht.

    Richtig. Und dafür, dass da nur ein geeignetes Signal reingehen kann, bist allein Du als Vermieter zuständig. Alles andere ist grob fahrlässig und gefährdet zudem Dein Geschäftsmodell.

    Zitat

    Wenn die Anlage aus Sicht des Kunden zu klein war... wir hätten auch was größeres im Angebot und dies auch dem Kunden angeboten, doch das war ihm ja zu teuer.

    Es gibt keine zu kleinen Anlagen – sonst wäre der Betrieb von Ghettoblastern generell verboten. Es gibt lediglich falsch ausgelegte/ nicht funktionierende/ nicht manipulationssicher ausgeführte Lautsprecherschutzkonzepte.

    Zitat

    Zudem gibt es genügend Situationen im Leben, in denen man sich selbstständig Informieren muss.

    Dazu gehört aber ganz sicher nicht die Information, wie viel Millivolt welchen Signals ich an den Eingang einer Verstärkeranlage eines gewissen Alters und Verschleißgrades anlegen darf, bevor diese sich im Betrieb selbst zerlegt. Das weiß nicht mal ihr Konstrukteur. Wie soll das dann der Laienendkunde wissen?

    Zitat

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    Strafrecht und Zivilrecht sind ungleiche Brüder. Ich mag nicht ins Gefängnis, weil mein Sänger zu laut ins Mikro gesungen hat :? .

    Zitat

    Und jetzt lass uns nicht streiten.

    Auf gar keinen Fall! Dafür war die Band heute Abend zu schlecht :( .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schaden will nicht bezahlt werden - Gericht??

    • billbo
    • 11. März 2012 um 01:39

    Yamaha, Dein Sinn für Gerechtigkeit in allen Ehren; der ist ja durchaus sympathisch. Subjektiv geprägtes Rechtsempfinden und Recht sind jedoch leider oft sehr voneinander unterschiedlich. Hast Du jemals tatsächlich mit Gutachtern/ Rechtsanwälten/ Richtern zu tun gehabt?

    Ich erlaube mir mal ausnahmsweise, auf Deine Punkte direkt im Text zu antworten:

    Zitat


    Tacho!

    Warum soll eine Anlage, welche nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, auf einmal nicht mehr in die Vermietung gehen. Wie kommt man auf so einen Gedanken. Kommt niemand. Es gibt sogar noch viel ältere Technik, die, bei entsprechender Wartung/ Instandsetzung, problemlos funktioniert. Viele große Vermieter haben solche Anlagen immer noch im Gerätepark, da sie eben Arbeitstiere sind.
    Wir reden hier letztendlich von einer Holzkiste mit Lautsprechern drin und nicht von einem komplizierten Apparat wie einem Auto oder einer Baumaschine. Das ist nicht richtig. Der Threaderöffner redet von einem spielfertig zusammengestellten Vermietsystem. NF rein – Ton raus.

    Neugeräte sind im übrigen vor Beschädigungen durch Fehlbedienung auch nicht gefeit. Gerade durchgeschossene HT-Treiber wegen Feedbacks oder dauerhaftem rechtsanschlag sind nicht selten und leider an der Tagesordnung, insbesondere bei einer entsprechenden Kundenklientel.
    Letztendlich bekommt man jede Anlage kaputt, egal was zum Schutz im Signalweg liegt. Falsch! Das hat wenig mit Kundenklientel/ Fehlbedienung, aber viel mit der Auslegung/ Qualität des Systems zu tun. Ich als Vermieter muss das wissen. Mein Kunde nicht.
    Konkrete Konsequenz: Holz, welches ich zwecks Vermietung an Laienhände anzuschaffen beabsichtige, läuft bei mir zuvor stichprobenartig ein paar Stunden mit Vollaussteuerung (alle! Lampen rot) rosa Rauschen zur Probe. Hält es durch, wird der Kauf in Erwägung gezogen. Geht dabei was kaputt, geht’s zurück an den Hersteller.
    'Holz' ist aus diesem Grund auch immer eine Endstufen - Boxenkombination; niemals eine Box allein. Und niemals irgendwas mit Passivweichen.

    Apropos Schutz...
    Wer sagt denn, dass der Kunde nicht selbst Hand angelegt hat und z.B. den Controller umgangen hat oder seinen eigenen mitgebracht und eingesetzt hat. So etwas lässt sich hinterher nur schwer bis gar nicht nachweisen. Eben! Du wirst es niemals schaffen, solches Deinem Kunden nachzuweisen. Schon gar nicht vor Gericht.

    Es gibt zum Beispiel auch Kunden, die bringen es fertig einen Speakon falsch einzustecken/umzustecken, obgleich die Anlage für den Kunden spielfertig aufgebaut war. Und dann beschwert man sich, dass die Bässe nicht mehr spielten und aus den Topteilen so gut wie nichts mehr raus kam. Dein Problem. Gestalte das System bzgl. kundenbedienbarer Steckvorrichtungen so, dass das nicht passieren kann. Andernfalls vermietest Du einen Laboraufbau.

    Zum Schlagwort unternehmerisches Risiko.
    Das hat mit dem hier geschilderten Fall meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Als unternehmerisches Risiko sehe ich z.B. eine Investition in neues Material an, welches dann eben nicht läuft. Eine neue Vermarktungsstrategie. Unterschlagung des Materials.
    Letztendlich liegt das unternehmerische Risiko einzig an der Tatsache, dass der Kunde nicht zahlt, obgleich er dazu verpflichtet ist. Hier ist dann eben der übliche Rechtsweg zu wählen.

    Sofern man sich sicher ist, dass kein Vorschaden an der Anlage war, das hat Andi schon klar dargelegt: bei 20(!) Jahre altem Vermietparkmaterial würde jeder Gutachter zwingend von einer Vorschädigung ausgehen – und jeder Richter würde/ müsste dem folgen. diese korrekt dimensioniert und eingestellt war, war sie offensichtlich nicht – sonst hätten die Schutzvorrichtungen nicht versagt sollte oder besser muss der Mieter dafür gerade stehen, sofern es eben kein Verschleissmaterial wie z.B. Glühbirnen sind. Sollte er nach Deinem persönlichen, als Vermieter voreingenommenen Rechtsempfinden vielleicht. Wir er ganz sicher nicht müssen. Der wollte einfach nur laut Musik machen, und hat zu diesem Zweck 'ne Anlage gemietet und sein Mischpult dran angeschlossen... klang vielleicht ein wenig komisch. "Aber zu laut fand ich es eigentlich nicht, Herr Richter..." :roll:

    Ein geschossener Treiber ist ein geschossener Treiber, vor allem wenn man Brandspuren nachweisen kann. Anders sieht es aus, wenn die Sicke durch ist oder die Pappe an sich einreisst. Das würde ich eher in der Ecke Verschleiß sehen. Genau, wirklich genau falsch. Ersteres lässt auf einen fehlerhaft funktionierenden oder dimensionierten Schutz vor thermischer Überlastung schließen – Dinge, von denen der Kunde nichts wissen kann und nichts wissen muss; der Vermieter allerdings tunlichst wissen sollte. Bei einer mechanischen Beschädigung hingegen würde ich (und würde jeder Gutachter) äußerst genau hinschauen, denn die könnte ja statt mit Altersschwäche auch durchaus was mit böswilliger externer Gewalteinwirkung zu tun haben.

    Letztendlich Frage ich mich weswegen manche Kollegen hier der Meinung sind, dass der Kunde im Recht ist, wenn er z.B. einen Treiber abschießt. Ich würde es gerne mal sehen, wenn genau diese Kollegen eben selbst einen solchen Fall auf dem Tisch haben und eben mal 900€ locker machen und dies dann auch noch freudstrahlend als Lehrgeld oder unternehmerisches Risiko verbuchen. Anlass zur Freude bieten solche Schäden wohl bei niemandem. Möglichen Schäden durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen vorzubeugen ist allerdings die Sache des Vermieters.

    Alles anzeigen

    Aus der eigenen Erfahrung: ich vermiete seit rund 30 Jahren (u. a. auch) regelmäßig LS/ Endstufenkombinationen an Endkunden (und habe dabei einiges an Lehrgeld gezahlt). Ich habe noch niemals einem Kunden ein defektes Chassis zu berechnen versucht. Zum Einen weil ich irgendwann meine Hausaufgaben gemacht habe und ausschließlich narrensichere Systeme herausgebe (weshalb tatsächlich praktisch niemals etwas kaputt geht, Altersschwäche mal ausgenommen); zum Anderen weil ich weiß, dass ich bei einem Rechtsstreit chancenlos wäre.
    Keine Regel ohne Ausnahme: es gab, lang, lang ist’s her, einen Fall, da wollte ein (heute renommierter, ziemlich bekannter PA – Kollege) schlauer sein als der Rest der Welt und hat den Hochtonzweig eines größeren bei mir gemieteten Komplettsystems seiner Sicherung beraubt. Es wurde auch deutlich lauter – allerdings wohl nur kurz... :?
    Da das aber immer schon ein sehr fairer Kollege war, und er auch genau wusste, was er da getan hatte, hat er anschließend in unserem Lager eigenhändig und auf seine Kosten die 64 geschossenen nagelneuen EV DH3 – Treiber mit noch nagelneueren Ersatzdiaphragmen versehen.

    Kleine Preisfrage am Schluss: warum wohl wechseln alle seriösen Autovermieter nach spätestens 2 Jahren ihren kompletten Fuhrpark aus?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lichttechniker 2 Tage Veranstatlung 16/17.3 2012

    • billbo
    • 10. März 2012 um 18:54

    Schöner Versuch. :D Ich bin mir allerdings jetzt nicht 100prozentig sicher, ob Du als Accountant in dieser Firma echte Zukunftsperspektiven hättest...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lichttechniker 2 Tage Veranstatlung 16/17.3 2012

    • billbo
    • 10. März 2012 um 11:12
    Zitat

    ... da wir gerade einen Personalengpass haben.

    Das finde ich jetzt aber irgendwie echt verwunderlich, bei einem Techniker -

    Zitat

    Tagessatz 150€ netto

    Und Übernachtungskosten/ Spesen übernehmt Ihr auch noch? :shock:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • TIP: Unbedingt ansehen

    • billbo
    • 9. März 2012 um 16:58

    Ich find's ab 6min. + interessant. "Sind die Shows über die Jahre besser geworden?" Hm, ähm, tja, "... produzieren um des Produzierens willen..." Wie wahr! :D
    Aber ein bisschen ruhiger ist er schon geworden. 'Lauti' nannte man ihn ja früher nicht unbedingt nur wegen seines Nachnamens... :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sorry Schoeps - Leider Geil!

    • billbo
    • 8. März 2012 um 12:51
    Zitat

    ... wenns nicht das Gesangsmic vom Schlagzeuger ist

    Meistens isses dann eh beides...

    Und Lemmy hat umgestellt auf Beta57. Kann man den Korb besser waschen.

  • Schaden will nicht bezahlt werden - Gericht??

    • billbo
    • 8. März 2012 um 10:52

    Abgesehen von der Frage wer mit wem ein Vertragsverhältnis hat(te) (das lässt sich ja in aller Regel schnell beantworten), und auf die Gefahr, mich unbeliebt zu machen: wir haben 2012. Seit mindestens 30 Jahren ist es Stand der Technik, dass korrekt bemessene Lautsprecher – Verstärkerkombinationen für den kommerziellen Einsatz Schutzschaltungen/ Begrenzungen beinhalten, die eine Beschädigung/ Zerstörung durch anlegen eines NF – Signals (wie immer das auch aussehen mag!) quasi ausschließen. Es sei denn, diese sind falsch (zu optimistisch) ausgelegt oder einzelne Komponenten des Systems schlicht zu alt.

    Weisen die Geräte schwere äußere Beschädigungen auf, die auf unsachgemäßes/ grob fahrlässiges Handling schließen lassen?
    Gibt es Hinweise auf unzulässigen Kontakt mit Feuer oder Wasser?
    Gibt es Netzteilschäden, die den Verdacht auf fehlerhafte Spannungsversorgung nahe legen?

    Wenn nicht – vergiss es. Pech. Unternehmerisches Risiko. Lehrgeld. Wie immer man es nennen möchte.
    Einer Deiner wichtigsten Jobs als Equipmentvermieter an Endkunden ist es sicherzustellen, dass dieses auch bei Vollgas zuverlässig funktioniert und sich nicht selbst zerlegt. Betreibst Du ohne Bedienung/ Beaufsichtigung durch Fachpersonal Material, bei dem das – aus welchen Gründen auch immer – trotzdem möglich oder gar wahrscheinlich ist, handelst Du auf eigene Gefahr.

    Wenn ich ein Auto miete, dann fahre ich damit so schnell wie ich will (oder wie’s erlaubt ist). Explodiert dabei der Motor, dann hat der Drehzahlbegrenzer nicht funktioniert, oder das Teil war zu alt. Dann rufe ich die Autovermieterhotline an und verlange ein Ersatzfahrzeug.
    Fahr’ ich hingegen Beulen rein – dann isses mein Problem.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (P.s.: mringhoff war schneller...)

  • Preiskampf durchbricht Schallmauer.....

    • billbo
    • 6. März 2012 um 12:08

    Nun ja. Das Leben ist bunt. Und nur weil's eine gesellschaftlich anerkannte und weitverbreitete Form der Kohlevernichtung ist gehört nicht zwangsläufig jeder, der von Veranstaltungstechnik lebt, automatisch auch ins Armenhaus... :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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